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Motivation und Volition - Über das Setzen und Verwirklichen von Zielen

Title: Motivation und Volition - Über das Setzen und Verwirklichen von Zielen

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 21 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Eric Kolling (Author)

Pedagogy - General
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Nicht all unsere Handlungen führen wir aus, weil wir dazu motiviert sind. Ein Seminar etwa, welches ein Student aufgrund des Curriculums seines Studienfaches besuchen muss, dessen Inhalten er aber nichts abgewinnen kann, wird er als anstrengend erleben. Dennoch muss er auch hier seine Leistung bringen – ein Willensprozess ist dazu nötig. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Zusammenhang zwischen Motivation und Volition und geht insbesondere auf die Prozesse und Variablen ein, die bei der Volition eine Rolle spielen. Wie spielt Setzen und Verwirklichen von Zielen hier mit? Welche Bedingungen sind für eine Zielerreichung oder erfolgreiche Selbstregulation förderlich bzw. hinderlich. Um die Beantwortung dieser Fragen geht es in der vorliegenden Arbeit. Sie widmet sich zunächst den theoretischen Grundlagen, also etwa imperativen und sequentiellen Modellen von Motivation und Volition wie dem Rubikon-Modell. Auch die theoretische Fundierung von Kuhl Konzept der Handlungs- und Lageorientierung soll hier beleuchtet werden. Auch soll es darum gehen, in ausgewählten Testverfahren zu zeigen, wie volitionale Fähigkeiten und Schwächen gemessen werden können. Es soll herausgefunden werden, was Menschen unterscheidet, die ihre Ziele mehr oder weniger realisieren können. Zuletzt wird noch eine konkrete Anwendung vorgestellt, die Menschen mit Problemen bei der Zielerreichung helfen sollen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Zielkonzept

3 Sequentielle und imperative Konzepte des Willens

3.1. Sequentielle Konzeptionen

3.2. Imperative Konzeptionen

4. Setzen und Verwirklichen von Zielen

4.1. Allgemeines zu Zielen

4.2. Beschaffenheit von Zielen

4.3. Kuhls Theorie der Handlungskontrolle

4.4. Weitere Theorien zur Zielverwirklichung

4.5. Wirkung von Implementations-Absichten

4.6. Wirkung von Zielsetzung auf die Leistung

5. Testverfahren zur Messung volitionaler Komponenten

5.1. Der Selbstregulations- und Konzentrationstest für Kinder (SRST-K) und der Selbstregulations-Strategientest für Kinder (SRKT-K)

5.1.1. Begriff der Selbstregulation

5.1.2. Konzeption des SRKT-K

5.1.3. Zusammenhang zwischen SRST-K und SRKT-K

5.1.4. Testdurchführung des SRST-K

5.1.5. Testauswertung und –interpretation des SRST-K

5.2. Handlungs- und Lageorientierungsmessung mit dem HAKEMP

5.3. Das Selbststeuerungsinventar: Dekomponierung volitionaler Funktionen

6. Trainingsprogramm zur Schulung von Lern- und Volitionsstrategien für Studenten

7. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den engen Zusammenhang zwischen Motivation und Volition, um zu ergründen, welche Prozesse und Variablen für das erfolgreiche Setzen und Verwirklichen von Zielen entscheidend sind. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Bedingungen, die eine erfolgreiche Selbstregulation fördern oder behindern, sowie auf die Möglichkeiten der wissenschaftlichen Messung dieser volitionalen Fähigkeiten.

  • Theoretische Fundierung von Motivations- und Willensmodellen (u.a. Rubikon-Modell, Theorie der Handlungskontrolle).
  • Differenzierung zwischen motivationalen und volitionalen Steuerungsprozessen.
  • Analyse der Bedeutung von Implementations-Absichten für die Zielerreichung.
  • Vorstellung diagnostischer Testverfahren zur Erfassung von Selbstregulationsdefiziten.
  • Praktische Anwendung von Trainingsprogrammen zur Verbesserung von Lern- und Volitionsstrategien.

Auszug aus dem Buch

3.2. Imperative Konzeptionen

Neben den sequentiellen Konzeptionen lassen sich auch die imperativen, also befehlenden Konzeptionen anführen. Sie besagen, dass sich energische Willenshandlungen gegen andere, entweder habituelle, affektive oder motivierte Handlungsstendenzen richten. Willentliches Agieren ist demnach weniger die Ausführung der Handlung als vielmehr die Unterdrückung von Unlust. Willentliches Handeln setzt Bewusstheit von Zielen und eine Gelegenheit zur Handlungsausführung voraus. Solche Handlungen sind durch ein subjektives Anstrengungserleben gekennzeichnet. Motivational gesteuerte dagegen durch ein „Flusserleben“ - dabei ist man frei von Reflexionen über sich selbst. Man fühlt sich eins mit der Tätigkeit, die Zeit verstreicht subjektiv schneller, es kann sogar zum gänzlichen Verlust des Zeitempfindens kommen („Flowerleben“). Bei volitionalen Handlungen ist die Wahrnehmung auf die handlungsrelevanten Situationsreize eingegrenzt, irrelevante Aspekte werden ausgeblendet.

