Ziel dieser Arbeit ist es, die vorhanden Personalprozesse der Fa. Mustermann GmbH auf ihre Konformität hinsichtlich den Anforderungen der TS 16949 zu überprüfen und diese ggf. anzupassen. Des Weiteren müssen bei Bedarf neue Prozesse modelliert und in die Prozesslandschaft eingebunden werden. Sämtliche Personalprozesse sollen zusätzlich durch die Einführung von Kennzahlen transparenter gestaltet werden, auch sollen der Geschäftsleitung über die Forderungen der TS 16949 hinausgehende Vorschläge zur Optimierung der Personalprozesse und der Personalarbeit unterbreitet werden.
Im ersten Abschnitt dieser Arbeit werden die theoretischen Grundlagen für die Durchdringung der Problematik gelegt. Im Einzelnen sollen hierbei die Grundbegriffe für ein Qualitätsmanagementsystem nach DIN ISO/TS 16949:2002 erläutert werden, wobei insbesondere die Prozessorientierung genauer betrachtet wird. Des Weiteren werden im ersten Teil die Anforderungen der DIN ISO/TS 16949:2002 an die personellen Ressourcen erläutert; ein kurzer Exkurs in die Bereiche Changemanagement und Kennzahlen runden den theoretischen Teil dieser Arbeit ab. Im darauf folgenden praktischen Teil dieser Arbeit werden die Personalprozesse der Fa. Mustermann GmbH beschrieben, analysiert und notwendige Korrekturmaßnahmen durch die Optimierung und ggf. Modellierung neuer Prozesse eingeleitet. Die Modellierung von Kennzahlen rundet den praktischen Teil dieser Arbeit ab. Ein Ausblick in die Zukunft der Zertifizierung allgemein und in die der Fa. Mustermann GmbH im Speziellen stellt einen weiteren wichtigen Teil dieser Arbeit dar. Abschließend soll ein Resümee die Ergebnisse dieser Arbeit zusammenfassen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Zielsetzung
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Qualität
2.1.1 Qualität als zentrale Forderung
2.1.2 Qualität definieren
2.1.3 Qualitätsmanagementsysteme
2.1.4 Grundprinzip des QMS – Das lernende Unternehmen
2.2 Prozesse
2.2.1 Prozessdefinition und Geschäftsprozessmanagement
2.2.2 Prozessebenen und -elemente
2.2.3 Prozessmodell der DIN EN ISO 9001:2000
2.2.4 Prozesslandkarte
2.2.5 Geschäftsprozessmanagement
2.2.5.1 Systemanalyse
2.2.5.2 Prozessplanung
2.2.5.3 Prozessgestaltung
2.2.5.4 Prozessstrukturierung
2.2.5.5 Prozesseinführung
2.2.5.6 Prozesscontrolling und -optimierung
2.2.6 Mitarbeiterbeteiligung im Prozessmanagement
2.3 Zertifizierung
2.3.1 Stärken und Schwächen einer Zertifizierung
2.3.2 Audittypen und –kategorien
2.3.3 Ablauf des Zertifizierungsverfahrens
2.4 DIN ISO/TS 16949:2002
2.4.1 Zielsetzung der DIN ISO/TS 16949:2002
2.4.2 Ursprung der DIN ISO/TS 16949:2002
2.4.2.1 DIN EN ISO 900x-Reihe
2.4.2.2 Übergangsfristen
2.4.3 Forderungen der DIN ISO/TS 16949:2002 an personelle Ressourcen
2.4.3.1 Allgemeine Anforderungen an ein Qualitätsmanagementsystem
2.4.3.2 Explizite Anforderungen an das Management von Ressourcen
2.4.3.2.1 Allgemeines
2.4.3.2.2 Fähigkeit, Bewusstsein und Schulung
2.4.3.2.2.1 Fähigkeiten der Produktentwicklung
2.4.3.2.2.2 Schulung
2.4.3.2.2.3 Ausbildung am Arbeitsplatz
2.4.3.2.2.4 Mitarbeitermotivation und Übertragung von Befugnissen
2.4.3.2.3 Arbeitsumgebung
2.4.4 Relevante Bereiche des Personalmanagements
2.5 Changemanagement
2.5.1 Aufgaben und Ziele des Changemanagements
2.5.2 Vom Konzept zur Realisierung – die Rolle des Transfers
2.5.3 Methoden des Changemanagement
