Seit der Einführung des Gesundheitsstrukturgesetzes werden in der Gesellschaft verschiedene Wege und Möglichkeiten diskutiert, wie das gesamte Gesundheitswesen in Deutschland effizient gemacht werden kann.
Unter Effizienz verstehen dabei die Verantwortlichen auf Seiten der Politik, Krankenversicherungen, Bürgern, Unternehmen und Betreibern bzw. Trägern von Krankenhäusern einerseits Qualitätsverbesserungen in der Patientenversorgung, die andererseits Kostenreduzierung ermöglichen. Dies scheint zunächst ein Widerspruch zu sein. Dabei liegt das Hauptaugenmerk auf (staatlich verordnetem) Wettbewerb der Institutionen untereinander, aber auch innerhalb der Institutionen. Beide Aspekte haben den Begriff "Gesundheitsmarkt" hervorgebracht hat, da das Gesundheitswesen in zunehmendem Umfang Markt- Merkmale im Sinne von Angebot und Nachfrage aufweist. Dem entsprechend befindet sich auch die Terminologie im Wandel.
Der Wettbewerb soll gewährleistet werden durch Transparenz der Aufbau - und Ablauforganisation der unterschiedlichen Einrichtungen als Voraussetzung für Vergleichbarkeit: Organisationen werden systematisch überprüft und nach sinnvollen, das heißt dem Anspruch der Effizienz fördernden Veränderungsmöglichkeiten untersucht.
Case Management greift zudem den Aspekt der "Fallführung" auf. Als "Fall" versteht es den Patienten/Klienten, der individuell durch den Prozeß des Krankenhausaufenthaltes geführt wird: von der Aufnahme über die Behandlung bis zur Entlassung. Case-Management ist eine Methode, die Wirtschaftlichkeit, Fallführung sowie Qualitätsverbesserung der Versorgung in Einklang zu bringen sucht.
Inhaltsverzeichnis
1 Case Management
1.1 Einleitung
1.2 Definition
1.3 Geschichte
1.4 Case Management in amerikanischen Krankenhäusern
2 Situation in Deutschland
2.1 Netzwerkgedanke in der Sozialarbeit
2.2 Situation im Krankenhaus
2.2.1 Konsequenzen der DRG's in der Krankenhausfinanzierung
3 Case Management als Organisationsverfahren
3.1 Verschiedene Case Management Modelle
3.2 Ziele des Case Managements
3.3 Weitere Aufgaben des Case Managements
3.4 Case Management unter dem Blickwinkel der Imagepflege
3.5 Persönliche Voraussetzung eines Case Managers und Fragen der Besetzung
4 Schlußbetrachtung
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen und praktischen Anwendungsmöglichkeiten von Case Management im deutschen Krankenhauswesen vor dem Hintergrund steigender ökonomischer Anforderungen und veränderter rechtlicher Rahmenbedingungen. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch eine patientenzentrierte Koordination von Behandlungsprozessen sowohl die Versorgungsqualität gesteigert als auch die Wirtschaftlichkeit durch optimierte Abläufe verbessert werden kann.
- Historische Entwicklung und Definition von Case Management
- Analyse der aktuellen Situation im deutschen Gesundheitswesen
- Implementierung von Case Management als Organisationsverfahren
- Rolle und Anforderungsprofil des Case Managers
- Bedeutung der Patientenorientierung und Imagepflege
Auszug aus dem Buch
1.1 Einleitung
Seit der Einführung des Gesundheitsstrukturgesetzes werden in der Gesellschaft verschiedene Wege und Möglichkeiten diskutiert, wie das gesamte Gesundheitswesen in Deutschland effizient gemacht werden kann. Unter Effizienz verstehen dabei die Verantwortlichen auf Seiten der Politik, Krankenversicherungen, Bürgern, Unternehmen und Betreibern bzw. Trägern von Krankenhäusern einerseits Qualitätsverbesserungen in der Patientenversorgung, die andererseits Kostenreduzierung ermöglichen. Dies scheint zunächst ein Widerspruch zu sein. Dabei liegt das Hauptaugenmerk auf (staatlich verordnetem) Wettbewerb der Institutionen untereinander, aber auch innerhalb der Institutionen, Beide Aspekte haben den Begriff "Gesundheitsmarkt" hervorgebracht hat, da das Gesundheitswesen in zunehmendem Umfang Markt- Merkmale im Sinne von Angebot und Nachfrage aufweist. Dem entsprechend befindet sich auch die Terminologie im Wandel.
