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Bildliches Erfassen von kognitiven Prozessen

Title: Bildliches Erfassen von  kognitiven Prozessen

Presentation (Elaboration) , 2003 , 10 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Mario Bolz (Author)

Psychology - Biological Psychology
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Summary Excerpt Details

Kognitive Prozesse führen zu einer Erhöhung der neuronalen Aktivität im Gehirn. Damit verbunden ist auch ein Anstieg des Stoffwechsels. Da mittels der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) und der funktioneller Magnetresonanztomographie (fMRT) eine Veränderung des Stoffwechsels registriert werden kann, ist eine nicht-invasive Messung und Lokalisation der Hirnaktivität (indirekt über den Stoffwechsel) möglich.
Bis weit in das 20. Jahrhundert hinein gab es nur eine Möglichkeit, um herauszufinden, wo im Gehirn bestimmte Funktionen lokalisiert sind: Man untersuchte nach dem Tod das Gehirn von Patienten, die währen ihres Lebens bestimmte neurologische Symptome aufwiesen. Erst seit der Anwendung elektrophysiologischer Methoden z.B. der Elektroenzephalographie (EEG), ist es möglich die elektrische Aktivität des Hirns zu messen. Allerdings hat sie in tieferen Schichten kein gutes räumliches Auflösungsvermögen. Mit der Mehrkanal-Magnetenzephalographie (MEG) können zwar räumliche Koordinaten ermittelt werden, die anatomische Information, wo sich die ermittelten Punkte im tatsächlichen Gehirn befinden, fehlt jedoch. Hier können PET und fMRT zum Einsatz kommen.
Durch eine Vielzahl von Untersuchungen mit den neuen bildgebenden Verfahren, erreicht man eine immer genauere Kartierung des Gehirns und erhält Einblicke in Funktion & Organisation.
Nachfolgend soll ein Überblick über die Funktion und Anwendung der derzeit gebräuchlichsten bildgebenden Verfahren, die im Rahmen der Kognitionsvorschung relevant sind, gegeben werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Angewandte bildgebende Verfahren im Überblick:

2.1 Computertomographie:

2.2 Positronen- Emissions-Tomographie:

2.3 Kernspintomographie:

3 Funktionsprinzipien von PET, MRT und fMRT

3.1 Funktionsprinzip der PET

3.2 Funktionsprinzip der MRT

3.3 Funktionsprinzip der fMRT

4 Einsatzmöglichkeiten der bildgebenden Verfahren

5 Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einsatz moderner bildgebender Verfahren in der Kognitionsforschung, um neuronale Aktivität und deren Stoffwechselkorrelate präzise zu erfassen und zu lokalisieren. Dabei wird die Forschungsfrage verfolgt, inwiefern verschiedene Methoden wie PET, MRT und fMRT zur Kartierung kognitiver Prozesse beitragen und welche technischen Funktionsprinzipien sowie klinischen Anwendungsmöglichkeiten diesen Verfahren zugrunde liegen.

  • Vergleich bildgebender Verfahren (CT, PET, MRT, fMRT) hinsichtlich ihrer Einsatzbereiche.
  • Physikalische und physiologische Funktionsprinzipien der PET- und MRT-Technologien.
  • Die BOLD-Technik als Grundlage der funktionellen Magnetresonanztomographie.
  • Klinische und forschungsrelevante Einsatzgebiete bildgebender Verfahren.
  • Aktuelle Entwicklungen bei der Kombination von elektrophysiologischen und bildgebenden Daten.

Auszug aus dem Buch

3.3 Funktionsprinzip der fMRT

Die funktionelle Magnetresonanztomographie erfasst die Veränderung von Durchblutung und Sauerstoffverbrauch, die auf eine elektrische Aktivierung der Neurone folgt. Die elektrische Aktivierung selbst kann nicht gemessen werden. Da aktive Neurone mehr Sauerstoff verbrauchen sinkt bei einsetzender Aktivität der Anteil von Oxyhämoglobin (mit Sauerstoff beladenes Hämoglobin) in den umliegenden Gefäßen, der von Deoxyhämoglobin (nicht mit Sauerstoff beladendes Hämoglobin) steigt. Darauf hin kommt es zu einer Überkompensationsreaktion. Die Gefäße stellen sich weit, der Blutfluss steigt und der Mangel an Oxyhämoglobin wird überkompensiert (Abb. 3). Oxygeniertes Blut hat diamagnetische Eigenschaften, d.h. es beeinflusst ein von außen angelegtes Magnetfeld nur unerheblich – Deoxygeniertes Blut ist dagegen paramagnetisch, d.h. es führt zu einer Feldverzerrung im Magnetfeld. Diese Feldverzerrung lässt sich messen (Abb. 3). Man bezeichnet die Methode als BOLD-Technik (Blood Oxygen Level Dependent), (Abb.4). Sie ist die derzeit meist angewandte in der fMRT. Mit diesem Verfahren ist es möglich den Ort der neuronalen Aktivität auch in sehr tiefen Schichten bis auf ca. 0,5mm genau bestimmen zu können, wenn das Messergebnis der BOLD-Technik mit einem herkömmlichen MRT Bild überlagert wird.

