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Perspektiven des Sozialstaates im Zeitalter der Globalisierung

Title: Perspektiven des Sozialstaates im Zeitalter der Globalisierung

Term Paper , 2004 , 18 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Sebastian Schlör (Author)

Sociology - Social System and Social Structure
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Der Sozialstaat mit seinen Institutionen und Versicherungssystemen ist in der Zeit der Globalisierung nicht länger aufrecht zu erhalten! Aussagen wie diese geistern seit Monaten durch die Presse und sorgen vielerorts für Aufregung und Kopfzerbrechen. Gemeint ist, dass der zunehmende Kostendruck auf dem Weltmarkt und die hohen Ausgaben für den Sozialstaat auf Dauer nicht länger zu vereinbaren sind. Billigere Produktionsstandorte laufen Deutschland und anderen Wirtschaftsländern zunehmend den Rang ab. Wer billiger produzieren kann setzt den Maßstab an dem sich teurere Konkurrenten zu orientieren haben. Hieraus ergeben sich streng genommen nur zwei Möglichkeiten die verständlicherweise für Unbehagen sorgen, lässt man sie unkommentiert stehen. Zum Einen kann ein Staat dem Wettbewerbsdruck nachgeben und durch Senken der sozialstaatlichen Kosten die Wettbewerbsfähigkeit wieder herstellen. Eine geringere soziale Absicherung der Bevölkerung wäre die Folge. Gibt der Staat dem Wettbewerbsdruck jedoch nicht nach, verschlechtern sich die Standortbedingungen stetig und Arbeitslosigkeit wäre eine Folge. Auch in diesem Szenario würde die Sozialstaatlichkeit durch wachsende Arbeitslosenzahlen stark in Mitleidenschaft gezogen werden. Aber ist es wirklich so schlecht um den Sozialstaat bestellt? Was bedeutet überhaupt Sozialstaat und wie ist er entstanden und warum? Was ist gemeint wenn von Globalisierung und den damit verbundenen negativen Folgen gesprochen wird? Ist der deutsche Sozialstaat, so wie wir ihn kennen weiterhin finanzierbar oder muss er verändert oder gar abgeschafft werden? Welche Möglichkeiten gibt es, um auch in Zukunft den Erfordernissen der Zeit Rechnung zu tragen und doch nicht auf einen sozial strukturierten Staat verzichten zu müssen? Diese Fragen sollen im weiteren Verlauf bearbeitet und beantwortet werden. In dieser Arbeit sollen dabei lediglich Standpunkte unterschiedlicher Wissenschaftler zu den Perspektiven des Sozialstaates in einer sich ändernden Zeit dargestellt werden.

Auf Grund der Fülle der Meinungen und deren Vertretern ist dies nur anhand ausgewählter Personen möglich und somit keinesfalls umfassend und erschöpfend für den Themenkomplex der Globalisierung und Sozialstaatlichkeit.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Sozialstaat, was ist das?

2.1 Entstehung und Geschichte des deutschen Sozialstaates

2.2 Was zeichnet den deutschen Sozialstaat aus?

3. Was ist Globalisierung?

3.1 Welche Auswirkungen der Globalisierung lassen sich beobachten?

3.2 Bietet die Globalisierung auch Chancen?

4. Erfordert die Globalisierung eine neue Form des Sozialstaates?

4.1 Bildungspolitik als Chance

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Herausforderungen des deutschen Sozialstaates durch den Globalisierungsprozess, mit dem Ziel zu klären, ob der Sozialstaat in seiner gegenwärtigen Form angesichts des wachsenden Kostendrucks und veränderter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen zukunftsfähig ist oder grundlegender Reformen bedarf.

  • Grundlagen und historische Entwicklung des deutschen Sozialstaates
  • Definition und Wirkungsmechanismen der Globalisierung
  • Konfliktlinien zwischen Wettbewerbsdruck und sozialer Sicherheit
  • Reformnotwendigkeit des Finanzierungs- und Sozialversicherungssystems
  • Die Rolle der Bildungspolitik als zentraler Standortfaktor

Auszug aus dem Buch

3.1 Welche Auswirkungen der Globalisierung lassen sich beobachten?

Durch eine ständige Verbesserung der weltweiten Transport- und Informationswege kommt es seit ungefähr 1970 zu einer sogenannten internationalen Arbeitsteilung. Diese ist durch eine Trennung der Produktion in qualifizierte und unqualifizierte Arbeitsschritte gekennzeichnet. Während die Entwicklung und Planung in den Industrieländern verbleibt, wird ein Großteil der Produktion und Fertigung in Niedriglohnländer ausgelagert. Hier entstanden sogenannte Wirtschaftsenklaven, welche rein exportorientiert sind und sich somit an keinen Binnenmarktpotentialen oder Primärgütererzeugungen orientieren mussten.

