Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting

Risikoadjustierte Ergebniskennzahlen

Title: Risikoadjustierte Ergebniskennzahlen

Seminar Paper , 2000 , 26 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Henning Schmelz (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

I. Probleme der klassischen Ergebniskennzahlen

Als klassische Ergebniskennzahlen haben sich die Return on Capital (RoC)-Kennzahlen durchgesetzt, die den Ertrag ins Verhältnis zu dem eingesetzten Kapital setzen. Diese Ergebniskennzahlen sind jedoch für die Beurteilung einer Investition in der Weise ungeeignet, als dass sie nicht das bei einer Investition eingegangene Risiko berücksichtigen. Es wird folglich nicht die Wahrscheinlichkeit miteinbezogen, dass der bei einer Investition angestrebte Return auch erzielt wird. Des Weiteren eröffnen die klassischen Ergebniskennzahlen nicht die Möglichkeit, die erzielten Returns verschiedener Bereiche eines Unternehmens vergleichbar zu machen, da diese Bereiche u.U. unterschiedliche Risikoprofile aufweisen. Folglich lassen sich die Ergebnisse verschiedener Unternehmensbereiche, die unterschiedlichen Arten von Risiken (z.B. Kredit-, Markt- und/oder operationale Risiken) ausgesetzt sind, nicht miteinander vergleichen. Auch wenn verschiedene Unternehmensbereiche derselben Risikoart gegenüberstehen, lässt sich nicht sagen, welcher Bereich besser gewirtschaftet hat. Erwirtschaften z.B. zwei Unternehmensbereiche dieselbe Rendite, wäre diejenige, die mit geringerem Risiko generiert wurde, höher zu bewerten als die erzielte Rendite mit größerem Risiko. Diese Differenzierung ist mit den bisherigen Kennzahlen ebenfalls nicht möglich. Folglich wird ein Rentabilitätsmaß gesucht, welches die Höhe des Risikos unabhängig von der Risikoart berücksichtigt.
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. PROBLEME DER KLASSISCHEN ERGEBNISKENNZAHLEN

II. MODELLE ZUR RISIKOMESSUNG

1. Value at Risk (VaR)

2. Varianten des Value at Risk

III. KONZEPTE ZUR INTEGRATIVEN RISIKO-/RENDITEMESSUNG

1. Der Risk Adjusted Profitability Measurements (RAPM)-Ansatz

2. Risk adjusted Return on Capital (RaRoC)

3. Return on Risk adjusted Capital (RoRaC)

4. Risk adjusted Return on Risk adjusted Capital (RaRoRaC)

IV. OPTIMALE KAPITALALLOKATION MIT HILFE DER RISIKOADJUSTIERTEN ERGEBNISKENNZAHLEN

V. VERKNÜPFUNG RISIKOADJUSTIERTER ERGEBNISKENNZAHLEN ZU EINEM INTEGRIERTEN KENNZahlENSYSTEM

VI. ZUSAMMENFASSUNG DER RISIKOADJUSTIERTEN ERGEBNISKENNZAHLEN ALS GEEIGNETES INSTRUMENTARIUM DER RISIKO-/ RENDITE-MESSUNG

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Grenzen klassischer Ergebniskennzahlen in der Finanzwirtschaft und analysiert, wie moderne risikoadjustierte Kennzahlensysteme eine präzisere Steuerung und Performance-Messung unter Berücksichtigung von Risikoprofilen ermöglichen.

  • Kritische Analyse klassischer Return-on-Capital-Modelle
  • Methoden der Risikomessung, insbesondere Value at Risk (VaR)
  • Detaillierte Untersuchung von RAPM-Ansätzen (RaRoC, RoRaC, RaRoRaC)
  • Optimierung der Risikokapitalallokation in Kreditinstituten
  • Integration in umfassende Kennzahlensysteme zur Steuerung

Auszug aus dem Buch

Der Risk Adjusted Profitability Measurements (RAPM)-Ansatz

Wie bereits zu Beginn näher ausgeführt, haben sich die Return on Capital (RoC)-Kennzahlen, die den Ertrag ins Verhältnis zum eingesetzten Kapital setzen, als traditionelle Performance-Messungen etabliert. Bei diesen Kennzahlen wird jedoch nicht berücksichtigt, welches bzw. wie viel Risiko in Kauf genommen wurde, um diesen Ertrag zu erreichen. Aufgrund des fehlenden Zusammenhangs zwischen eingegangenem Risiko und erwirtschaftetem Ertrag sind diese Kennzahlen für eine risikofokussierte Steuerung nicht geeignet. Die RoC-Kennzahlen können nun so erweitert werden, dass der Zusammenhang zwischen eingegangenem Risiko und erwirtschaftetem Ertrag berücksichtigt wird. Diese Kennzahlen werden unter dem Begriff der „Risk Adjusted Profitability Measurements“ (RAPM)-Kennzahlen zusammengefasst. Die Ansätze zu den RAPM-Kennzahlen unterscheiden sich dadurch, dass das Nettoergebnis und/oder das Kapital um eine Risikokomponente bereinigt bzw. nicht bereinigt wird.

