Aufmerksamkeit im Unterricht bezogen auf die Unterrichtsform


Seminararbeit, 2005

14 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Vorstellung des Themas
1.1 Vorbemerkungen
1.2 Eingrenzung

2 Begriffserklärung
2.1 Aufmerksamkeit
2.2 Unterrichtsform

3 Forschungsmethodik
3.1 Grundlage der Forschungsmethodik „Beobachtung“
3.2 Beobachtungsfeld
3.3 Konzeption des Beobachtungsschemas
3.3.1 Zeit
3.3.2 Unterrichtsform
3.3.3 Fach
3.3.4 Grad der Aufmerksamkeit / Merkmale
3.3.5 Kommentare

4 Auswertung der Beobachtung
4.1 Grad der Aufmerksamkeit, Operationalisierung
4.2 Unterrichtsformen
4.2.1 Anwendung der Unterrichtsformen
4.2.2 Intensität des Aufmerksamkeitsgrads nach Unterrichtsformen
4.3 Zusammenhang zwischen Aufmerksamkeit und zeitlichem Ablauf der Unterrichtsstunde
4.4 Weitere Einflussfaktoren auf den Aufmerksamkeitsgrad der SchülerInnen
4.5 Zusammenfassung

5 Bewertung

6 Literatur

1 Vorstellung des Themas

1.1 Vorbemerkungen

Aufmerksamkeit ist ein Begriff, der sich aus psychologischer Sicht nicht so einfach erklären lässt. Es gibt verschiedene Ansätze, die die Ursache – Wirkungsbeziehung untersuchen. Ich lege den Schwerpunkt meiner Arbeit auf die Aufmerksamkeit der SchülerInnen in den verschiedenen Unterrichtsformen, die ich während meiner Hospitation feststellen konnte. In dieser Arbeit versuche ich einen Zusammenhang zwischen dem Grad der Aufmerksamkeit und der, von den Lehrern angewandten Unterrichtsform darzustellen.

1.2 Eingrenzung

Das Ziel meiner Erkundung ist nicht eine gesamtheitliche Aufklärung des Begriffs Aufmerksamkeit und auch nicht die Untersuchung aller möglichen Unterrichtsformen. Ich orientiere mich vielmehr an den gängigen Unterrichtsformen[1] und beschränke meine Erkundung auf den Betriebswirtschaftslehre mit Rechnungswesen- (BWR) und Volkswirtschaftslehreunterricht in zwei 13. Klassen der BOS Wirtschaft in München.

2 Begriffserklärung

Bevor auf die Ergebnisse der Beobachtung eingegangen wird, müssen einige Begriffe geklärt werden, die von verschiedenen Personen durchaus unterschiedlich aufgefasst werden könnten.

2.1 Aufmerksamkeit

Aufmerksamkeit stellt keinen eigenständigen psychischen Prozess dar, sondern wird als eine notwendige Voraussetzung für die Aufnahme und Verarbeitung von Informationen oder als ein Begleitprozess für zielorientiertes Handeln gesehen.

Mögliche Definition der Aufmerksamkeit nach William James, 1890:

„Sie ist das Besitzergreifen durch den Verstand, in einer klaren und lebhaften Form. Es wird aus dem herausgegriffen, was wie mehrere gleichzeitig mögliche Objekte oder Gedankengänge scheint. Bündelung, Konzentration des Bewusstsein sind das Wesentliche. Sie beinhaltet das Zurückziehen von einigen Dingen, um mit den anderen wirkungsvoll umgehen zu können.“

Aufmerksamkeit kann individuell verschieden sein. Jeder nimmt andere Reize wahr und selektiert unterschiedliche Informationen.

Wie aufmerksam ein Schüler ist, hängt nicht zuletzt von seiner Bereitschaft, also der Bereitschaft des zentralen Nervensystems ab auf Stimulation zu reagieren (Konzentration).

Die menschliche „Informationsverarbeitung“ ist „massiv parallel“, d. h. unsere Sinne (Sehen, Hören, Riechen, usw.) verarbeiten simultan Informationen aus all ihren sensorischen Feldern. Den wenigsten Menschen ist es jedoch möglich mehrere Dinge simultan zu verarbeiten. Das hat zur Folge, dass man sich im Grunde nur auf eine „Sache“ konzentrieren kann.[2]

Als besondere Herausforderung für den Lehrer kann man das Erreichen von Aufmerksamkeit seiner SchülerInnen ableiten.

