Das Rilke-Projekt - Der Einsatz von Rilke-Hörbüchern im Deutschunterricht


Hausarbeit, 2005

14 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsangabe

1. Einleitung

2. Biographie Rainer Maria Rilkes

3. Das Hörbuch
3. 1 Geschichte des Hörbuches
3. 2 Sinn und Zweck des Einsatzes von Hörbüchern im Unterricht
3. 3 Vor- und Nachteile des Vorlesens

4. Das Rilke-Projekt
4. 1 Über die Entstehung des Projektes und die Produzenten
4. 2 Der Einsatz von Rilke- Hörbüchern im Unterricht
4. 3 Unterrichtsbeispiel `Das Karussell´
4. 4 Fächerübergreifendes Arbeiten

5. Schluss

6. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem „Rilke-Projekt“ und dem möglichen Einsatz dieses Hörbuchs im Deutschunterricht.

Nach der Vorstellung des Autors Rainer Maria Rilkes, werden die Begriffe „Hörbuch“ und „Rilke-Projekt“ erläutert.

Im Hauptteil der Arbeit werde ich auf folgende Fragestellungen eingehen:

1. Warum sollen Hörbücher im Deutschunterricht eingesetzt werden?
2. Eignet sich das „Rilke-Projekt“ für den Deutschunterricht?
3. Ist es auch fächerübergreifend einsetzbar?

Unter diesen Punkten werde ich außerdem Ideen für den Einsatz des Hörbuchs im Unterricht und ein konkretes Unterrichtsbeispiel zum Gedicht „Das Karussell“ vorstellen.

2. Biographie Rainer Maria Rilkes

Am 4. Dezember 1875 wird René Karl Wilhelm Johann Josef Maria Rilke in Prag geboren. Die Eltern, Josef (1838- 1906), Beamter in einer Eisenbahngesellschaft, und Sophie (1851- 1931), trennen sich, als Rilke zehn Jahre alt ist.

Rilke bleibt bei seiner Mutter, die ihn in den ersten Lebensjahren als Mädchen anzieht, ihm Zöpfe bindet und nur mit Puppen spielen lässt.

Seine Schullaufbahn beginnt in einer Klosterschule Prags. Trotz seiner auffallend guten Leistungen kommt Rilke aus finanziellen Gründen nicht auf ein teures Gymnasium, sondern auf eine Militärschule in Österreich. Schon dort fällt auf, dass er den körperlichen Anforderungen nicht gewachsen ist. Nach der Versetzung auf die Militäroberschule bricht Rilke die Ausbildung ab.

Auch der neu eingeschlagene Ausbildungsweg ab 1891 auf der Handelsschule Linz ist nicht das Richtige für den jungen Mann, so dass er auch diese Ausbildung nach kurzer Zeit abbricht. Er schreibt zu der Zeit seine ersten Gedichte und widmet sich zunehmend der Literatur.

Rilke bereitet sich selbstständig in drei Jahren auf das Abitur vor und besteht es 1895 mit einer Auszeichnung für seine besonders guten Leistungen.

Anschließend beginnt er sein Studium an der Prager Universität in den Fächern Geschichte, Literatur und Kunst. Im folgenden Semester wechselt er an die Universität in München. Dort ändert er, vermutlich unter dem Einfluss seiner Geliebten Lou Andreas-Salomé, die in München durch ihre Bücher bekannt ist, seinen Namen von René zu Rainer.

Gemeinsam mit seiner Geliebten und ihrem Mann bereist Rilke Russland. Inspiriert durch das Land und die dort kennen gelernten Maler, Schriftsteller und andere Künstler, verfasst er Gedichte, sowie die „Geschichten vom lieben Gott“ und „Die Weisen von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke“.

In den Jahren 1900 bis 1904 lebt Rilke in dem Dorf Worpswede. Er arbeitet und lebt dort gemeinsam mit anderen Künstlern. Auch seine zukünftige Frau Clara Westhoff, eine Bildhauerin, lernt er dort kennen. Sie heiraten 1901 und im selben Jahr wird die Tochter Ruth geboren. Die Ehe hält nur kurz, weil beiden die Pflichten nicht zu sagen und sie lieber frei sein wollen, um ungestört arbeiten zu können. Rilke befasst sich eingehend mit seinen Kollegen und stellt sie in der Monografie „Worpswede“ vor.

