In der Arbeit wird die Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" - kurz: GRW - unter besonderer Berücksichtigung wirtschaftsgeographischer und raumordnungspolitischer Aspekte überblickartig vorgestellt.
Zu Beginn soll eine kurze Einführung (→ Kapitel 2.1) einen ersten Überblick über das Themengebiet der GRW gewähren, woraufhin die (institutionellen) Rahmenbedingungen (→ Kapitel 2.2) vorgestellt werden. Anschließend folgt eine kompakte Abhandlung der Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte der GRW, inklusive einer aktuellen Bestandsaufnahme unter Berücksichtigung des Einflusses der EU auf die deutsche Regionalpolitik (→ Kapitel 2.3).
Im anschließenden dritten Teil der Arbeit werden die Aufgaben und Ziele der GRW sowie die zum Erreichen dieser Ziele durchgeführten Maßnahmen konkretisiert (→ Kapitel 3.1 bis 3.3). Durch das Verwenden von Statistiken (→ Kapitel 3.4.1 und 3.4.2) sollen hier Art und Intensität (Umfang) der von der GRW durchgeführten Maßnahmen deutlich werden.
Im folgenden Teil der Arbeit (→ Kapitel 4) wird erläutert, wie die einzelnen (Wirtschafts-)Regionen der Bundesrepublik entsprechend ihrer Wirtschaftskraft und der daraus resultierenden Förderbedürftigkeit unterteilt werden.
Das Fazit benennt zum Abschluss einige Kritikansätze zur GRW unter Berücksichtigung der auftretenden strukturellen Probleme, mit denen sich das alternde Modell in der Gegenwart konfrontiert sieht.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Grundlegende Informationen, Überblick
2.1 Einführung in das Themengebiet
2.2 Institutionelle und rechtliche Ausgestaltung der GRW
2.3 Entstehung und Entwicklung der GRW
3 Aufgaben, Ziele und Maßnahmen der GRW
3.1 Ausgleichs- und Wachstumsziel
3.2 Der Exportbasisansatz
3.3 Förderwürdige Maßnahmen im Sinne der GRW
3.4 Statistischer Überblick über zur Regionalförderung der GRW
3.4.1 Förderung der gewerblichen Wirtschaft zwischen 1991 und 2004
3.4.2 Förderung der wirtschaftsnahen Infrastruktur zwischen 1991 und 2004
4 Abgrenzung und Unterteilung von Fördergebieten in der BRD
4.1 Methoden der Abgrenzung
4.2 Unterteilung der Fördergebiete in der BRD
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit analysiert die Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) als zentrales Instrument der deutschen Regionalpolitik. Dabei wird untersucht, wie die GRW durch gezielte Investitionsförderung regionale Disparitäten abbauen, Wachstum generieren und Arbeitsplätze in strukturschwachen Gebieten sichern soll.
- Institutioneller Rahmen und rechtliche Grundlagen der GRW
- Wirtschaftstheoretische Fundierung (Exportbasisansatz)
- Analyse der Förderinstrumente und -maßnahmen
- Statistischer Überblick der regionalpolitischen Interventionen
- Kriterien für die Abgrenzung und Kategorisierung von Fördergebieten
Auszug aus dem Buch
2.1 Einführung in das Themengebiet
Die Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ – im Folgenden: GRW - ist eines der Hauptinstrumente der Regionalpolitik in der Bundesrepublik Deutschland.
Mit den Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe werden Investitionsvorhaben der gewerblichen Wirtschaft einschließlich des Tourismusgewerbes, sowie Projekte der wirtschaftsnahen Infrastruktur in strukturschwachen Regionen, durch eine Investitionszulage gefördert (Kapitel 3.3). Durch diese Fördermaßnahmen sollen die regionale Wirtschaft gestärkt und neue Arbeitsplätze geschaffen bzw. alte gesichert werden (Kapitel 3.1).
