Im Zeitalter des E-Commerce und zunehmender Digitalisierung der Wertschöpfungskette von Unternehmen, bilden Web-Applikationen eine wichtige Grundlage für den Datenaustausch im Internet. Das Internet stellt somit die Infrastruktur von Web-Applikationen dar, mit dem Vorteil, dass der Benutzer zu jeder Zeit und an jedem Ort z. B. über einen Online-Shop seine gewünschte Ware bestellen kann. Web-Applikationen beruhen auf dem Client-Server-Prinzip d. h. ein Web-Server verwaltet Web-Seiten und stellt sie dem Client (Benutzer) bei einem Request (Anfrage) zur Verfügung. Die Möglichkeiten von Web-Applikationen beschränken sich jedoch nicht nur auf die Darstellung von Web-Seiten. Vielmehr haben Kunden durch sie die Chance sich u. a. ihre gewünschten Waren über das Internet zu bestellen, zu bezahlen und auch andere Servicemöglichkeiten wahrzunehmen (z. B. Status ihrer Bestellung einsehen). Dabei greifen sie über den Web-Server auf einen Application-Server des betreffenden Unternehmens zu und können auf diese Art und Weise z. B. Produktdaten, Preis etc. abrufen. Da der Benutzer über das Internet auf den Web-Server zugreift und auf diesem „arbeitet“, ist eine Installation der Anwendungen auf dem lokalen Rechner nicht mehr nötig. Für den Benutzer entfallen dadurch Aktualisierungen (Updates). Dies bedeutet für Unternehmen einen Zeit- und Kostenvorteil. Ferner sind Web-Applikationen ein Instrument zur Informationsbeschaffung, was ein wichtiger Aspekt im Zusammenhang mit Customer Relationship Management ist, auf das in Punkt 2.2 näher eingegangen wird.
Inhaltsverzeichnis
1 Definition Web-Applikationen und Basisinfrastruktur
2 Inhouse-Integration
2.1 Begriffe und Zusammenhänge
2.2 Inhouse-Integration als Basis für Customer Relationship Management
3 Sicherheitsaspekte
3.1 Kryptografische Systeme
3.2 Structured Query Language (SQL)
4 Fazit
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Diese Arbeit untersucht die grundlegende Infrastruktur von Web-Applikationen im Kontext moderner E-Commerce-Umgebungen und analysiert, wie eine effiziente Inhouse-Integration die Basis für ein erfolgreiches Customer Relationship Management bildet, während gleichzeitig die notwendigen Sicherheitsaspekte des Datenaustauschs beleuchtet werden.
- Architektur und Funktionsweise von Web-Applikationen
- Optimierung der Datenhaltung durch Inhouse-Integration
- Strategische Bedeutung von CRM-Systemen im E-Commerce
- Sicherheitsmechanismen durch asynchrone Kryptografie
- Zugriffssteuerung und Schutz von Datenbanken mittels SQL
Auszug aus dem Buch
2.1 Begriffe und Zusammenhänge
Datenbanken sind ein Pool von Fakten, die nur in einer organisierten Art und Weise zu wichtigen Informationen werden. Von daher ist es wichtig ein funktionierendes „Database Management System“ (DBMS) zu besitzen, welches Programme beinhaltet, die die Datenbank „ordnen“ und ein Interface zwischen der Datenbank und ihrem Benutzer bzw. anderen Web-Applikationen-Programmen bietet. Stair und Reynolds beschreiben dazu zwei Ansätze des Datenmanagements. Bei dem traditionellen Ansatz werden separate Dateien für jedes Anwendungsprogramm gebildet. So kann es vorkommen, dass z. B. ein Kunde mit seinem Namen und seiner Adresse in mehreren Dateien gespeichert ist und eine eventuelle Änderung in allen Dateien separat durchgeführt werden muss. Beim Datenbanken-Ansatz hingegen gibt es lediglich einen Pool von (mit einander zusammenhängenden) Daten, auf den alle Anwendungsprogramme zugreifen.
Auf diese Art und Weise wird eine redundante Datenspeicherung vermieden und der Speicherplatz insgesamt kann effizienter verwendet werden. Dadurch kann das Unternehmen flexibler handeln, da die Daten leichter zu lokalisieren sind und somit ein schnellerer Zugriff möglich ist. Darüber hinaus können alle Mitarbeiter beim Treffen von Entscheidungen davon ausgehen, dass die verwendeten Daten auf dem neusten Stand sind und auch die Kontrolle eines Datenpools ist leichter als die Pflege und Prüfung mehrerer verstreuter Dateien. Ein weiterer wichtiger Vorteil der Inhouse-Integration ist der ortsungebundene Zugriff auf Daten. In der heutigen Zeit ist es für viele Firmen wichtig, dass ihre Mitarbeiter auch von unterwegs Zugriff auf wichtige Unternehmensdaten erlangen können. Demnach können sich diese zum Beispiel online in das System des Unternehmens einloggen und auf die geforderten Daten zugreifen. Hierbei überprüft der Application-Server die Authentifizierung des Benutzers und liefert ihm die gewünschten Informationen auf den Bildschirm [STAI03, S. 180-186].