Der Auftrag eine Monographie über den Bildhauer Rodin zu schreiben, führt Rilke nach Paris. Inspiriert durch die schöne Stadt schreibt Rilke u. a. „Das Karussell“ und „Archaischer Torso Apollos“. In „Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge“ lässt Rilke seine eigenen Eindrücke und Gefühle in Bezug auf das anonyme und durchorganisierte Großstadtleben in Paris Revue passieren. Immer wieder muss Rilke die Stadt verlassen,

weil die Hektik und Anonymität ihm Unbehagen bereiten

(vgl. www.rilke.de/biografie/biografie_1.htm).

Um sich von dem Stadtleben zu erholen und neue Motive für Texte zu finden, reist er während dieser Zeit häufig nach Italien, Schweden, Dänemark, Spanien und unternimmt 1910 mit Freunden sogar eine Reise durch Afrika.

Der Beginn des Ersten Weltkrieges beeindruckt Rilke zunächst kaum. Erst als er zum österreichischen Militärdienst einberufen wird, scheint ihm die Lage bewusst zu werden. Dank des Einsatzes von einflussreichen Freunden darf Rilke das Militär zwar bereits nach einem halben Jahr wieder verlassen, aber die Geschehnisse lassen ihm keine Ruhe für Arbeiten an seinen literarischen Arbeiten.

Seine letzten Jahre verbringt Rilke hauptsächlich in der Schweiz, wo er sich einen Turm („Turm von Muzot“) aus dem 13. Jahrhundert als eigene Unterkunft anschafft. Er reist weiterhin viel, findet aber trotzdem die Zeit und Kraft die vor dem Krieg angefangenen Stücke fertig zu stellen, wie

u. a.: „Sonette an Orpheus“ und die „Duineser Elegien“.

Bereits seit einigen Jahren hat Rilke gesundheitliche Probleme. Immer wieder muss er wegen Leukämie behandelt werden. Am 29.12.1926 stirbt Rilke im Sanatorium Val-Mont in der Schweiz.

3. Das Hörbuch

Definition: Ein Hörbuch ist im Gegensatz zum gedruckten ein gesprochenes Buch. Es werden unterschiedliche Texte, Manuskripte, ja ganze Bücher in gesprochene Sprache umgesetzt und auf Compact Disc (CD) gespeichert, die in jedem handelsüblichen CD-Spieler oder Discman abgespielt werden können. http://www.hoerbuch.de/index_infoszumhoerbuch.php

3. 1 Geschichte des Hörbuches

Es geht beim Hörbuch darum, den Text originalgetreu wiederzugeben.

Dabei handelt es sich im Gegensatz zum Musiktonträger um einen Worttonträger.

Der moderne Mensch hat berufsbedingt kaum noch Zeit zum Lesen. Daher bilden Hörbücher für viele eine geeignete Alternative und bietet die Möglichkeit zum Beispiel "Die Buddenbrooks" von Thomas Mann beim Autofahren, beim Kochen oder einfach nur beim Entspannen zu hören.

Ursprünglich gedacht waren Hörbücher für blinde und sehbehinderte Menschen. Die Möglichkeit Hörbücher an den verschiedensten Orten und in Situationen zu hören, wo es nicht möglich wäre ein Buch zu lesen

(z. B. beim Auto fahren), macht immer mehr, auch nicht sehbeeinträchtigte Menschen auf das Medium Hörbuch aufmerksam. Erstmals verwendet wurde der Begriff „Hörbuch“ 1954 von der Deutschen Blindenhörbücherei, die in demselben Jahr gegründet wurde und ihr erstes Hörbuch veröffentlichte (vgl. Der Deutschunterricht, S.8).

[...]

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten

Details

Titel
Das Rilke-Projekt - Der Einsatz von Rilke-Hörbüchern im Deutschunterricht
Hochschule
Europa-Universität Flensburg (ehem. Universität Flensburg)
Note
2,0
Autor
Jahr
2005
Seiten
14
Katalognummer
V47890
ISBN (eBook)
9783638447355
Dateigröße
488 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Rilke-Projekt, Einsatz, Rilke-Hörbüchern, Deutschunterricht
Arbeit zitieren
Miriam Hamke (Autor), 2005, Das Rilke-Projekt - Der Einsatz von Rilke-Hörbüchern im Deutschunterricht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/47890

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