Diese Arbeit ist eine Untersuchung zum Thema Mobilitätsmanagement. Dabei geht es um dessen Ziele, Maßnahmen und Handlungsfelder. Konkret soll dies anhand der "Stadtverwaltung Bottrop" veranschaulicht werden.
Schon seit geraumer Zeit geistert das "Mobilitätsmanagement" (MM) durch die Fachkreise der Verkehrsexperten in Deutschland. In den letzten Jahren rückte dieses Thema mehr und mehr in den Fokus der Allgemeinheit, nicht zuletzt durch die landesweite Diskussion um Dieselfahrverbote in Großstädten. Auch an der Stadt Bottrop ging dieses Thema nicht spurlos vorbei. Als Lösung wird häufig das Mobilitätsmanagement ins Spiel gebracht, wie auch in meinem untersuchtem Praxisbeispiel der Stadtverwaltung Bottrop. Doch wo kommt dieses MM eigentlich her? Und wo liegt der Unterschied zur traditionellen Verkehrsplanung? Diese Fragen will ich im folgenden Text unter Einbeziehung historischer Gesichtspunkte sowie realen Praxisbeispielen beantworten und dabei vor allem auf die Frage eingehen, ob das MM sich zur traditionellen Verkehrsplanung als Ergänzung oder Kannibale versteht.
Die Verkehrsplanung und das Mobilitätsmanagement sind dabei zwei verschiedene Annäherungen an das Problem, jedoch aus zwei verschiedenen Perspektiven.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Was ist Mobilitätsmanagement?
2.1 Historischer Überblick
2.2 Definition
2.2.1 Verkehrsplanung
2.2.2 Mobilitätsmanagement
2.3 Unterschiede
3. Erklärung anhand des Praxisbeispiels „Stadt Bottrop“
3.1 Allgemeines über das Projekt
3.2 Ziele und Zielgruppen
3.3 Akteure
3.4 Interventionsstrategien und Maßnahmen
3.5 Erste Ergebnisse
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht das Mobilitätsmanagement (MM) als strategischen Ansatz zur Beeinflussung der Verkehrsnachfrage im Vergleich zur traditionellen, angebotsorientierten Verkehrsplanung. Dabei wird insbesondere geklärt, ob sich das Mobilitätsmanagement als ergänzendes Instrument oder als Konkurrenz zur klassischen Verkehrsplanung positioniert, illustriert durch die praktische Anwendung in der Stadt Bottrop.
- Historische Entwicklung der Verkehrsplanung und Entstehung des Mobilitätsmanagements
- Differenzierung zwischen angebotsorientierter Verkehrsplanung und nachfrageorientiertem Mobilitätsmanagement
- Analyse des betrieblichen Mobilitätsmanagements am Fallbeispiel der Stadt Bottrop
- Bewertung von Maßnahmen wie Dienstradförderung und Kooperationen zur Mobilitätsverbesserung
Auszug aus dem Buch
2.3 Unterschiede
Der wohl auffälligste Unterschied ist, dass die VP angebotsseitig handelt während das MM nachfrageorientiert arbeitet. Die VP kümmert sich dabei um das, was bereits existiert, ganz im Gegensatz zum MM, welches das Potential bearbeitet (Gather et al. 2008, S. 25). Auch ist der Maßnahmenkatalog zumeist sehr unterschiedlich. Die VP setzt dabei eher auf harte, bauliche Infrastrukturmaßnahmen während das MM sich auf weiche Maßnahmen fokussiert (Ahrens und Hubrich 2012, S. 44). Daher lässt sich folgender Schluss ziehen: Für die VP gilt: Erst bauen, dann schauen. Für das MM ist dies umgekehrt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz des Mobilitätsmanagements vor dem Hintergrund aktueller verkehrspolitischer Herausforderungen ein und formuliert die Forschungsfrage bezüglich des Verhältnisses von Mobilitätsmanagement und Verkehrsplanung.
2. Was ist Mobilitätsmanagement?: Dieses Kapitel beleuchtet die historische Entwicklung der Verkehrsplanung, definiert die Kernbegriffe Mobilitätsmanagement und Verkehrsplanung und arbeitet die wesentlichen methodischen Unterschiede zwischen beiden Ansätzen heraus.
3. Erklärung anhand des Praxisbeispiels „Stadt Bottrop“: Dieser Abschnitt beschreibt die Implementierung des Mobilitätsmanagements in der Stadtverwaltung Bottrop, inklusive der Zielsetzungen, beteiligten Akteure, konkreter Interventionsstrategien sowie einer Evaluation der ersten Projektergebnisse.
4. Fazit: Das Fazit beantwortet die zentrale Fragestellung, indem es das Mobilitätsmanagement als notwendige Ergänzung zur Verkehrsplanung einordnet, die besonders durch weiche Maßnahmen einen wichtigen Beitrag zur Lösung aktueller Verkehrsprobleme leistet.
Schlüsselwörter
Mobilitätsmanagement, Verkehrsplanung, Stadt Bottrop, Klimaschutz, Betriebliches Mobilitätsmanagement, Verkehrsnachfrage, Infrastruktur, Dienstradförderung, Mobilitätsbefragung, Nachhaltige Mobilität, Verkehrspolitik, Interventionsstrategien.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert das Konzept des Mobilitätsmanagements und setzt es in ein Verhältnis zur traditionellen Verkehrsplanung, um dessen Rolle und Wirksamkeit im heutigen Verkehrswesen zu klären.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen die historische Entwicklung der Verkehrsplanung, die begriffliche Definition von Mobilitätsmanagement, die Gegenüberstellung von harten und weichen Maßnahmen sowie deren praktische Umsetzung im kommunalen Kontext.
Was ist die zentrale Forschungsfrage?
Die Arbeit untersucht, ob sich das Mobilitätsmanagement zur traditionellen Verkehrsplanung primär als Ergänzung oder als Kannibale (Konkurrent) versteht.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse historischer und theoretischer Grundlagen sowie einer Fallstudienanalyse anhand des Praxisbeispiels der Stadtverwaltung Bottrop.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden die theoretischen Grundlagen erarbeitet, die begrifflichen Unterschiede definiert und die Anwendung des Mobilitätsmanagements in Bottrop als konkretes Praxisbeispiel analysiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Mobilitätsmanagement, Verkehrsplanung, Klimaschutz, betriebliches Mobilitätsmanagement und nachhaltige Mobilität.
Wie wurde das betriebliche Mobilitätsmanagement in Bottrop evaluiert?
Die Evaluation erfolgte primär durch die Analyse der Inanspruchnahme von Fördermaßnahmen, wie beispielsweise der Dienstradförderung, bei der 45 Mitarbeiter das Angebot aktiv wahrnahmen.
Welche Rolle spielt die „Wohnortanalyse“ in Bottrop?
Die Wohnortanalyse diente dazu, die Pendlerdistanzen der Mitarbeiter zu erfassen, um gezieltere und bedarfsgerechtere Mobilitätsmaßnahmen, wie die Förderung des Fahrradverkehrs bei kurzen Distanzen, zu implementieren.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2019, Was ist Mobilitätsmanagement und wie funktioniert es?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/478218