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Deine Rechte, deine Spielräume

Kennen Kinder und Jugendliche ihre Rechte?

Title: Deine Rechte, deine Spielräume

Term Paper , 2004 , 29 Pages , Grade: 1

Autor:in: Sabine Klatt (Author)

Sociology - Law and Delinquency
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Kennen Kinder und Jugendliche ihre Rechte? Wissen sie, wo sie geschrieben stehen und wie man sie bekommt? Werden sie überhaupt eingehalten? Gibt es Unterschiede zu „früher“ (zu „meiner Zeit“) oder hat sich seither nichts oder nicht viel geändert?

Im Artikel 1 unseres Grundgesetzes heißt es: „(1) Die Würde des Menschen ist unan-tastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“
Im Artikel 2 heißt es: „(1) Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit,...“ (vgl. GG 38. Auflage 2003, S. 15). Diese beiden Artikel gelten für alle Menschen; also auch für Kinder. Kinder werden allerdings nicht erwähnt, außer in Artikel 6. Dort heißt es u. a.: „(2) Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. Über ihre Betäti-gung wacht die staatliche Gemeinschaft. (3) Gegen den Willen der Erziehungsbe-rechtigten dürfen Kinder nur auf Grund eines Gesetzes von der Familie getrennt werden, wenn die Erziehungsberechtigten versagen oder wenn die Kinder aus anderen Gründen zu verwahrlosen drohen...“ (vgl. GG 38. Auflage 2003, S. 16)

Ist das tatsächlich so?
„Meine Rechte kann ich doch an der Tür abgeben“ denken viele Kinder und Jugendliche. „So lange du deine Füße unter meinen Tisch streckst, machst du, was ich dir sage“ – so reden auch heute noch viele Eltern. Kinder haben zu gehorchen, keine eigene Meinung zu haben; falls doch, dann dürfen sie sie nicht äußern, oder zumin-dest selten und schon gar nicht in der Öffentlichkeit.

Kinder und Jugendliche haben als Minderjährige, nicht die gleichen einklagbaren Rechte wie Erwachsene. Daher ist es wichtig, sie zu kennen.

Zunächst beschäftige ich mich in dieser Hausarbeit mit der UN-Kinderrechtskonvention. Im nächsten Kapitel gehe ich auf das Recht auf Leben, Identität und Herkunft ein. Danach auf das Recht auf gewaltfreie Erziehung, elterliche Sorge und das Recht auf Bildung, Glaubens- und Meinungsfreiheit. Anschließend beschäftige ich mich mit den Hilfen zur Erziehung, den privaten Rechten von Kindern und Jugendlichen und den Regelungen, ab wann ein Kind/ein Jugendlicher was tun darf. Im darauf folgenden Kapitel führe ich eigene Untersuchungen anhand von Interviews mit Jugendlichen und deren Eltern durch und schließe mit den Schlussfolgerungen und den Konsequenzen für die pädagogische Arbeit ab.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. UN-Kinderrechtskonvention

2.1. Gesetzliche Verankerung der Kinderrechte

3. Recht auf Leben und Identität

3.1. Recht auf Kenntnis der Herkunft

4. Recht auf gewaltfreie Erziehung; elterliche Sorge

4.1. Recht auf Bildung

4.2. Recht auf Glaubensfreiheit

4.3. Recht auf Meinungsfreiheit

5. Recht auf Erziehungshilfe

5.1. Hilfen zur Erziehung

6. Private Rechte

7. Regelung wann ein Kind / ein Jugendlicher was tun darf

8. Interviews: Fragen / Methoden

8.1. Auswertung

9. Fazit → Konsequenzen für die pädagogische Arbeit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Wissen von Kindern und Jugendlichen über ihre rechtlichen Spielräume und Rechte in Deutschland. Ziel ist es herauszufinden, ob Jugendliche ihre Rechte kennen, wo diese verankert sind, und welche Rolle die elterliche Aufklärung sowie die pädagogische Arbeit dabei spielen.

