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Die Europäische Zentralbank

Title: Die Europäische Zentralbank

Term Paper , 2004 , 20 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Dominik Enger (Author)

Business economics - General
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Der Beginn der dritten Stufe der Wirtschafts- und Währungsunion bedeutete nicht nur einen weiteren Schritt i.R. der europäischen Integration durch die Einführung einer gemeinsamen Währung, es entstand zudem eine neue Institution im Zentrum der europäischen Finanzwirtschaft; die Europäische Zentralbank.
Mit Aufnahme der Geschäftstätigkeit am 01. Januar 1999 ging die Verantwortung für die Geldpolitik Europas von den nationalen Zentralbanken auf das Eurosystem und damit die gemeinsame Notenbank der Währungsunion mit Sitz in Frankfurt am Main über.
Das Eurosystem umfasst dabei die nationalen Zentralbanken der zwölf Mitgliedstaaten der europäischen Union, die den Euro eingeführt haben. Weiter gefasst ist das Europäische System der Zentralbanken, es umfasst neben den Mitgliedsstaaten des Eurosystems auch die NZB der Mitgliedsstaaten, die den Euro noch nicht eingeführt haben.
Die Aufnahme der Geschäftstätigkeit der EZB bedeutete für die jeweiligen NZB die Aufgabe der eigenen Souveränität sowie die notwendige Einordnung der nationalen Interessen in den europäischen Kontext. Die Deutsche Bundesbank ist, wie die anderen NZB natürlich auch, Bestandteil des Eurosystems und verpflichtet, an der Erfüllung seiner Aufgaben mitzuwirken.
In meiner Arbeit möchte ich mich im Folgenden zunächst ausführlich mit dem rechtlichen und organisatorischen Grundlagen dieser europäischen Institution beschäftigen, um dann kurz auf den Aufbau und die Aufgaben der Organe der EZB einzugehen. Einem Überblick der institutionellen Ziele und Aufgaben des europäischen Währungshüters folgt dann mit dem geldpolitischen Instrumentarium ein weiterer Schwerpunkt meiner Ausarbeitung. Die Schlussbetrachtung zieht dann Bilanz der bisherigen Geschäftstätigkeit der EZB.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der institutionelle Rahmen

2.1 Rechtsgrundlage

2.2 Aufbau und Befugnisse

2.3 Kapitalausstattung und Gewinnverwendung

3. Die Organe der EZB

3.1 Das Direktorium

3.2 Der EZB-Rat

3.3 Der Erweiterte Rat

4. Aufgaben und Ziele

4.1 Die geldpolitische Strategie des Eurosystems

5. Das geldpolitische Instrumentarium

5.1 Offenmarktgeschäfte

5.1.1 Hauptrefinanzierungsinstrument

5.1.2 Längerfristige Refinanzierungsgeschäfte

5.1.3 Feinsteueroperationen

5.1.4 Strukturelle Operationen

5.2 Ständige Fazilitäten

5.2.1 Spitzenrefinanzierungsfazilität

5.2.2 Einlagenfazilität

5.3 Das Mindestreservesystem

6. Abschlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die institutionellen Grundlagen, die Organstruktur sowie das geldpolitische Instrumentarium der Europäischen Zentralbank (EZB) systematisch zu erläutern und rechtlich sowie organisatorisch einzuordnen. Dabei wird die Forschungsfrage verfolgt, wie die EZB ihre geldpolitische Autonomie innerhalb des europäischen Kontextes wahrnimmt und durch welche Mechanismen sie die Stabilität des Währungsgebietes sichert.

  • Rechtliche und organisatorische Grundlagen des ESZB/EZB
  • Struktur und Befugnisse der zentralen Organe der EZB
  • Geldpolitische Strategie und Zielsetzung der Preisniveaustabilität
  • Funktionsweise der Offenmarktgeschäfte und ständigen Fazilitäten
  • Bedeutung und Umsetzung des Mindestreservesystems

Auszug aus dem Buch

2.2 Aufbau und Befugnisse

Das ESZB ist föderalistisch aufgebaut, d.h. sie verfügt über Niederlassungen in den verschiedenen Mitgliedsländern in Gestalt der NZB. Es umfasst neben den Mitgliedern des Eurosystems auch die Notenbanken, die den Euro zu Beginn der dritten Stufe der EWWU nicht eingeführt haben. In Abgrenzung dazu besteht das Eurosystem aus EZB und den Notenbanken der Teilnehmerländer, die den Euro bereits eingeführt haben. Das Gebiet der Euro-Mitgliedsstaaten ist das Euro-Währungsgebiet.