Der Wettbewerb soll gewährleistet werden durch Transparenz der Aufbau- und Ablauforganisation der unterschiedlichen Einrichtungen als Voraussetzung für Vergleichbarkeit: Organisationen werden systematisch überprüft und nach sinnvollen, das heißt dem Anspruch der Effizienz fördernden Veränderungsmöglichkeiten untersucht.
Case Management greift zudem den Aspekt der "Fallführung" auf. Als "Fall" versteht es den Patienten/Klienten, der individuell durch den Prozeß des Krankenhausaufenthaltes geführt wird: von der Aufnahme über die Behandlung bis zur Entlassung. Case-Management ist eine Methode, die Wirtschaftlichkeit, Fallführung sowie Qualitätsverbesserungs der Versorgung in Einklang zu bringen sucht.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Case Management: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen, die historische Entwicklung in den USA sowie die methodische Definition von Case Management.
2 Situation in Deutschland: Hier wird der Netzwerkgedanke der Sozialarbeit auf das deutsche Krankenhaussystem übertragen und die finanziellen Auswirkungen durch DRGs thematisiert.
3 Case Management als Organisationsverfahren: Dieser Hauptteil behandelt verschiedene Modelle, Ziele, Aufgaben, die Rolle der Imagepflege sowie das Anforderungsprofil an einen Case Manager.
4 Schlußbetrachtung: Das Fazit fasst die Notwendigkeit einer planvollen Implementierung von Case Management zusammen, um den Anforderungen an Wirtschaftlichkeit und Versorgungsqualität gerecht zu werden.
Schlüsselwörter
Case Management, Krankenhaus, Patientenversorgung, Effizienz, Gesundheitsmarkt, Fallführung, Organisationsverfahren, DRG, Qualitätsmanagement, Clinical Pathways, Patientenorientierung, Pflege, Koordination, Wirtschaftlichkeit, Schnittstellenmanagement
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Übertragbarkeit des Konzepts Case Management aus den USA auf das deutsche Krankenhauswesen zur Optimierung von Behandlungsprozessen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind der Übergang zum Gesundheitsmarkt, die Optimierung der Aufbau- und Ablauforganisation sowie die methodische Patientenbegleitung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie durch Case Management eine höhere Versorgungsqualität bei gleichzeitiger wirtschaftlicher Effizienz erzielt werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die auf Literaturrecherche und der Auswertung von Organisationsstrukturen im Gesundheitswesen basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil widmet sich den Modellen des Case Managements, den Zielen, den konkreten Aufgaben innerhalb der Klinik sowie der Rolle und den persönlichen Anforderungen an Case Manager.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Case Management, Krankenhaus, Patientenversorgung, Effizienz, Fallführung, DRG und Qualitätsmanagement sind die prägenden Begriffe.
Wie beeinflussen DRGs die Krankenhausfinanzierung laut Autor?
DRGs zwingen Krankenhäuser zu einer genaueren Dokumentation und einer effizienteren Nutzung von Ressourcen, da die Vergütung nun fallpauschalenbasiert und nicht mehr über pauschale Pflegesätze erfolgt.
Warum wird Pflegepersonal als ideale Besetzung für Case Management angesehen?
Das Pflegepersonal ist durch seine kontinuierliche Präsenz am Patienten und seine Erfahrung in der Koordination verschiedener Funktionsbereiche prädestiniert für die integrative Rolle des Case Managers.
- Citar trabajo
- Bernhard Bischof (Autor), 2003, Case Management im Krankenhaus, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/48067