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Case Manager oder Koordinator? Die Rolle des Case Managements in der ambulanten und stationären Palliativversorgung

Title: Case Manager oder Koordinator? Die Rolle des Case Managements in der ambulanten und stationären Palliativversorgung

Term Paper (Advanced seminar) , 2016 , 24 Pages , Grade: 1

Autor:in: Karina Schürkens (Author)

Health - Public Health
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In der hier vorliegenden Arbeit, welche im Rahmen der Weiterbildung zum Case Manager an der BaWig in Essen als Abschlussarbeit erstellt wurde, geht es um die Frage, welche Aufgaben das Case Management im Bereich der palliativen Versorgung übernimmt und ob Unterschiede zwischen der stationären und der ambulanten Betreuung existieren.

Case Management im stationären Bereich hat sich mittlerweile etabliert, während im ambulanten Bereich der Versorgung sich das Case Management auf Grund verschiedener Faktoren nur langsam entwickelt. In der spezialisierten ambulanten palliativen Versorgung (SAPV) wird der Case Manager meist nicht als solcher benannt, sondern trägt den Namen Koordinator.

Aber was genau sind die Aufgaben eines ambulanten Case Managers im Bereich der Palliativversorgung und wo gibt es Unterschiede zu dem Arbeitsbereich des stationären Case Managers? Ist der Koordinator weniger als ein Case Manager und übernimmt tatsächlich nur die Aufgabe der Koordination, oder verbirgt sich hinter dem Begriff der Koordination doch mehr an Aufgaben. Macht es dann ggf. Sinn diesen Begriff in Zukunft auszuweiten, umzubenennen etc.

Im Rahmen dieser Arbeit soll der oben genannten Frage nachgegangen werden, indem zunächst das Fachgebiet der Palliative Care und dessen Aufgaben, Herausforderungen und Ziele beschrieben werden. Im Verlauf wird der Fokus dann auf den Bereich der ambulanten Versorgung und der daraus resultierenden Unterschiede im Vergleich zum stationären Case Management im Bereich der Palliativversorgung und auch den besonderen Herausforderungen im Vergleich zu anderen Fachgebieten gelegt. Hierfür werden die Rollen und Aufgaben des Case Managements näher beleuchtet.

Am Schluss soll dann die Frage beantwortet werden, welche Aufgaben den Koordinator genau von anderen Case Managern unterscheidet und ob es wirklich Unterschiede innerhalb des Fachgebietes gibt oder ob es lediglich an den allgemeinen Strukturen der stationären oder ambulanten Versorgung hängt.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Case Management und Palliativversorgung

2.1 Besonderheiten des Case Managements

2.2 Unterschiedliche Versorgungsbereiche und Aufgaben des Case Managements

2.2.1 Allgemeine Palliativversorgung

2.2.2 Spezialisierte Palliativversorgung

2.3 Case Management auf der Palliativstation

2.4 Case Management im Palliativ-medizinischen Konsildienst

2.5 Ambulante Versorgungsarten im Bereich der Palliativversorgung

3. Analyse des Case Management in der Palliativversorgung

3.1 Schnittstellen

3.2 Vernetzung

3.3 Kommunikation

3.4 Koordination

3.5 Finanzierung

3.6 Qualität

3.7 Prozesse

4. Ist der Case Manager ein Fallmanager oder ein Schnittstellenmanager?

5. Schlussbetrachtung/ Resümee/Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die spezifischen Aufgaben des Case Managements in der Palliativversorgung und analysiert, ob und inwiefern sich die Rollenprofile zwischen der stationären und ambulanten Betreuung – insbesondere im Kontext von Koordinatoren in der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV) – unterscheiden.

  • Strukturelle Analyse des Case Managements in der Palliative Care.
  • Differenzierung zwischen allgemeiner und spezialisierter Palliativversorgung.
  • Untersuchung von Schnittstellen, Vernetzung und Prozessqualität.
  • Klärung der Rollenverteilung zwischen Fallmanager und Schnittstellenmanager.
  • Bewertung von Finanzierungskonzepten und Herausforderungen in der Versorgung.

Auszug aus dem Buch

3.1 Schnittstellen

Als Case Manager im Sozial- und Gesundheitswesen bewegen wir uns überwiegend in sozialen Systemen. Sozialsysteme bestehen laut dem Soziologen Talcott Parsons aus wechselseitigen Handlungen, aus Interaktion oder aus Beziehungen. Renate Mayntz meint hierzu, dass jedes System ein dementsprechend eigenes System besitzt (vgl. Herrlein 2009, S. 33). Das heißt, dass jedes System seine eigenen Abläufe, Strukturen und Akteure hat – dies kann zu Problemen mit anderen Systemen innerhalb des Netzwerkes führen, da man ggf. auf andere Strukturen, Abläufe oder zeitliche Vorgaben oder Ressourcen stößt. Diese Strukturen oder Abläufe zwischen den verschiedenen Systemen kann man Schnittstellen nennen.

In manchen Kontexten wird der Case Manager auch als Schnittstellenmanager bezeichnet. Er soll zwischen den verschiedenen Systemen vermitteln, mit den unterschiedlichen Akteuren kommunizieren und dadurch Probleme in der Zusammenarbeit minimieren.

Die Abbildung 2 soll verdeutlichen wie vielen Schnittstellen das Case Management alleine im Bereich der Palliativversorgung besitzen kann.