Abweichend von der Satzung der Deutschen Bundesbank, bei der die Beschlussorgane allein durch Organe der Zentralgewalt – Bundespräsident auf Vorschlag der Bundesregierung bzw. des Bundesrates – besetzt werden, sieht die EZB-Satzung ein stärker föderal geprägtes System vor, dass den einzelnen Mitgliedsstaaten eine größere Mitwirkung auf die Entscheidungen ermöglichen soll. Gem. Art. 107 Abs. 3 liegt die Entscheidungsgewalt über die Geldpolitik daher nicht bei der EZB, sondern bei der ESZB, welches seine Aufgaben und Befugnisse durch die Beschlussorgane der EZB wahrnimmt. Die Organleihe ist deshalb unumgänglich, weil das ESZB laut Vertrag keine Rechtspersönlichkeit besitzt.

Die mit eigener Rechtspersönlichkeit ausgestattete EZB (Art. 107 Abs. 2 EGV) wird dabei von ihren Beschlussorganen, dem EZB-Rat (Art. 107 Abs. 2 EGV, Art. 10 EZB-Satzung), dem Direktorium (Art. 107 Abs. 2 EGV, Art. 11 EZB-Satzung) sowie durch den Erweiterten Rat der EZB gem. Art. 45 EZB-Satzung, geleitet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Entstehung der EZB als neue Institution der Wirtschafts- und Währungsunion und deren Rolle als zentrale Notenbank Europas ein.

2. Der institutionelle Rahmen: Das Kapitel behandelt die rechtliche Verankerung, die föderalistische Struktur und die Kapitalausstattung der EZB.

3. Die Organe der EZB: Hier werden das Direktorium, der EZB-Rat und der Erweiterte Rat in ihrer Zusammensetzung und ihren spezifischen Aufgaben beschrieben.

4. Aufgaben und Ziele: Der Fokus liegt auf der Verpflichtung zur Preisniveaustabilität und der daraus resultierenden geldpolitischen Strategie des Eurosystems.

5. Das geldpolitische Instrumentarium: Dieses Kapitel erläutert die operativen Instrumente der Geldpolitik, bestehend aus Offenmarktgeschäften, ständigen Fazilitäten und dem Mindestreservesystem.

6. Abschlussbetrachtung: Es wird Bilanz über die ersten Jahre der EZB gezogen und die Wirksamkeit der gewählten Struktur sowie die Perspektiven für den europäischen Finanzmarkt bewertet.

Schlüsselwörter

Europäische Zentralbank, EZB, ESZB, Eurosystem, Geldpolitik, Preisniveaustabilität, Offenmarktgeschäfte, Mindestreservesystem, Währungsunion, Zinssatz, Zentralbank, Wirtschaftsrecht, EZB-Rat, Direktorium, Währungsreserven.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Europäische Zentralbank als zentrale Institution der europäischen Geldpolitik, ihre organisatorische Aufstellung und ihre praktische Arbeitsweise.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der rechtliche Status der EZB, ihre interne Struktur, die geldpolitischen Ziele und die konkreten Instrumente zur Steuerung der Geldmenge und Zinssätze.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist die Erläuterung der institutionellen Funktionsweise der EZB, um ein Verständnis für die rechtliche und ökonomische Steuerung der europäischen Währungsunion zu schaffen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven Analyse von Rechtsgrundlagen (Verträge, Satzungen) und wirtschaftswissenschaftlicher Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden der Aufbau, die Organe, die Ziele sowie das geldpolitische Instrumentarium (Offenmarktgeschäfte, Fazilitäten, Mindestreserve) detailliert dargestellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind EZB, Preisniveaustabilität, Geldpolitik, Eurosystem, Offenmarktgeschäfte und Währungsunion.

Wie unterscheidet sich der Aufbau der EZB von dem der Deutschen Bundesbank?

Im Gegensatz zur eher zentralistisch geprägten Deutschen Bundesbank ist das ESZB durch eine stärker föderale Struktur gekennzeichnet, um die Mitwirkung der verschiedenen Mitgliedsstaaten zu gewährleisten.

Welche Bedeutung hat das Mindestreservesystem für die EZB?

Es dient als integraler Bestandteil des geldpolitischen Handlungsrahmens zur Liquiditätssteuerung, zur Stabilisierung der Geldmarktzinssätze und zur Begrenzung des Geldmengenwachstums.

Welche Rolle spielt die Preisniveaustabilität in der EZB-Strategie?

Sie ist das vorrangige Ziel der EZB, definiert durch einen Anstieg des HVPI von unter 2% im Vergleich zum Vorjahr, wobei eine mittelfristige Orientierung angestrebt wird.

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Details

Title
Die Europäische Zentralbank
College
University of Applied Sciences Essen
Grade
1,3
Author
Dominik Enger (Author)
Publication Year
2004
Pages
20
Catalog Number
V48277
ISBN (eBook)
9783638450324
Language
German
Tags
Europäische Zentralbank
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dominik Enger (Author), 2004, Die Europäische Zentralbank, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/48277
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