Zusammenfassung der Kapitel
1 Definition Web-Applikationen und Basisinfrastruktur: Einführung in das Client-Server-Prinzip und die technologische 4-Tier-Architektur, die Web-Applikationen als Grundlage für den E-Commerce ermöglichen.
2 Inhouse-Integration: Analyse der Notwendigkeit einer zentralen Datenbankverwaltung zur Vermeidung von Datenredundanz und zur Unterstützung des ortsungebundenen Zugriffs.
2.1 Begriffe und Zusammenhänge: Erläuterung der Vorteile des Datenbank-Ansatzes gegenüber traditionellen Datei-Strukturen für die Unternehmensflexibilität und Datenkonsistenz.
2.2 Inhouse-Integration als Basis für Customer Relationship Management: Darstellung der Bedeutung von Datenintegration für die kundenorientierte Ausrichtung mittels operativer, kommunikativer und analytischer CRM-Segmente.
3 Sicherheitsaspekte: Betrachtung der wachsenden Bedeutung von Sicherheitstechnologien für die Absicherung von Datenübertragungen zwischen Clients und Servern.
3.1 Kryptografische Systeme: Erläuterung der asynchronen Kryptografie mit Public- und Private-Key-Verfahren zur sicheren Authentifizierung und Verschlüsselung.
3.2 Structured Query Language (SQL): Detaillierte Betrachtung der Mechanismen zur Rechteverwaltung in Datenbanken und des Schutzes vor unbefugten Zugriffen durch SQL-Befehle.
4 Fazit: Zusammenfassende Einschätzung der Web-Applikationen als unverzichtbares Instrument des E-Commerce unter Berücksichtigung von Datenintegrität und Sicherheit.
Schlüsselwörter
Web-Applikationen, Basisinfrastruktur, Inhouse-Integration, E-Commerce, Customer Relationship Management, CRM, Datenbanken, DBMS, Datensicherheit, Asynchrone Kryptografie, SQL, Zugriffsrechte, Datenaustausch, Data Warehousing, Data Mining.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit behandelt die technologischen Grundlagen und die sicherheitstechnischen Anforderungen von Web-Applikationen im betrieblichen Kontext des E-Commerce.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die Schwerpunkte liegen auf der Web-Architektur, der effizienten Integration von Datenbeständen zur Unternehmenssteuerung sowie der Absicherung dieser Systeme.
Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?
Das Ziel ist es, den Nutzen einer integrierten IT-Infrastruktur für ein kundenorientiertes Management aufzuzeigen und dabei notwendige Sicherheitsmechanismen wie Verschlüsselung und Zugriffsverwaltung zu diskutieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine strukturierte literaturbasierte Analyse, um Konzepte aus der Wirtschaftsinformatik zusammenzuführen und auf den E-Commerce anzuwenden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die technische Definition der Basisinfrastruktur, die Bedeutung der Datenbankintegration für das CRM sowie die Implementierung von Kryptografie und SQL zur Datensicherung.
Welche Schlüsselbegriffe definieren den Kern der Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Web-Applikationen, Inhouse-Integration, CRM, asynchrone Kryptografie sowie SQL-basierte Zugriffssicherung.
Wie unterscheidet sich der Datenbank-Ansatz von traditionellen Dateisystemen?
Beim Datenbank-Ansatz werden redundante Daten vermieden, da alle Anwendungsprogramme auf einen gemeinsamen Pool zugreifen, was die Datenpflege und Konsistenz erheblich verbessert.
Warum ist das analytische CRM für Unternehmen heute so wichtig?
Es ermöglicht die Auswertung von gesammelten Kundendaten, um individuell auf Kundenwünsche einzugehen und Geschäftsprozesse gezielter auszurichten.
Worin besteht das Sicherheitsrisiko bei der Verwendung von SQL?
Ein spezifisches Risiko ist die SQL-Injection, bei der Angreifer versuchen, eigene Datenbankbefehle einzuschleusen, wenn Eingaben nicht ausreichend validiert werden.
Was bedeutet das Prinzip "One Face to the Customer"?
Es beschreibt den Anspruch, dem Kunden über alle verschiedenen Kommunikationskanäle (E-Mail, Telefon, Internet) hinweg einheitliche und konsistente Informationen bereitzustellen.
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- Katrin Jansen (Author), 2005, Web-Applikationen: Basisinfrastruktur, Inhouse-Integration, Sicherheitsaspekte, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/48320