„Da die Signalunterschiede zwischen aktiviertem und nicht aktiviertem Zustand sehr gering sind, ist eine aufwendige Nachbearbeitung der Bilddaten notwendig (Bewegungskorrektur, statistische Analyse, Bildüberlagerung)“ (Heiland, 2003, S. 305)

Beck (2001, S.60) weißt darauf hin, dass das BOLD-Signal vor allem den Eingang neuronaler Information in die jeweilige Hirnregion und die dortige Verarbeitung zeigt – weniger die Ausgangssignale, die an andere Hirnregionen weitergegeben werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einführung erläutert die Bedeutung nicht-invasiver Verfahren zur Lokalisierung von Hirnaktivität und stellt die Entwicklung von postmortalen Untersuchungen hin zur modernen Bildgebung dar.

2 Angewandte bildgebende Verfahren im Überblick: Dieses Kapitel gibt einen allgemeinen Überblick über die Computertomographie, die Positronen-Emissions-Tomographie und die Kernspintomographie als zentrale diagnostische Werkzeuge.

3 Funktionsprinzipien von PET, MRT und fMRT: Hier werden die physikalischen Grundlagen der drei Hauptverfahren, insbesondere die Detektion von Gammaquanten bei der PET und die Kernspinresonanz bei der MRT, detailliert erklärt.

4 Einsatzmöglichkeiten der bildgebenden Verfahren: Dieses Kapitel beleuchtet den Nutzen der Bildgebung in der klinischen Praxis sowie in der Grundlagenforschung zur Plastizität des Gehirns.

5 Ausblick: Der Ausblick diskutiert die Herausforderungen der zeitlichen Auflösung und die Fortschritte bei der simultanen Aufzeichnung elektrophysiologischer und fMRT-Daten.

Schlüsselwörter

Bildgebende Verfahren, Kognitionsforschung, Hirnaktivität, PET, MRT, fMRT, BOLD-Technik, Stoffwechsel, Kernspinresonanz, Neuronen, Hämodynamik, Gehirnplastizität, Elektroenzephalographie, Matching, Diagnostik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der technischen Funktionsweise und dem wissenschaftlichen Einsatz moderner bildgebender Verfahren, die zur Sichtbarmachung kognitiver Prozesse im menschlichen Gehirn genutzt werden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die physikalischen Prinzipien von PET und MRT, die physiologische Messung des Sauerstoffverbrauchs sowie die praktische Anwendung dieser Methoden in der klinischen Planung und der kognitiven Grundlagenforschung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie bildgebende Verfahren eine präzise Lokalisierung von Hirnaktivität ermöglichen und welche Vorteile oder Einschränkungen bei der Nutzung dieser Technologien existieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf Basis einer Literaturanalyse die Funktionsweise und Anwendung von bildgebenden Verfahren zusammenfasst und bewertet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Funktionsprinzipien von PET, MRT und fMRT sowie eine Erörterung der spezifischen Einsatzmöglichkeiten in Klinik und Forschung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Bildgebende Verfahren, Kognitionsforschung, fMRT, BOLD-Technik, Hirnaktivität und physiologische Stoffwechselprozesse.

Warum ist die BOLD-Technik für die fMRT so entscheidend?

Die BOLD-Technik ermöglicht es, neuronale Aktivität indirekt über die damit verbundenen Veränderungen des Sauerstoffgehalts im Blut (Hämoglobin) messbar zu machen.

Welche Bedeutung hat die Kombination von elektrophysiologischen Daten und fMRT?

Die Kombination erlaubt es, die räumliche Präzision der fMRT mit der hohen zeitlichen Auflösung elektrophysiologischer Verfahren zu vereinen, um funktionsspezifische Zusammenhänge im Gehirn besser zu verstehen.

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Details

Title
Bildliches Erfassen von kognitiven Prozessen
College
University of Frankfurt (Main)
Grade
2,0
Author
Mario Bolz (Author)
Publication Year
2003
Pages
10
Catalog Number
V47770
ISBN (eBook)
9783638446457
Language
German
Tags
Bildliches Erfassen Prozessen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mario Bolz (Author), 2003, Bildliches Erfassen von kognitiven Prozessen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/47770
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