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Mehrdimensionalität in der Sporttherapie

Title: Mehrdimensionalität in der Sporttherapie

Term Paper , 2005 , 12 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Thomas Letzian (Author)

Sport - Sport Medicine, Therapy, Nutrition
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Sport gegen eine Erkrankung - wie soll das helfen? Naheliegend wäre doch auch die Vermutung, dass es eher kontraproduktiv sein kann, sich durch Sport unter Stress zu setzen. Auch werden immer noch Studien mit dem Versuch unternommen, der alltäglich relativierten Meinung, dass Sport „gut“ für die Gesundheit ist, entgegen zu wirken (Metaanalyse von Knoll (1997) in Bös/Brehm, S.30). Die positiven Effekte von Sport/Bewegung auf die Physiologie des menschlichen Körpers werden immer noch in Frage gestellt, und auch der Volksmund sagt sogar: „Sport ist Mord“! Die Antwort und der Lösungsansatz ist einfach und pragmatisch: Nicht nur die funktionell-medizinische Sichtweise ist entscheidend, sondern ein Blick auf die weiteren Auswirkungen in psychologischer und sozialer Sicht ist von Nöten. In dieser Ausarbeitung soll das mehrdimensionale Feld der Sporttherapie vorgestellt werden und auf die gängigsten Theorien und Modelle eingegangen werden.

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Inhaltsverzeichnis

1 Gliederung

2 Einführung

3 Die medizinische Betrachtungsweise

4 Teiltheorien der Mehrdimensionalen Betrachtungsweise

4.1 Das Risikofaktorenmodell

4.2 Health-Belief-Modell

4.3 Selbstwirksamkeitstheorie

4.4 Salutogenesemodell

4.5 Locus of Control-Theory

5 Fazit

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, die Sporttherapie über die rein funktionell-medizinische Ebene hinaus als mehrdimensionales Feld zu beleuchten, um psychologische und soziale Wirkfaktoren besser in die Gesundheitsförderung zu integrieren.

  • Mehrdimensionale Gesundheitsmodelle in der Sporttherapie
  • Kritische Analyse des Risikofaktorenmodells
  • Psychologische Theorien wie Selbstwirksamkeit und Locus of Control
  • Salutogenese als ganzheitlicher Ansatz zur Gesundheitsförderung
  • Integration von sozialen Prozessen im Gruppensport

Auszug aus dem Buch

4.4 Salutogenese-Modell

Aaron Antonovsky (1923 – 1974) entwickelte u.a. durch Befragung von ehemaligen KZ-Insassen das sogenannte Salutogenesemodell, welches er zum besserem Verständnis selbst so beschreibt: „... meine fundamentale philosophische Annahme ist, dass der Fluss der Strom des Lebens ist. Niemand geht sicher am Ufer entlang. Darüber hinaus ist für mich klar, dass ein Großteil des Flusses sowohl im wörtlichen als auch im übertragenen Sinn verschmutzt ist. Es gibt Gabelungen im Fluss, die zu leichten Strömungen oder in gefährliche Stromschnellen und Strudel führen. Meine Arbeit ist der Auseinandersetzung mit folgender Frage gewidmet: „Wie wird man, wo immer man sich in dem Fluss befindet, dessen Natur von historischen, soziokulturellen und physikalischen Umweltbedingungen bestimmt wird, ein guter Schwimmer?“ (Antonovsky)

Die Salutogenese beschäftigt sich im Gegensatz zur Pathogenese nicht mit den Ursachen und der Behandlung von Krankheiten, sondern setzt an der Erforschung der Prozesse, die die Gesundheit erhalten und fördern an und betrachtet den Menschen als mehr oder weniger gesund und gleichzeitig mehr oder weniger krank.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Gliederung: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über den strukturellen Aufbau der Arbeit.

2 Einführung: Die Einleitung hinterfragt kritisch die rein physiologische Sichtweise von Sport und betont die Notwendigkeit, psychologische und soziale Faktoren in der Therapie zu berücksichtigen.

