Im Rahmen der heutigen Softwareentwicklung spielt die Objektorientierung eine sehr wichtige Rolle. Die sich immer stärker durchsetzende Funktionalität der objektorientierten Programmierung basiert in erster Linie auf der Datenabstraktion und der Kommunikation der einzelnen Objekte.
Historisch betrachtet, werden objektorientierte Sprachen der sechsten Generation zugeordnet. Im Gegensatz zu den herkömmlichen Sprachen, besteht das Gerüst des Systems nicht aus der Zerlegung in Prozeduren und Funktionen, sondern aus Objekten und Objekttypen, die Eigenschaften und eigene Operationen besitzen. Durch die Interaktion der beteiligten Objekte wird die Gesamtaufgabe schließlich gelöst. Dank diese Gestaltung wird die Beschreibung realer Abläufe ermöglicht.
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die Grundlagen der objektorientierten Programmierung darzustellen und einer kritischen Würdigung zu unterziehen.
Zu diesem Zweck wird zunächst auf die wesentlichen Begrifflichkeiten der objektorientierten Programmierung eingegangen, um eine Verstehensgrundlage zu schaffen. Daran anschließend wird der Zusammenhang von objektorientierter Analyse, objektorientierten Design und objektorientierter Programmierung, im folgenden OOP genannt, erläutert.
Abschließend werden die Vor- und Nachteile des Programmierkonzeptes aufgezeigt.
Inhaltsverzeichnis
I Einführung
II Begrifflichkeiten der Objektorientierten Programmierung
1 Objekte
2 Klassen
3 Vererbung
4 Polymorphie
5 Kapselung
III Zusammenhang OOA – OOD - OOP
IV Kritik
1 Vorteile
2 Nachteile
V Schlussbetrachtung
Zielsetzung und Themenfelder
Diese Arbeit verfolgt das Ziel, die grundlegenden Konzepte der objektorientierten Programmierung (OOP) darzustellen und einer kritischen Würdigung hinsichtlich ihrer Vor- und Nachteile in der modernen Softwareentwicklung zu unterziehen.
- Grundlagen und zentrale Begrifflichkeiten der Objektorientierung
- Systematik von Objekten, Klassen, Vererbung, Polymorphie und Kapselung
- Phasenmodell der Softwareentwicklung: Zusammenhang zwischen OOA, OOD und OOP
- Kritische Analyse des Paradigmenwechsels von prozeduraler zu objektorientierter Programmierung
- Wirtschaftliche Betrachtung und Entscheidungsgrundlagen für den Einsatz der OOP
Auszug aus dem Buch
1 Objekte
Wie aus dem Namen des betrachteten Programmierkonzeptes hervorgeht, basiert das gesamte Konstrukt auf Objekten. Diese sind Abstraktionen der realen Welt. Demzufolge verfügen Objekte über Eigenschaften und Verhaltensweisen. Eigenschaften (Attribute) werden durch Variablen festgehalten, das Verhalten wird durch Methoden beschrieben.
Als Attribute des Objektes „Auto“ wären, wie in Abbildung 1 dargestellt, beispielsweise die Farbe Rot, der Kilometerstand 23.145 oder die aktuelle Geschwindigkeit von 0 Std / km zu nennen, wogegen als Methode z.B. die Prozedur „Motor starten“ gilt.
Zusammenfassung der Kapitel
I Einführung: Einleitung in die Bedeutung der Objektorientierung und Vorstellung der Zielsetzung dieser Arbeit.
II Begrifflichkeiten der Objektorientierten Programmierung: Detaillierte Erläuterung der Kernkonzepte wie Objekte, Klassen, Vererbung, Polymorphie und Kapselung.
III Zusammenhang OOA – OOD - OOP: Darstellung des dreiphasigen Modells der objektorientierten Systementwicklung von der Analyse über das Design bis zur Implementierung.
IV Kritik: Gegenüberstellung der Vorteile einer objektorientierten Struktur sowie der Risiken und Herausforderungen bei der Einführung.
V Schlussbetrachtung: Zusammenfassung der Kernergebnisse und Betonung der Notwendigkeit einer Wirtschaftlichkeitsprüfung vor der Einführung des Konzepts.
Schlüsselwörter
Objektorientierte Programmierung, OOP, Softwareentwicklung, Objekt, Klasse, Vererbung, Polymorphie, Kapselung, OOA, OOD, Datenabstraktion, Paradigmenwechsel, Wiederverwendbarkeit, Wartung, Wirtschaftlichkeit
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die theoretischen Grundlagen der objektorientierten Programmierung und bewertet deren Einsatz in der Softwareentwicklung kritisch.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die Definition objektorientierter Basiskonzepte, die Phasen der Systementwicklung und die ökonomische sowie organisatorische Bewertung des Konzepts.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, die Grundlagen der OOP verständlich darzustellen und durch eine kritische Würdigung der Vor- und Nachteile als Entscheidungshilfe für Softwareprojekte zu dienen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturrecherche und der systematischen Darstellung theoretischer Konzepte der Softwaretechnik.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Erläuterung technischer Begrifflichkeiten (Kapselung, Vererbung etc.), die Darstellung des OOA-OOD-OOP-Modells sowie eine abschließende Kritik.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem OOP, Objekt, Klasse, Vererbung, Kapselung, Wiederverwendbarkeit und Wirtschaftlichkeitsanalyse.
Was ist unter dem Geheimnisprinzip bei der Kapselung zu verstehen?
Es beschreibt, dass Attribute dem Verwender nicht direkt bekannt sind, um ungewollte Manipulationen zu verhindern und den Zugriff nur über definierte Schnittstellen (Methoden) zu erlauben.
Warum wird vor dem pauschalen Einsatz der OOP gewarnt?
Die Arbeit weist darauf hin, dass der Einsatz der OOP hohe Investitionskosten für Ausbildung und Tools erfordert und nicht für jedes Programmierproblem zwingend effizienter oder günstiger als prozedurale Ansätze ist.
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- Pamela Wittenberg (Author), 2005, Grundlagen der objektorientierten Programmierung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/48562