Diese Arbeit untersucht die Frage, in welchem Umfang Emotionen das Gesprächsverhalten einer befragten Person im Interview verändern.
Um diese Frage zu klären, werden zunächst im theoretischen Teil Merkmale, Formen und Methoden des Interviews dargestellt. Darüber hinaus wird erklärt, worin sich das Interview von einem Gespräch unterscheidet. Im empirischen Teil werden dann unter deduktiver Vorgehensweise zwei Interviews aus dem Bereich Sport ausgewählt, gesprächsanalytisch transkribiert, analysiert und schließlich miteinander verglichen.
Da es sich bei dem Thema Interview um ein sehr weites Feld handelt, steht im empirischen Teil das journalistische Fernsehinterview, genauer das personalisierte Interview, im Fokus. Durch die Wahl des Fernsehinterviews sind nicht nur die verbale und paraverbale Kommunikation hörbar, sondern vor allem auch die nonverbale Kommunikation sichtbar, die auf der emotionalen Beziehungsebene eine große Rolle spielt. Dies ermöglicht eine Analyse auf allen relevanten Ebenen und somit eine verlässliche Schlussfolgerung zur Beantwortung der Forschungsfrage.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Theoretischer Teil – Das Interview
- Definition und Merkmale
- Formen
- Planung und Methoden
- Empirischer Teil – Transkription und Analyse
- Auswahl der Interviews und Begründung
- Die Person Per Mertesacker
- Transkription
- Analyse und Vergleich
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit untersucht, inwieweit Emotionen das Gesprächsverhalten einer befragten Person im Interview beeinflussen. Im Fokus steht das journalistische Fernsehinterview, genauer das personalisierte Interview.
- Definition und Merkmale des Interviews
- Unterschiedliche Formen des Interviews (Sach-, Meinungs-, personalisiertes Interview)
- Die Rolle der emotionalen Ebene im Interview
- Analyse der nonverbalen Kommunikation im Interview
- Vergleich von zwei Interviews aus dem Bereich Sport
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung
Der Text führt in die Bedeutung von Interviews im Kontext von Medien ein und hebt die Komplexität der Interaktion zwischen Interviewer und Befragtem hervor. Die Arbeit fokussiert auf die emotionale Ebene im Interview und stellt die Forschungsfrage nach dem Einfluss von Emotionen auf das Gesprächsverhalten des Befragten.
Theoretischer Teil – Das Interview
Definition und Merkmale
Dieser Abschnitt beleuchtet die Definition des Interviews und grenzt es vom natürlichen Gespräch ab. Er beschreibt die asymmetrische Rollenverteilung und die beiden Ebenen des Interviews: die inhaltliche Ebene mit Informationsziel und die emotionale Ebene mit nonverbalem Verhalten und der sozial-emotionalen Beziehung zwischen Interviewer und Befragtem.
Formen
Dieser Teil stellt unterschiedliche Interviewformen vor, darunter das Sachinterview, das Meinungsinterview und das personalisierte Interview. Die jeweiligen Informationsziele und die Fokussierung auf verschiedene Personengruppen werden erläutert.
Empirischer Teil – Transkription und Analyse
Dieser Teil beschreibt die Auswahl der Interviews, die Begründung der Auswahl und die Person Per Mertesacker, die im Interview befragt wird. Es werden die Methoden der Transkription und Analyse erläutert, sowie der Vergleich der beiden Interviews.
Schlüsselwörter
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Analyse von Interviews, insbesondere der emotionalen Ebene im Gesprächsverhalten. Die Kernthemen sind die Definition und Merkmale des Interviews, die verschiedenen Formen des Interviews, die Rolle der nonverbalen Kommunikation und die Analyse von zwei Interviews aus dem Bereich Sport.
Häufig gestellte Fragen
Wie beeinflussen Emotionen das Verhalten im Interview?
Emotionen verändern nicht nur die Wortwahl, sondern zeigen sich vor allem in der nonverbalen und paraverbalen Kommunikation (Mimik, Gestik, Tonfall).
Was unterscheidet ein Interview von einem normalen Gespräch?
Ein Interview hat eine asymmetrische Rollenverteilung, ein klares Informationsziel und folgt meist einer vorgegebenen Struktur durch den Interviewer.
Was ist ein personalisiertes Interview?
In diesem Interviewtyp steht die Persönlichkeit, die Meinung oder die Gefühlswelt des Befragten im Mittelpunkt, oft im journalistischen Kontext.
Warum wurde Per Mertesacker als Fallbeispiel gewählt?
Bekannt wurde Mertesacker durch ein emotionales Interview nach einem WM-Spiel, das ein hohes Maß an Affektivität und Spontaneität zeigte.
Welche Rolle spielt die nonverbale Kommunikation?
Sie vermittelt die emotionale Beziehungsebene und kann die Glaubwürdigkeit oder den Stresslevel des Befragten für den Zuschauer sichtbar machen.
- Citation du texte
- Marcel Gustke (Auteur), 2017, Formen der Affektivität und Spontaneität im Interview, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/486559