Definition des Begriffes Naturraum
Als Naturraum bezeichnet man im Allgemeinen einen Erdraum, der mit biotischen (belebten) und abiotischen (unbelebten) Geoökofaktoren ausgestattet ist. Jene Geoökofaktoren bezeichnet man auch als Naturfaktoren, die einer mehr oder weniger intensiven Nutzung durch den Menschen unterliegen (können).
(Leser 2005, S. 287 u. 598)
Naturraum Südamerika
Diese Dokumentation zum Thema Naturraum Südamerika wird – bezogen auf die Definition unter Punkt 1.1 – im Folgenden überwiegend von der physischen Geographie Südamerikas handeln.
Die Hauptbestandteile der Physiogeographie (Abb. 1), wie die physische Geographie auch genannt wird, sind Relief und geologischer Aufbau (Lithosphäre), Boden (Pedosphäre), Wasserkreislauf (Hydrosphäre), Klima (Atmosphäre), Vegetation und Tierwelt (Biosphäre).
(Friese 1999, S. 9; Leser 2005, S. 675)
Im folgenden HAUPTTEIL werden jene fettgedruckten Begriffe im Mittelpunkt der Ausarbeitung stehen, abgerundet von einigen wichtigen allgemeinen Aspekten und Informationen, die über das Thema hinaus von aktueller Bedeutung sind.
---HAUPTTEIL---
Größe
Nach Asien, Afrika und Nordamerika ist Südamerika flächenmäßig der viertgrößte der sieben Kontinente. Mit insgesamt 17,8 Millionen (Mio.) Quadratkilometern (km2) deckt der südliche Teil des Doppelkontinents Amerika mit seinen umliegenden Inseln (Tab. 2) zwölf Prozent der Erdoberfläche ab. Zum Vergleich: Die Fläche Südamerikas ist 49 Mal so groß wie jene von Deutschland (0,36 Mio. km2).
(Meyers Lexikonredaktion 1999, S. 61; Microsoft Encarta 2003)
Lage
Das Festland Südamerikas liegt zwischen 12°28’ nördlicher Breite (Punta Gallinas, Kolumbien) und 53°54’ südlicher Breite (Süd; S) (Kap Froward auf der Península de Brunswick, Chile) sowie 81°20’ westlicher Länge (Punta Parinas, Peru) und 34°36’ westlicher Länge (Ponta de Pedra, Brasilien). Damit beträgt die Nord-Süd-Ausdehnung 7600 Kilometer, die West-Ost-Ausdehnung fast 5000 Kilometer. Werden die Inseln mit einbezogen, so gilt Kap Hoorn (56° Süd) als die Südspitze. Südamerika ist etwa 3000 Kilometer von Afrika und 1000 Kilometer von der Antarktis entfernt.
(Brockhaus multimedial 2005; Meyers Lexikonredaktion 1999, S. 61; Zeil 1986, S.1)
Inhaltsverzeichnis
1. EINFÜHRUNG
1.1 Definition des Begriffes Naturraum
1.2 Naturraum Südamerika
2. HAUPTTEIL
2.1 Größe
2.2 Lage
2.3 Bevölkerung und staatliche Gliederung
2.4 Oberflächengestalt und Flusssysteme
2.4.1 Die Anden
2.4.2 Das Tiefland
2.4.3 Das Bergland
2.5 Geologie / Plattentektonik
2.6 Klima-Phänomene Südamerikas
2.6.1 Beispiel einer Meeresströmung: Der Humboldtstrom
2.6.2 Die Atacamawüste
2.6.3 Das Phänomen El Niño
2.7 Allgemeines zum Klima in Südamerika
2.7.1 Das Klima der Andenländer
2.7.2 Das Klima der Atlantikstaaten
2.8 Flora und Fauna
2.8.1 Wüsten und Halbwüsten der pazifischen Küste
2.8.2 Die Loma-Vegetation
2.8.3 Sukkulenten-Halbwüste und Guano
2.9 Anden
2.9.1 Der Süden Chiles
2.9.2 Die Höhenstufen der Anden
2.9.3 Die Páramos
2.9.4 Die Puna
2.9.5 Das Amazonasbecken
2.9.6 Der Stockwerkbau
2.9.7 Epiphyten
2.9.8 Der Boden und der kurzgeschlossene Nährstoffkreislauf
2.9.9 Der tropische Regenwald als Apotheke
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der physischen Geographie Südamerikas. Ziel ist es, die naturräumlichen Gegebenheiten des Kontinents, von der Geologie und Plattentektonik bis hin zu den vielfältigen Klimazonen und der entsprechenden Flora und Fauna, detailliert darzustellen und zu analysieren.
