Wissenschaftliche Methoden im Rechnungswesen


Seminararbeit, 2005

30 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

1 Einführung

2 Inhaltliche Einordnung und Darstellung der Beiträge
2.1 “VHB-JOURQUAL: Ein Ranking von betriebswirtschaftlich-relevanten Zeitschriften auf der Grundlage von Expertenurteilen“
2.2 “Perceptions of journal quality and research paradigm: results of a web-based survey of British accounting academics”

3 Kritische Würdigung der Beiträge
3.1 Erläuterung der verwendeten Kriterienraster
3.1.1 Kriterienraster nach Chmielewicz
3.1.2 Kriterienraster nach Popper
3.2 Überprüfung auf Erkenntnisfortschritt: „VHB-JOURQUAL: Ein Ranking von betriebswirtschaftlich-relevanten Zeitschriften auf der Grundlage von Expertenurteilen“
3.2.1 Überprüfung auf Erkenntnisfortschritt nach Chmielewicz
3.2.2 Überprüfung auf Erkenntnisfortschritt nach Popper
3.2.3 Abschließende Bewertung
3.3 Überprüfung auf Erkenntnisfortschritt: “Perceptions of journal quality and research paradigm: results of a web-based survey of British accounting academics”
3.3.1 Überprüfung auf Erkenntnisfortschritt nach Chmielewicz
3.3.2 Überprüfung auf Erkenntnisfortschritt nach Popper
3.3.3 Abschließende Bewertung

4 Zusammenfassung und Fazit

Literaturverzeichnis

1 EINFÜHRUNG

Dieser Beitrag, welcher im Rahmen des Seminars „Wissenschaftliche Methoden im Rechnungswesen“ verfasst wurde, untersucht inwieweit die Artikel „VHB-Jourqual: Ein Ranking von betriebswirtschaftlich-relevanten Zeitschriften auf der Grundlage von Expertenurteilen“ (2004) von Henning-Thurau, Walsh und Schrader sowie “Perceptions of journal quality and research paradigm: results of a web-based survey of British accounting academics” (2005) von Lowe und Locke zu einem wissenschaftlichen Erkenntnisfortschritt im Sinne Karl Poppers und Klaus Chmielewicz beitragen.

Hierzu wurde ein Kriterienraster aufgestellt, basierend auf den Werken „Logik der Forschung“ (1984) von Karl Popper und „Forschungskonzeptionen der Wirtschaftswissenschaften“ (1994) von Klaus Chmielewicz. Anhand dieses Rasters wurden im Folgenden die genannten Artikel überprüft, ihr Inhalt in die aktuelle Diskussion eingeordnet, sowie die von den beiden Autoren verwandten Forschungskonzeptionen dargestellt. Dabei galt es, den Gegenstand und die Ziele der Artikel herauszuarbeiten und die Frage zu beantworten, ob und auf welche Weise diese zu einem wissenschaftlichen Erkenntnisfortschritt führen.

2 INHALTLICHE EINORDNUNG UND DARSTELLUNG DER BEITRÄGE

2.1 “VHB-JOURQUAL: Ein Ranking von betriebswirtschaftlich-relevanten

Zeitschriften auf der Grundlage von Expertenurteilen“1

In dem Artikel „VHB-JOURQUAL: Ein Ranking von betriebswirtschaftlich-relevanten Zeitschriften auf der Grundlage von Expertenurteilen“ von Thorsten Henning-Thurau, Gianfranco Walsh und Ulf Schrader aus dem Jahr 2004 versuchen die Autoren anhand einer Befragung von Experten betriebswirtschaftliche Zeitschriften in ein Ranking einzuordnen. Mit Hilfe des erstellten Rankings soll dem Leser eine objektive Einschätzung über die Qualität von betriebswirtschaftlichen Zeitschriften ermöglicht werden.

Hintergrund der Erstellung des Artikels ist die Schaffung von mehr Transparenz für Lehr- und Forschungsleistungen im Zuge des zunehmenden Wettbewerbsdrucks zwischen den verschiedenen Forschungsinstituten. Aus diesem Grund gewinnen die Evaluierungen der Forschungsleistungen an Bedeutung; aber auch für Budget- und Personalfragen spielen sie eine wichtige Rolle. Grund für die Erstellung eines Rankings betriebswirtschaftlicher Zeitschriften ist die Nichtexistenz eines umfassenden Rankings, welches deutschsprachige Zeitschriften weitestgehend beinhaltet. Während sich internationale Rankings bereits etablieren konnten, stellt die Qualitätsbeurteilung von betriebswirtschaftlichen Zeitschriften anhand von Expertenurteilen im deutschsprachigen Raum ein Novum dar.