Bei der Bewertung von Aufmerksamkeit muss beachtet werden, dass ein Außenstehender diese nur subjektiv einschätzen kann.

2.2 Unterrichtsform

Als nächstes steht nun der Begriff „Unterrichtsform“, oft auch „Handlungsmuster“ oder „Unterrichtsmethode“ genannt zu Klärung.[3] Es gibt verschiedene Definition und Einordnungen des Begriffs. Weitgehend hat sich der Begriff „Unterrichtsform“ durchgesetzt.
Rabenstein definiert die Unterrichtsform als „Rollenverteilung zwischen Lehrern und Schülern in der Auseinandersetzung mit dem Unterrichtsgegenstand.“[4] Man kann die Unterrichtsformen oft noch weiter in Sozial- und Aktionsformen untergliedern. Nach Glöckel werden unter Aktionsformen darbietende, zusammenwirkende und aufgebende Unterrichtsformen zusammengefasst. Als Sozialformen unterteilt er die Großklasse, Klasse, Abteilung, Gruppe und den Einzelnen.[5]

Während meiner Hospitation konnte ich folgende Unterrichtsformen beobachten:

- Lehrervortrag
- Unterrichtsgespräch
- Partnerarbeit / Gruppenarbeit
- Einzelarbeit
- Hausaufgabenverbesserung

3 Forschungsmethodik

3.1 Grundlage der Forschungsmethodik „Beobachtung“

Die Basis dieser Erkundungen stellen Beobachtungen dar. Beobachtungen sind insofern problematisch, da diese subjektiv sind und unterschiedliche Beobachter möglicherweise zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen.[6] Aufmerksamkeit ist ein sehr schwer operationalisierbarer Begriff, daher habe ich ein Beobachtungsschema ausgearbeitet, dass die Beobachtungen erleichtern soll[7] und anhand dessen man den Aufmerksamkeits-grad berechnen kann.

Während meiner Hospitation habe ich die Schüler nach folgendem Schema beobachtet:

- Nicht teilnehmend, d.h. ich habe nicht aktiv an der Situationsgestaltung teilgenommen;
- Offen, d.h. die Beobachteten (SchülerInnen) wussten, dass ich sie beobachte;
- Systematisch, d.h. ich habe meine Beobachtungen anhand eines standardisierten Schemas durchgeführt.[8]

3.2 Beobachtungsfeld

Beobachtet wurden zwei 13. Klassen der BOS Wirtschaft in München. Die Klassen bestehen zum einen aus 23 Schülern (13 weiblich, 10 männlich) und zum anderen aus 19 Schüler (9 weiblich, 10 männlich). Die Schüler sind zwischen 19 und 27 Jahren alt, haben alle eine abgeschlossene kaufmännische Berufsausbildung und einen mittleren Schulabschluss. Ich konnte jede Klasse ca. 16 Unterrichtsstunden beobachten.

[...]


[1] siehe Gliederungspunkt 4.2, ff

[2] siehe auch das Experiment von Welford, 1952

[3] Meyer (2000): Unterrichtsmethoden I, Theorieband, S. 126

[4] Glöckel (1992): Vom Unterricht, S. 57

[5] Glöckel (1992): Vom Unterricht, S. 58 ff

[6] Topsch (2002): Grundwissen: Schulpraktikum und Unterricht, S. 326 ff

[7] siehe Gliederungspunkt 3.2 Konzeption des Beobachtungsschemas

[8] Komrey (2000): Empirische Sozialforschung, S. 326 ff

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten

Details

Titel
Aufmerksamkeit im Unterricht bezogen auf die Unterrichtsform
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München  (Wirtschaftspädagogik)
Veranstaltung
Schulpraktische Übung
Note
1,7
Autor
Jahr
2005
Seiten
14
Katalognummer
V47865
ISBN (eBook)
9783638447140
Dateigröße
503 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Aufmerksamkeit, Unterricht, Unterrichtsform, Schulpraktische
Arbeit zitieren
Juliane Frey (Autor), 2005, Aufmerksamkeit im Unterricht bezogen auf die Unterrichtsform, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/47865

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