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Ciceros Wahl zum Konsul und die Optimaten

Titel: Ciceros Wahl zum Konsul und die Optimaten

Hausarbeit , 2000 , 16 Seiten , Note: 2

Autor:in: Michael Gärtner (Autor:in)

Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike
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1. Einführung

Das erste vorchristliche Jahrhundert gilt als der unruhigste Zeitabschnitt in der römischen Antike. Soziale Missstände, wie die Verarmung breiter Bevölkerungsschichten, führten zu inneren Konflikten und Machtkämpfen, die, begünstigt durch die Heeresreform, in jahrzehntelange Bürgerkriege mündeten. Diese innenpolitischen Auseinandersetzungen, die immer wieder von persönlichen Machtansprüchen geprägt wurden, hatten das Ende der römischen Republik und den Beginn der Kaiserherrschaft zur Folge.
Ein Mann, der in diesen Jahren sein politisches Wirken stets der Aufrechterhaltung der Republik widmete, war der dem konservativen Ritterstand entstammende Redner, Anwalt und Politiker Marcus Tullius Cicero. Den Entschluss einer politischen Ämterlaufbahn und der Erlangung höchster Positionen fasste Cicero bereits sehr früh, obwohl das aufgrund seiner Herkunft und seiner fehlenden militärischen Ambitionen unrealistisch erschien. Dennoch ermöglichten ihm seine Redegewandtheit und seine erfolgreiche Anwaltstätigkeit schon bald den Zugang zur römischen Ämterlaufbahn.

Im Jahre 63 wurde er als homo novus zum Konsul gewählt.

Ich möchte in meiner Hausarbeit Ciceros Wahl zum Konsul näher beleuchten und der Frage nachforschen, ob es eine Notlösung war, oder nicht. Wenn der Titel dieser Arbeit "Ciceros Konsulat und sein Verhältnis zu den Optimaten" lautet, kann von den Grundzügen dieser Entwicklung also nicht abgesehen werden. Im Vordergrund darf nicht die bloße Abfolge der Ereignisse stehen. Wichtiger muss sein, den inneren Zusammenhang des Geschehens zu verstehen und zu formulieren.

Im Bereich der Sekundärliteratur möchte ich besonders die Bücher von Gelzer, Fuhrmann und Seel herausheben, da sie äußerst konkrete und vielfältige Denkanstöße für die Bearbeitung des Themas geliefert haben. Ich habe jedoch auch versucht, andere Meinungen und zum Teil auch Forschungsschwerpunkte in die Hausarbeit mit einfließen zu lassen, so weit dies in dem vorgegebenen Rahmen möglich war, da so, meiner Meinung nach, ein runderes Bild erreicht wird, was mir hoffentlich gelungen ist.
[...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Die Lage in der res publica

2.1. Der Einfluss der Optimaten in der Politik

3. Ciceros Wahl zum Konsul

3.1. Ciceros Ämterlaufbahn

3.2. War der homo novus nun ein Optimat oder ein Popularer?

3.3. Die Wahl zum Konsul

3.4. Die catalinarische Verschwörung

4. Resümee

5. Quellen- und Literaturverzeichnis

5.1 Quellenverzeichnis

5.2. Literaturverzeichnis

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das Konsulat von Marcus Tullius Cicero im Kontext der politischen Spannungsfelder der späten Römischen Republik. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, inwieweit Ciceros Wahl zum Konsul als eine politisch motivierte Notlösung der Optimaten zu betrachten ist.

  • Analyse der sozio-politischen Krise der römischen Republik im 1. Jahrhundert v. Chr.
  • Untersuchung des Spannungsverhältnisses zwischen der Nobilität und dem Aufstieg des homo novus.
  • Darstellung von Ciceros Ämterlaufbahn und seinem schwierigen Weg zum Konsulat.
  • Bewertung von Ciceros Rolle und seinem Verhältnis zu den Optimaten während der catalinarischen Verschwörung.

Auszug aus dem Buch

3.1. Ciceros Ämterlaufbahn

Wie so viele bedeutende Vertreter des Römertums ist auch Marcus Tullius Cicero - der Beiname der Familie wird auf cicer zurückgeführt - nicht in Rom geboren, sondern am 3. Januar 106 in Arpinum, einer kleinen Landstadt ungefähr 100 Kilometer südöstlich von Rom. Sein Vater gehörte dem politisch zweitrangigen ordo equester, dem Ritterstand, an und hatte als Bürger von Arpinum das Stimmrecht in der tribus cornelia in Rom, einem der städtischen Wahlbezirke. Allerdings fehlte es der Familie nicht an Verbindungen zur römischen Nobilität, und so konnten den Söhnen, Marcus und seinem vier Jahre jüngeren Bruder Quintus, in Rom die besten Voraussetzungen für Ausbildung und politische Karriere geschaffen werden.

