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Kriterien und Anforderungen zum Einsatz von Computerprogrammen beim Schriftspracherwerb

Title: Kriterien und Anforderungen zum Einsatz von Computerprogrammen beim Schriftspracherwerb

Term Paper , 2005 , 17 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Petra Thiele (Author)

Didactics for the subject German - Pedagogy, Linguistics
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Die Realität der Kinder ist heute durch ein umfassendes Medien- und Kommunikationsnetz geprägt. Die meisten Grundschulkinder wissen, mit einem Computer umzugehen oder besitzen bereits selber einen PC. Für einen Unterricht, der die Lebenswirklichkeit der Kinder in den Mittelpunkt stellt, resultiert hieraus die Notwendigkeit diese Erfahrungen aufzugreifen. Der Bildungsauftrag der Grundschule ist ohne Blick auf die kindliche Medienkompetenz nicht mehr zu realisieren. Eine Erziehung zum bewussten und kritischen Umgang mit dem umfangreichen Medienangebot, also auch mit dem Computer, muss demzufolge Bestandteil grundlegender schulischer Bildung sein. Es soll hier demnach nicht diskutiert werden, ob ein Einsatz von Computern in der Grundschule prinzipiell sinnvoll ist; entscheidend ist vielmehr die Frage, inwieweit die Inhalte und deren Einsatz konzipiert sein müssen, um Kinder in ihrem individuellen Lernprozess effektiv unterstützen zu können.
Ich möchte Kriterien und Anforderungen vorstellen, die eine Software erfüllen muss, um Kinder beim Schriftspracherwerb sinnvoll begleiten und fördern zu können. In diesem Zusammenhang werde ich mich auf die Beispiele im Anhang beziehen.
Beginnen werde ich mit der Darstellung grundlegender kognitiver und sensorischer Fähigkeiten, die zum Erwerb der Schriftsprache vorhanden sein müssen.Der Prozess des Schriftspracherwerbs ist individuell. Kinder durchlaufen in unterschiedlichem Tempo bestimmte Entwicklungsphasen und eignen sich entsprechende Strategien an. Es müssen günstige Lernbedingungen und eine strukturierte Förderung vorhanden sein, um Kinder in den einzelnen Phasen zu unterstützen. Basierend auf der Leitidee des Lehrplans für Grundschulen in NRW für das Fach Deutsch werde ich mich anschließend mit den didaktischen Möglichkeiten hierzu befassen.
Obwohl sich die Lese- und Schreib- Entwicklung gegenseitig bedingen, werde ich primär Ausführungen zur Schreibentwicklung machen.Aufgrund der starken Interdependenz zwischen Lesen- und Schreibenlernen resultieren aus den Ausführungen zum Schreibenlernen entsprechende Konsequenzen für den Leselernprozess. Aus Vereinfachungsgründen möchte ich diese nicht zusätzlich erläutern. Abschließend werden konkrete Kriterien und Anforderungen vorgestellt, die von Lernprogrammen erfüllt werden müssen, um den Schriftspracherwerb bei jedem Schüler effektiv und sinnvoll zu unterstützen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hintergründe zum Schriftspracherwerb

2.1 Ausgangssituation sowie grundlegende kognitive und sensorische Voraussetzungen

2.2 Modelle der Schreibentwicklung

2.2.1 Die Hamburger Schreibprobe nach May

3. Lehrmethoden und Aktivitäten zur Unterstützung beim Schriftspracherwerb

3.1 Anforderungen des Lehrplans NRW

3.2 Konsequenzen für den Rechtschreibunterricht

3.2.1 Spracherfahrungsansatz nach Brügelmann

3.2.2 Lesen durch Schreiben (Reichen)

3.2.3 Die didaktische Landkarte

4. Der Computer im Unterricht der Grundschule

4.1 Lernsoftware

4.2 Grundlegende Thesen zum Einsatz des Computers im Anfangsunterricht Deutsch

4.3 Kriterien und Anforderungen zum Einsatz von Computerprogrammen als Unterstützung beim Schriftspracherwerb

5. Resümee und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie Computerprogramme effektiv gestaltet sein müssen, um Grundschulkinder im individuellen Prozess des Schriftspracherwerbs sinnvoll zu unterstützen und zu fördern.

  • Kognitive und sensorische Grundlagen des Schreiblernens
  • Modelle zur Schreibentwicklung im Grundschulalter
  • Didaktische Ansätze zur Unterstützung der Schreibkompetenz
  • Der Computer als Schreibwerkzeug im Anfangsunterricht
  • Kriterien für eine fachdidaktisch fundierte Lernsoftware

Auszug aus dem Buch

4.2 grundlegende Thesen zum Einsatz des Computers im Anfangsunterricht Deutsch

Grundsätzlich sollten Kinder gleich zu Beginn ihrer schulischen Laufbahn mit dem Computer als Schreibwerkzeug vertraut gemacht werden, denn in dieser Funktion ist er in der heutigen Gesellschaft nahezu unentbehrlich. Computer erleichtern zudem den Schreiblernprozess, indem sie die hierzu nötigen komplexen Anforderungen entzerren. Die Bedeutung der Schreibmotorik wird durch das Schreiben mit der Tastatur zunächst relativiert und andere kognitive Anforderungen, wie z.B. das Segmentieren der Sprache und Einsichten in die Phonem- Graphem- Korrespondenz in den Vordergrund gestellt. Mit der zusätzlichen Unterstützung durch Anlauttabellen können Kinder bereits zu Beginn des ersten Schuljahres freie Texte am Computer produzieren, auch wenn die motorische Schreibbewegung noch nicht automatisiert ist. Der fehlende Anspruch einer orthografischen Korrektheit ist, in Anlehnung an May, lernnotwendig.