Laut Artikel 91a des Grundgesetzes definiert sich eine Gemeinschaftsaufgabe als „für die Gesamtheit bedeutsam“, sodass der Bund seine „Mitwirkung zur Verbesserung der Lebensverhältnisse“ für erforderlich hält. Weitere Gemeinschaftsaufgaben neben der GRW sind die Gemeinschaftsaufgaben „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ sowie „Aus- und Neubau von Hochschulen.“ Der GRW kommt allerdings die mit Abstand größte Bedeutung dieser Gemeinschaftsaufgaben zu.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die GRW als Themengegenstand vor und erläutert den Aufbau der Untersuchung sowie die behandelten Schwerpunkte.
2 Grundlegende Informationen, Überblick: Dieses Kapitel erläutert die Institutionen, rechtlichen Hintergründe und die historische Genese der GRW seit der Nachkriegszeit.
3 Aufgaben, Ziele und Maßnahmen der GRW: Hier werden die wirtschaftspolitischen Zielsetzungen und die tatsächliche Förderpraxis inklusive einer statistischen Auswertung der Jahre 1991 bis 2004 detailliert dargelegt.
4 Abgrenzung und Unterteilung von Fördergebieten in der BRD: Dieses Kapitel analysiert das Indikatorensystem zur Identifikation förderbedürftiger Regionen und deren Einteilung in spezifische Förderkategorien.
5 Fazit: Das Fazit bewertet die aktuelle Lage der GRW, diskutiert Kritikpunkte wie die geringe Wirksamkeit und fordert eine grundlegende Modernisierung vor dem Hintergrund europäischer Rahmenbedingungen.
Schlüsselwörter
GRW, Gemeinschaftsaufgabe, Regionalpolitik, Wirtschaftsstruktur, Investitionsförderung, strukturschwache Regionen, Exportbasisansatz, Arbeitsplätze, Fördergebiete, Mischfinanzierung, Strukturwandel, Disparitäten, EU, Rahmenplan, Infrastruktur.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der „Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) als einem der wichtigsten regionalpolitischen Instrumente in Deutschland.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Themen sind die institutionelle Ausgestaltung, die theoretischen Ansätze der Wirtschaftsförderung, die praktische Umsetzung der Investitionszulagen und die räumliche Differenzierung der Fördergebiete.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das primäre Ziel ist es, die Funktionsweise der GRW, ihre Effektivität bei der Stärkung strukturschwacher Regionen und ihre theoretische Fundierung kritisch zu beleuchten.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender Konzepte sowie die Auswertung offizieller Statistiken und Rahmenpläne des Bundes zur Regionalförderung.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen (Exportbasisansatz) vor allem die Fördermaßnahmen, deren statistischer Umfang sowie die Kriterien zur räumlichen Abgrenzung der Fördergebiete in der Bundesrepublik analysiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Regionalpolitik, Wirtschaftsförderung, GRW, Fördergebiete, Infrastruktur und Arbeitsplatzsicherung beschreiben.
Warum spielt der Exportbasisansatz eine zentrale Rolle für die GRW?
Der Ansatz dient als theoretische Rechtfertigung der Förderung: Man geht davon aus, dass Investitionen in den exportorientierten Sektor einer Region Multiplikatoreffekte auslösen, die das regionale Einkommen insgesamt heben.
Wie werden Fördergebiete in der Bundesrepublik kategorisiert?
Die Einteilung erfolgt anhand eines Gesamtindikators, der unter anderem das Pro-Kopf-Einkommen und die Arbeitslosenquote berücksichtigt, in fünf Kategorien von A (höchste Förderbedürftigkeit) bis E.
Welche Kritik äußert der Autor an der aktuellen GRW?
Der Autor kritisiert die teilweise geringe Wirksamkeit, die hohe Mitnahmeeffekte provoziert, und bezeichnet das über 30 Jahre alte Grundmodell als strukturkonservierend statt modernisierend.
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- Christian Wollnik (Author), 2005, Gemeinschaftsaufgabe: "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/47951