Die Funktion der Willenstätigkeit ist es dabei, eine andere als die gegenwärtige Antriebslage zu simulieren. So geschieht der Übergang von einer motivationalen in eine volitionale Phase. Die willentliche Handlungskontrolle geschieht über eine bewusste Kontrolle der Gedankeninhalte. Dadurch kann kurzfristig das ebenfalls im Bewusstsein repräsentierte Gefühl beeinflusst werden. Es ist allerdings zu erwähnen, dass Gefühle schwerer manipulierbar sind. So kann sich zum Beispiel jeder vorstellen, überfallen zu werden (Gedanke), doch wenn es in echt passiert, hat dies eine größere Tragweite (Gefühle). Sind Gedanken und Gefühle gleich, erfolgt eine motivationale Handlung. Sind Gedanken und Gefühle im Konflikt, so werden Gedanken erschaffen, die Motivation bilden um die Handlung auszuführen. Vor der Ausführung der Handlung wird das Gefühl „nach getaner Arbeit“ vorweggenommen (Anreizantizipation). Man kann Fähigkeiten zur motivationalen/volitionalen Handlungskontrolle üben. Je stärker die Emotion, desto schwerer das Gegenlenken.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit von Willensprozessen bei nicht intrinsisch motivierten Aufgaben und führt in die Thematik der Motivation und Volition ein.

2. Das Zielkonzept: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen des Zielbegriffs, ausgehend von behavioristischen Ansätzen bis hin zu modernen mentalistischen Theorien der Willenspsychologie.

3 Sequentielle und imperative Konzepte des Willens: Hier werden die beiden Hauptgruppen der Willensmodelle unterschieden: sequentielle Abläufe (z.B. Rubikon-Modell) und imperative Ansätze, die den Fokus auf die willentliche Handlungskontrolle legen.

4. Setzen und Verwirklichen von Zielen: Es wird analysiert, welche Kriterien (Wünschbarkeit/Machbarkeit) Ziele definieren und wie Kontrollstrategien sowie Implementations-Absichten die Zielerreichung beeinflussen.

5. Testverfahren zur Messung volitionaler Komponenten: Das Kapitel stellt verschiedene wissenschaftliche Methoden vor, mit denen volitionale Fähigkeiten gemessen und diagnostiziert werden können, insbesondere bei Kindern.

6. Trainingsprogramm zur Schulung von Lern- und Volitionsstrategien für Studenten: Dieses Kapitel stellt ein praktisches Beispiel für ein Interventionsprogramm dar, das mittels Self-Monitoring die Selbstregulationskompetenz von Studierenden verbessern soll.

7. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung bietet einen retrospektiven Überblick über die theoretischen Grundlagen, die diagnostischen Verfahren und den anwendungsbezogenen Teil der Arbeit.

Schlüsselwörter

Motivation, Volition, Selbstregulation, Zielsetzung, Zielverwirklichung, Handlungs- und Lageorientierung, Rubikon-Modell, Handlungskontrolle, Implementations-Absichten, Selbststeuerung, Kuhl, Lernstrategien, Volitionsstrategien, Prozeßdiagnostik, Selbstmonitoring.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem psychologischen Zusammenspiel von Motivation und Willen (Volition) sowie den Prozessen, die Menschen dabei unterstützen, ihre Ziele erfolgreich zu setzen und in die Tat umzusetzen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Ausarbeitung?

Zu den zentralen Themen gehören die theoretischen Grundlagen des Zielkonzepts, die Unterscheidung zwischen sequentiellen und imperativen Willensmodellen sowie die diagnostische Messung volitionaler Fähigkeiten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Bedingungen und Mechanismen zu identifizieren, die über den Erfolg oder Misserfolg beim Erreichen persönlicher Ziele entscheiden, und aufzuzeigen, wie diese durch Training verbessert werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse sowie der Auswertung empirischer Studien zur Wirksamkeit von Testverfahren und Trainingsprogrammen im Bereich der Selbstregulation.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden sowohl theoretische Konzepte (z.B. Rubikon-Modell, Theorie der Handlungskontrolle) erläutert als auch spezifische Messinstrumente (z.B. SRST-K, HAKEMP) und ein praktisches Trainingsprogramm für Studierende vorgestellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Motivation, Volition, Selbstregulation, Zielsetzung, Handlungs- und Lageorientierung sowie verschiedene Kontrollstrategien.

Was genau versteht Kuhl unter "Handlungskontrolle"?

Kuhl versteht darunter verschiedene Strategien, wie zum Beispiel Aufmerksamkeits- oder Emotionskontrolle, die dazu dienen, zielgerichtetes Handeln gegen innere oder äußere Widerstände abzuschirmen.

Worin liegt der Nutzen der Implementations-Absichten laut Gollwitzer?

Implementations-Absichten helfen dabei, durch eine präzise Planung von Wann, Wo und Wie, die Handlungsinitiation zu automatisieren, was die Zielerreichung beschleunigt und effizienter macht.

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Details

Title
Motivation und Volition - Über das Setzen und Verwirklichen von Zielen
College
Saarland University  (Fachbereich 5.1 Erziehungswissenschaft)
Course
Motivation und Volition – Über das Setzen und Verwirklichen von Zielen
Grade
1,7
Author
Eric Kolling (Author)
Publication Year
2004
Pages
21
Catalog Number
V48638
ISBN (eBook)
9783638452977
ISBN (Book)
9783638776455
Language
German
Tags
Motivation Volition Setzen Verwirklichen Zielen Motivation Volition Setzen Verwirklichen Zielen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Eric Kolling (Author), 2004, Motivation und Volition - Über das Setzen und Verwirklichen von Zielen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/48638
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