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Das Konzept des Chief Information Officer (CIO). Bedeutung aus der Sicht von Wissenschaft und Praxis

Title: Das Konzept des Chief Information Officer (CIO). Bedeutung aus der Sicht von Wissenschaft und Praxis

Diploma Thesis , 2005 , 68 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Christian Bauer (Author)

Business economics - Controlling
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Gravierende Veränderungen bei den Wettbewerbsbedingungen und die zunehmende Komplexität von Informationen haben in den letzten Jahren dazu geführt, dass die betrieblichen Informationssysteme und damit einhergehend die Informationstechnologien (IT) stetig an Bedeutung zugenommen haben. Hinzu kommt, dass im Zeitalter des Digital Business die IT zunehmend Teil des Produkts und der Kundenbeziehung ist. Somit wird der Geschäftserfolg eines Unternehmens heute wesentlich von der Leistungsfähigkeit der Informationstechnologie bestimmt. Es gilt daher für die Unternehmen, das große Nutzungspotenzial der IT richtig auszuschöpfen. Vor diesem Hintergrund gewinnt die Art und Weise, wie der IT-Bereich geführt wird, immer mehr an Bedeutung.
Nötig ist deshalb ein IT-Verantwortlicher, der den Vorstand hinsichtlich wettbewerbsbestimmender IT-Fragen entlastet und damit die Lücke zwischen dem technischen und betriebswirtschaftlichen Know-how im Top-Management schließt. Die isolierte Fachkompetenz in Form eines hoch spezialisierten Rechenzentrumsleiter ist an dieser Stelle nur wenig geeignet, der Herausforderung bezüglich des Einsatzes der IT als erfolgskritische Ressource entgegenzutreten. In der betrieblichen Praxis hat sich daher seit Beginn der 1980er Jahre in den USA das Konzept des Chief Information Officer (CIO) entwickelt, dass als eine Lösung dieser Herausforderung diskutiert und praktiziert wird und seit durchschnittlich zwei Jahren auch in Europa in vielfältiger Form realisiert wird. Der CIO als Mitglied der Unternehmensführung subsumiert dabei ganzheitlich den Aufgabenbereich des Informationsmanagements. Er zeichnet sich hinsichtlich der Erfüllung IT-spezifischer Herausforderungen durch eine ganze Reihe von Management- und Führungsaufgaben aus und hat vor diesem Hintergrund viele Fähigkeiten und Kompetenzen in sich zu vereinen.
Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, das Konzept des CIO darzulegen. Dabei soll neben der wissenschaftlichen Bedeutung des Konzeptes auch dessen Relevanz in der Praxis durchleuchtet werden. Folgende Fragestellungen sind von Bedeutung: Welche Aufgaben und Rollen zeichnen den CIO aus? Welche Merkmale gehen mit dem Konzept des CIO einher? Und welches Konfliktpotenzial entsteht durch die Position des CIO? Im Speziellen sollen die wesentlichen Aufgabeninhalte und Methoden des CIO deutlich werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Gegenstand und Wesen des Chief Information Officer

