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Goethes Marienbader Elegie: Ein Seelendrama

Das Produkt eines höchst leidenschaftliches Zustandes

Title: Goethes Marienbader Elegie: Ein Seelendrama

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 19 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: M.A. Maria Glotzbach (Author)

German Studies - Modern German Literature
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1827 erschienen drei Gedichte Goethes unter dem Titel Trilogie der Leidenschaft, darunter das Liebesgedicht Elegie. Das Gedicht entstand nach der Trennung Goethes von der 18jährigen Ulrike von Levetzow. Diese Elegie soll der Hauptgegenstand der Arbeit werden.
Bereits mit dem Titel Elegie wird darauf hingewiesen, daß es sich um ein Klagelied handelt. Bereits hier stellt sich die Frage, inwiefern dieses Gedicht mit seinem generischen Titel die Merkmale einer Elegie erfüllt. Goethe kennzeichnete die Elegie „Das Produkt eines höchst leidenschaftlichen Zustandes“ . Dieses Produkt handelt vom Verlust der Geliebten und dem Versuch, den daraus resultierenden Schmerz zu lindern. Es soll hier gezeigt werden, wie der Dichter diesen Prozeß der Schmerzlinderung im Strukturaufbau eines Dramas realisiert.
Doch zuerst soll zu Beginn der Arbeit die Entstehungsgeschichte der Trilogie der Leidenschaft skizziert werden, sowie Goethes Aufenthalt in Böhmen und die Bekanntschaft mit Ulrike von Levetzow. Daraufhin folgt eine inhaltliche Gesamtinterpretation der Trilogie. Schließlich setzt sich der letzte Abschnitt formal und inhaltlich mit der Elegie auseinander.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

I. Entstehungsgeschichte der Trilogie der Leidenschaft

II. Kleine Analyse der Gesamtkomposition

III. Marienbader Elegie

3.1 Die Elegie: ein Klagelied

3.2 Strukturanalyse

3.3 Ein Seelendrama

Schluß

Bibliographie

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht Goethes Marienbader Elegie, ein zentrales Werk der Trilogie der Leidenschaft, mit dem Ziel, die im Gedicht verarbeitete Schmerzlinderung nach der Trennung von Ulrike von Levetzow als dramatischen Strukturaufbau zu analysieren und die Frage zu klären, inwiefern das Werk die generischen Merkmale einer Elegie erfüllt.

  • Entstehungsgeschichte der Trilogie der Leidenschaft
  • Strukturanalyse und kompositorische Gesetzmäßigkeit des Gedichts
  • Interpretation der Marienbader Elegie als Seelendrama
  • Untersuchung der Rolle von Liebe, Schmerz und Vergöttlichung
  • Die Funktion von Natur und Kosmos im Kontext der Liebestragödie

Auszug aus dem Buch

3.3 Ein Seelendrama

Wilhelm von Humboldt gehörte zu den ersten, die die Elegie lesen durfte. An seine Frau schrieb er im November 1823 über die Elegie: „Es erreicht nicht bloß dies Gedicht das Schönste, was er je gemacht hat, sondern übertrifft es vielleicht, weil es die Frische der Phantasie, wie er sie nur je hatte, mit der künstlerischen Vollendung verbindet, die doch nur langer Erfahrung eigen ist. [...] Die Elegie behandelte nichts als die alltäglichen und tausendmal besungenen Gefühle der Nähe der Geliebten und des Schmerzes des Scheiden, aber in einer so auf Goethe passenden Eigentümlichkeit, in einer so hohen, so zarten, so wahrhaft ätherischen und wieder so leidenschaftlich rührenden Weise, daß man schwer dafür Worte findet“.

Goethe unternahm in der Elegie ein letztes Mal den Versuch, angesichts des Abschieds von der Geliebten, den Verlust poetisch zu kompensieren. Doch was seit dem Werther immer wieder gelungen war, scheiterte im Alter tragisch. Das zeigt sich schon an der Reinschrift mit dem vorangestellten Motto aus dem Tasso: „Und wenn der Mensch in seiner Qual verstummt/ Gab mir ein Gott zu sagen, was ich leide“.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Diese Einführung erläutert den Entstehungskontext des Gedichts infolge der Trennung von Ulrike von Levetzow und definiert die zentrale Forschungsfrage nach der elegischen Struktur und dem dramatischen Schmerzlinderungsprozess.