Die Messung der wissenschaftlichen Qualität in dem Artikel von Henning-Thurau, Walsh und Schrader im Vordergrund, da die wissenschaftliche Qualität einer betriebswirtschaftlichen Zeitschrift die entscheidende Determinante für die spätere Erstellung des Rankings war.2 Dabei sollten die Prinzipien der Validität und der Vollständigkeit gewahrt bleiben. Es wurden zwei verschiedene Möglichkeiten vorgestellt, wie eine Qualitätsbeurteilung durchgeführt werden könnte; zum einen die Zitationsanalyse, die die Qualität der Artikel anhand der Anzahl der Zitierungen in anderen Artikeln misst, und zum anderen die Befragung von Experten, die die Qualität der ihnen bekannten Zeitschriften mit einer Skala von 1 bis 10 bewerten3,4. Die Autoren mussten die Zitationsanalyse ausschließen, da sie aufgrund einer fehlenden Datengrundlage (Mangelnde Vollständigkeit) und erheblichen Bevorzugungen von Spezialzeitschriften (Mangelnde Validität) keine geeigneten Ergebnisse erbracht hätte.5Als Alternative zur Bestimmung der wissenschaftlichen Qualität wurde somit die Bewertung anhand von Expertenurteilen gewählt. Dazu wurden 651 Mitglieder und Habilitierende des Verbandes der Hochschullehrer für Betriebswirtschaft e.V. (VHB) per Fragebogen befragt.

Um auch den Schwächen einer Qualitätsbeurteilung von Zeitschriften auf Expertenurteilen zu begegnen, wurden die befragten Experten anhand ihrer Publikationen bewertet und ihre Stimme anhand dieses Expertenfaktors gewichtet. Somit basiert die Bewertung jeder einzelnen Zeitschrift auf Basis der verschiedenen Wertungen der Befragten, die jeweils nach dem Expertenfaktor gewichtet werden.

Das erstellte Ranking umfasst 385 internationale Zeitschriften. Das Ranking dient als erste Orientierungsmöglichkeit für deutsche Zeitschriften im internationalen und deutschsprachigen Raum. Die best bewerteten deutschen Zeitschriften sind in englischer Sprache verfasst, bekannte Zeitschriften wie die zfb oder zfbf schneiden ebenfalls relativ gut ab, sind aber im internationalen Vergleich unterlegen. Insgesamt ergeben sich erhebliche

Qualitätsunterschiede zwischen den best bewerteten Zeitschriften (Journal of Marketing Research 9,74) und schlecht bewerteten mit einem Durchschnitt von unter 5 Punkten auf der Skala.

Auch Vergleiche bzw. Rangkorrelationen mit ähnlich strukturierten, internationalen Befragungen führen zu vergleichbaren Ergebnissen; die Reliabilität der Ergebnisse konnte daher bestätigt werden. Das erstellte Ranking liefert daher einen Ansatzpunkt zur Bewertung der Forschungsleistungen von Wissenschaftler und Fakultäten in Deutschland auch im internationalen Vergleich und eine Orientierungshilfe für Fachfremde bei der Suche nach hochwertigen wissenschaftlichen Beiträgen.

2.2 “Perceptions of journal quality and research paradigm: results of a web-based

survey of British accounting academics”

Der Artikel “Perceptions of journal quality and research paradigm: results of a web-based survey of British accounting academics” von Alan Lowe and Joanne Locke erschien im Januar 2005 in der betriebswirtschaftlichen FachzeitschriftAccounting, Organizations and Society. Er gibt die Ergebnisse einer Internet-basierten Umfrage wieder, in welcher britische Wissenschaftler aufgefordert wurden Fachzeitschriften anhand verschiedener Kriterien zu bewerten.

Die Akademiker wurden zum einen gebeten, die Qualität der aufgelisteten Zeitschriften auf einer Skala von 1 (= Excellent) bis 7 (= Poor) zu bewerten, sowie zum anderen ihre geistige Richtung6einzuordnen. Bei letzterem gab es die vier Wahlmöglichkeiten Interpretative/Critical, Functionalist/Positivist, Both und Don’t know. Durch Nutzung des Internets bestand zudem für die Befragten die Möglichkeit, durch Interaktion weitere, nicht auf der ursprünglichen Liste vorhandene Zeitschriften zu der Umfrage zu ergänzen.

