Kinder haben sich schon immer in ihrer Freizeit beschäftigt. Doch die Art und Weise hat sich im Laufe der Zeit verändert.
Inwieweit dies fortgeschritten ist, soll Thema dieser Arbeit sein. Es wird um veränderte Spielräume, Elternhäuser und pädagogische Einrichtungen gehen. Anschließend wird eine Umfrage zum Thema und deren Ergebnisse vorgestellt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Veränderte Wohnen und die Straßensozialisation
2.1. Wohnen und Straßensozialisation nach dem Krieg
2.2. Wohnen und Straßensozialisation heute
3. Veränderte Betreuung im Elternhaus und in außerschulischen Einrichtungen
3.1. Wandel des elterlichen Erziehungsverhaltens
3.2. Veränderungen in Kindergärten
3.3. Veränderung bezüglich der Spielplätze
3.4. Einbringung der Freizeit in der Schule
4. Erinnerungsreise- Kindheit in der DDR
5. Umfrage zur veränderten Freizeit- und Raumgestaltung
5.1. Einleitung
5.2. Erarbeitung der Fragebögen
5.3. Durchführung der Umfrage
5.4. Auswertung der Fragebögen
5.5. Fazit
6. Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Wandel kindlicher Lebenswelten im Hinblick auf Freizeitgestaltung, Wohnverhältnisse und Erziehungseinflüsse über verschiedene Generationen hinweg, ergänzt durch eine empirische Umfrage.
- Historische Entwicklung der Straßensozialisation und Wohnformen
- Veränderungen im elterlichen Erziehungsverhalten und der institutionellen Betreuung
- Die Rolle der Schule als Ort für Freizeitinteressen
- Generationsvergleich mittels Fragebögen zu Spielverhalten und Freizeiträumen
- Einfluss materieller Faktoren und sich wandelnder Freundschaftskonzepte
Auszug aus dem Buch
2.1. Wohnen und Straßensozialisation nach dem Krieg
Nach dem Krieg waren die Kinder voll auf sich allein gestellt. Es gab keine Spielplatzanlagen und auch keine Kindergärten. Für uns heute kaum noch nachvollziehbar.
Dabei hatten die Kinder den größten Spielplatz überhaupt- ihnen stand nämlich jede Menge Raum zur Verfügung. Kinder spielten draußen auf Trümmergrundstücken oder auch auf verkehrsfreien Straßen. Dadurch waren sie im Gegensatz zu heute frei von der elterlichen Kontrolle und konnten somit ihrer Phantasie und Wünschen freien Lauf lassen.
Doch mit dem materiellen Aufbau wurde nicht nur die Wohnungsnot gelindert, sondern es verschwanden mit den Ruinen auch die kontrollfreien Nischen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einführung in die Thematik der sich wandelnden kindlichen Freizeitgestaltung und der Zielsetzung der Arbeit.
2. Veränderte Wohnen und die Straßensozialisation: Analyse der historischen Bedingungen des Spielens im unmittelbaren Nachkriegskontext im Vergleich zur heutigen Situation.
3. Veränderte Betreuung im Elternhaus und in außerschulischen Einrichtungen: Untersuchung des Wandels von Erziehungsstilen sowie der Rolle von Kindergärten, Spielplätzen und der Schule als neuem Raum für Freizeitinteressen.
4. Erinnerungsreise- Kindheit in der DDR: Darstellung einer Befragung zur Kindheit und zum Spielverhalten in der DDR.
5. Umfrage zur veränderten Freizeit- und Raumgestaltung: Dokumentation und Analyse der selbst durchgeführten Umfrage über drei Generationen hinweg.
6. Zusammenfassung: Reflexion über die Bearbeitung des Themas und die gewonnenen Erkenntnisse.
Schlüsselwörter
Kindheit, Freizeitgestaltung, Straßensozialisation, Erziehungsverhalten, Spielverhalten, Generationenvergleich, Raumgestaltung, Wohnformen, pädagogische Einrichtungen, Sozialisation, Kindheitsforschung, DDR, Freizeitinteressen, Freundschaftsbegriff, empirische Studie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht den Wandel der kindlichen Lebenswelt hinsichtlich Freizeitverhalten, Erziehung und Wohnumfeld über mehrere Generationen hinweg.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Im Zentrum stehen die Veränderung von Spielräumen, der Wandel elterlicher Erziehungsstile und die Einbettung von Freizeitinteressen in schulische Kontexte.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, durch theoretische Aufarbeitung und eine ergänzende Umfrage aufzuzeigen, wie sich Kindheit und die damit verbundenen Freiräume über die Zeit verändert haben.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturrecherche sowie einer empirischen Befragung mittels Fragebögen, die an verschiedene Generationen gerichtet wurden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit thematisiert?
Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse der Wohn- und Erziehungssituation sowie die detaillierte Auswertung der erhobenen Umfragedaten zu Spielverhalten und Freizeit.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Wichtige Begriffe sind Kindheit, Sozialisation, Freizeitgestaltung, Spielverhalten, Erziehung und generationsübergreifender Wandel.
Wie hat sich der Begriff der Freundschaft laut der Umfrage verändert?
Die Auswertung zeigt, dass sich der Freundschaftsbegriff im Laufe der Zeit radikal gewandelt hat, wobei heutige Kinder Freundschaften flexibler definieren und weniger strikt zwischen "wahren Freunden" und "Kumpels" unterscheiden.
Welche Rolle spielt die materielle Ausstattung in der modernen Freizeit?
Laut der Studie haben materielle Dinge und Merchandising-Produkte an Bedeutung gewonnen, während das freie, phantasievolle Spiel in unbeaufsichtigten Räumen zurückgegangen ist.
- Arbeit zitieren
- Konstanze Herzberg (Autor:in), 2000, Veränderte Freizeit- und Raumgestaltung bei Grundschulkindern, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/4785