3. Begriffsverständnis von Wissenschaft und Praxis

4. Die Herausforderung durch den Wandel der Informationstechnologie (IT)

4.1 Der Produktionsfaktor Information in Unternehmen

4.2 Der Rollenwandel der IT zum strategischen Erfolgsfaktor

4.3 Informationsmanagement als Reaktion auf die neue Rolle von Information und Informationstechnik

4.3.1 Der Begriff des Informationsmanagements

4.3.2 Ziele und Aufgaben des Informationsmanagements

4.3.3 Führungsaufgaben des Informationsmanagements

5. Grundlegende Kennzeichnung des CIO

5.1 Die Entstehung der CIO-Managementposition

5.1.1 Der Wandel des CIO: Vom Technikverwalter zum Geschäftstreiber

5.1.2 Der CIO in der US-amerikanischen Unternehmenspraxis

5.1.3 Der CIO in der deutschen Unternehmenspraxis

5.2 Aufgaben und Rollen des CIO

5.3 Merkmale der CIO-Managementposition

5.3.1 Kenntnisse und Fähigkeiten des CIO

5.3.2 Der CIO als Mitglied der Unternehmensführung

5.4 Das Konfliktpotenzial des CIO und seine Ursachen

5.4.1 Der Konflikt mit der Unternehmensführung

5.4.2 Der Zuständigkeitskonflikt um die Informationstechnologie

6. Aufgaben und Methoden des CIO

6.1 Lieferung von neuen IT-Produkten

6.1.1 Identifikation von neuen IT-Produkten durch Screening

6.1.2 Bewertung von Potenzialen neuer IT-Produkte

6.2 Bestimmung der IT-Strategie

6.2.1 Entwicklung einer IT-Strategie

6.2.2 Realisierung der IT-Strategie mit Hilfe der Balanced-IT-Scorecard

6.3 Management der IT-Leistungserbringung

6.3.1 Aufbau einer IT-Organisation

6.3.2 Implementierung eines IT-Sourcing

6.3.3 Sicherstellung von Kundenzufriedenheit

6.4 Leitung der Organisationseinheit IT

6.4.1 Management der IT-Kosten mit Hilfe eines IT-Controlling

6.4.2 Weiterbildung und Motivation des IT-Personals

7. Schlussbetrachtung und Ausblick

Zielsetzung und Themenfelder

Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept des Chief Information Officer (CIO) und beleuchtet dessen Bedeutung sowohl aus wissenschaftlicher Perspektive als auch in der Unternehmenspraxis, um die Rollen, Aufgaben und Herausforderungen dieses Führungsprofils zu definieren.

  • Einfluss des IT-Wandels auf das Informationsmanagement
  • Evolution und Merkmale der CIO-Managementposition
  • Strategische Einordnung des CIO zwischen Business und Technologie
  • Konfliktpotenziale und methodische Instrumente der CIO-Tätigkeit
  • Analyse des Anforderungsprofils an den modernen CIO

Auszug aus dem Buch

5.1.1 Der Wandel des CIO: Vom Technikverwalter zum Geschäftstreiber

Die Entwicklung des CIO als Aufgabenträger des IM und hier speziell der diskutierten Führungsaufgaben ist eng mit der Entwicklung der IT von der geschäftsunterstützenden Funktion zum strategischen Wettbewerbsfaktor und damit einhergehend mit dem Bedeutungswandel der Information zum Produktionsfaktor verzahnt. Die Rolle des CIO im Unternehmen zeigt sich dabei abhängig von der Einstellung des Managements gegenüber der IT, von den dominanten IT-Lieferanten und vom IT-Anwendungsportfolio (siehe Abb. 7). Mit diesen im Zeitablauf verschiedenen Kontextbedingungen ist ein Rollenwandel des CIO einhergegangen: Vom „Abteilungsleiter Rechenzentrum“ zum „Innovationsmanager im Vorstand“. Im Folgenden soll diese Entwicklung ausführlich dargelegt werden.

In den 1950er und 1960er Jahren waren technische Fähigkeiten des IT-Leiters, der in der folgenden Ausführung als Vorgänger des CIO angesehen werden soll, von hoher Bedeutung. Dieser Zeitraum ist gekennzeichnet durch die Einführung von Rechenzentren und Großcomputern und wird daher auch als „mainframe era“ bezeichnet. Die Zuständigkeit des IT-Leiters bezog sich allein auf den Computer. Er hatte zu dieser Zeit die Kernaufgabe, die IT betriebsbereit zu halten. Genauso hatte er die Anforderungen der Geschäftsfelder in IT-Applikationen umzusetzen. Die Schwerpunkte lagen somit in der Rolle als Technikverwalter für das Business und in der Unterstützungsfunktion. Managementqualitäten hingegen waren kaum gefragt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt das CIO-Konzept als Antwort auf die zunehmende Bedeutung der Informationstechnik im Digital Business vor und definiert die Forschungsfragen der Arbeit.

