Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema „Barcodes als Mittel zur Optimierung in der Logistik“.
Die Begriffe Barcodes, Optimierung und Logistik bilden die Grundlage dieser Arbeit. Jeder dieser Begriffe steht für eine große Anzahl an Informationen und Erklärungen. Für die Bearbeitung der Aufgabenstellung sind diese Begriffe in ihrer Bedeutung näher zu definieren.
Die Barcodes, welche auf den nächsten Seiten genauer vorgestellt werden, enthalten Informationen, die nach bestimmter Vorschrift verschlüsselt werden. Das verschlüsselte Datenmaterial wird innerhalb eines Barcodefensters in Form von gefärbten Strichen und farblosen Lücken graphisch dargestellt. Sie gehören zur Gruppe der Identifikationstechnologien. Durch ihren Einsatz wird die „Identifikation“ von Waren oder Gütern beschleunigt und kann gegebenenfalls automatisiert werden.
Der Begriff „Logistik“ wird unterschiedlich interpretiert. In Deutschland wird er seit ungefähr 1970 verwendet. Der Begriff hat sich seitdem sehr schnell verbreitet. Die Akzeptanz der Begrifflichkeit ist in der Gesellschaft sehr hoch. Die Allgemeinheit der Bevölkerung verbindet viele Dinge mit dem Begriff Logistik. Aus der heutigen Wirtschaftswelt ist die Logistik nicht mehr wegzudenken, zu sehr hängen das Wohlergehen und der Fortbestand von Unternehmen von ihr ab.
Reinhardt Jünemann definierte die Grundaufgabe der Logistik, indem er die sechs „r“ der Logistik formulierte. In seinen Augen ist es der logistische Auftrag: „ die richtige Menge, der richtigen Objekte, am richtigen Ort im System, zum richtigen Zeitpunkt, in der richtigen Qualität, zu den richtigen Kosten“ zur Verfügung zu stellen.
Die Optimierung ist eng mit der Logistik in heutigen Unternehmen verknüpft.
Ein Hauptziel der Logistik ist die Optimierung der Logistikleistung. Logistische Leistungen und Verrichtungen sollen möglichst kostenoptimal erbracht werden.
Aufgrund der Aufgabe soll in dieser Projektarbeit aufgezeigt werden, inwieweit mit dem Einsatz von Barcodes Vorgänge in der Logistik optimiert werden können.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Identifikationstechnologien in der Logistik
2.1 Barcodetechnologie
2.2 Optical Character Recognition
2.3 Biometrische Verfahren
2.4 Chipkarten
2.5 Radio Frequency Identification Systeme
3. Wirtschaftlichkeit und Notwendigkeit von ID Systemen
3.1 Vor- und Nachteile des Barcode - Vergleich zur RFID-Technik
4. Barcode
4.1 Geschichte des Barcode
4.2 Aufbau eines Barcode
4.3 Barcodetypen
4.3.1 Lineare Codes
4.3.1.1 Code 2/5 Interleaved
4.3.1.2 Code 39
4.3.1.3 Code 128
4.3.1.4 Code EAN 128
4.3.1.5 Codabar
4.3.2 Stapel Codes (2D Codes)
4.3.2.1 Code 49
4.3.2.2 PDF 417
4.3.3 Matrix Codes (2D Codes)
4.3.3.1 Data Matrix
4.3.3.2 Maxi Code
4.4 Sicherheiten bei Barcodes
4.5 Anforderungen an Barcodes
4.6 Voraussetzungen für Barcodeimplementierung
4.7 Optimierungspotentiale mit Barcodeeinsatz
5. Barcodetechnologie in der Praxis
5.1 Praxisbeispiel Nummer 1 „Inventur bei der Deutsche Bahn AG“
5.2 Praxisbeispiel Nummer 2 „Logistik mit Barcode bei der EMI Electrola GmbH Köln“
5.3 Praxisbeispiel Nummer 3 „Papierrollenzuführung bei Axel Springer Großdruckerei“
6. Trends und Ausblicke in der Identifikationstechnik
7. Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht, inwieweit Barcodetechnologien zur Optimierung logistischer Prozesse beitragen können. Dabei steht die Gegenüberstellung von Barcodes und RFID-Technik sowie die Analyse von Wirtschaftlichkeit und technischer Notwendigkeit im Vordergrund, um aufzuzeigen, wie automatisierte Identifikation die Effizienz in Lagerhaltung und Versand steigern kann.
- Vergleich gängiger Identifikationstechnologien (Barcode, RFID, OCR, Biometrie)
- Analyse der Wirtschaftlichkeit und Kosten-Nutzen-Faktoren
- Detaillierte Darstellung von Barcodetypen (linear und 2D)
- Praktische Anwendungsbeispiele in der Logistikbranche
- Zukunftstrends und Ausblicke in der Identifikationstechnik
Auszug aus dem Buch
4.1 Geschichte des Barcode
Schon früh, mit Erfindung des Computers, reifte die Idee, Barcodes zur sicheren und schnellen Eingabe von Daten zu nutzen.