Aber es wird „altererbte Ritterbürtigkeit höher geschätzt als neu erworbener Census.“ Das eigentliche Ziel Ciceros war jedoch, wie seine Vorbilder, die Redner Crassus und Antonius, kraft seiner Rhetorik politisch wirksam aufzutreten. Das es der ebenfalls aus Arpinum stammende C. Marius auf sieben Konsulate gebracht hatte, obwohl auch er nur ein homo novus aus dem Ritterstand gewesen war, mag Cicero angespornt haben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Die Einleitung skizziert die politische Instabilität der späten römischen Republik und führt die zentrale Fragestellung zur Rolle Ciceros als Konsul ein.

2. Die Lage in der res publica: Dieses Kapitel erläutert den komplexen Prozess der Republikkrise sowie das hierarchische Machtgefüge innerhalb der Nobilität.

2.1. Der Einfluss der Optimaten in der Politik: Der Text beschreibt, wie Machtkonzentrationen durch Feldherren und die Veränderung der Clientelstruktur die Funktion des Senats zunehmend untergruben.

3. Ciceros Wahl zum Konsul: Dieser Abschnitt beleuchtet den Aufstieg Ciceros vom Ritterstand bis zur höchsten Position im Staat.

3.1. Ciceros Ämterlaufbahn: Es wird der Werdegang Ciceros von seiner Herkunft in Arpinum bis zu seinen frühen Ämtern und seinem rhetorischen Erfolg dargelegt.

3.2. War der homo novus nun ein Optimat oder ein Popularer?: Die Analyse hinterfragt die politische Verortung Ciceros zwischen den Idealen der Konservativen und dem pragmatischen Popularentum.

3.3. Die Wahl zum Konsul: Das Kapitel beschreibt den schwierigen Wahlkampf Ciceros, der von Widerständen der Optimaten und der Bedrohung durch Catilina geprägt war.

3.4. Die catalinarische Verschwörung: Hier wird der Höhepunkt von Ciceros politischer Karriere bei der Aufdeckung der Umsturzpläne Catilinas thematisiert.

4. Resümee: Die Schlussbetrachtung würdigt Ciceros Bemühungen zur Stabilisierung der Republik und analysiert die Gründe für das Scheitern seiner politischen Ordnungsvorstellungen.

5. Quellen- und Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärquellen zur Fundierung der historischen Argumentation.

Schlüsselwörter

Cicero, römische Republik, Konsulat, Optimaten, homo novus, Nobilität, Catilina, res publica, Machtkonzentration, Senat, Ämterlaufbahn, Populare, politische Krise, Clientelstruktur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die politische Karriere des Marcus Tullius Cicero, speziell seine Wahl zum Konsul im Jahr 63 v. Chr., eingebettet in die Krisenerscheinungen der späten römischen Republik.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Thematisiert werden das Verhältnis zwischen dem ritterbürtigen Aufsteiger Cicero und der alteingesessenen Nobilität (Optimaten) sowie die strukturellen Probleme der römischen Verfassung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit geht der Frage nach, ob Ciceros Wahl zum Konsul eine politisch notwendige Maßnahme der Optimaten gegen drohende Umsturzpläne oder eine ungewollte Notlösung war.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf der Auswertung antiker Quellen (Reden Ciceros, Sallust) und einschlägiger moderner Forschungsliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die politische Krise Roms, Ciceros Weg durch den Cursus Honorum und seinen schwierigen Spagat zwischen der Gunst der Optimaten und dem popularen Umfeld.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Cicero, Konsulat, Optimaten, homo novus, res publica und die catalinarische Verschwörung.

Warum war der Status als "homo novus" für Cicero so problematisch?

Als "Neuling" ohne senatorische Ahnenreihe wurde er von der Nobilität mit Misstrauen und Überheblichkeit betrachtet, was den Zugang zu höchsten Staatsämtern erschwerte.

Welche Rolle spielte die catalinarische Verschwörung für Ciceros Karriere?

Die Aufdeckung der Verschwörung war der politische Höhepunkt Ciceros, der ihn als Symbol für die Stabilität der Republik festigte, ihm aber auch langfristige Feindschaften einbrachte.

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Details

Titel
Ciceros Wahl zum Konsul und die Optimaten
Hochschule
Universität Münster  (Historisches Seminar)
Veranstaltung
Proseminar
Note
2
Autor
Michael Gärtner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2000
Seiten
16
Katalognummer
V4789
ISBN (eBook)
9783638129299
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Cicero Optimaten Popularen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Michael Gärtner (Autor:in), 2000, Ciceros Wahl zum Konsul und die Optimaten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/4789
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