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Struktur und Entwicklung der Magdeburger Börde

Title: Struktur und Entwicklung der Magdeburger Börde

Seminar Paper , 2001 , 21 Pages , Grade: 1

Autor:in: Sebastian Brandt (Author)

Geography / Earth Science - Economic Geography
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Die Magdeburger Börde bezeichnet ein Gebiet südlich und südwestlich von Magdeburg. Dabei schließt sie sich an das nordöstliche Harzvorland an. Sie wird durch das Bodetal im Süden, die Saale im Südosten sowie die Elbe im Osten und die Ohre im Norden klar abgegrenzt. In Richtung Westen lässt sich keine einheitliche Abgrenzung erkennen. Allerdings kann man hier eine Abgrenzung entlang einer gedachten Linie von Haldensleben nach Oschersleben vornehmen.

Entsprechend dieser Abgrenzung und der administrativen Einteilung dieses Gebietes zähle ich den östlichen Teil des Bördekreises, einen kleinen Teil des südlichen Ohrekreises sowie den östlich der Elbe gelegenen Teil des Landkreises Schönebeck dazu. Damit umfasst die Magdeburger Börde eine Fläche von etwa 930 km². 1.2. Natürliche Gegebenheiten

Bei der Magdeburger Börde handelt es sich um ein Gebiet, dass von ebenen Flächen dominiert wird. Diese liegen zwischen 80 m und 130 m ü. NN. Davon liegen die höher gelegenen Flächen im größeren westlichen Teil der hohen Börde und die niedrigeren Flächen im östlichen Bereich der niederen Börde.

Teilweise wird die Magdeburger Börde von endmoränenartigen Höhenzügen durchzogen. Diesbezügliche ist besonders das Gebiet um Sohlen, Wellen sowie um Calbe an der Saale hervorzuheben. Diese sind dem älteren Stadium der Saaleeiszeit, dem Rehburger Stadium zuzurechnen (August, S.767).

Besonders hervorzuheben ist die geschlossene Lößverbreitung in der Magdeburger Börde, die teilweise bis zu mehrere Meter Mächtigkeit erreicht. Auch sie ist ein Relikt der Saaleeiszeit.

Auf der Lößschicht konnte sich nach der Eiszeit und im Zusammenhang mit dem Einfluss des trockenen Klimas eine Steppenvegetation herausbilden, die letztendlich zur Entwicklung von Schwarzerdeböden führte. Diese Böden zählen zu den fruchtbarsten Böden

Deutschlands. Bei der Reichsbodenschätzung im Jahr 1939 wurden im Raum Schönebeck beispielsweise Ackerwertzahlen von 100 vergeben (Oelke, S. 91), die seither auch als Standard deutschlandweit herangezogen werden. Durchschnittlich liegen die Ackerwertzahlen in der Magdeburger Börde über 85.

Natürliche Vegetation ist im Gebiet der Magdeburger Börde so gut wie nicht mehr anzutreffen. Potentiell wäre in diesem Gebiet eine Eichen - Hainbuchenwald - Vegetation anzutreffen (Oelke, S. 91). [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Allgemeines

1.1. Lage

1.2. Naturräumliche Gegebenheiten

1.3. Bedeutung

2. Entwicklung

2.1. Geschichte

2.2. Besiedlung

2.3. Bevölkerung

2.3.1. Entwicklung während der Industrialisierung

2.3.2. Bevölkerungsentwicklung seit dem 2. Weltkrieg bis zur Deutschen Wiedervereinigung

2.3.3. Bevölkerungsentwicklung nach der Wiedervereinigung

2.4. Wirtschaft

2.4.1. Primärer Sektor

2.4.2. Sekundärer Sektor

2.4.3. Tertiärer Sektor

3. Zusammenfassung

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die strukturelle Entwicklung der Magdeburger Börde unter besonderer Berücksichtigung ihrer geographischen Gegebenheiten sowie der wirtschafts- und sozialgeographischen Transformationen von der historischen Besiedlung bis zur Nachwendezeit.

  • Physisch-geographische Grundlagen und naturräumliche Ausstattung der Region
  • Historische Genese der Besiedlungsstrukturen und Bevölkerungsentwicklung
  • Wirtschaftliche Schwerpunkte unter Fokus auf den Primärsektor und die industrielle Entwicklung
  • Analytische Betrachtung der Suburbanisierungsprozesse im Umland von Magdeburg

Auszug aus dem Buch

2.2.Besiedlung

Zahlreiche Orte der Magdeburger Börde existierten nachweislich bereits im 10., 11., 12. und 13. Jahrhundert. Diese Zeitpunkte kennzeichnen jedoch oftmals lediglich den Zeitpunkt der erstmaligen urkundlichen Erwähnung. In vielen Fällen nimmt man jedoch an, dass diese Daten nicht den Gründungszeitraum dieser Orte angeben, sondern dass die tatsächliche Gründung oft bereits lange vor der erstmaligen Erwähnung liegt.