Das Bild zeigt verschiedene Möglichkeiten von Schnittstellen, zu beachten ist, dass auch wieder jeder einzelne kleine Kreis erneut Schnittstellen hat, die unter Umständen auch innerhalb dieses Systems wieder neue Schnittstellen entwickelt, etc.. Dies kann die Arbeit schwierig gestalten, da von den Einzelnen Systemen zum Teil eigene – manchmal sogar widersprüchliche – Ziele verfolgt werden. So will der Palliativpflegedienst z.B. eine allumfassende Versorgung anbieten und demensprechend für eine bevorstehende Entlassung für alle Geschehnisse gewappnet sein und bestellt ggf. viele verschiedene Hilfsmittel und Materialien. Der Leistungsträger jedoch schaut eher auf die Kosten und versucht die demensprechend einige Hilfsmittel zunächst zu hinterfragen. Deshalb gilt es zu beachten, dass keine der eigenständigen Organisationen seine Eigenständigkeit verliert und dessen Grenzen und Möglichkeiten von den anderen Leistungserbringern anerkannt werden (vgl. Herrlein 2009, S. 87).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung gibt einen Überblick über die Entwicklung der Palliativmedizin, definiert die Rolle des Case Managements und führt in die zentrale Fragestellung der Arbeit ein.

2. Case Management und Palliativversorgung: Dieses Kapitel beschreibt die konzeptionellen Grundlagen des Case Managements und differenziert die unterschiedlichen Versorgungssettings von der allgemeinen bis zur spezialisierten Palliativversorgung.

3. Analyse des Case Management in der Palliativversorgung: Hier erfolgt eine detaillierte Untersuchung der zentralen Funktionsbereiche wie Schnittstellenmanagement, Vernetzung, Kommunikation, Koordination, Finanzierung, Qualität und der zugrundeliegenden Versorgungsprozesse.

4. Ist der Case Manager ein Fallmanager oder ein Schnittstellenmanager?: Das Kapitel beleuchtet kritisch die Rollenidentität des Case Managers und vergleicht das Profil des Fallmanagers mit dem des Koordinators in der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung.

5. Schlussbetrachtung/ Resümee/Ausblick: Die Arbeit fasst die Erkenntnisse zusammen, diskutiert den Bedarf an einheitlichen Begleitstrukturen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung des Fachgebiets.

Schlüsselwörter

Case Management, Palliative Care, Palliativversorgung, SAPV, Fallmanagement, Schnittstellenmanagement, Koordination, Versorgungsnetzwerke, Interdisziplinarität, stationäre Palliativversorgung, ambulante Palliativversorgung, Versorgungsplanung, Lebensqualität, DGCC, Hospizbewegung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle und den Aufgaben des Case Managements im Bereich der Palliativversorgung und untersucht Unterschiede in der Betreuung zwischen stationären und ambulanten Settings.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die Differenzierung zwischen allgemeiner und spezialisierter Palliativversorgung (SAPV), die Bedeutung von Netzwerken, Schnittstellenmanagement sowie die Prozess- und Ergebnisqualität in der Palliative Care.

Was ist die primäre Forschungsfrage der Arbeit?

Die Arbeit geht der Frage nach, ob der im ambulanten Bereich eingesetzte Koordinator tatsächlich nur koordinative Aufgaben übernimmt oder ob sich dahinter ein weitergehendes Aufgabenprofil verbirgt, das mit dem eines klassischen Case Managers vergleichbar ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit angewendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und Analyse aktueller Konzepte und Rahmenbedingungen des Case Managements im Gesundheitswesen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Versorgungsstrukturen, die Rolle des Case Managers in verschiedenen Settings (Station, Konsildienst, Ambulanz) sowie die kritischen Erfolgsfaktoren wie Kommunikation, Vernetzung und Finanzierung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Case Management, Palliative Care, SAPV, Fallmanagement, Schnittstellenmanagement, Koordination und Versorgungsnetzwerke.

Welchen Unterschied sieht die Autorin zwischen der stationären und ambulanten Rolle?

Im stationären Bereich agiert der Case Manager oft als Fallmanager mit enger persönlicher Patientenbindung, während im ambulanten SAPV-Bereich das Profil des "Schnittstellenkoordinators" überwiegt, der stärker auf organisatorischer Ebene tätig ist.

Warum wird die Bezeichnung "Koordinator" in der SAPV kritisch hinterfragt?

Die Autorin hinterfragt, ob die Bezeichnung "Koordinator" ausreicht oder ob die komplexen Aufgaben im ambulanten Sektor eine Ausbildung zum Case Manager erfordern, um Versorgungsabbrüche zu vermeiden und Qualitätsstandards zu halten.

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Details

Title
Case Manager oder Koordinator? Die Rolle des Case Managements in der ambulanten und stationären Palliativversorgung
College
Academy and sciences of health care
Course
Weiterbildung Case Management
Grade
1
Author
Karina Schürkens (Author)
Publication Year
2016
Pages
24
Catalog Number
V486462
ISBN (eBook)
9783668963702
ISBN (Book)
9783668963719
Language
German
Tags
Case Management Palliative Care Hospiz
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Karina Schürkens (Author), 2016, Case Manager oder Koordinator? Die Rolle des Case Managements in der ambulanten und stationären Palliativversorgung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/486462
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