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Social Trading. Eine steuerliche Analyse aus Sicht der Akteure

Titel: Social Trading. Eine steuerliche Analyse aus Sicht der Akteure

Masterarbeit , 2018 , 110 Seiten , Note: 2

Autor:in: Christina Roysky (Autor:in)

BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Social Trading ist eine recht junge alternative Anlageform, die in den letzten Jahren immer mehr an Bekanntheit gewonnen hat. Genau handelt es sich dabei um die Veröffentlichung von Handelsstrategien durch Privatpersonen, sogenannten Signalgebern (SG), für den Handel mit Finanzinstrumenten in Form von eigenen Musterdepots oder regulären Konten und Hinweisen im Internet. Diese Strategien können dann andere, die Signalnehmer (SN) bzw Follower (F), für ihre eigene Wertanlage übernehmen. Die Übernahme der Strategie des SG durch den F wird idR als "folgen" bezeichnet. Das Folgen geschieht entweder manuell durch den F oder mit automatisiertem Nachkauf der Transaktionen, die durch den SG getätigt wurden. Die genauen Rahmenbedingungen hierfür werden vom Social Trading Anbieter vorgegeben und sind daher je Anbieter unterschiedlich ausgestaltet. Wie in dieser kurzen Erklärung ersichtlich, gibt es verschiedene von dieser Anlageform betroffene Akteure, die unterschiedlich zum Social Trading beitragen und in Wechselwirkung auch abweichende Folgen daraus erwarten können.

Spannend sind vor allem die steuerliche Bewertung der einzelnen Perspektiven und wie die jeweiligen Akteure Ihre Einkünfte steuerlich zu berücksichtigen haben. Der Fokus in dieser Arbeit wird auf die Signalgeber und die Follower gelegt. Die Arbeit behandelt ausschließlich natürliche Personen, die in Österreich unbeschränkt steuerpflichtig sind.

Folgende Fragen sollen beantwortet werden:
• Handelt es sich um Einkünfte aus Kapitalvermögen und/oder um betriebliche Einkünfte?
• Muss eine Steuererklärung abgegeben werden?
• Welche Aufzeichnungen sind zu führen?
• Muss vom Signalgeber oder Follower eine Überschussrechnung, eine Einnahmen-Ausgaben-Rechnung oder eine Bilanz erstellt werden?

Diese Arbeit soll einen grundlegenden Vergleich zwischen den verbreitetsten Anbietern ermöglichen und so eine Entscheidungshilfe für interessierte Anleger bieten. Außerdem wird sowohl Signalgebern, als auch Followern ein Leitfaden geboten, welche Aufgaben auf Sie zukommen, und wie Sie Ihre Verdienste korrekt zu versteuern und zu erfassen haben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Social Trading

2.1. Arten des Social Trading

2.1.1. Mirror Trading

2.1.2. Social Trading mittels Zertifikat

2.2. Anbieter von Social Trading

2.2.1. Aufgaben

2.2.2. Anbieterinformationen

2.2.3. Vergütungsmodelle und Anreize für Signalgeber

2.2.4. Regulierung der Signalgeber

2.2.5. Kosten für Follower

3. Perspektive des Followers

3.1. Einkommensteuerliche Betrachtung

3.1.1. Qualifikation der Einkünfte

3.1.2. Ermittlung der Einkünfte und Aufzeichnungspflicht

3.1.3. Bemessungsgrundlage und Anschaffungskosten

3.1.4. Anwendbarer Steuersatz

3.1.5. Erhebung der Einkommensteuer

3.1.6. Kleine und große Option

3.1.7. Verlustausgleich und Verlustvortrag

3.2. Kritische Würdigung

4. Perspektive des Signalgebers

4.1. Einkommensteuerliche Betrachtung

4.1.1. Qualifikation der Einkünfte

4.1.2. Ermittlung der Einkünfte und Aufzeichnungspflicht

4.1.3. Bemessungsgrundlage und Anschaffungskosten

4.1.4. Anwendbarer Steuersatz

4.1.5. Erhebung der Einkommensteuer

4.1.6. Kleine und große Option

4.1.7. Verlustausgleich und Verlustvortrag

4.2. Umsatzsteuerliche Betrachtung

4.2.1. Steuerbare Umsätze

4.2.2. Steuerpflichtige Umsätze

4.2.3. Steuerschuldner und Entstehung der Steuerschuld

4.2.4. Bemessungsgrundlage und Steuersatz

4.2.5. Rechnungsstellung und Zusammenfassende Meldung

4.3. Kritische Würdigung

5. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die steuerliche Behandlung von Social Trading aus Sicht der beteiligten Akteure, nämlich der Signalgeber und der Follower. Ziel ist es, ein Verständnis für die steuerliche Einordnung der Einkünfte zu schaffen und eine Entscheidungshilfe für Anleger sowie einen Leitfaden für die korrekte steuerliche Erfassung zu bieten.

  • Grundlagen des Social Tradings und beteiligte Akteure
  • Vergleich gängiger Social Trading Plattformen (Wikifolio, Ayondo, eToro)
  • Einkommensteuerliche Würdigung der Follower-Perspektive
  • Einkommensteuerliche und umsatzsteuerliche Analyse der Signalgeber-Perspektive
  • Handhabung von Gewinnermittlung und Verlustverrechnung

Auszug aus dem Buch

2.1.1. Mirror Trading

Die verbreitetste Form des Social Trading wird als „copy trading“ oder auch „mirror trading“ bezeichnet. Hier werden Transaktionen („Trades“) die vom SG in seinem Konto mit realem oder virtuellem Geld durchgeführt werden, automatisch im Konto des abonnierenden Followers nachgebildet, ohne dass der F zusätzlich aktive Handlungen dafür ergreifen muss. Der SG wird in diesem Zusammenhang auch als „Trader“ bezeichnet. Bei Demokonten werden die Signale in virtuelle Trades, bei Echtgeldkonten hingegen in Echtgeldtransaktionen umgesetzt. Grundlegend abonniert der F die Signale des Signalgebers, die auf zwei verschiedene Arten ausgeführt werden können.