In Großbritannien gibt es zwei vorherrschende Methoden um Fachzeitschriften zu klassifizieren. Entweder sind dies Zitationsanalysen oder Befragungen, welche sich auf Expertenurteile von Wissenschaftlern stützen. Zitationsanalysen versuchen zunächst die Anzahl von Zitaten einer Zeitschrift in führenden Fachzeitschriften zu bestimmen. Anschließend wird die Tendenz eines Journals gemessen, Artikel zu publizieren, welche unter Umständen zu Klassikern werden. Problematisch bei diesem Ansatz ist, dass bevor der Prozess des eigentlichen Rankings beginnt, bereits eine Vorauswahl von führenden Zeitschriften getroffen werden muss. Weiterhin ist es nachteilig, dass Bewertungen über Qualität, vor allem bei neuen Zeitschriften, erst zeitverzögert von mindestens zwei bis drei Jahren zu Tage treten.7Zudem gibt es Bedenken, ob Zitationsanalysen überhaupt geeignet sind, um Fachzeitschriften zu bewerten. Aufgrund der Vielzahl von Gründen wegen derer Artikel zitiert werden, scheint dies fraglich zu sein.8Gleichzeitig gibt es ebenso Kritik an der Aussagekraft von Befragungen. Da es schwierig ist, klare und eindeutige Information über Präferenzen von Individuen zu erhalten, ist es ebenso problematisch diese zu aggregieren.9 Trotz dieser Mängel basieren existierende Rankings in Großbritannien vor allem auf diesen beiden Methoden. Darüber hinaus wurden vereinzelt alternative Ansätze angewandt, welche etwa versuchten beide Methoden zu kombinieren oder Bibliotheksbestände zu analysieren.10

In Anbetracht dieser Entwicklung haben Alan Lowe and Joanne Locke im Januar 2005 ihre Befragung durchgeführt. Ihr Motiv war vor allem, Akademikern eine Möglichkeit zu bieten einen Beitrag zur Wahrnehmung von Fachzeitschriften zu leisten und letztlich ein valides Ranking zu erstellen. Der wesentliche methodische Unterschied zu vorausgegangenen Umfragen liegt darin, dass Lowe & Locke ein interaktives Internet-basiertes Analysewerkzeug genutzt haben und Teilnehmer per Email informiert wurden. Weiterhin ist neu, dass das Element der Klassifizierung nach geistiger Richtung eingeführt worden ist. Anhand dieser Einordnung war es möglich, zu bestimmen, wie die geistige Strömung des Angebots von Zeitschriften und ihre zugrunde liegende Methodologie von Akademikern wahrgenommen werden.

Hintergrund der Untersuchung ist, dass in Großbritannien Zeitschriften-Rankings eine grosse Rolle bei der Evaluierung von Universitätsfakultäten spielen. Personalentscheidungen und insbesondere Budgetverteilungen werden häufig unter Hinzunahme von Daten über Publikationen in wissenschaftlichen Fachzeitschriften getroffen. Da sich britische Hochschulen in starkem internationalem Wettbewerb mit anderen angel-sächsischen Institutionen befinden, gelten vor allem diese Daten als transparentes und unabhängiges Mittel um Forschungsleistungen zu bewerten. Hauptgrund für diese Entwicklung ist, dass wissenschaftliche Fachzeitschriften in der Regel über Expertenjurys verfügen, welche die eingereichten Beiträge begutachten. Die Annahme eines Aufsatzes durch eine Fachzeitschrift impliziert in diesem Sinne die positive Beurteilung der Inhalte durch Sachverständige. Aufgrund der hohen Praktikabilität dieser Methode gelten in Großbritannien Veröffentlichungen in Fachzeitschriften heute als einer der wichtigsten Faktoren um Forschungsergebnisse zu evaluieren.11

3 KRITISCHE WÜRDIGUNG DER BEITRÄGE

3.1 Erläuterung der verwendeten Kriterienraster

Um Arbeiten auf ihren wissenschaftlichen Gehalt überprüfen zu können, ist es notwendig, wissenschaftstheoretische Kriterien hinzuziehen. Wissenschaftstheorie wird in diesem Sinne als Metadisziplin verstanden, als Theorie von der Wissenschaft überhaupt. Die Betriebswirtschaftslehre (BWL) spielt als Wissenschaft eine besondere Rolle, da sie als Teil der Wirtschaftswissenschaft eine Ausprägung der Geistes- und Sozialwissenschaften ist, aber dennoch Bereiche der Formalwissenschaften und der Naturwissenschaften berührt. Dementsprechend ist betriebswirtschaftliche Forschung stark interdisziplinär ausgerichtet, obwohl sie sich so der „Gefahr des Dilettantismus“ aussetzt.12,13

