Unterrichtsstunde Römische Geschichte - Arbeit mit antiken Quellen (11. Klasse)


Unterrichtsentwurf, 2005
17 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Bedingungsumfeld des Unterrichtes
1.1. Ort
1.1.1 Schüler
1.2 Sachanalyse
1.2.1 Begründung der Wahl des Themas
1.2.2 Vermutete Voreinstellungen
1.2.3 Lehr- und Lernziele
1.2.3.1 Lehrziele
1.2.3.1 Lernziele
1.2.4 Strukturelemente der Unterrichtseinheit
1.2.5 Medien
1.3 Unterrichtseinheit
1.4 Reflexion der Unterrichtseinheit

2. Anhang
2.1 Materialien
2.2 Tafelbilder
2.3 Arbeitsfragen mit Musterantworten
2.5 Auswertung einer Stunde unter dem Aspekt Arbeitsanweisungen im Kontext des Lehrer – Schülerverhaltens
2.6 Literatur

Quellen

Einleitung

Im Rahmen meines Lehramtstudiums ist die Konzeption und das Durchführen einer Unterrichtsstunde fester Bestandteil des Studiums. In den folgenden Abschnitten soll eine Stunde zum Thema Arbeit mit antiken Quellen am Beispiel der römischen Geschichte (Klasse 11) dargestellt und erläutert werden.

1. Bedingungsumfeld des Unterrichts

1.1 Ort

Der Unterricht findet an einem Privatgymnasium der Stadt Greifswald statt. Zurzeit werden etwa 125 Schülerinnen und Schüler an dieser Schule unterrichtet. Obwohl die Schule sich in freier Trägerschaft befindet, erfolgt der Unterricht nach den Maßgaben des Bildungsministeriums Mecklenburg – Vorpommern. Somit ist der Rahmenlehrplan des Landes ebenso verbindlich wie in staatlichen Schulen.

Bei dem Schulgebäude handelt es sich um einen sanierten Altbau. Die Unterrichtsräume sind klein und verhältnismäßig eng. Darüber hinaus sind sie sehr dunkel. Von der technischen Ausstattung her gesehen, sind alle notwendigen Geräte (Rechner mit Internetzugang und Projektoren) vorhanden. Im Gegensatz zu staatlichen Schulen beträgt die Schüleranzahl pro Klasse nie mehr als 15 Schüler, was die Organisation und Planung des Unterrichts erleichtert, da ein individuelleres Vorgehen (mehr Gruppenarbeit, Partnerarbeit sowie intensivere Betreuung/ Problembesprechung) möglich ist.

1.1.1 Schüler

Momentan besuchen etwa 125 Schülerinnen und Schüler das Ostseegymnasium. In der Klasse 11 a befinden sich derzeit 14 Schülerinnen und Schüler, wobei die Anzahl der Jungen (8) leicht überwiegt (6 Mädchen). Daneben ergibt sich im Bereich der Leistungsfähigkeit ein zweiteiliges Bild: So gibt es in dieser Klasse eine sehr kleine, starke und leistungsfähige Spitzengruppe, die durchaus in der Lage ist, komplexere Anforderungen zu erfüllen. Dieser steht jedoch eine schwache, teilweise desinteressierte Gruppe gegenüber. Ein Mittelfeld, das Aufgaben und Anforderungen in Teilen erfüllen kann, (einfacher Art z. T. Verständnisfragen) Fragen stellt, fehlt in dieser Klasse völlig. Die Anforderung für den Unterricht besteht also darin, auf beide Gruppen einzugehen und das Niveau entsprechend anzupassen und zu gewichten. Es ist jedoch davon auszugehen, dass nicht alle Schülerinnen und Schüler auf die Angebote, Fragen und Aufgaben positiv – im Sinne einer regen Denkleistung und Mitarbeit - eingehen werden.

1.2 Sachanalyse

1.2.1 Begründung der Wahl des Themas

Das Thema Arbeit mit antiken Quellen am Beispiel der römischen Geschichte wurde gewählt, weil es auf der einen Seite fester Bestandteil des Rahmenlehrplans des Landes Mecklenburg - Vorpommern ist. Römische Geschichte stellt einen Pflichtkomplex dar, der in der 11. Klasse behandelt werden muss.[1] Auf der anderen Seite ist es notwendig, den Schülern nochmals grundlegende Arbeitstechniken im Umgang mit antiken Quellen zu vermitteln. Die Fähigkeit, Quellen zu analysieren, ihre Spezifik zu erkennen und sie auf ihre Glaubwürdigkeit hin zu untersuchen, ist ein zentraler Bestandteil des Geschichtsunterrichtes in der Sekundarstufe II. Daher kann die Behandlung dieses Komplexes als Voraussetzung für den weiteren Geschichtsunterrichts gesehen werden. Zudem reiht sich die Stunde in einen Bereich ein, der exemplarisch geschlechterspezifische Aspekte im Geschichtsunterricht untersucht. In dieser ersten Stunde stehen jedoch vor allem Grundlagen für die Folgestunden im Zentrum. In Form einer kleinen Hausaufgabe wird eine thematische Überleitung zu den anschließenden Stunden (mit geschlechterspezifischem Hintergrund) gemacht.