Bezeichnend für das hohe Alter vieler Orte in diesem Gebiet ist das häufige Auftauchen von Ortsnamen, die auf „–leben“ enden, wie z.B. Hadmersleben, Wanzleben, Oschersleben.

Wie bereits deutlich geworden ist, handelt es sich bei der Magdeburger Börde um einen stark agrarisch geprägten Siedlungsraum.

Es existiert ein weitmaschiges Siedlungsnetz. Die Orte liegen zum Großteil zwischen fünf und acht Kilometer von einander entfernt.

Außerdem handelt es sich für ländliche Orte überwiegend um verhältnismäßig große Orte, d.h. die Einwohnerzahl liegt sehr oft über 1.000 häufig auch über 2.000 Einwohnern.

Bei den Siedlungen handelt es sich fast ausschließlich um Haufendörfer. Diese haben zudem teilweise eine starke Gehöftdichte. Eher selten sind hingegen Dörfer anzutreffen, die durch eine einzelne Gutsanlage dominiert werden, wie dies vielfach in Mecklenburg – Vorpommern der Fall ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Allgemeines: Dieses Kapitel beschreibt die geographische Lage, die naturräumlichen Voraussetzungen wie Bodenbeschaffenheit und die daraus resultierende Bedeutung als ertragreiche Kulturlandschaft.

2. Entwicklung: Der Hauptteil analysiert die historische Besiedlung, die demografischen Wanderungsbewegungen über verschiedene Epochen hinweg sowie die wirtschaftliche Strukturierung in den Sektoren Landwirtschaft, Industrie und Dienstleistungen.

3. Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel gibt einen Ausblick auf die zukünftige Rolle der Landwirtschaft und die Potenziale für weitere Industrieansiedlungen in der Region.

Schlüsselwörter

Magdeburger Börde, Wirtschaftsgeographie, Siedlungsstruktur, Landwirtschaft, Bevölkerungsentwicklung, Suburbanisierung, industrielle Entwicklung, Schwarzerdeböden, Sozialgeographie, Transformationsprozess, Strukturwandel, Agrarraum, Mittelzentrum.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die räumlichen, historischen und ökonomischen Strukturen der Magdeburger Börde im Kontext ihrer wirtschafts- und sozialgeographischen Entwicklung.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die physisch-geographischen Voraussetzungen, die Historie der Besiedlung, die demografische Entwicklung sowie der Wandel der wirtschaftlichen Hauptsektoren.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die spezifische Entwicklung des Raumes von der landwirtschaftlich geprägten Vergangenheit bis hin zur modernen Wirtschaftsstruktur nach der Wiedervereinigung aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine deskriptive geographische Analyse, die auf der Auswertung statistischer Daten, historischer Belege und regionaler Strukturvergleiche basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der geschichtlichen Besiedlung, der bevölkerungsgeographischen Trends sowie der wirtschaftlichen Ausrichtung mit Fokus auf Landwirtschaft und Industrie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Magdeburger Börde, Agrarraum, Strukturwandel, Suburbanisierung und regionale Wirtschaftsentwicklung.

Warum ist die Bodenqualität für die Region so entscheidend?

Die fruchtbaren Schwarzerde- und Lößböden bilden die Grundlage für die historisch gewachsene, ertragreiche Landwirtschaft, die die regionale Wirtschaftsstruktur nachhaltig geprägt hat.

Welche Rolle spielt die Stadt Magdeburg für ihr Umland?

Magdeburg fungiert als zentraler Versorgungsort und Arbeitsmarkt, was zu intensiven Pendlerbeziehungen und Suburbanisierungsprozessen in den umliegenden Börde-Gemeinden geführt hat.

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Details

Title
Struktur und Entwicklung der Magdeburger Börde
College
Martin Luther University
Course
Mittelseminar Wirtschafts- und Sozialgeographie
Grade
1
Author
Sebastian Brandt (Author)
Publication Year
2001
Pages
21
Catalog Number
V48043
ISBN (eBook)
9783638448512
ISBN (Book)
9783668224223
Language
German
Tags
Struktur Entwicklung Magdeburger Börde Mittelseminar Wirtschafts- Sozialgeographie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sebastian Brandt (Author), 2001, Struktur und Entwicklung der Magdeburger Börde, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/48043
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