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Die Komik des König Peter in Büchners Lustspiel 'Leonce und Lena'

Title: Die Komik des König Peter in Büchners Lustspiel 'Leonce und Lena'

Term Paper , 2004 , 20 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Miriam Hamke (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Komik der Figur des König Peter im Lustspiel „Leonce und Lena“ von Georg Büchner.

Der Begriff Lustspiel wird seit dem 18. Jahrhundert als Ersatzwort für Komödie verwendet, es handelt sich aber „im Gegensatz zu der aus der Komik abgeleiteten Komödie [...] aus der Haltung des Humors entstandenen Dramenform; [sie] bezweckt nicht Lächerlichkeit durch Aufdeckung der Unzulänglichkeiten, sondern reines Lachen der Heiterkeit, entstanden aus der Überlegenheit des Wissens um menschlich-irdische Bedingtheit und getragen von einer fröhlich verzeihenden, weil verstehenden Liebe zu Mensch und Natur, welche die Gegensätzlichkeit der Welt anerkennen, aber nicht richten oder ändern will.“ (Wilpert, S. 455 f.)

Besonders auffällig ist die komische und teilweise sogar lächerlich wirkende Darstellung des Monarchen und seines Königreiches, was schon die Bezeichnung des Reiches durch den Begriff ´Popo` erkennen lässt.
Im Hauptteil dieser Arbeit soll das Handeln und Verhalten des Königs aufgeschlüsselt werden. Beim Lesen des Lustspiels ergibt sich die Frage, warum Büchner diese Art der Darstellung des Königs wählte, der auf den Leser konfus wirkt und seiner Rolle als ranghöchste Person scheinbar nicht ernst nimmt, beziehungsweise damit überfordert ist.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Biographie Georg Büchners

3. Zur Entstehung von „Leonce und Lena“

4. Inhaltsangabe des Stückes

5. Wirkung des Werkes

6. Textanalyse

6.1 Begriffserläuterungen

6. 2 Analyse der Komik in Bezug auf das gesamte Lustspiel

6. 3 Analyse der Komik in Bezug auf König Peter

7. Eigene Stellungnahme

8. Literaturangabe

Zielsetzung & Themen

Die wissenschaftliche Arbeit untersucht die Ausprägung der Komik in der Figur des König Peter innerhalb des Lustspiels „Leonce und Lena“ von Georg Büchner. Ziel ist es, durch eine detaillierte Textanalyse aufzuzeigen, wie Büchner durch das komische, oft konfus wirkende Verhalten des Monarchen soziale und politische Missstände der Zeit des Vormärz kritisiert und hinterfragt.

  • Charakterisierung der Figur des König Peter
  • Analyse verschiedener Komikformen (Charakter-, Typen- und Sprachkomik)
  • Untersuchung des Vater-Sohn-Konflikts
  • Kritische Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen Strukturen des Adels
  • Verbindung von Büchners historischem Kontext zur modernen Lesart des Werkes

Auszug aus dem Buch

6. 3 Analyse der Komik in Bezug auf König Peter

König Peter stellt in der Figurenkonstellation des Lustspiels die ranghöchste Person dar. Die Figur des König Peter ist gekennzeichnet durch Charakter-, Typen-, sowie durch Sprachkomik. Bereits in der ersten Szene macht es den Anschein, als sei er konfus und mit seiner Rolle als Herrscher überfordert.

Peter (während er angekleidet wird): Der Mensch muß denken, und ich muß für meine Untertanen denken; denn sie denken nicht, sie denken nicht. – Die Substanz ist das An-Sich, das bin ich. (Er läuft fast nackt im Zimmer herum.) Begriffen? An-Sich ist an sich, versteht ihr? Jetzt kommen meine Attribute, Modifikationen, Affektionen und Akzidenzien: wo ist mein Hemd, meine Hose? (Büchner, S. 41)

In dieser Textpassage setzt König Peter wissenschaftliche Begriffe mit seinen Kleidungsstücken gleich. Er verwendet die Begriffe scheinbar willkürlich, ohne ihre Bedeutung zu beachten. Einfache Denkvorgänge scheinen ihn zu überfordern. Dies wirkt besonders in diesem Textausschnitt komisch, da König Peter in den Sätzen zuvor betont, dass es seine Aufgabe sei, für seine Untertanen zu denken, die das aus ungenannten Gründen nach Aussage des Königs nicht tun. Er wiederum scheint in seiner momentanen Situation nicht in der Lage zum Denken zu sein.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Hinführung zur Fragestellung bezüglich der Komik der Figur des König Peter im Lustspiel von Georg Büchner.

2. Biographie Georg Büchners: Darstellung des Lebenslaufs des Autors, um Einblicke in seine politischen Absichten und den Entstehungskontext seiner Werke zu gewähren.

3. Zur Entstehung von „Leonce und Lena“: Zusammenfassung der Umstände rund um den Wettbewerb der Cotta’schen Buchhandlung und die erste Veröffentlichung des Stücks.

4. Inhaltsangabe des Stückes: Kurzreferat des Handlungsverlaufs über die drei Akte des Lustspiels.

5. Wirkung des Werkes: Analyse der Rezeptionsgeschichte von der frühen Kritik bis hin zur modernen Bewertung des Dramas als eigenständiges Werk.

6. Textanalyse: Einleitung in die methodische Herangehensweise und die relevanten Fachbegriffe für die nachfolgende Untersuchung.

6.1 Begriffserläuterungen: Definition der für die Analyse notwendigen Komik-Arten wie Charakter-, Typen-, Sprach-, Dialog-, Verwechslungs- und Situationskomik.

6. 2 Analyse der Komik in Bezug auf das gesamte Lustspiel: Untersuchung der politischen Anspielungen und der Darstellung sozialer Missstände durch den Einsatz komischer Elemente.

6. 3 Analyse der Komik in Bezug auf König Peter: Detaillierte Untersuchung des Verhaltens des Königs als Ausdruck seiner Überforderung und der Entfremdung von seiner Rolle.

7. Eigene Stellungnahme: Persönliche Reflexion der Autorin über die Mischung aus Ironie und Sozialkritik sowie den pädagogischen Wert des Stücks für den Unterricht.

8. Literaturangabe: Verzeichnis der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur sowie Internetquellen.

Schlüsselwörter

Georg Büchner, Leonce und Lena, König Peter, Lustspiel, Komik, Charakterkomik, Typenkomik, Sprachkomik, Vormärz, Politische Satire, Soziale Missstände, Gesellschaftskritik, Literaturanalyse, Dramenanalyse, Theater.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht die spezielle Ausprägung der Komik an der zentralen Figur des König Peter in Georg Büchners Lustspiel „Leonce und Lena“.

Welche Themenfelder stehen im Mittelpunkt der Analyse?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Verbindung von komischem Handeln, dem historischen Kontext des Vormärz und der kritischen Auseinandersetzung mit Herrschaftsstrukturen und dem Adel.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit will ergründen, warum Büchner die Figur des Königs als konfus und überfordert darstellt und welche Funktion diese Darstellung für die Kritik an sozialen Missständen hat.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es handelt sich um eine textimmanente Analyse auf Grundlage literaturwissenschaftlicher Fachbegriffe zu verschiedenen Komikformen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Komikbegriffe definiert, anschließend die Komik im gesamten Werk analysiert und schließlich die Figur des König Peter detailliert durchleuchtet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Zentrale Begriffe sind neben dem Autor und dem Werk insbesondere Komik, Sozialkritik, Vormärz, politische Satire und Charakterisierung.

Warum spielt die „Ankleideszene“ eine so zentrale Rolle für die Argumentation?

Sie dient als exemplarisches Beispiel für die Konfusion des Königs, der wissenschaftliche Begriffe auf banale Kleidungsstücke überträgt und damit seine politische Unfähigkeit entlarvt.

Welche Schlussfolgerung zieht die Arbeit über die Rolle des Königs?

Die Arbeit schlussfolgert, dass der König eher einer programmierten Maschine gleicht, die in einem starren System gefangen ist, was ihn trotz seines Egoismus und seiner Machtposition erbärmlich erscheinen lässt.

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Details

Title
Die Komik des König Peter in Büchners Lustspiel 'Leonce und Lena'
College
University of Flensburg
Grade
2,0
Author
Miriam Hamke (Author)
Publication Year
2004
Pages
20
Catalog Number
V47888
ISBN (eBook)
9783638447331
Language
German
Tags
Komik König Peter Büchners Lustspiel Leonce Lena
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Miriam Hamke (Author), 2004, Die Komik des König Peter in Büchners Lustspiel 'Leonce und Lena', Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/47888
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