1.2.2 Vermutete Voreinstellungen

Die Antike (griechische Antike) ist in dieser Klasse bereits behandelt worden. Somit ist davon auszugehen, dass grundlegende Kenntnisse (Epoche, Staatsbegriff, Quellen) der Schülerinnen und Schüler vorhanden sind. Insbesondere der Umgang mit schriftlichen und antiken Quellen dürfte in dieser Klasse bekannt sein. Trotzdem ist es weiterhin notwendig, den Umgang mit historischen Quellen zu üben und weiter zu vertiefen. Es ist davon auszugehen, dass, trotz des Umganges mit schriftlichen Quellen, das Arbeiten weiterhin verbessert werden muss. Daher ist gerade in diesem Punkt mit einigem Desinteresse der Schülerinnen und Schüler zu rechnen, da das Arbeiten mit Quellen und Fachtexten eher als langweilig angesehen und teilweise mit dem Deutschunterricht gleichgesetzt wird. Insbesondere die theoretische Erarbeitung wird in dieser Klasse für Schwierigkeiten sorgen, da der Geschichtsunterricht in der Sekundarstufe II weniger einen unterhaltenden Charakter, sondern vielmehr einen theoretisch – analytischen trägt.

Weiterhin ist davon auszugehen, dass die Schülerinnen und Schüler die Spezifik antiker Quellentexte sowie den Sagenbegriff nicht kennen. Daher werden diese exemplarisch an zwei verschiedenen Texten erarbeitet werden. Es kann weiterhin angenommen werden, dass wesentliche Epochenmerkmale der griechischen Antike vorhanden sind und auf diese in der Stunde durchaus aufgebaut werden kann. Leistungsmäßig bewegt sich die Klasse 11a (Stand der Beobachtung vom 7.11.2005; 1 Stunde) auf einem mittleren Niveau. Hohe Anforderungen, komplexe Aufgaben, die gestellt werden, können nur von einem sehr kleinen Teil (ein bis zwei Schüler) erfüllt werden, während sich der Rest der Klasse (und dabei insbesondere die Mädchen) vom Unterricht zurückziehen bzw. „abschalten“.

1.2.3 Lehr – und Lernziele

1.2.3.1 Lehrziele

Die Schülerinnen und Schüler sollen eine Vorstellung von der Gründung des Staates Rom erhalten und erkennen, dass durch jeweils verschiedene Texte und Autoren andere Bilder vermittelt werden. Zudem sollen sie die Merkmale der Sage und die Merkmale antiker Quellen kennen lernen.

1.2.3.2 Lernziele

Hauptziel der Stunde ist es, die Schülerinnen und Schüler im Umgang mit antiken Texten zu befähigen. Somit wird ein Hauptgewicht auf die kognitiven Fähigkeiten gelegt. Daneben kommen aber auch instrumentelle Lernziele, wie die Informationsverarbeitung, zum Tragen. Ziel ist es, den subjektiven Charakter einer antiken Quelle herauszustellen und zu erkennen, dass ihre Glaubwürdigkeit stark eingeschränkt ist. Dies hängt vor allem mit dem Entstehungskontext zusammen (Entstehung meist sehr fern vom eigentlichen Ereignis), aber auch mit der Überarbeitung im Mittelalter. Im Rahmen der Erarbeitung sollen beide Texte auch miteinander verglichen werden und diese in ihrer jeweiligen Besonderheit herausgestellt werden. Ferner sollen sie historische Ereignisse von Mythen und Legenden trennen und diese in Form der Quellenkritik[2] erläutern.

[...]


[1] Rahmenplan des Landes Mecklenburg – Vorpommern, Gymnasium und Integrierte Gesamtschule, S. 9. Themenbereich Antike Herrschafts- und Lebensformen; Der römische Staat in Republik und Kaiserzeit.

[2] Die Quellenkritik bzw. ein fachgerechter Umgang soll in dieser Stunde geübt und weiter vertieft werden, zwar kann dies nicht so professionell wie in der Wissenschaft durchgeführt werden, es sollten jedoch gewisse Grundlagen im Arbeiten mit historischen Quellen gegeben werden, Rohlfes, Joachim: Geschichte und ihre Didaktik, Göttingen 1986, S. 83 und S. 287

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten

Details

Titel
Unterrichtsstunde Römische Geschichte - Arbeit mit antiken Quellen (11. Klasse)
Hochschule
Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald
Veranstaltung
Geschlechtersensibler Geschichtsunterricht
Note
1,0
Autor
Jahr
2005
Seiten
17
Katalognummer
V48164
ISBN (eBook)
9783638449410
ISBN (Buch)
9783656468295
Dateigröße
578 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
In dem Entwurf findet sich eine Voreinschätzung der Klasse sowie ein Arbeitsblatt (mit Antworten), Erarbeitungsfragen/integrativ (mit Antworten) und ein Tafelbild. Die Stunde wurde nach diesem Entwurf durchgeführt und entsprach den Anforderungen in hohem Maße.
Schlagworte
Unterrichtsstunde, Römische, Geschichte, Arbeit, Quellen, Klasse), Geschlechtersensibler, Geschichtsunterricht, Hannibal, Polybios, Livius, Spanien, Barkiden, Rom, Quellenanalyse
Arbeit zitieren
Thomas Mrotzek (Autor), 2005, Unterrichtsstunde Römische Geschichte - Arbeit mit antiken Quellen (11. Klasse), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/48164

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