Entdeckende Lernprozesse werden angeregt und gefördert, wodurch die Schreibkompetenz der Schüler allmählich vervollständigt wird. Durch die sprachliche Komponente in vielen Computerprogrammen erhalten die Schülern Einblicke in die Phonem- Graphem- Korrespondenz. Vielfältige Korrektur- Umstrukturierungs- und Gestaltungsfunktionen ermöglichen eine permanente quantitative und qualitative Überarbeitung und Entwicklung der eigenen Texte, welches sich motivierend auf den Schreibprozess auswirkt. Schreibblockaden treten seltener auf. Einzelne Teile des Textes können, durch die Speicherfunktion auch schrittweise, korrigiert und überarbeitet werden, ohne dass die demotivierende Notwendigkeit einer kompletten Neuschrift des Textes besteht. Die Schüler müssen einen Text am Computer nicht linear produzieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Notwendigkeit der Integration von Computern in den Grundschulunterricht, um Kinder beim individuellen Schriftspracherwerb effektiv zu begleiten.

2. Hintergründe zum Schriftspracherwerb: Dieses Kapitel beleuchtet die kognitiven Voraussetzungen für das Schreibenlernen und erläutert das Entwicklungsmodell nach May.

3. Lehrmethoden und Aktivitäten zur Unterstützung beim Schriftspracherwerb: Es werden didaktische Konzepte wie der Spracherfahrungsansatz und "Lesen durch Schreiben" im Kontext der Lehrplananforderungen diskutiert.

4. Der Computer im Unterricht der Grundschule: Der Fokus liegt auf der Klassifikation von Lernsoftware und der Ableitung konkreter Kriterien für den Einsatz als Schreibwerkzeug im Anfangsunterricht.

5. Resümee und Ausblick: Die Arbeit schließt mit dem Fazit, dass Computer den Lehrer nicht ersetzen, aber bei fachdidaktisch fundiertem Einsatz als wertvolles Instrument der Differenzierung dienen können.

Schlüsselwörter

Schriftspracherwerb, Grundschule, Computer, Lernsoftware, Schreibentwicklung, Rechtschreibunterricht, Anfangsunterricht, Medienkompetenz, Phonem-Graphem-Korrespondenz, Didaktik, Schriftsprache, Schreibprozess, Individualisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Einsatz von Computerprogrammen als unterstützendes Medium für Grundschulkinder während des Schriftspracherwerbs.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die theoretischen Hintergründe der Schreibentwicklung, moderne didaktische Ansätze und die spezifischen Anforderungen an eine kindgerechte Lernsoftware.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Kriterien für Lernsoftware zu definieren, die Kinder in ihrem individuellen Lernprozess optimal begleiten und fördern können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine fachdidaktische Analyse sowie die Auswertung bestehender Modelle zur Schreibentwicklung, wie das von Peter May.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Rolle des Computers als Schreibwerkzeug, klassifiziert Softwaretypen und leitet Anforderungen für den Einsatz in der Primarstufe ab.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Schriftspracherwerb, Lernsoftware, Schreibentwicklung, Anfangsunterricht und mediale Förderung.

Warum wird der Begriff "Stufe" bei May nur unter Vorbehalt verwendet?

May verzichtet darauf, um zu verdeutlichen, dass Schreibentwicklung kein linearer Prozess ist und Kinder oft fließende Übergänge zeigen.

Was besagt die Ranburg'sche Hemmung im Kontext der Software?

Dieses Phänomen besagt, dass ähnliche Inhalte (wie z.B. d/t oder i/ie), wenn sie gleichzeitig geübt werden, die Gedächtnisverankerung behindern und den Lernprozess stören können.

Warum sollte laut Autorin die Rechtschreibkorrektheit am Anfang nicht im Fokus stehen?

In Anlehnung an May ist der erste freie Schreibprozess wichtig, um Entdeckungslust zu fördern, ohne durch zu frühe Regelfokussierung Schreibblockaden zu riskieren.

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Details

Title
Kriterien und Anforderungen zum Einsatz von Computerprogrammen beim Schriftspracherwerb
College
University of Paderborn
Grade
1,0
Author
Petra Thiele (Author)
Publication Year
2005
Pages
17
Catalog Number
V48317
ISBN (eBook)
9783638450591
ISBN (Book)
9783638771641
Language
German
Tags
Kriterien Anforderungen Einsatz Computerprogrammen Schriftspracherwerb
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Petra Thiele (Author), 2005, Kriterien und Anforderungen zum Einsatz von Computerprogrammen beim Schriftspracherwerb, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/48317
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