- Physisch-geographische Gliederung Südamerikas (Relief und Flusssysteme)
- Klimatische Phänomene und zonale Einflüsse
- Vegetationsstufen in den Anden und dem Amazonasbecken
- Ökosysteme des tropischen Regenwaldes und deren Nährstoffkreisläufe
- Bedeutung der Biodiversität als pharmazeutische Wirkstoffquelle
Auszug aus dem Buch
2.9.9 Der tropische Regenwald als Apotheke
Brasilien beginnt seine Regenwälder als Wirkstoffquelle für neue Medikamente zu vermarkten. In Costa Rica suchen Pharmakonzerne schon nach Mitteln gegen Krebs, Aids und Alzheimer. Vor etwa 4 Jahren hat der Präsident Brasiliens ein eher überhastetes und wenig durchdachtes Dekret für den Umgang mit Wirkstoffen aus dem Regenwald erlassen. Als Folge wurde die Schatzsuche nach dem „grünen Gold“ eingestellt und ausländische Firmen zogen sich zurück.
Extracta, zum Beispiel, hat als erstes Unternehmen in Brasilien vor nicht all zu langer Zeit von der zuständigen staatlichen Zulassungsbehörde die Erlaubnis bekommen (legal) Bioprospektion zu betreiben. Auf diesem Unternehmen und möglichen Nachahmern ruht große Hoffnung hinsichtlich der Heilung oben genannter Krankheiten.
Die Pharmaindustrie ist intensiv auf der Suche nach neuen Mitteln, was Unternehmen wie Extracta entgegenkommt. Mittlerweile haben andere Länder den Zugang zu ihren Freiluftapotheken schon weiter geöffnet. Das staatlich geführte und im Wesentlichen mit privaten Mitteln finanzierte Nationale Institut für Biodiversität (INBio) in Costa Rica beispielsweise hat umfangreiche Forschungsabkommen mit Pharmaunternehmen aus aller Welt, unter ihnen Merck & Co und Bristol-Myers, abgeschlossen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINFÜHRUNG: Definition des Begriffs Naturraum und Abgrenzung der physisch-geographischen Schwerpunkte der Arbeit.
2. HAUPTTEIL: Umfassende Untersuchung der geographischen Lage, Oberflächengestalt, Geologie, Klimaphänomene, Vegetationszonen und Ökosysteme Südamerikas.
3. QUELLEN: Auflistung der verwendeten Literatur-, Internet- und Multimedia-Quellen zur Untermauerung der Arbeit.
Schlüsselwörter
Südamerika, Physische Geographie, Anden, Amazonasbecken, Klima, Humboldtstrom, El Niño, Regenwald, Biodiversität, Bioprospektion, Ökosystem, Nährstoffkreislauf, Flora, Fauna, Geologie
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die physische Geographie Südamerikas und beschreibt die naturräumliche Vielfalt des Kontinents.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Fokus stehen Relief, Geologie, Klima, Vegetation, Tierwelt sowie spezifische Ökosysteme wie der tropische Regenwald.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist eine fundierte Darstellung der verschiedenen Naturfaktoren, die den Kontinent Südamerika prägen und deren Zusammenhänge.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven Analyse, die auf einer breiten Auswertung von Fachliteratur, Kartenmaterial und wissenschaftlichen Online-Quellen beruht.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Gliederung des Kontinents, tektonische Prozesse, Klimaphänomene (wie den Humboldtstrom und El Niño), die ökologische Zonierung der Anden sowie die Nährstoffkreisläufe im Regenwald.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Südamerika, Anden, Amazonas, Klima, Biodiversität und Geologie.
Wie unterscheidet sich der Nährstoffkreislauf im Regenwald von anderen Gebieten?
Der Regenwald besitzt einen sehr effizienten, kurzgeschlossenen Nährstoffkreislauf, bei dem die Nährstoffe fast vollständig in der lebenden Biomasse zirkulieren, da der Boden nährstoffarm ist.
Warum spielt die Bioprospektion eine so große Rolle für den Regenwald?
Die Suche nach neuen medizinischen Wirkstoffen (Bioprospektion) verleiht dem Regenwald einen ökonomischen Wert, der als Anreiz für den Schutz der Artenvielfalt dienen kann.
- Citation du texte
- Jan Werner (Auteur), 2005, Naturraum Südamerika, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/48304