I. Entstehungsgeschichte der Trilogie der Leidenschaft: Das Kapitel skizziert die Entstehung der drei Gedichte der Trilogie in den Jahren 1823 und 1824 sowie die biografischen Hintergründe von Goethes Beziehung zu Ulrike von Levetzow.

II. Kleine Analyse der Gesamtkomposition: Hier wird das Zusammenwirken der drei Gedichte untersucht, wobei An Werther als Introduktion und Aussöhnung als kathartischer Gegenentwurf zur Elegie interpretiert wird.

III. Marienbader Elegie: Dieser Hauptteil analysiert die Gattungstradition der Elegie, die spezifische Struktur des Werkes unter Einbeziehung von Zahlensymbolik und das Gedicht als Ausdruck eines inneren Seelendramas.

Schluß: Das Fazit fasst zusammen, dass die Elegie nicht nur ein Klagelied ist, sondern als scheiterndes Seelendrama fungiert, in dem der Dichter letztlich an der Unmöglichkeit der Kompensation seines Liebesverlustes verzweifelt.

Bibliographie: Ein Verzeichnis der verwendeten Primärliteratur sowie der sekundärliteraturwissenschaftlichen Quellen zur Analyse.

Schlüsselwörter

Goethe, Marienbader Elegie, Trilogie der Leidenschaft, Ulrike von Levetzow, Seelendrama, Elegie, Liebesklage, Schmerzlinderung, Literaturwissenschaft, Strukturanalyse, Romantik, Klassik, Liebestragödie, Lyrik, Katharsis.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert Goethes Marienbader Elegie als zentralen Bestandteil seiner Trilogie der Leidenschaft und untersucht die poetische Auseinandersetzung mit dem persönlichen Verlust der Geliebten Ulrike von Levetzow.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die Entstehungsgeschichte des Werkes, die literarische Gattung der Elegie, die strukturelle Komposition des Gedichts sowie die psychologische Dimension des Seelendramas.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Goethe den Prozess der Schmerzlinderung nach der Trennung durch den Aufbau eines Dramas innerhalb der Elegie zu realisieren versucht.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse angewandt, die biografische Kontexte, formale Strukturanalyse und die Interpretation poetologischer Motive miteinander verbindet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Gattungsbestimmung der Elegie, eine Untersuchung der Dreizahl-Struktur in der Reinschrift und eine detaillierte Interpretation der Strophenfolge als dramatischer Prozess.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Liebestragödie, Seelendrama, Elegie, Katharsis und die spezifische Poetologie Goethes geprägt.

Inwiefern spielt die Form der "Stanze" eine Rolle für die Aussage?

Die Wahl der Stanzenform ermöglicht laut Analyse eine Steigerung der elegischen Aussage, da der Wechsel zwischen Hexameter und Pentameter innerhalb der Stanze eine spezifische rhythmische Stauung und Spannung erzeugt.

Warum endet die Arbeit mit der Einschätzung, dass das Gedicht als „dissonant“ zu bezeichnen ist?

Die Arbeit argumentiert, dass die Elegie mit dem Scheitern des lyrischen Ichs endet, das sich im Angesicht der Götter und des Verlustes der eigenen Identität in der Welt nicht mehr zurechtfindet.

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Details

Title
Goethes Marienbader Elegie: Ein Seelendrama
Subtitle
Das Produkt eines höchst leidenschaftliches Zustandes
College
University of Tubingen
Grade
1,0
Author
M.A. Maria Glotzbach (Author)
Publication Year
2004
Pages
19
Catalog Number
V47839
ISBN (eBook)
9783638446938
ISBN (Book)
9783638901307
Language
German
Tags
Produkt Zustandes Goethes Marienbader Elegie Seelendrama
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M.A. Maria Glotzbach (Author), 2004, Goethes Marienbader Elegie: Ein Seelendrama, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/47839
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