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Die Auswirkungen elterlicher Trennungen auf die Lebenschancen ihrer Kinder

Titel: Die Auswirkungen elterlicher Trennungen auf die Lebenschancen ihrer Kinder

Hausarbeit , 2017 , 19 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Julien Dietrich (Autor:in)

Soziologie - Beziehungen und Familie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit wird der Blick auf die Folgen elterlicher Scheidungen für die betroffenen Kinder gerichtet und untersucht, inwiefern diese die späteren Lebensphasen der Kinder beeinflussen. Die Fragestellung dieser Arbeit lautet dabei wie folgt: Wirken sich elterliche Trennungen negativ auf die Lebens- und Bildungschancen ihrer Kinder aus?

In den Sozialwissenschaften herrscht bis heute im Hinblick auf die Bedeutung der Ehe und Familie in Deutschland eine kontroverse Diskussion. Während es Befürworter gibt, die einem Bedeutungsverlust der Familie zustimmen und auf die zunehmenden Scheidungszahlen verweisen, bekräftigen andere die Beständigkeit der Familie. Jedoch zeigt die Scheidungsentwicklung, dass die Anzahl der Eheschließungen zurückgegangen ist und zugleich nichteheliche Lebensgemeinschaft zugenommen haben. Es kam somit zu einer Pluralisierung von Lebensformen, die für die betroffenen Kinder eine mehr oder weniger günstige Ausgangslage bilden. Die Formulierung ‚Lotterie der Geburt‘ bringt es auf den Punkt, da die sozial-ökonomische Ausgangslage von Eltern einen wesentlichen Einfluss auf die späteren Lebens- und Bildungschancen der Kinder bilden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Entwicklung der Scheidungsrate in Deutschland

3. Handlungstheoretische Theorien der Ehestabilität

3.1 Austauschtheorie

3.2 Mikroökonomische Theorie

3.3 Bindungstheorie

4. Die Bedeutung der Transmissionshypothese bei Ehescheidungen

4.1 Stresstheoretische Perspektive

4.2 Sozialisationshypothese

4.3 Hypothese ökonomischer Deprivation

5. Geschlechtsspezifische Unterschiede beim Transmissionseffekt

6. Die Herausforderung Alleinerziehender im Kontext sozialer Ungleichheiten

7. Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen elterlicher Trennungen auf die späteren Lebens- und Bildungschancen von Kindern. Dabei steht die zentrale Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob und wie elterliche Scheidungen den weiteren Lebensverlauf der betroffenen Kinder negativ beeinflussen.

  • Intergenerationale Transmission des Scheidungsrisikos
  • Soziale Ungleichheit durch ökonomische Deprivation
  • Einfluss von Bindungsstilen und elterlichen Trennungserfahrungen
  • Herausforderungen für Alleinerziehende im aktuellen Gesellschaftskontext
  • Geschlechtsspezifische Unterschiede bei den Auswirkungen elterlicher Scheidungen

Auszug aus dem Buch

3.1 Austauschtheorie

Mit der Austauschtheorie wird ein möglicher Erklärungsansatz vorgestellt, welcher die Interessen von Akteuren bei dem Zustandekommen einer Beziehung beschreibt. Demnach streben Akteure bei einer Partnerschaft einen reziproken Austausch von Ressourcen an, bei dem mit Hilfe einer Kosten-Nutzen-Abwägung (im Sinne des Homo-oeconomicus) der persönliche Nutzen maximiert wird, während die entstehenden Kosten so gering wie möglich gehalten werden (vgl. Jaschinski 2011, S. 221). Das Eingehen von Beziehungen soll hierbei mit einem Nutzengewinn für beide Seiten verbunden sein und bleibt solange aufrechterhalten, bis die daraus entstehenden Kosten unter dem erzielten Ertrag liegen.

Andersherum „kommt es zu einer Trennung, wenn die Qualität einer Beziehung unter dem Aspirationsniveau liegt und wenn der erwartete Ertrag aus alternativen Situationen [...] die Trennungskosten übersteigt (Wagner 2003, S. 38).“ Aus rationaler Sicht bestünde dann kein Grund mehr für die Akteure, die Beziehung fortzusetzen. Dahingegen ist eine als gering anmutend betrachtete Beziehung nicht zwangsläufig zum Scheitern verurteilt. Individuen neigen durch internalisierte Sozialisationserfahrungen dazu, ihre individuellen Erwartungen in Form eines Vergleichsniveaus zu stellen, das im Laufe ihres Lebens durch vergangene Ereignisse beeinflusst wurde und eine Beziehung solange aufrechterhält, bis eine bessere Alternative vorliegt, welche die individuellen Erwartungen erfüllt (vgl. Gerke 2012, S. 25).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Pluralisierung von Lebensformen und führt in die Fragestellung ein, wie elterliche Trennungen die Lebens- und Bildungschancen von Kindern beeinflussen.

2. Die Entwicklung der Scheidungsrate in Deutschland: Dieses Kapitel analysiert den Anstieg der Scheidungszahlen seit den 1960er Jahren und die zunehmende Etablierung alternativer Lebensformen wie nichtehelicher Gemeinschaften.