  • Grundlagen der UN-Kinderrechtskonvention und des Grundgesetzes.
  • Die gesetzliche Verankerung und Auslegung von Kinderrechten in Deutschland.
  • Rechte in den Bereichen Erziehung, Bildung, Meinungs- und Glaubensfreiheit.
  • Rechtliche Regelungen bezüglich Alter, Geschäftsfähigkeit und Ausgehzeiten.
  • Empirische Untersuchung durch Interviews mit Jugendlichen und Eltern.

Auszug aus dem Buch

4. Recht auf gewaltfreie Erziehung; elterliche Sorge

Im ursprünglichen Verständnis kommt das Wort Erziehung aus der Ökologie: Wie der Gärtner, der eine Pflanze zieht. Der Grundgedanke war: „Wenn die Pflanze gepflegt wird, kann sie wachsen und gedeihen. Macht nicht kaputt, was nicht kaputt ist.“ Erziehung geschieht nicht nur durch die Eltern, sondern auch durch einen jeden selbst und durch das allgemeine soziale System (Umfeld), wie z. B. Verwandte, Freunde, Schule, Arbeitgeber, Medien,... Erziehung findet immer in einer bestimmten Situation statt, die wiederum beeinflusst und bestimmt wird von der Umwelt und den darin agierenden Menschen und hat immer ein Erziehungsziel vor Augen. Die Erziehung des Kindes ist zweifellos der wichtigste und verantwortlichste Teil - ja das Kernstück der gesamten elterlichen Sorge. Denn fast alle Handlungen der Eltern geschehen unter Erziehungsaspekten und hier werden Weichen gestellt, die die Entwicklung des Kindes weit über seine Minderjährigkeit hinaus beeinflussen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Interesse der Autorin am Thema Kinderrechte ein und stellt die zentrale Frage, inwieweit Kinder ihre Rechte kennen und ob diese im Alltag eingehalten werden.

2. UN-Kinderrechtskonvention: Hier wird die Entstehung und Bedeutung der UN-Kinderrechtskonvention erläutert, die 1989 verabschiedet wurde und weltweit als Standard für Kinderrechte dient.

2.1. Gesetzliche Verankerung der Kinderrechte: Das Kapitel befasst sich mit dem Versuch, Kinderrechte explizit im deutschen Grundgesetz zu verankern, und zeigt den aktuellen Status als „Objekte“ familiärer Politik auf.

3. Recht auf Leben und Identität: Dieses Kapitel behandelt das grundlegende Recht auf Leben sowie den Anspruch des Kindes auf Identität, Name und Staatsangehörigkeit gemäß der UN-Konvention.

3.1. Recht auf Kenntnis der Herkunft: Hier wird die rechtliche Bedeutung der Abstammung und das Recht jedes Menschen erläutert, seine leiblichen Eltern zu kennen.

4. Recht auf gewaltfreie Erziehung; elterliche Sorge: Dieses Kapitel definiert Erziehung, erläutert die elterliche Sorge nach dem BGB und unterstreicht das gesetzliche Verbot von körperlicher und seelischer Gewalt.

4.1. Recht auf Bildung: Hier wird der Anspruch auf eine den Fähigkeiten entsprechende Ausbildung sowie die Schulpflicht und die Rolle der Eltern dabei diskutiert.

4.2. Recht auf Glaubensfreiheit: Dieses Kapitel beleuchtet das Spannungsfeld zwischen der Glaubensfreiheit des Kindes und dem Erziehungsrecht der Eltern.

4.3. Recht auf Meinungsfreiheit: Hier wird dargelegt, dass Kinder ein Recht darauf haben, ihre Meinung zu äußern und bei Entscheidungen angehört zu werden.

5. Recht auf Erziehungshilfe: Dieses Kapitel beschreibt das staatliche Unterstützungsangebot für Kinder und Jugendliche in Krisensituationen, insbesondere durch das Jugendamt.