Bei der ersten werden die Signale direkt auf dem Konto des Followers bei der Social Trading Plattform in Transaktionen bzw. Trades umgesetzt auf dem der F Geld eingezahlt hat. Von diesem Konto erfolgen später auch die Auszahlungen. Bei der zweiten muss im Vorhinhein ein Handelskonto bei einem (Partner)Broker der Plattform eröffnet werden, auf das der F oder SG Geld einzahlt. Der Broker ist dann Börsenmakler über den die effektiven Käufe- und Verkäufe getätigt werden. Das Brokerkonto wird mit der Social Trading Plattform verknüpft und Trades des SG werden als Signale entsprechend der untenstehenden Grafik weitergeleitet und auf dem Brokerkonto des Followers als reale Trades ausgeführt. Im Gegensatz zur ersten Variante ist also noch eine dritte Partei, der Broker, beteiligt. Welche Art zum Tragen kommt, ist abhängig vom Geschäftsmodell der Plattform.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die alternative Anlageform Social Trading sowie Definition der Zielsetzung und des Untersuchungsfokus auf natürliche Personen in Österreich.

2. Social Trading: Detaillierte Darstellung der Funktionsweisen, der verschiedenen Anbieter am Markt und der zugrunde liegenden Mechanismen der Vergütung und Regulierung.

3. Perspektive des Followers: Analyse der einkommensteuerlichen Aspekte für Follower, inklusive Qualifikation der Einkünfte, Steuerbemessung und steuerlicher Optionen.

4. Perspektive des Signalgebers: Umfangreiche Betrachtung der einkommen- und umsatzsteuerlichen Konsequenzen für Signalgeber, unterteilt in verschiedene Einkunftsarten und Gewinnermittlungsmethoden.

5. Zusammenfassung: Resümee der Ergebnisse bezüglich der Transparenz, der steuerlichen Herausforderungen und der Notwendigkeit einer klaren rechtlichen Einordnung.

Schlüsselwörter

Social Trading, Signalgeber, Follower, Einkommensteuer, Umsatzsteuer, Mirror Trading, Wikifolio, Ayondo, eToro, Einkünfte aus Kapitalvermögen, Gewerbebetrieb, Differenzkontrakte, Steuerpflicht, Gewinnermittlung, Verlustausgleich

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Masterarbeit befasst sich mit der steuerlichen Analyse der Anlageform Social Trading unter besonderer Berücksichtigung der österreichischen Rechtslage für natürliche Personen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit untersucht die Rollen von Signalgebern und Followern sowie deren steuerliche Behandlung in Bezug auf Einkommen- und Umsatzsteuer bei verschiedenen Handelsplattformen.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die zentrale Frage ist, wie die Einkünfte aus Social Trading steuerlich zu qualifizieren sind, ob eine Steuererklärungspflicht besteht und wie die korrekte steuerliche Erfassung der Verdienste für die Akteure erfolgt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse des österreichischen Einkommensteuer- und Umsatzsteuerrechts sowie der Auswertung von Anbieterinformationen und relevanter Literatur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Mirror-Trading-Mechanismen, der steuerlichen Perspektive von Followern sowie der umfassenden einkommen- und umsatzsteuerlichen Analyse der Signalgeber-Perspektive.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen zählen Social Trading, Signalgeber, Follower, Einkommensteuer, Umsatzsteuer, Steuererklärungspflicht, Gewinnermittlung und Verlustausgleich.

Warum unterscheidet sich die Besteuerung zwischen Wikifolio und anderen Anbietern?

Die Besteuerung variiert, da Wikifolio mit Zertifikaten arbeitet, die als verbriefte Derivate gelten, während Mirror-Trading-Anbieter wie eToro oder Ayondo primär auf CFDs setzen, was zu unterschiedlichen steuerlichen Anknüpfungspunkten führt.

Warum ist das Nachhaltigkeitskriterium für Signalgeber wichtig?

Es ist entscheidend, um zu beurteilen, ob eine unternehmerische Tätigkeit vorliegt, die der Umsatzsteuerpflicht unterliegen könnte, oder ob es sich lediglich um gelegentliche Einkünfte handelt.

Welche Bedeutung hat der Verlustausgleich bei Social Trading?

Der Verlustausgleich ist relevant für die Steueroptimierung, wobei zu beachten ist, dass dieser je nach Art der Einkünfte (privat oder betrieblich) unterschiedlichen Beschränkungen unterliegt.

Ende der Leseprobe aus 110 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Social Trading. Eine steuerliche Analyse aus Sicht der Akteure
Hochschule
Universität Wien
Note
2
Autor
Christina Roysky (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
110
Katalognummer
V482096
ISBN (eBook)
9783668962774
ISBN (Buch)
9783668962781
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Social Trading CFDs contracts for difference Mirror Trading eToro Wikifolio Signalgeber Signalnehmer Follower Ayondo Zertifikate
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christina Roysky (Autor:in), 2018, Social Trading. Eine steuerliche Analyse aus Sicht der Akteure, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/482096
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