Max Weber: Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus - Die religiösen Grundlagen der innerweltlichen Askese


Hausarbeit, 2005
17 Seiten, Note: 2,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Vorgehensweise
1.2 Argumentation Max Webers

2. Hauptteil
2.1 Überblick
2.2 Die religiösen Grundlagen der innerweltlichen Askese
2.3 Die Merkmale der katholischen Kirche
2.4 Überblick Schlusskapitel

3. Fazit
3.1 Ergebnisse

4. Literatur

1. Einleitung

1.1 Vorgehensweise

Im Verlauf dieser Hausarbeit möchte ich mich mit dem Aufsatz von Max Weber – „ Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus“ beschäftigen und besonders auf die Eigenschaften der innerweltlichen Askese sowie die Merkmale der katholischen Kirche eingehen um zu klären, in welchem Zusammenhang sie mit der Entwicklung des Kapitalismus im Okzident stehen.

Hierzu werde ich zunächst die Absichten Max Webers und den Teil seiner Theorie skizzieren, der bis zu dem von mir behandelten Kapitel 2.1 „Die religiösen Grundlagen der innerweltlichen Askese“ reicht.

Der Hauptteil wird zunächst einen Überblick über die Vorgehensweise des Autors in Bezug auf die innerweltliche Askese geben. Anschließend werde ich mit der Darstellung der Eigenschaften dieser Art von Askese sowie der katholischen Kirche beginnen und meine Ausführungen mit ausgewählten Textstellen belegen.

Am Schluss der Hausarbeit möchte ich noch auf den Teil von Webers Argumentation näher eingehen, der auf das von mir bearbeitete Kapitel folgt. Daraufhin werde ich die Ergebnisse noch einmal grob zusammenzufassen und versuchen zu klären, welche Rolle die innerweltliche Askese sowie die katholische Kirche in der Entstehung des Kapitalismus gespielt haben und welchen Stellenwert sich so für diese beiden Themen im Aufsatz von Max Weber ergibt.

1.2 Argumentation Max Webers

Im Aufsatz, „Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus“ beschäftigt sich Max Weber mit der Frage, inwieweit die Entstehung des Kapitalismus, insbesondere die Entstehung seines Ethos, durch bestimmte religiöse Ausprägungen beeinflusst wurde. Hierbei versucht der Autor zu klären, ob es einen Zusammenhang zwischen dem modernen Wirtschaftsethos und der rationalen Ethik des asketischen Protestantismus gibt (Weber, Max: Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus, S.12)[1].

Bereits in der Vorbemerkung fragt der Autor, welche Verkettung von Umständen dazu geführt haben könne, dass gerade im Okzident Kulturphänomene aufgetreten seien, die für die restliche Welt und ihre Nachfahren von extremer Bedeutung waren. Weber zählt hierzu verschiedene Bereiche wie z.B. Naturwissenschaften, Kunst und Musik auf, um dann eine erste Eingrenzung vorzunehmen und auf die Entstehung des Kapitalismus zu sprechen zu kommen, die gerade im Okzident, im Gegensatz zu den restlichen Teilen der Welt, diese besondere Form annahm - „die rational-kapitalistische Organisation von (formell) freier Arbeit“(Weber, S.7). Der Autor erklärt, dass ohne die Trennung von Haushalt und Betrieb, sowie durch rationale Buchführung und technische Entwicklungen, „die Entstehung des bürgerlichen Betriebskapitalismus mit seiner rationalen Organisation der freien Arbeit“ (Weber, S.10), nicht möglich gewesen sei.

Er weist darauf hin, dass dieser Rationalismus ebenfalls Eigenschaften enthielte, die besonders im Okzident aufgetreten seien. Zu diesen besonderen Merkmalen zählten neben den ökonomischen Bedingungen auch Arten der praktisch-rationalen Lebensführung, die vor allem von „magischen und religiösen Mächten“ (Weber, S.12) und deren Ethik praktiziert würden.