Die damaligen Computer waren aber noch sehr groß und mit den heutigen Geräten nicht zu vergleichen. Wenn man sich bspw. den Röhrenrechner Mark I aus dem Jahre 1944 vor Augen hält, der ein Gewicht von nahezu fünf Tonnen und Ausmaße von fünfzehn Meter Länge und zweieinhalb Meter Höhe hatte, kann man sich durchaus vorstellen, dass sich noch niemand ernsthafte Gedanken über automatische, computergestützte Identifikationssysteme gemacht hat.30
Im Jahre 1949 wurde in Amerika der erste Barcode zum Patent angemeldet. Es rührte daher, dass sich in den Supermärkten, welche auf Selbstbedienung umgestellt hatten, lange Schlangen an den Kassen bildeten. Die Kassiererinnen mussten die Preise für die Waren im Kopf haben, oder die ausgewiesenen Preise per Hand in die Kasse eintippen. Dieser Vorgang nahm erheblich Zeit in Anspruch. Aufgrund der langen Wartezeiten kamen erste Gedanken zur Automatisierung an den Supermarktkassen auf.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Themenfelder Barcodes, Logistik und Optimierung ein und skizziert den Aufbau der Projektarbeit.
2. Identifikationstechnologien in der Logistik: Hier werden gängige Identifikationsverfahren wie Barcodes, OCR, biometrische Verfahren, Chipkarten und RFID vorgestellt und ihr Aufbau erläutert.
3. Wirtschaftlichkeit und Notwendigkeit von ID Systemen: Dieses Kapitel behandelt die ökonomische Relevanz von ERP-Systemen in Kombination mit automatischen Identifikationstechnologien.
4. Barcode: Der Hauptteil bietet eine fundierte Übersicht zu Geschichte, technischem Aufbau, verschiedenen Codetypen, Sicherheitsaspekten und Implementierungsvoraussetzungen von Barcodes.
5. Barcodetechnologie in der Praxis: Anhand von drei Fallbeispielen bei der Deutschen Bahn, EMI Electrola und Axel Springer wird der praktische Mehrwert des Barcodeeinsatzes illustriert.
6. Trends und Ausblicke in der Identifikationstechnik: Der Abschluss gibt einen Ausblick auf die Marktentwicklung, insbesondere auf die zukünftige Rolle der RFID-Technik im Vergleich zum Barcode.
7. Zusammenfassung: Die Arbeit fasst die zentralen Ergebnisse zur Optimierung logistischer Prozesse mittels Identifikationstechnik zusammen.
Schlüsselwörter
Barcode, Logistik, RFID, Identifikationstechnik, Prozessoptimierung, ERP-System, Wareneingang, Lagerhaltung, Kommissionierung, Strichcode, 2D-Codes, Datenverarbeitung, Inventur, Automatisierung, Wettbewerbsvorteil
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert den Einsatz von Barcodes als Werkzeug zur Optimierung logistischer Geschäftsprozesse.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit behandelt Identifikationstechnologien, wirtschaftliche Aspekte von ID-Systemen, technische Spezifikationen von Barcodetypen und deren praktische Anwendung in der Industrie.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es aufzuzeigen, wie Unternehmen durch den Einsatz von Barcodes ihre Leistungsfähigkeit steigern und Arbeitsprozesse effizienter gestalten können.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Der Autor führt eine theoretische Analyse der verfügbaren Technologien durch und ergänzt diese durch Expertenbefragungen sowie reale Praxisbeispiele aus namhaften Unternehmen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte technische Beschreibung verschiedener Barcodearten, Anforderungen an deren Implementierung und eine umfassende Darstellung ihrer Vorteile und Optimierungspotenziale.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Barcode, Logistik, RFID, Prozessoptimierung und automatische Identifikation charakterisiert.
Warum wird der Barcode der RFID-Technik im Kontext der Wirtschaftlichkeit gegenübergestellt?
Die RFID-Technik wird oft als zukunftsweisend diskutiert, jedoch sind die aktuellen Investitionskosten im Vergleich zur ausgereiften und kostengünstigen Barcodetechnologie oft noch ein entscheidendes Hindernis für viele Unternehmen.
Welchen Einfluss haben Umwelteinflüsse auf die Wahl des Identifikationssystems?
Barcodes sind bei starker Verschmutzung oder mechanischer Beanspruchung anfälliger als manche RFID-Lösungen, weshalb die Wahl der Technologie stark von den spezifischen Umgebungsbedingungen des Unternehmens abhängt.
- Quote paper
- Benjamin Birck (Author), 2004, Barcodes als Mittel zur Optimierung in der Logistik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/48063