Die an der Unterweisung beteiligte Auszubildende ist 19 Jahre alt, und befindet sich im 1. Ausbildungsjahr zur Industriekauffrau. In der Berufsschule konnte sie sich bereits grundlegende Fähigkeiten des betrieblichen Rechnungswesens aneignen. Sie ist bereits seit drei Monaten in der Einkaufsabteilung und konnte dort Einblicke in den betrieblichen Ablauf gewinnen. Sie wurde bisher mit der Überprüfung von Rechnungen, deren Kontierung, sowie der Ermittlung von Bezugskosten von Handelswaren betraut.
Zur Ermittlung des festzusetzenden Verkaufspreises von Handelswaren ist eine Handelswarenkalkulation durchzuführen. Die Kalkulation von Handelswaren ist insbesondere bei Unternehmen wichtig, die neben selbst hergestellten Produkten auch noch Produkte von externen Herstellern anbieten. Um deren Verkaufspreis festzulegen ist eine Handelswarenkalkulation durchzuführen. Die Auszubildende ist nach der Unterweisung in der Lage, Handelswaren selbständig zu kalkulieren.
Die Arbeit enthält eine Darstellung der Lernziele und eine Arbeitsunterweisung anhand der Vier-Stufen-Methode, sowie die schematische Darstellung des Handlungsablaufs. Zudem beinhaltet sie zwei Beispielaufgaben mit Kalkulationsschema und Musterlösung.
Inhaltsverzeichnis
1. Thema der Ausbildungseinheit
2. Ausgangssituation
2.1 Betriebliche Ausgangssituation
2.2 Persönliche Ausgangssituation der Auszubildenden
2.3 Persönliche Ausgangssituation des Ausbilders
3. Lernzielbestimmung
3.1 Richtlernziel
3.2 Groblernziel
3.3 Feinlernziel
3.4 Operationalisiertes Feinlernziel
4. Unterweisungsmethode
4.1 Motivation und Vorbereitung
4.2 Vormachen anhand eines Fallbeispiels
4.3 Nachmachen durch die Auszubildende
4.4 Kontrolle des Ergebnis
4.5 Schematische Darstellung des Handlungsablaufs
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit dient der praktischen Unterweisung einer Auszubildenden zur Industriekauffrau im Bereich der Handelswarenkalkulation, um sie zur eigenständigen Ermittlung von Verkaufspreisen zu befähigen.
- Grundlagen der betrieblichen Kalkulationspraxis
- Strukturierung und Anwendung des Kalkulationsschemas
- Einsatz der Vier-Stufen-Methode in der Berufsausbildung
- Verknüpfung von theoretischem Rechnungswissen mit praktischen Fallbeispielen
- Förderung der Handlungskompetenz durch gezielte Anleitung und Lernkontrolle
Auszug aus dem Buch
4.2 Vormachen anhand eines Fallbeispiels
Der Ausbilder erklärt in dieser Phase ausführlich und detailliert das weitere Vorgehen. Er stellt die Musteraufgabe vor und erläutert deren praktische Bedeutung. Nun wird gemeinsam die Musteraufgabe bearbeitet, wobei der Ausbilder jeden einzelnen Schritt genau erklärt und auf Besonderheiten aufmerksam macht. Er gibt der Auszubildenden Gelegenheit, Fragen zu stellen und beantwortet diese bis die Auszubildende alles genau verstanden hat. Durch gezielte Verständnisfragen vergewissert er sich, dass der Inhalt verstanden wurde.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Thema der Ausbildungseinheit: Definiert die Notwendigkeit der Handelswarenkalkulation für Unternehmen, die externe Produkte in ihr Sortiment aufnehmen.
2. Ausgangssituation: Beschreibt das Umfeld der Möbelwerke E. GmbH, den Wissensstand der Auszubildenden sowie den beruflichen Hintergrund des Ausbilders.
3. Lernzielbestimmung: Legt die pädagogischen Ziele fest, von der allgemeinen beruflichen Handlungskompetenz bis hin zur operativen Durchführung einer Kalkulation innerhalb von 10 Minuten.
4. Unterweisungsmethode: Erläutert den Einsatz der Vier-Stufen-Methode und den methodischen Ablauf von der Motivation über das Vormachen und Nachmachen bis zur Ergebniskontrolle.
Schlüsselwörter
Handelswarenkalkulation, Ausbildereignung, Vier-Stufen-Methode, Industriekauffrau, Rechnungswesen, Verkaufspreis, Kalkulationsschema, Handlungskompetenz, Berufsausbildung, Ausbildungseinheit, betriebliches Rechnungswesen, Bezugspreis, Möbelwerke.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Unterweisung?
Die Unterweisung vermittelt die methodische Kalkulation von Handelswaren, um für extern bezogene Produkte marktgerechte Verkaufspreise zu ermitteln.
Welche Themenfelder werden abgedeckt?
Die Schwerpunkte liegen auf der praktischen Anwendung des betrieblichen Kalkulationsschemas, der Vorbereitung von Ausbildungsphasen und der Ergebniskontrolle.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist, dass die Auszubildende innerhalb von 10 Minuten selbstständig und fehlerfrei eine Handelswarenkalkulation anhand eines Schemas durchführen kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Zur Vermittlung der Inhalte wird die klassische Vier-Stufen-Methode angewandt, bestehend aus Vorbereitung, Vormachen, Nachmachen und Ergebniskontrolle.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Bestimmung der Lernziele, die methodische Planung der vier Phasen sowie die konkrete Darstellung anhand von Fallbeispielen.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Die wichtigsten Begriffe sind Handelswarenkalkulation, Ausbildereignung, Vier-Stufen-Methode, Handlungskompetenz und betriebliches Rechnungswesen.
Wie trägt die Motivationsphase zur Unterweisung bei?
Sie dient dazu, Nervosität abzubauen und eine konstruktive Arbeitsatmosphäre zu schaffen, um den Lernerfolg zu begünstigen.
Warum ist die Wahl der Möbelwerke E. GmbH als Fallbeispiel relevant?
Sie bietet einen praxisnahen Kontext für die Auszubildende, um den direkten Bezug zwischen der Kalkulation externer Beleuchtungsinstallationen und den eigenen Produkten herzustellen.
Welche Bedeutung hat das operationalisierte Feinlernziel?
Es dient der messbaren Erfolgskontrolle, da es präzise Zeitvorgaben und Qualitätskriterien für die praktische Aufgabe definiert.
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- Dipl. Betriebswirt(BA) Stefan Roser (Author), 2005, Kalkulation von Handelswaren (Unterweisung Industriekaufmann / -kauffrau), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/48214