3 Die medizinische Betrachtungsweise: Dieses Kapitel beleuchtet den klassischen, funktionalen Ansatz der Sportmedizin und zeigt die Grenzen sowie die Bedeutung empirischer Evidenz auf.

4 Teiltheorien der Mehrdimensionalen Betrachtungsweise: Hier werden verschiedene theoretische Modelle vorgestellt, die eine ganzheitliche Betrachtung von Gesundheit und Gesundheitsförderung im Sport ermöglichen.

4.1 Das Risikofaktorenmodell: Untersuchung des Konzepts der Risikofaktoren und deren Bedeutung für die Lebensweise des Menschen.

4.2 Health-Belief-Modell: Darstellung der rationalen Abwägungsprozesse, die das Gesundheitsverhalten eines Patienten bestimmen.

4.3 Selbstwirksamkeitstheorie: Analyse des Glaubens an die eigene Kompetenz zur Überwindung von Hindernissen bei der Aufnahme sportlicher Aktivität.

4.4 Salutogenesemodell: Vorstellung des Ansatzes, der sich auf die Gesundheitsressourcen und die Entstehung von Gesundheit statt auf Krankheit konzentriert.

4.5 Locus of Control-Theory: Diskussion der Kontrollüberzeugung und deren Problematik in Bezug auf die Eigenverantwortung im Gesundheitssport.

5 Fazit: Die Zusammenfassung unterstreicht den Mehrwert der Sporttherapie als präventives Instrument durch die Nutzung sozialer und psychologischer Prozesse.

Schlüsselwörter

Sporttherapie, Mehrdimensionalität, Salutogenese, Risikofaktorenmodell, Selbstwirksamkeit, Kohärenzsinn, Gesundheitsförderung, Kontrollüberzeugung, Psychologie, Prävention, Pathogenese, Lebensweise, körperliche Aktivität, Patientenverhalten, Widerstandsquellen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Erweiterung der Sporttherapie von einer rein funktionell-medizinischen hin zu einer mehrdimensionalen Perspektive, die soziale und psychologische Aspekte einbezieht.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt verschiedene theoretische Modelle der Gesundheitswissenschaften, darunter das Risikofaktorenmodell, das Salutogenesemodell sowie Konzepte zur Selbstwirksamkeit und Kontrollüberzeugung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie unterschiedliche Theorien aus Medizin, Psychologie und Pädagogik dazu beitragen können, Sporttherapie ganzheitlicher zu gestalten und eine Grundlage für einen Paradigmenwechsel zu schaffen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse, bei der verschiedene wissenschaftliche Modelle und empirische Erkenntnisse aus der Fachliteratur zusammengeführt und für den Kontext der Sporttherapie interpretiert werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Vorstellung von Teiltheorien wie dem Risikofaktorenmodell, der Health-Belief-Theorie, der Selbstwirksamkeitstheorie, der Salutogenese nach Antonovsky und der Locus-of-Control-Theorie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Sporttherapie, Salutogenese, Selbstwirksamkeit, Mehrdimensionalität und Prävention.

Wie wird das Salutogenesemodell für die Sporttherapie nutzbar gemacht?

Sport wird hier als Mittel verstanden, um Widerstandsquellen zu stärken und den Kohärenzsinn zu aktivieren, was dem Individuum hilft, besser mit psychophysischen Stressoren umzugehen.

Warum ist die "Locus of Control"-Theorie im Sport problematisch?

Das Problem, das als "paradox of control" bezeichnet wird, besteht darin, dass eine zu starke Forderung nach Eigenverantwortung zu moralischen Dilemmata führen kann, wenn Erkrankungen nicht allein durch das individuelle Verhalten steuerbar sind.

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Details

Title
Mehrdimensionalität in der Sporttherapie
College
Martin Luther University
Grade
1,3
Author
Thomas Letzian (Author)
Publication Year
2005
Pages
12
Catalog Number
V47991
ISBN (eBook)
9783638448109
ISBN (Book)
9783638779210
Language
German
Tags
Mehrdimensionalität Sporttherapie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thomas Letzian (Author), 2005, Mehrdimensionalität in der Sporttherapie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/47991
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