Als Ergebnis von Wissenschaft unterscheidet man grundsätzlich zwei Richtungen, die normative und die positive Theorie. Normative Wissenschaft fokussiert auf den Soll-Zustand. Sie hat zum Ziel, einen Maßstab aufzustellen, wie etwas sein sollte. Positive Theorie beschreibt und erklärt hingegen den Ist-Zustand, es wird insbesondere der Frage nachgegangen, wie und warum etwas so ist wie es ist.14

3.1.1 Kriterienraster nach Chmielewicz

Nach Klaus Chmielewicz kann wissenschaftliches Arbeiten auf vier Ebenen stattfinden. Zentrales Ziel ist der Erkenntnisfortschritt, die Annäherung an die „Wahrheit“. Auf der ersten Ebene findet Begriffslehre statt, welche sich um Festlegung präziser Begriffsabgrenzungen und der Definition eines Sprachsystems bemüht. Das Wissenschaftsziel ist hier essentialistisch, es geht um die Erfassung des Wesensgehalts von Objekten. Zweite Ebene ist die Theorie, welche versucht Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge durch Zusammenfassung von Begriffen zu theoretischen Aussagen zu verdichten. Es sollen generelle Aussagen über kausale Beziehungen getroffen werden, um letztlich Erklärungen und Prognosen zu ermöglichen. Diese sollen logisch determiniert und über Beweise überprüfbar sein. Die dritte Ebene ist die Politik, auf welcher Ziel-Mittel-Systeme durch Überführung der untergeordneten, theoretischen Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge identifiziert werden sollen. Es sollen generelle Aussagen technologischer Art aufgestellt werden, welche faktisch determiniert bzw. empirisch verifiziert werden können. Auf der vierten Ebene steht die Philosophie, welche die Formulierung von normativen Aussagen zum Ziel hat. Es sollen Werturteile über technologische Ziele, Mittel und deren Nebenwirkungen gebildet werden. Es handelt sich dabei um generelle Aussagen mit normativem Charakter, die einen deutlichen Anweisungsgehalt besitzen. Wissenschaftliches Arbeiten kann auf jeder dieser Ebenen angesiedelt sein, wobei die Ebenen zwei bis vier jeweils auf der Begriffslehre aufbauen.15

Ein Kriterienraster zur Überprüfung des Erkenntnisfortschritts im Sinne Chmielewiczs von wissenschaftlichen Beiträgen ist demnach wie folgt anzuwenden. Zunächst ist die gewählte Forschungskonzeption des Artikels zu bestimmen, welche anschließend nach den unten aufgeführten Kriterien zu analysieren ist:16

- Begriffslehre: Sofern Begriffslehre als zentrales Wissenschaftsziel dient, gilt es die abgeleiteten Begriffe und Definitionen darauf zu überprüfen, ob sich aus ihnen leistungsfähige theoretische Aussagen bis hin zu Theorien bilden lassen.17Die wissenschaftlichen Grundkriterien Wahrheit und Informationsgehalt sind hier nicht zu berücksichtigen, da sie ohnehin gar nicht überprüft werden könnten

- Wirtschaftstheorie: Theoretische Aussagen sollen wahr und informativ sein, um Erklärungen und Prognosen als Ziel der Erfahrungswissenschaft zu ermöglichen und damit dem wissenschaftlichen Fortschritt zu dienen. Sie konstatieren Ursache/Wirkungs-Zusammenhänge, welche auf ihren Wahrheitsgehalt, sprich auf Übereinstimmung von Aussage und Realität geprüft werden müssen. Es ist somit festzustellen, ob die aufgestellte Theorie logisch-wahr oder -falsch ist, bzw. im Bereich der empirischen Aussagen, faktisch-wahr oder -falsch ist. Faktisch-wahre Aussagen benötigen als Kontrollinstanz für die Wahrheitsermittlung die Realität oder Empirie, da ihre Wahrheit nur mit außerlogischen Mitteln begründbar ist18

- Wirtschaftspolitik: Technologie basiert auf theoretischen Aussagen und formt sie technologisch (instrumental, final, teleologisch, praxeologisch) um, indem Wirkungen und ihre Ursachen als Mittel herbeigeführt werden. Hier ist also zu betrachten, ob eine Überführung von Ursache/Wirkungs-Zusammenhängen (kausale Betrachtung) in eine Ziel/Mittel-Beziehung (teleologische Betrachtung) stattfindet.19Diese finalen Ziel/Mittel- Aussagen lassen sich auf ihren Erkenntnisgehalt hin überprüfen, indem man sie als faktisch-wahr oder -falsch identifiziert

- Wirtschafsphilosophie: Die Philosophie legt die Technologie zugrunde und formuliert Werturteile (normative Aussagen) über deren Ziele und Nebenwirkungen. Da es hier um Werturteile geht, lassen sich diese nicht verifizieren. Es kann lediglich bestimmt werden, ob sie normativ wahr oder falsch sind

Zur Abgrenzung von Wirtschaftstheorie und -technologie ist zu sagen, dass beide Bereiche wahre, informative und werturteilsfreie Aussagen formulieren sowie stets eine wirtschaftliche Fragestellung aufweisen. Sie unterscheiden sich aber durch das theoretische bzw. pragmatische Wissenschaftsziel und das damit abweichende Kooperationsmodell.20Die völlig verschiedenen Bezeichnungen täuschen einen größeren Unterschied vor, als in der Sache vorhanden ist. Dies wird auch bei den Termini Wirkungen/Ziele und Ursachen/Mittel deutlich. Hier ist zu beachten, dass Mittel stets gestaltbar (beeinflussbar) sein müssen, während Ursachen unbeeinflussbar sein können.

3.1.2 Kriterienraster nach Popper

Heute herrscht in der Wissenschaft Uneinigkeit darüber, wie Erkenntnisfortschritt tatsächlich erzielt wird.21,22Dennoch gibt es in der BWL zwei vorherrschende wissenschaftstheoretische Ansätze, den kritischen Rationalismus und den Konstruktivismus.

[...]


1Vgl. Henning-Thurau; Walsh; Schrader (2004), S. 520-545

2 Vgl. Jobber; Simpson (1988); Franke; Edlung; Oster (1989); Beed; Beed (1996), Wissenschaftliche Qualität bezeichnet allgemein das Ausmaß, in dem die in einer Zeitschrift veröffentlichten Forschungsergebnisse wissenschaftlichen Ansprüchen Rechnung tragen

310 = Höchste Qualität, 1 = Niedrigste Qualität

4Bei weiterer Berücksichtigung des Expertumsfaktores

5 Vgl. Garfield (1979), S. 359-375

6Der Ausdruck „geistige Richtung“ wird verwendet im Sinne eines zugrunde liegenden erkenntnistheoretischen Ansatzes, welcher häufig auch als Methodologie bezeichnet wird

7Vgl. Williams; Rodgers (1995), S. 266

8 Vgl. Brinn; Jones (1996), S. 270

9Vgl. Brinn; Jones; Pendlebury (1998), S. 314

10Vgl. Hasselback; Reinstein; Schwan (2000), S. 79-83

11 Vgl. Reinstein; Hasselbeck (1997), S. 426

12Vgl. Fülbier (2004), S. 267

13Schneider (2001), S. 168

14 Vgl. Behrens (1993), S. 4763 -4766

15Chmielewicz (1994), S. 7-8

16Chmielewicz (1994), S. 10-14

17 Vgl. Albert (1964), S. 67

18Vgl. Chmielewicz (1994), S. 94

19Chmielewicz (1994), S. 13

20Chmielewicz (1994), S. 185

21Vgl. Frank (2003) S. 278-292

22 Vgl. Adorno; Dahrendorf; Pilot; Albert; Habermas; Popper (1976), S. 7 ff.

Ende der Leseprobe aus 30 Seiten

Details

Titel
Wissenschaftliche Methoden im Rechnungswesen
Hochschule
Otto Beisheim School of Management Vallendar  (Lehrstuhl für externes Rechnungswesen)
Veranstaltung
Wissenschaftliche Methoden im Rechnugswesen
Note
1,3
Autoren
Jahr
2005
Seiten
30
Katalognummer
V48052
ISBN (eBook)
9783638448581
Dateigröße
471 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Wissenschaftliche, Methoden, Rechnugswesen, Wissenschaftliche, Methoden, Rechnugswesen
Arbeit zitieren
Felix Leuschner (Autor)Moritz Bauer (Autor), 2005, Wissenschaftliche Methoden im Rechnungswesen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/48052

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