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Aggression und Gewalt

Title: Aggression und Gewalt

Research Paper (undergraduate) , 2005 , 34 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Christiana Kuhnt (Author)

Social Work
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Summary Excerpt Details

Menschliche Aggression stellt einen wichtigen Faktor im sozialen Leben dar. Die Bandbreite zwischen kleinen Rangeleien unter Kindern bis zu Krieg und Völkermord ist groß. Die Ursachen erscheinen vielfältig. Hinter jedem Krieg stehen handfeste Machtansprüche die von den Herrschenden gestellt werden. Aggression ist das Instrument, mit dem diese politischen Interessen durchgesetzt werden sollen. Ein Vehikel, mit dem ansonsten friedfertige Menschen dazu gebracht werden ihre Artgenossen zu töten. Während die Ursache für Aggression zwischen verschiedenen Völkern nachvollziehbar erscheint, ist der Grund für die individuelle Aggression nur schwer zu durchschauen.
Erich Fromm stellt fest:„Das Einzigartige beim Menschen ist, daß er von Impulsen zu morden und zu quälen , getrieben werden kann und daß er dabei Lustgefühle empfindet. Er ist das einzige Lebewesen, das zum Mörder und Vernichter der eigenen Art werden kann, ohne davon einen entsprechenden biologischen oder ökonomischen Nutzen zu haben.“(Fromm, S.196)
Die Gründe warum ein Tier tötet, sind klar ersichtlich. Das Sichern der Nahrung, der Rangfolge, Verteidigung des Nachwuchses und des Reviers machen aggressive Maßnahmen notwendig.
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Der Mensch hat jedoch ebenfalls Gründe für das Töten von Artgenossen oder für das Einsetzen anderer Formen aggressiven Handelns, auch wenn diese häufig nicht auf den ersten Blick zu erkennen sind. Jeder Mörder hat ein Motiv! Oft sind es dieselben Beweggründe wie im Tierreich: Das Ausschalten eines Rivalen oder die Selbstverteidigung machen aggressives Handeln erklärlich.
Die komplexe Struktur unserer Gesellschaft erzeugt jedoch noch andere Gründe für das Töten. Die Angst davor, seine gesellschaftliche Stellung zu verlieren, wenn ein Geheimnis bekannt wird. Der Wunsch sich zu bereichern, um einen Mangel zu kompensieren oder um Macht auszuüben bei tiefsitzenden Minderwertigkeitsgefühlen. Der biologische oder ökonomische Nutzen für den Menschen erschließt sich nicht auf den ersten Blick, ist aber durchaus vorhanden.
In der vorliegenden Arbeit möchte ich versuchen, mit Hilfe der unterschiedlichen Theorien über die Entstehung von Aggressionen und deren Ausprägung, anhand von zwei Diagrammen eine mögliche Erklärung für Ursachen und Formen von aggressivem Verhalten darzustellen. Winnicott geht davon aus, dass Aggression zwei Bedeutungen hat. Einmal bezeichnet er sie als eine direkte oder indirekte Reaktion auf Enttäuschung.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Begriffserklärung

2. Unterschiedliche Theorien über den Ursprung von Aggression

2.1 Triebtheorie

2.2 Frustrations – Aggressionstheorie

2.3 Lerntheorie

3. David, Michael und Patrik

4. Entstehung von Spannungen und Aggressionen

4.1 Endogene Ursachen

4.2 Trieb als lebens- und arterhaltender Instinkt

4.3 Frustrationen und aversive Reize

5. Umgang mit Spannungen und Aggressionen

5.1 Genetische Disposition

5.2 Erziehung und Erfahrung

5.3 Sublimierung

5.4 Selbstdisziplin

5.5 Ersatzreaktionen

5.6 Aggressives Handeln

5.7 Autoaggression

Schaubild

6. Es – Ich und Über-Ich

Schaubild

7. Verhindern von aggressiven Handlungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die vielfältigen Ursachen und Erscheinungsformen menschlicher Aggression, um ein tieferes Verständnis für die Entstehung von Spannungen und deren Bewältigung in der Gesellschaft zu entwickeln.

  • Psychologische und neurophysiologische Ursprünge von Aggression
  • Vergleichende Analyse verschiedener Aggressionstheorien
  • Sozialisation und der Einfluss von Erziehung auf das Verhalten
  • Formen der Aggressionsbewältigung und -regulierung
  • Die Rolle von Persönlichkeitsinstanzen bei aggressiven Handlungen

Auszug aus dem Buch

1. Begriffserklärung

Im Alltagsgeschehen wird der Begriff Aggression im Allgemeinen nicht nur für alle Äußerungen von Wut, Gewalt und Grausamkeit benutzt, sondern auch für weniger dramatische Vorgänge. Im Sport wird Draufgängertum als aggressives Verhalten bezeichnet. Im Berufsleben wird „aggressives Vorgehen“ häufig sogar gefordert. Sich in Diskussionen durchzusetzen oder das Vorenthalten von wichtigen Informationen gilt als aggressiv. All diese Vorgänge haben eins gemeinsam, die Art der Aggression ist immer eine Form von Angriff. Ich möchte den Begriff Aggression nicht nur als Angriff, mit dem Ziel zu verletzen und zu schädigen sehen, sondern auch in seiner ursprünglichen Bedeutung.

Das lateinische Wort „ad-gredi“ bedeutet im positiven, wie im negativen Sinne, sich nähern, hinbewegen, angreifen, mutiges Draufzugehen, Durchsetzungsfähigkeit, Entschlossenheit und Initiative. Das lateinische aggredi heißt ursprünglich „herangehen“. So ist auch das Schreien des Babys als Aggression aufzufassen, die nötig ist, um die Versorgung mit Nahrung und Zuwendung zu sichern.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Allgegenwart von Aggression im sozialen Leben und hinterfragt die Ursachen, die vom instinktiven Überlebenskampf bis hin zu komplexen gesellschaftlichen Machtansprüchen reichen.

1. Begriffserklärung: Dieses Kapitel differenziert den Begriff Aggression zwischen einer zerstörerischen Form und seinem ursprünglichen lateinischen Wortsinn als Initiative und Handlungsfähigkeit.

2. Unterschiedliche Theorien über den Ursprung von Aggression: Es werden die Triebtheorie, die Frustrations-Aggressionstheorie und die Lerntheorie gegenübergestellt, um verschiedene wissenschaftliche Erklärungsmodelle zu beleuchten.

3. David, Michael und Patrik: Anhand von Fallbeispielen aus einer Elternschule wird das Verhalten von Kleinkindern unter Berücksichtigung unterschiedlicher Entwicklungsbedingungen beobachtet.

4. Entstehung von Spannungen und Aggressionen: Hier werden neurophysiologische und endogene Faktoren sowie der Triebbegriff und die Rolle von Frustrationen auf die Spannungsentstehung analysiert.

5. Umgang mit Spannungen und Aggressionen: Das Kapitel erläutert verschiedene Mechanismen der Aggressionsregulation, darunter genetische Disposition, Erziehung, Sublimierung und Selbstdisziplin.

6. Es – Ich und Über-Ich: Die Arbeit nutzt Freuds Persönlichkeitsmodell, um den individuellen Umgang mit Aggression als Zusammenspiel von inneren Instanzen und Umwelteinflüssen zu erklären.

7. Verhindern von aggressiven Handlungen: Abschließend werden Möglichkeiten diskutiert, wie durch Aufklärung, Erziehungshilfe und eine stärkere Eigenverantwortung aggressive Impulse konstruktiv bearbeitet werden können.

Schlüsselwörter

Aggression, Gewalt, Frustration, Triebtheorie, Lerntheorie, Sozialisation, Selbstdisziplin, Sublimierung, Neurophysiologie, Autoaggression, Persönlichkeitsmodell, Erziehung, Konfliktbewältigung, Identitätsbildung, Verhaltensrepertoire.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse menschlicher Aggression als komplexes Phänomen, das sowohl zerstörerische als auch konstruktive Facetten umfasst.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die theoretischen Erklärungsmodelle, biologische Grundlagen, der Einfluss von Erziehung sowie die Möglichkeiten der Aggressionsbewältigung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die Ursachen und Formen von aggressivem Verhalten zu gewinnen, um Lösungsansätze für einen menschenwürdigen Umgang damit zu finden.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine Literaturanalyse verschiedener psychologischer Theorien und verknüpft diese mit eigenen Beobachtungen aus einem Praktikum in einer Elternschule.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Entstehung von Spannungen, die psychologischen Hintergründe der Aggression und die verschiedenen Strategien des Umgangs mit diesen Trieben.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Aggression, Gewalt, Frustration, Sozialisation und Konfliktbewältigung geprägt.

Wie unterscheidet die Autorin zwischen den untersuchten Kindern im dritten Kapitel?

Die Kinder (David, Michael, Patrik) werden anhand ihrer spezifischen Verhaltensweisen und familiären Rahmenbedingungen charakterisiert, um verschiedene Ursachen für ihre jeweilige Aggressionsentstehung aufzuzeigen.

Welche Rolle spielt das Persönlichkeitsmodell nach Freud im Text?

Es dient dazu, den individuellen Umgang mit Aggression als Vermittlungsprozess zwischen dem „Es“ (Triebe), dem „Über-Ich“ (gesellschaftliche Normen) und dem „Ich“ (Vermittlung) zu erklären.

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Details

Title
Aggression und Gewalt
College
University of Kassel  (Fachbereich Sozialwesen)
Course
Ausgewählte psychologische Themen
Grade
1,0
Author
Christiana Kuhnt (Author)
Publication Year
2005
Pages
34
Catalog Number
V48461
ISBN (eBook)
9783638451697
Language
German
Tags
Aggression Gewalt Ausgewählte Themen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christiana Kuhnt (Author), 2005, Aggression und Gewalt, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/48461
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