5.1. Hilfen zur Erziehung: Hier wird der Prozess der Inanspruchnahme von Jugendhilfeleistungen und die Erstellung eines Hilfeplans durch das Jugendamt erklärt.

6. Private Rechte: Dieser Abschnitt behandelt private Sphären wie das Briefgeheimnis und das Recht auf Spiel und Erholung.

7. Regelung wann ein Kind / ein Jugendlicher was tun darf: Dies ist eine chronologische Übersicht der Rechte und Pflichten von der Geburt bis zur Volljährigkeit (z.B. Mofa fahren, Ausgehzeiten).

8. Interviews: Fragen / Methoden: Das Kapitel erläutert das methodische Vorgehen bei der Durchführung der Interviews mit Jugendlichen und Eltern.

8.1. Auswertung: Hier werden die Ergebnisse der Interviews präsentiert und die unterschiedlichen Wissensstände der befragten Jugendlichen analysiert.

9. Fazit → Konsequenzen für die pädagogische Arbeit: Das Fazit stellt fest, dass bei Kindern, Jugendlichen und Eltern großer Aufklärungsbedarf besteht und fordert eine stärkere Auseinandersetzung mit Kinderrechten im pädagogischen Alltag.

Schlüsselwörter

Kinderrechte, UN-Kinderrechtskonvention, Grundgesetz, elterliche Sorge, Erziehung, Rechtsfähigkeit, Jugendschutzgesetz, Jugendamt, Meinungsfreiheit, Religionsmündigkeit, Partizipation, pädagogische Arbeit, Aufklärung, Jugendhilfe, Kindeswohl

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit thematisiert die Rechte von Kindern und Jugendlichen in Deutschland, hinterfragt deren Kenntnisstand bezüglich dieser Rechte und analysiert, wie diese Rechte im Alltag durch Eltern und staatliche Instanzen umgesetzt werden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die UN-Kinderrechtskonvention, das elterliche Erziehungsrecht, der Jugendschutz, das Recht auf Bildung sowie die rechtlichen Altersgrenzen für verschiedene Tätigkeiten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage ist, ob Kinder und Jugendliche ihre eigenen Rechte kennen, wo diese festgeschrieben sind, und warum in diesem Bereich ein hoher Aufklärungsbedarf besteht.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Autorin führte eine qualitative Untersuchung in Form von Interviews mit Jugendlichen unterschiedlichen Alters sowie deren Eltern durch, um den Wissensstand zur Rechtslage praxisnah zu ermitteln.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine juristische Darstellung verschiedener Kinderrechte (z.B. Leben, Erziehung, Bildung) sowie die Auswertung der durchgeführten Interviews.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselwörter sind Kinderrechte, UN-Kinderrechtskonvention, elterliche Sorge, Jugendschutz, Partizipation und pädagogische Verantwortung.

Warum zeigt das Interview mit den Eltern ein problematisches Bild?

Das Interview offenbart, dass Eltern oft überfordert sind, ihre eigenen Autoritätsansprüche gefährdet sehen und die Rechte ihrer Kinder nicht hinreichend kennen oder zugunsten ihrer „väterlichen Autorität“ vernachlässigen.

Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich der pädagogischen Arbeit?

Die Autorin zieht das Fazit, dass ein eklatanter Aufklärungsbedarf besteht, da Kinder ihre Rechte mangels Information nicht wahrnehmen können und Institutionen wie Schulen dies bisher kaum thematisieren.

Excerpt out of 29 pages  - scroll top

Details

Title
Deine Rechte, deine Spielräume
Subtitle
Kennen Kinder und Jugendliche ihre Rechte?
Grade
1
Author
Sabine Klatt (Author)
Publication Year
2004
Pages
29
Catalog Number
V48579
ISBN (eBook)
9783638452496
ISBN (Book)
9783638659802
Language
German
Tags
Deine Rechte Spielräume
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sabine Klatt (Author), 2004, Deine Rechte, deine Spielräume, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/48579
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