3. Handlungstheoretische Theorien der Ehestabilität: Hier werden theoretische Ansätze wie die Austauschtheorie, Mikroökonomische Theorie und Bindungstheorie diskutiert, um die Fragilität und Beständigkeit von Partnerschaften zu erklären.

4. Die Bedeutung der Transmissionshypothese bei Ehescheidungen: Das Kapitel untersucht, ob ein erhöhtes Scheidungsrisiko von Eltern auf Kinder übertragen wird, unterteilt in stresstheoretische, sozialisations- und ökonomische Ansätze.

5. Geschlechtsspezifische Unterschiede beim Transmissionseffekt: Diese Sektion betrachtet kritisch, ob und inwiefern sich der Transmissionseffekt bei Männern und Frauen unterschiedlich stark manifestiert.

6. Die Herausforderung Alleinerziehender im Kontext sozialer Ungleichheiten: Es wird analysiert, wie ökonomische Deprivation und strukturelle Benachteiligung die Lebenschancen von Kindern in Einelternfamilien prägen.

7. Schlussbemerkung: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenführung der Erkenntnisse und bestätigt den negativen Einfluss elterlicher Trennung auf die Lebenschancen der Kinder.

Schlüsselwörter

Scheidungsrisiko, Intergenerationale Transmission, Soziale Ungleichheit, Handlungstheorie, Alleinerziehende, Bildungschancen, Austauschtheorie, Bindungstheorie, Scheidungskinder, Lebensverlauf, Sozialisationshypothese, Ökonomische Deprivation, Familienformen, Ehestabilität, Transmissionshypothese.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Auswirkungen elterlicher Scheidungen auf die zukünftigen Lebens- und Bildungschancen der betroffenen Kinder.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der intergenerationalen Übertragung von Scheidungsrisiken, ökonomischen Auswirkungen auf Kinder und den Folgen von Familienpluralisierung.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, ob sich elterliche Trennungen negativ auf die Lebens- und Bildungschancen der Kinder auswirken.

Welche theoretischen Methoden kommen zum Einsatz?

Es werden handlungstheoretische Ansätze wie die Austauschtheorie und die mikroökonomische Theorie sowie die Bindungstheorie herangezogen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Scheidungsraten, verschiedene Theorieansätze zur Ehestabilität, die Transmissionshypothese und die besondere Lage von Alleinerziehenden.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Schlüsselbegriffe sind Scheidungstransmission, soziale Ungleichheit, ökonomische Deprivation und Bildungsbenachteiligung.

Welche Rolle spielen Alleinerziehende in der Untersuchung?

Alleinerziehende werden als eine besonders von ökonomischen Einbußen betroffene Gruppe identifiziert, bei der die Kinder häufiger mit Bildungshürden konfrontiert sind.

Gibt es einen klaren geschlechtsspezifischen Effekt bei der Scheidungstransmission?

Die Ergebnisse dazu werden in der Arbeit als kontrovers beschrieben, da verschiedene Studien widersprüchliche Trends für Männer und Frauen aufzeigen.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Auswirkungen elterlicher Trennungen auf die Lebenschancen ihrer Kinder
Hochschule
Universität Duisburg-Essen
Note
1,3
Autor
Julien Dietrich (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
19
Katalognummer
V482128
ISBN (eBook)
9783668965607
ISBN (Buch)
9783668965614
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Elterliche Trennung Scheidung Auswirkungen Kinder Lebenschancen Handlungstheoretische Theorien Ehestabilität Austauschtheorie Mikroökonomische Theorie Bindungstheorie Transmissionshypothese intergenerative Transmission Ehescheidung Stresstheorie Sozialistationshypothese Ökonomische Deprivation Geschlechtsspezifische Unterschiede Transmission Transmissionseffekt soziale Ungleichheiten Scheidungsentwicklung Sozialwissenschaften Soziologie Pluralisierung von Lebensformen Lebensgemeinschaften Eheschließungen Partnerschaft Vererbung Vererbung des Scheidungsrisikos Scheidungsrisiko Alleinerziehende Familienformen Lebensformen Partner Partnerin Partnersuche Partnerlosigkeit Kernfamilie Homo oeconomicus Menschenbild rationale Akteure Rationalität Methodologische Individualismus Kosten-Nutzen-Abwägung Trennungskosten Internalisierung Sozialisierung Trennung Arbeitsmarkt Rollenbild Frauenrolle Haushalt Gesellschaft Nutzen Gewinn Arbeitsteilung frühkindliche Entwicklung Nutzenvorteil Eltern-Kind-Beziehung Bindungssicherheit Bindungsverhalten Generation Erziehungskompetenz Scheidungsfamilie
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Arbeit zitieren
Julien Dietrich (Autor:in), 2017, Die Auswirkungen elterlicher Trennungen auf die Lebenschancen ihrer Kinder, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/482128
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Leseprobe aus  19  Seiten
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