Zu Beginn des Textes „Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus“, macht Max Weber allgemeine Bemerkungen über die Wirtschaftssituation und verdeutlicht, dass das Kapital sich hauptsächlich im Besitz von Protestanten befände (Weber, S.18). Er fragt weiterhin, ob sich in der Zeit der Reformation, in der die bequeme Herrschaft der katholischen Kirche durch eine „ernstgemeinte Reglementierung der ganzen Lebensführung“, z.B. durch die des Calvinismus (Weber, S.20), ersetzt werden sollte, eine innere Verwandtschaft zwischen „ Askese und kirchlicher Frömmigkeit auf der einen Seite, Beteiligung am kapitalistischen Erwerbsleben auf der anderen Seite“ (Weber, S.25/26), entwickelt haben könne. Aus diesem Grund beschließt der Autor im nächsten Teil seines Aufsatzes die verschiedenen Ausprägungen des Protestantismus zu untersuchen (Weber, S.29/30). Vorher wolle er jedoch versuchen, eine Definition für den Begriff des „Geist des Kapitalismus“ zu finden und den Berufsbegriff zu klären.

Weber erklärt, dass es sich hierbei um eine bestimmte Art des Kapitalismus handele, die als Basis die Vermehrung von Kapital unter strengster Vermeidung des Genusses habe (Weber, S.35) und bei welcher der Mensch eine Verpflichtung verspüre, sein Leben der Arbeit zu widmen. Der Mensch lebe um zu arbeiten, also um seine Berufspflicht zu erfüllen und arbeite nicht, um seine materiellen Bedürfnisse zu befriedigen (Weber, S.36).

Aufgrund dieser Erkenntnis beschäftigt sich der Autor mit der Frage, wie diese Weltanschauung entstehen konnte und beginnt die Eigenschaften des Traditionalismus zu erklären, welche ich an dieser Stelle nicht näher ausführen möchte, da sie im Hauptteil der Hausarbeit unter Kapitel 2.2. noch näher von mir untersucht werden.

Dem „Idealtypus“ des kapitalistischen Unternehmers geht es hauptsächlich um die „irrationale Empfindung guter Berufserfüllung“, und somit um die vollkommene Aufopferung des Lebens and den Beruf, welches vor allem durch seine von asketischen Zügen geprägten Lebensweise, unterstützt wird (Weber, S.55). Weber folgert, dass der kapitalistische Geist als Miterscheinung in der Gesamtentwicklung des Rationalismus zu verstehen sei, der Protestantismus aber nicht als Vorreiter der rationalistischen Lebensanschauung gelten könne, da die Bewegung des Rationalismus in den einzelnen Lebensbereichen keineswegs eine parallele gewesen sei (Weber, S.61). Darum soll im nächsten Kapitel geklärt werden, wie in einer Zeit des Rationalismus, etwas irrationales wie der Berufs-Begriff zu so großer Bedeutung kommen konnte (Weber, S.62).

[...]


[1] Alle Seitenangaben beziehen sich auf die einzige Literaturgrundlage dieser Hausarbeit: Weber, Max: „Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus“, in: Gesammelte Aufsätze zur Religionssoziologie I. Mohr Verlag, Tübingen 1988. Sie werden von nun an in Kurzform: (Autor, S.) verwendet.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten

Details

Titel
Max Weber: Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus - Die religiösen Grundlagen der innerweltlichen Askese
Hochschule
Universität Trier
Veranstaltung
Zivilisationstheorien
Note
2,0
Autor
Jahr
2005
Seiten
17
Katalognummer
V47825
ISBN (eBook)
9783638446839
ISBN (Buch)
9783638927819
Dateigröße
574 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Weber, Ethik, Geist, Kapitalismus, Grundlagen, Askese, Zivilisationstheorien
Arbeit zitieren
Nina Peignois (Autor), 2005, Max Weber: Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus - Die religiösen Grundlagen der innerweltlichen Askese, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/47825

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Max Weber: Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus - Die religiösen Grundlagen der innerweltlichen Askese


Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden