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Die Herausforderungen in der intergenerationalen Gerechtigkeit vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung

Title: Die Herausforderungen in der intergenerationalen Gerechtigkeit vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung

Term Paper , 2004 , 28 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Heiko Fischer (Author)

Ethics
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Eine der meist diskutierten Fragen der Gegenwart ist das zukünftige Verhältnis zwischen den Generationen. Eines ist klar: Die sich stark verändernde demographische Entwicklung in der Bundesrepublik in den kommenden Jahren wird Auswirkungen auf das Miteinander von Jung und Alt haben. Es geht zum Beispiel darum wie sich angesichts einer immer älter werdenden Bevölkerung die Sozialsysteme, wie der Gesundheitsbereich, zukünftig noch finanzieren lassen, wie es gelingen kann, dass das Pendel nicht zugunsten einer Gruppe – der Älteren oder der Jüngeren – ausschlägt. Damit wird das Thema der „Generationengerechtigkeit“ berührt. Eine zutiefst ethische Frage, weil es über mögliche Antworten, die die Tagespolitik betreffend hinaus, um elementare Maßstäbe des menschlichen Zusammenlebens geht.

In der vorliegenden Arbeit zeigt der Autor zunächst die aktuelle Problematik der absehbaren demographischen Veränderungen in der Bundesrepublik auf und begründet, weshalb die „intergenerationelle Gerechtigkeit“ ein Thema ist, das in den Bereich der Ethik fällt. Danach wird explizit nach den Maßstäben eines ethischen Handelns im Sinne der Generationengerechtigkeit gefragt und der christliche Glaube als besondere Ausdrucksform ethischen Handelns in den Blick genommen. Um ethische Positionen und Ansätze aus dem christlichen Glauben aufzuzeigen und vorzustellen, verwendet der Autor eine Vielzahl kirchlicher und theologischer Stellungnahmen, die das Thema vielseitig beleuchten. Am Ende der Arbeit wird deutlich, dass die christliche Ethik wertvolle Beiträge und Lösungsansätze in der aktuellen Diskussion um die „intergenerationelle Gerechtigkeit“ liefern kann.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Generationskonflikt als Phänomen des Zusammenlebens zwischen Alt und Jung

3. Aktuelle gesellschaftliche und soziale Herausforderungen für die intergenerationelle Gerechtigkeit

4. Generationsgerechtigkeit als Thema für die Ethik

4.1 Was ist Ethik?

4.2 Der christliche Glaube als besondere Ausdrucksform ethischen Handelns

5. Ansätze aus dem christlichen Glauben

6. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Herausforderungen der intergenerationellen Gerechtigkeit vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung in Deutschland. Das Ziel besteht darin, den Wandel vom Generationskonflikt hin zu einem Verteilungskonflikt zu analysieren und ethische Perspektiven aufzuzeigen, insbesondere unter Berücksichtigung der Rolle der Kirche und der christlichen Sozialethik bei der Bewältigung dieser gesellschaftlichen Problematik.

  • Intergenerationelle Gerechtigkeit und Generationsvertrag
  • Auswirkungen der demographischen Entwicklung auf das Sozialsystem
  • Die Rolle der christlichen Ethik in sozialen Reformprozessen
  • Konfliktlinien zwischen Alt und Jung
  • Verantwortung gegenüber zukünftigen Generationen

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Anfang August des Jahres 2003 sorgte der Junge-Union-Vorsitzende Philip Mißfelder für Schlagzeilen. Der 23-Jährige hatte die Frage aufgeworfen, ob bei der Gesundheitsvorsorge die Erhaltung von Lebensstandard noch ein Gemeinschaftszweck sein kann. Er hatte sich dagegen ausgesprochen, dass 85-Jährige noch Hüftgelenke auf Kosten der Solidargemeinschaft bekommen. Die Äußerungen wurden in der Öffentlichkeit heftig diskutiert. Der Junge-Union Vorsitzende traf den Nerv der Nation für eine grundlegende generationsübergreifende Diskussion und weckte die Ängste der Alten. Obwohl er seine Äußerungen später hinsichtlich der Formulierung relativierte, um die Ängste der alten Menschen nicht zu schüren oder ihre Lebensleistung in Frage zu stellen, plädierte er weiterhin dafür, dass sich die Alten an den Gesundheitskosten stärker selbst beteiligen müssen und der Generationsvertrag neu verhandelt werden müsse.

Bereits im Jahr 1993 fragte Götz Eisenberg und Reimer Gronemeyer nach der Darstellung der aktuellen demographischen Entwicklung und den daraus resultierenden Auswirkungen auf das Renten- und Sozialsystem in der Bundesrepublik Deutschland: „Wer glaubt eigentlich, dass das ohne harte Konflikte zwischen den Generationen abgeht?“

Franz Schirmmacher prognostiziert in seiner Veröffentlichung „Das Methusalem-Komplott“ aus dem Jahr 2004 gar eine Revolution der Hundertjährigen, einen >Krieg der Generationen<. Er bezieht sich auf die alternde Gesellschaft, die sich aus dem veränderten Altersaufbau in der Bundesrepublik ergibt. Mit seiner Veröffentlichung spricht er vor allem die Alten an, sich gegen die Tyrannei des Jugendwahns zu wehren und sich von alten Vorstellungen zu lösen, um den wachsenden Anforderungen im Alter gerecht werden zu können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die öffentliche Debatte um den Generationskonflikt anhand kontroverser Äußerungen und aktueller Prognosen zur demographischen Entwicklung.

2. Der Generationskonflikt als Phänomen des Zusammenlebens zwischen Alt und Jung: Dieses Kapitel erläutert die Dynamik des Generationswechsels und den Wandel der Werte sowie der Sozialisationsinstanzen.

3. Aktuelle gesellschaftliche und soziale Herausforderungen für die intergenerationelle Gerechtigkeit: Der Autor analysiert hier die demographische Entwicklung, insbesondere Geburtenrückgang und steigende Lebenserwartung, und deren Folgen für die Renten- und Gesundheitssysteme.

4. Generationsgerechtigkeit als Thema für die Ethik: Dieses Kapitel verortet das Thema im Bereich der Ethik, definiert den Ethikbegriff und untersucht den christlichen Glauben als Basis für ein verantwortungsvolles Miteinander.

5. Ansätze aus dem christlichen Glauben: Hier wird die Rolle der Kirche als unabhängige Instanz und Impulsgeberin für nachhaltige, solidarische Reformprozesse diskutiert.

6. Schluss: Die Schlussbetrachtung fasst die Notwendigkeit von Reformen zusammen und unterstreicht die Begleitfunktion christlicher Ethik bei der Lösung der Generationsproblematik.

Schlüsselwörter

Intergenerationelle Gerechtigkeit, Generationskonflikt, demographischer Wandel, Generationsvertrag, Sozialsysteme, christliche Ethik, Alterssicherung, Solidarität, Bevölkerungsentwicklung, Demographie, soziale Gerechtigkeit, Wertevorstellungen, Kirche.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit dem Spannungsfeld zwischen den Generationen in Deutschland vor dem Hintergrund einer alternden Bevölkerung und den daraus resultierenden Gerechtigkeitsfragen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder sind die demographische Entwicklung, der Generationskonflikt, die Stabilität der Sozialsysteme und die ethische Fundierung intergenerationeller Solidarität.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie ein moralisch vertretbares Handeln zur Verteilung knapper Ressourcen zwischen den Generationen aussehen kann und welche Rolle ethische Prinzipien dabei spielen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit folgt einem sozialwissenschaftlich-ethischen Ansatz, der aktuelle demographische Daten mit ethischen Analysen und kirchlichen Stellungnahmen verknüpft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die demographische Problematik, die ethischen Anforderungen an Gerechtigkeit zwischen den Generationen sowie konkrete Ansätze der Kirchen zur Reformpolitik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind intergenerationelle Gerechtigkeit, demographischer Wandel, Sozialsysteme und christliche Sozialethik.

Welche Rolle spielt die Kirche laut dem Autor bei Reformen?

Die Kirchen agieren als unabhängige, mahnende Instanz, die keine Patentrezepte liefert, aber moralische Leitlinien für eine nachhaltige und solidarische Politik vorgibt.

Was besagt das vierte Gebot im Kontext dieser Arbeit?

Das vierte Gebot dient als biblische Basis für die Verantwortung der Generationen füreinander und die Pflicht der Jungen, den Alten Würde und Unterstützung entgegenzubringen.

Wie bewertet der Autor den Generationsvertrag?

Der Autor konstatiert, dass der klassische Generationsvertrag aufgrund der demographischen Entwicklung unter Druck geraten ist und einer grundlegenden Neuverhandlung bedarf.

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Details

Title
Die Herausforderungen in der intergenerationalen Gerechtigkeit vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung
College
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg
Grade
2,0
Author
Heiko Fischer (Author)
Publication Year
2004
Pages
28
Catalog Number
V48409
ISBN (eBook)
9783638451284
ISBN (Book)
9783638676793
Language
German
Tags
Herausforderungen Gerechtigkeit Hintergrund Entwicklung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Heiko Fischer (Author), 2004, Die Herausforderungen in der intergenerationalen Gerechtigkeit vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/48409
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