Risikokapital ist der kleinstmögliche Betrag, der investiert werden muss, damit die Rückzahlung des übrigen, einer Bank zur Verfügung stehenden Kapitals unter der Berücksichtigung einer zu erwirtschaftenden Mindestrendite mit einer bestimmten vorgegebenen Wahrscheinlichkeit gewährleistet ist. Das Risikokapital stellt hierbei das „Risk adjusted Capital“ dar, und der Ausdruck „Nettoertrag − erwartete Verluste − Kosten für Risikokapital“ ist der „Risk adjusted Return“. Zu erwähnen ist, dass besonders für Kreditrisiken die erwarteten Verluste relevant sind. Dabei ist hervorzuheben, dass es sich nicht um eine Risikoadjustierung des Ertrags handelt, da das Risiko immer ein Maß für unerwartete Verluste darstellt. Die Berechnung des Risikokapitals erfolgt anhand der Mindesthaltedauer, die nötig ist, um eine Position glattzustellen.

Zusammenfassung der Kapitel

I. PROBLEME DER KLASSISCHEN ERGEBNISKENNZAHLEN: Analyse der Unzulänglichkeiten herkömmlicher Renditekennzahlen, die das eingegangene Risiko einer Investition vernachlässigen.

II. MODELLE ZUR RISIKOMESSUNG: Darstellung des Value at Risk (VaR) als zentrales Instrument zur Quantifizierung von Verlustgefahren unter Marktbedingungen.

III. KONZEPTE ZUR INTEGRATIVEN RISIKO-/RENDITEMESSUNG: Erläuterung fortgeschrittener Messansätze wie RaRoC, RoRaC und RaRoRaC, die Ertrag und Risiko ins Verhältnis setzen.

IV. OPTIMALE KAPITALALLOKATION MIT HILFE DER RISIKOADJUSTIERTEN ERGEBNISKENNZAHLEN: Aufzeigen der Möglichkeiten zur effizienten Ressourcenverteilung durch den Einsatz risikoadjustierter Kennzahlen.

V. VERKNÜPFUNG RISIKOADJUSTIERTER ERGEBNISKENNZAHLEN ZU EINEM INTEGRIERTEN KENNZahlENSYSTEM: Integration der Risikomessung in ein ganzheitliches Steuerungssystem zur Ermittlung der Ertragskraft.

VI. ZUSAMMENFASSUNG DER RISIKOADJUSTIERTEN ERGEBNISKENNZAHLEN ALS GEEIGNETES INSTRUMENTARIUM DER RISIKO-/ RENDITE-MESSUNG: Abschließende Bewertung des Nutzens und der Herausforderungen risikoadjustierter Performance-Messinstrumente für Banken.

Schlüsselwörter

Risikomanagement, Ergebniskennzahlen, RaRoC, RoRaC, Value at Risk, Risikokapital, Performance-Messung, Banksteuerung, Rentabilität, Kapitalallokation, Marktrisiko, Kreditrisiko, RAPM, Shareholder Value, Finanzmanagement.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Notwendigkeit und der Methodik, Risiken in der betriebswirtschaftlichen Ergebnismessung von Banken explizit zu berücksichtigen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit behandelt die Schwächen klassischer Kennzahlen, moderne Instrumente der Risikomessung wie VaR und diverse RAPM-Ansätze für die bankinterne Steuerung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch risikoadjustierte Ergebniskennzahlen eine fundierte Basis für die Rentabilitätsmessung und eine effiziente Allokation von Risikokapital geschaffen werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse und Zusammenführung der gängigen wissenschaftlichen Konzepte der risikoadjustierten Performance-Messung im Bankwesen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die verschiedenen RaRoC-Varianten (RaRoC, RoRaC, RaRoRaC) detailliert mathematisch erläutert und ihre Anwendungsmöglichkeiten diskutiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Zentrale Begriffe sind Risikomanagement, RaRoC, Value at Risk, Risikokapitalallokation und Performancemessung im Banksektor.

Warum ist der Value at Risk (VaR) für die Kennzahlenberechnung so wichtig?

Der VaR dient als grundlegendes Maß zur Quantifizierung des maximal erwarteten Verlustes bei gegebener Wahrscheinlichkeit, was eine einheitliche Risikokomponente für die Kennzahlen ermöglicht.

Welche Schwächen der RaRoC-Modelle werden im Fazit genannt?

Kritisiert werden insbesondere der hohe Aufwand bei der Datenbeschaffung, die theoretischen Annahmen (z.B. Normalverteilung) und die Schwierigkeiten bei der Anwendung auf Gesamtbankebene.

Excerpt out of 26 pages  - scroll top

Details

Title
Risikoadjustierte Ergebniskennzahlen
College
University of Siegen  (Lehrstuhl für Finanz- und Bankmanagement)
Grade
2,7
Author
Henning Schmelz (Author)
Publication Year
2000
Pages
26
Catalog Number
V4815
ISBN (eBook)
9783638129404
Language
German
Tags
Risikoadjustierte Ergebniskennzahlen Risiko Adjustierung adjustierte Kennzahlen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Henning Schmelz (Author), 2000, Risikoadjustierte Ergebniskennzahlen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/4815
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  26  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint