Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit dem Thema der problematischen Produktion der V2 Raketen im unterirdischen Tunnelsystem des Kohnsteins in der Nähe der thüringischen Stadt Nordhausen. Die V2 wurde in der Zeit des Nationalsozialismus als Wunderwaffe angesehen. Allerdings entstand der Name Vergeltungswaffe 2 erst im Herbst 1944, nachdem sich die Vergeltungswaffe 1 als wirkungslos herausstellte. Bis zum Herbst 1944 hieß die V2 Aggregat 4 (A4). Sie war eine 14 Meter lange Rakete, ihr größter Durchmesser betrug ca. 1,60 Meter. Das Gewicht des Aggregates 4 betrug 13,2 Tonnen, wovon aber fast 5 Tonnen Gewicht für den Treibstoff verbraucht wurden. Gegliedert war die V2 in fünf Teile: Diese waren: Spitze, Geräteraum, Mittelteil, Antriebsblock und Heck. In der Spitze war der Sprengstoff untergebracht und im Geräteraum alle nötigen Elemente die die Rakete zum fliegen benötigte. Der größte Abschnitt der Rakete war der Mittelteil. Hier waren die Treibstofftanks der Rakete und weitere Tanks mit chemischen Stoffen angelegt. Der Antriebsblock war, wie der Name schon sagt, eines der wichtigsten Teile eine r V2 Rakete. Hier war unter anderem der Zünder der Rakete untergebracht. Die vier großen Flossen befanden sich im Heck. Des Weiteren war hier der Antriebsring mit den 4 Trimm Motoren installiert. [...]
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Die Produktion der V2 Rakete in der Zeit vor Mittelbau Dora
- Beginn der Produktion im Mittelwerk - Beginn der Probleme
- Probleme im Jahr 1944
- Probleme in den ersten Jahresmonaten
- Der Produktionseinbruch im Sommer 1944
- Probleme ab Herbst 1944
- Das Ende der V2 Produktion in Mittelbau Dora
- Sabotage
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit untersucht die problematische Produktion der V2 Raketen im unterirdischen Tunnelsystem des Kohnsteins in der Nähe von Nordhausen, Deutschland, während der NS-Zeit. Sie analysiert die Herausforderungen, die sich während der Produktion im Mittelwerk ergaben, beginnend mit den frühen Phasen der Entwicklung und Produktion in Peenemünde bis hin zum Ende der V2 Produktion im Mittelwerk.
- Die Herausforderungen bei der Verlagerung der V2 Produktion von Peenemünde nach Mittelbau Dora.
- Die Probleme, die bei der Einrichtung der Produktionsanlagen im Mittelwerk auftraten.
- Die Schwierigkeiten, die sich während der Produktion der V2 Raketen im Jahr 1944 ergaben, insbesondere im Hinblick auf die Arbeitsbedingungen, die Versorgung und die Sabotageakte.
- Die Auswirkungen der Produktion auf die Arbeitskräfte, die in Mittelbau Dora eingesetzt wurden.
- Die Bedeutung der V2 Produktion für die deutsche Kriegsanstrengung.
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in das Thema der problematischen V2-Produktion im Mittelwerk Dora ein und gibt einen Überblick über die Forschungslage und die Struktur der Arbeit. Das zweite Kapitel beleuchtet die Entwicklung und Produktion der V2 Rakete in Peenemünde, bevor die Produktion ins Mittelwerk verlagert wurde. Das dritte Kapitel konzentriert sich auf die Herausforderungen, die mit der Verlagerung der Produktion und der Einrichtung der Produktionsanlagen im Mittelwerk verbunden waren. Das vierte Kapitel analysiert die Probleme, die während der Produktion der V2 im Jahr 1944 auftraten, insbesondere im Hinblick auf Arbeitsbedingungen, Sabotageakte und den Rückgang der Produktionszahlen.
Schlüsselwörter
Die wichtigsten Themen dieser Hausarbeit sind die V2-Produktion, Mittelbau Dora, Zwangsarbeit, Produktionsbedingungen, Sabotage, Nationalsozialismus, Wunderwaffe, Peenemünde, und die Geschichte der deutschen Rüstungsindustrie während des Zweiten Weltkriegs. Die Arbeit konzentriert sich auf die Probleme und Herausforderungen, die sich während der V2-Produktion im Mittelwerk ergaben, und analysiert die Rolle der Zwangsarbeit und der Sabotage in diesem Kontext.
Häufig gestellte Fragen
Was war das Projekt 'Dora-Mittelbau'?
Es handelte sich um ein unterirdisches Tunnelsystem im Kohnstein, in dem unter grausamen Bedingungen für Häftlinge die V2-Raketen produziert wurden.
Warum wurde die Produktion unter die Erde verlegt?
Nach den Luftangriffen auf Peenemünde sollte die Produktion der 'Wunderwaffe' V2 vor alliierten Bombenangriffen geschützt und "unangreifbar" gemacht werden.
Welche technischen Daten hatte die V2-Rakete?
Die Rakete war 14 Meter lang, wog 13,2 Tonnen und bestand aus fünf Hauptteilen: Spitze, Geräteraum, Mittelteil, Antriebsblock und Heck.
Gab es Sabotage bei der Fertigung im Mittelwerk?
Ja, die Arbeit thematisiert Sabotageakte durch Zwangsarbeiter, die versuchten, die Funktionsfähigkeit der Raketen trotz strengster Überwachung zu beeinträchtigen.
Warum brach die Produktion im Sommer 1944 ein?
Die Arbeit analysiert verschiedene Probleme im Jahr 1944, darunter Versorgungsengpässe, technische Mängel und die katastrophalen Arbeitsbedingungen im Stollen.
Was bedeutete der Name 'Vergeltungswaffe 2'?
Der Name wurde erst im Herbst 1944 zu Propagandazwecken eingeführt; zuvor war die offizielle Bezeichnung Aggregat 4 (A4).
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- Thomas Klose (Author), 2005, "Unangreifbare" Produktion? Probleme der V2-Fertigung in Dora-Mittelbau, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/47949