2.5.4 Widerstand
2.6 Kennzahlen
2.6.1 Arten von Kennzahlen
2.6.2 Balanced Scorecard
2.6.3 Benchmarking
3 Praktische Umsetzung
3.1 Fa. Mustermann GmbH
3.2 Organisation der Fa. Mustermann GmbH
3.2.1 Aufbau und Prozessorganisation
3.2.2 Systematik der QMS – Dokumentation der Fa. Mustermann GmbH
3.2.3 Weitere Einflussfaktoren
3.3 Systemanalyse
3.3.1 Ist-Darstellung der bestehenden Personalprozesse
3.3.1.1 Darstellung der vorhandenen Prozessbeschreibungen
3.3.1.1.1 Personalentwicklung – Personalbedarf
3.3.1.1.2 Personalentwicklung – Organisation
3.3.1.1.3 Personalentwicklung – Schulung und Weiterbildung
3.3.1.1.4 Personalentwicklung – Mitarbeiterzufriedenheit
3.3.1.1.5 Personalentwicklung – Mitarbeitermotivation
3.3.1.2 Ergebnisse der Mitarbeiterbefragung 2004
3.3.1.3 Gespräch mit der Geschäftsleitung
3.3.1.4 Gespräche mit den Bereichs- und Abteilungsleitern
3.3.2 Ist-Analyse der Personalprozesse / Auswahl der Geschäftsprozesse
3.3.2.1 Analyse der bestehenden Verfahrens- und Arbeitsanweisungen
3.3.2.1.1 Personalentwicklung – Personalbedarf
3.3.2.1.2 Personalentwicklung – Organisation
3.3.2.1.3 Personalentwicklung – Schulung und Weiterbildung
3.3.2.1.4 Personalentwicklung – Mitarbeiterzufriedenheit
3.3.2.1.5 Personalentwicklung – Mitarbeitermotivation
3.3.2.2 Analyse der Abweichungen Soll-Prozesse / Ist-Prozesse
3.3.2.3 Anmerkungen zum Personalwesen der Fa. Mustermann GmbH
3.3.2.4 Auswahl der Geschäftsprozesse
3.4 Prozessoptimierung unter Berücksichtigung der DIN ISO/TS 16949:2002
3.4.1 Personalplanung und -beschaffung
3.4.2 Mitarbeitergespräche
3.4.3 Schulung und Weiterbildung
3.5 Prozessstrukturierung
3.6 Auswahl und Modellierung der Kennzahlen
3.6.1 Bewerbungen insgesamt / Bewerbungen je ausgeschriebene Vakanz
3.6.2 Kosten je ausgeschriebene Vakanz
3.6.3 Leitungsspanne
3.6.4 Überstundenquote
3.6.5 Fluktuationsquote
3.6.6 Jährliche Weiterbildungszeit pro Mitarbeiter
3.6.7 Krankheitsquote
3.6.8 Anzahl Verbesserungsvorschläge / Verbesserungsvorschlagsrate
3.6.9 Annahmequote / Durchschnittsprämie
4 Ein Blick in die Zukunft
4.1 Neue Tendenzen im Qualitätsmanagement
4.2 Human Resources als Motor der Informationsgesellschaft
4.3 Tendenzen in der Automobilzulieferindustrie
5 Resümee
Zielsetzung & Themen
Die Diplomarbeit hat das Ziel, die bestehenden Personalprozesse bei der Fa. Mustermann GmbH auf ihre Konformität mit der Norm DIN ISO/TS 16949:2002 zu prüfen, zu optimieren und bei Bedarf durch neue, transparente Prozesse sowie Kennzahlen zu ergänzen.
- Qualitätsmanagement in der Automobilzulieferindustrie (ISO 9001 und TS 16949)
- Prozessorganisation und Geschäftsprozessmanagement
- Analyse und Optimierung von Personalprozessen
- Change Management zur erfolgreichen Prozessimplementierung
- Einführung und Modellierung von Personalkennzahlen
Auszug aus dem Buch
2.1.1 Qualität als zentrale Forderung
Preis, Beschaffenheit, Lieferzeiten, Zuverlässigkeit und Qualität sind die elementaren Determinanten, welche die Kaufentscheidung des Kunden beeinflussen. Allerdings sind nahezu alle Produkte durch die Globalisierung substituierbar geworden, ein Wettbewerbsvorteil durch Preise und Beschaffenheit kann in der Regel am Wirtschaftsstandort Deutschland nicht mehr erzielt werden. Somit müssen die Produkte einen höheren qualitativen Nutzen zur Verfügung stellen, um die Nachteile durch höhere Preise kompensieren zu können.
Im Bereich der Automobilzulieferer wird größtenteils bereits eine Null-Fehler-Strategie verlangt, Ziel-Ausschussquoten von 50 ppm sind die Regel. Hauptgrund für diese Forderung ist die Just-in-Time Strategie, welche Lieferverzögerungen durch Qualitätsprobleme nicht toleriert. Bandstillstände können somit für den Zulieferer mit empfindlichen Konventionalstrafen verbunden sein.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigenden Anforderungen der Automobilindustrie an Zulieferer und motiviert die Notwendigkeit prozessorientierter Qualitätsmanagementsysteme wie die TS 16949.
2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die Begriffe Qualität und Prozessmanagement, stellt das PDCA-Modell vor und definiert die spezifischen Anforderungen der DIN ISO/TS 16949:2002 an personelle Ressourcen.
3 Praktische Umsetzung: Dieser Teil beschreibt die Analyse der Ist-Situation bei der Fa. Mustermann GmbH, die Optimierung der Personalprozesse und die Einführung von Kennzahlen zur Steuerung des Personalbereichs.
4 Ein Blick in die Zukunft: Hier werden zukünftige Entwicklungen im Qualitätsmanagement sowie die wachsende Bedeutung der "Ressource Mensch" als strategischer Faktor in der Automobilzulieferindustrie diskutiert.
5 Resümee: Das Resümee fasst die Ergebnisse zusammen, zeigt die Herausforderungen bei der Umsetzung auf und bewertet den Stand des Personalmanagements bei der Fa. Mustermann GmbH.
Schlüsselwörter
Qualitätsmanagement, DIN ISO/TS 16949, Personalmanagement, Geschäftsprozessoptimierung, Personalkennzahlen, Prozessorientierung, Automobilzulieferer, Personalentwicklung, Change Management, Personalauswahl, Weiterbildung, Mitarbeiterzufriedenheit, Prozesslandkarte, Qualitätssicherung, Personalplanung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Optimierung der Personalprozesse bei einem mittelständischen Automobilzulieferer, um die Konformität mit der Qualitätsnorm DIN ISO/TS 16949:2002 sicherzustellen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zentrale Themen sind Qualitätsmanagement, die Gestaltung von Personalprozessen, das Change Management zur Unterstützung organisatorischer Veränderungen sowie der Einsatz von Kennzahlen zur Prozesssteuerung.
Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?
Das Ziel ist es, die vorhandenen Personalprozesse der Fa. Mustermann GmbH zu analysieren, bei Bedarf anzupassen und durch die Einführung messbarer Kennzahlen transparenter und effizienter zu gestalten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Fundierung durch Literaturanalyse sowie eine praktische Analyse (Systemanalyse, Interviews mit Geschäftsleitung und Führungskräften), um darauf aufbauend Prozessoptimierungen abzuleiten.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil über Qualitätsmanagement und Prozesse sowie einen praktischen Teil, in dem die Ist-Analyse, die Prozessmodellierung und die Auswahl spezifischer Personalkennzahlen für das Fallunternehmen beschrieben werden.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit ist geprägt von Begriffen wie Qualitätsmanagementsystem, Personalentwicklung, Prozessorientierung, TS 16949, Changemanagement und Personalkennzahlen.
Welche Rolle spielen Zeitarbeiter bei der Fa. Mustermann GmbH?
Die Geschäftsleitung schätzt Zeitarbeiter als flexibel ein, sieht aber negative Auswirkungen auf die Qualität, weshalb mittelfristig eine Reduktion durch Prozessoptimierungen in der Produktion angestrebt wird.
Warum ist laut Autor ein "Personalwesen im weiteren Sinne" notwendig?
Da die Fa. Mustermann GmbH bisher nur über eine reine Personalverwaltung verfügte, empfiehlt der Autor eine koordinierende Stelle zu schaffen, um strategische Aufgaben wie Personalentwicklung und moderne Vergütungssysteme professionell zu steuern.
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- Stefan Schwarz (Author), 2004, Geschäftsprozessoptimierung im Rahmen der DIN ISO/TS 16949. Beschaffung und Lenkung personeller Resourcen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/48459