2. Gegenstand und Wesen des Chief Information Officer: Hier werden Definitionen des CIO untersucht und der Wandel vom operativen IT-Manager zum strategisch ausgerichteten Geschäftspartner erläutert.

3. Begriffsverständnis von Wissenschaft und Praxis: Dieses Kapitel erläutert den Wissenschaftsbegriff und das Spannungsfeld zur praxisorientierten Lösung betriebswirtschaftlicher Probleme.

4. Die Herausforderung durch den Wandel der Informationstechnologie (IT): Das Kapitel analysiert die IT als strategischen Erfolgsfaktor und die daraus resultierende Notwendigkeit eines professionellen Informationsmanagements.

5. Grundlegende Kennzeichnung des CIO: Es folgt eine detaillierte Betrachtung der CIO-Position, inklusive ihrer historischen Entstehung, Rollen, erforderlichen Kompetenzen und auftretender Konfliktfelder.

6. Aufgaben und Methoden des CIO: Dieser Abschnitt beschreibt die konkreten Aufgabenbereiche des CIO wie die IT-Strategieentwicklung, das IT-Controlling und die Personalführung.

7. Schlussbetrachtung und Ausblick: Hier werden die Ergebnisse resümiert und die zukünftige Bedeutung der CIO-Position vor dem Hintergrund der weiteren IT-Durchdringung bewertet.

Schlüsselwörter

Chief Information Officer, CIO, Informationsmanagement, IT-Strategie, Informationstechnologie, IT-Controlling, Unternehmensführung, Digital Business, IT-Sourcing, Geschäftstreiber, Wettbewerbsfaktor, IT-Governance, Management, IT-Organisation, Kompetenzprofil.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das grundlegende Thema der Arbeit?

Die Arbeit behandelt das Konzept des Chief Information Officer (CIO) und untersucht dessen Wandel, Aufgaben und Bedeutung in der heutigen Unternehmenslandschaft.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Fokus stehen das Informationsmanagement, die strategische Rolle der IT, die Entwicklung des CIO-Berufsbildes sowie die Anforderungen an einen modernen IT-Führungskräfte-Typus.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, das Konzept des CIO aus wissenschaftlicher Sicht zu durchleuchten und seine tatsächliche Relevanz sowie die Anwendung in der Praxis aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und einer systematischen Darstellung des CIO-Konzepts sowie dessen Abgrenzung zu anderen Managementfunktionen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Herausforderungen durch die IT, die Kennzeichnung der CIO-Position, die konkreten Aufgabenbereiche (wie IT-Strategie und Controlling) und die methodischen Hilfsmittel.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Schlüsselwörter sind CIO, Informationsmanagement, IT-Strategie, Wettbewerbsfaktor und Führungskompetenz.

Wie unterscheidet sich der "neue" CIO vom "alten" IT-Leiter?

Der "alte" CIO war technikorientiert und primär als Spezialist tätig, während der "neue" CIO als geschäftsprozessorientierter Generalist agiert, der die IT strategisch zur Erreichung von Unternehmenszielen einsetzt.

Welche Herausforderungen behindern häufig die Etablierung eines CIO?

Zu den Barrieren zählen oft ein mangelndes Verständnis des Informationsmanagements durch das Top-Management, die technikorientierte Prägung vieler CIOs sowie strukturelle Führungskultur-Unterschiede.

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Details

Title
Das Konzept des Chief Information Officer (CIO). Bedeutung aus der Sicht von Wissenschaft und Praxis
College
University of Kassel
Grade
1,3
Author
Christian Bauer (Author)
Publication Year
2005
Pages
68
Catalog Number
V48516
ISBN (eBook)
9783638452007
Language
German
Tags
Konzept Chief Information Officer Bedeutung Sicht Wissenschaft Praxis
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Bauer (Author), 2005, Das Konzept des Chief Information Officer (CIO). Bedeutung aus der Sicht von Wissenschaft und Praxis, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/48516
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