Kennzeichnend ist auch, dass diese Form der Arbeitsteilung keinerlei wirtschaftliches Wachstum oder Aufschwung für die Niedriglohnländer mit sich bringt, da sie nur auf kleine Wirtschaftsregionen innerhalb des Landes begrenzt ist. Vorraussetzung für diese Arbeitsteilung sind ein nahezu unerschöpfliches Potenzial billiger, ungeschützter Arbeitskräfte in der dritten Welt, vorranschreitende Innovationen in den Industrieländern, welche eine Zerstückelung des Fertigungsprozesses erst ermöglichen, sowie die durch neue Technologien ermöglichte, weltweite Organisation dieser zerteilten Produktion und ihre spätere Zusammenführung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert den wachsenden öffentlichen Kostendruck auf das deutsche Sozialstaatssystem und stellt die grundlegende Forschungsfrage nach dessen Zukunftsfähigkeit in Zeiten zunehmender Globalisierung.

2. Sozialstaat, was ist das?: Dieses Kapitel definiert den Sozialstaatsbegriff, beleuchtet die historische Entwicklung der deutschen Sozialgesetzgebung seit 1839 und analysiert die verfassungsrechtliche Verankerung sowie die Kernprinzipien des Systems.

3. Was ist Globalisierung?: Hier werden die Ursprünge und Definitionen der Globalisierung erläutert, wobei insbesondere die zunehmende Marktverflechtung und die Konkurrenz durch Niedriglohnländer betrachtet werden.

4. Erfordert die Globalisierung eine neue Form des Sozialstaates?: Dieses Kapitel untersucht den Anpassungsdruck auf die Sozialversicherungsstrukturen, die Auswirkungen der Arbeitsweltflexibilisierung und diskutiert die Bedeutung der Bildungspolitik als zentralen Schlüsselfaktor.

5. Schlussbetrachtung: Das Fazit stellt fest, dass der deutsche Sozialstaat trotz Finanzierungsproblemen und Globalisierungsdruck nicht abgeschafft, sondern durch gezielte Reformen, insbesondere im Bildungsbereich, an die moderne Zeit angepasst werden sollte.

Schlüsselwörter

Sozialstaat, Globalisierung, Deutschland, Wohlfahrtssystem, Reformbedarf, Sozialversicherung, Bildungspolitik, Arbeitsmarkt, Wettbewerbsfähigkeit, Arbeitsteilung, Finanzierung, Flexibilisierung, Sozialgesetzgebung, Standortpolitik, Gerechtigkeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit analysiert die Spannungsfelder zwischen dem deutschen Sozialstaat und den durch die Globalisierung entstehenden ökonomischen Herausforderungen sowie dem damit verbundenen Reformbedarf.

Welche zentralen Themenfelder deckt der Text ab?

Die zentralen Schwerpunkte sind die historische Genese des Sozialstaates, die Auswirkungen weltweiter Marktverflechtungen, die Problematik der Finanzierungsstrukturen sowie die strategische Bedeutung von Bildungspolitik.

Was ist die zentrale Forschungsfrage?

Die Arbeit geht der Frage nach, ob der deutsche Sozialstaat unter globalen Wettbewerbsbedingungen noch finanzierbar ist oder ob eine grundlegende Umstrukturierung zur Sicherung des sozialen Friedens zwingend erforderlich ist.

Welche methodische Vorgehensweise wurde gewählt?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die verschiedene wissenschaftliche Standpunkte von Experten und Institutionen zusammenführt, um die Perspektiven der Sozialstaatlichkeit in einer sich wandelnden Zeit darzustellen.

Was bildet den Schwerpunkt des Hauptteils?

Im Hauptteil werden zunächst das Wesen und die Historie des Sozialstaates geklärt, bevor detailliert auf die ökonomischen Folgen der Globalisierung und die daraus resultierende Notwendigkeit neuer Sicherungssysteme eingegangen wird.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Analyse?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Sozialversicherungsprinzip, Globalisierungsdruck, Bildungsindikatoren und Strukturwandel der Arbeitsteilung geprägt.

Warum wird im Text die Bildungspolitik so stark betont?

Die Bildungspolitik wird als wesentlicher "Schlüsselfaktor" identifiziert, um die im internationalen Vergleich mangelhafte Qualifizierung zu verbessern und somit die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands sowie die Entlastung des Sozialstaates langfristig zu sichern.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor bezüglich des Sozialstaates?

Der Autor kommt zu dem Ergebnis, dass der Sozialstaat zwar dringend reformbedürftig, aber keineswegs zum Scheitern verurteilt ist; eine Abschaffung wird als nicht notwendig und politisch unklug eingestuft.

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Details

Title
Perspektiven des Sozialstaates im Zeitalter der Globalisierung
College
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg
Grade
1,3
Author
Sebastian Schlör (Author)
Publication Year
2004
Pages
18
Catalog Number
V48473
ISBN (eBook)
9783638451789
Language
German
Tags
Perspektiven Sozialstaates Zeitalter Globalisierung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sebastian Schlör (Author), 2004, Perspektiven des Sozialstaates im Zeitalter der Globalisierung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/48473
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