Grundlagen der Kosten- und Leistungsrechnung


Hausarbeit, 2017
19 Seiten, Note: 2,5

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnisverzeichnis

1.Einleitung

2.Grundbegriffe
2.1 Kosten und Aufwand
2.2 Leistung und Ertrag

3.Kostenartenrechnung
3.1 Materialkostenermittlung
3.2 Kalkulatorische Abschreibung

4. Kostenstellenrechnung
4.1 Gemeinkosten und Einzelkosten
4.2 Aufgaben der Kostenstellenrechnung

5. Kostenträgerrechnung
5.1 Aufgabenbereiche der Kostenträgerrechnung
5.2 Plankostenrechnung

6. Fazit

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnisverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten[1] [2]

1.Einleitung

Die vorliegende Arbeit thematisiert die Grundlagen der Kosten-und Leistungsrechnung. Es ist ein großer Teilbereich des internen Rechnungswesens. Dieses Verfahren dient zur Erhöhung der Betriebsbilanz und zur Auflistung der Kostenpunkte, hierzu werden Aufwendungen, Erträge, Kosten sowie Leistungen erfasst[3]. Der erste Teil widmet sich der terminologischen Klärungen. In den folgenden Teilen werden die dazugehörigen Sachgebiete, wie die Kostenartenrechnung, Kostenstellenrechnung und Kostenträgerrechnung behandelt und erläutert. Am Ende wird der Betriebsgewinn bzw. Betriebsverlust ermittelt. Die Kostenrechnung bewertet den sachzielbezogenen Werteverzehr und die Leistungsrechnung ist für die Erstellung der Leistung zuständig[4]. Das Ziel dieser Arbeit ist es, diese Teilbereiche und deren Aufgaben zu erläutern, um somit die Relevanz der Kosten-und Leistungsrechnung in der Welt der Betriebswirtschaftslehre zu verdeutlichen.

2.Grundbegriffe

2.1 Kosten und Aufwand

Kostenbegriff: In der Betriebswirtschaftslehre existiert kein exakter Gesichtspunkt über den Kostenbegriff. Deswegen werden zwei weitere Kostenbegriffe in Betracht gezogen, der wertmäßige und der pagatorische Kostenbegriff[5].

Wertmäßige Kosten: Güter und Dienstleistungsverzehr das notwendig war um eine bestimmte Leistung zu erbringen. Hier müssen noch die Zusatzkosten und Anderskosten berücksichtigt werden[6].

Pagatorische Kosten: Im Gegensatz zum wertmäßigen Kostenbegriff werden hierbei Güter und Dienstleistungen verbraucht, um eine Leistung in einer bestimmten Periode zu erstellen[7].

Aufwendungen: Aufwendung wäre eine Verminderung des Nettovermögens. Eine Verminderung kann durch eine Entnahme des eigenen Rohstoffes oder der Bestandsminderung an Erzeugnissen auftreten. Im Grunde resultiert sie aus Vermögensabnahme bzw. Vermögenszunahme[8].

Neutraler Aufwand: Dem neutralen Aufwand werden keine Kosten einbezogen, „weil der Verbrauch das Betriebsergebnis verzerren würde“[9]. Der neutrale Aufwand teilt auf in betriebsfremdem, periodenfremdem und außerordentlichem Aufwand.

- Ein betriebsfremder Aufwand wäre, wenn der Güterverzehr nicht betriebsbezogen ist also nicht dem Unternehmen dient. Dies wäre bei Spenden und der Verlust beim Wertpapierverkauf der Fall.
- Von periodenfremder Aufwand ist die Sprache, wenn in der Vorperiode ein Bedarf verursacht jedoch dort nicht vermerkt wurde. Dies würde bei Steuernachzahungen auftreten.
- Als außerordentlicher Aufwand gelten Brandschäden oder der Verkauf von Anlagevermögen. Der Aufwand ist nicht Leistungsprozess bezogen[10].

Hierbei ist noch zu unterscheiden in neutralem Aufwand und Zweckaufwand. Der Zweckaufwand dient nur dem Betriebszweck. Es entsteht durch betriebliche Leistungsprozesse, hierzu gehören Löhne, Rohstoffverbrauch sowie der Energieaufwand[11].

Was noch zum Kostenbegriff gehört sind die kalkulatorischen Kosten. Es wird nicht als Aufwand gesehen und stellt somit keine Ausgaben oder Auszahlungen dar, sondern hier wird der Verbrauch lediglich für die Kostenrechnung extra kalkuliert. Man unterscheidet zwischen Zusatzkosten und Anderskosten.

Dem Zusatzkosten stehen keine Aufwände gegenüber. Dazu gehören zB die Opportunitätkosten, kalkulatorische Unternehmerlöhne und kalkulatorische Mieten.

Bei den Anderskosten wird der Verbrauch als Aufwand gesehen, weil es durch betriebliche Leistungsprozesse entsteht wie zb kalkulatorische Abschreibungen[12].

2.2 Leistung und Ertrag

Leistung: Da auch beim Leistungsbegriff keine exakte Erklärung existiert, unterscheidet es sich zwischen der pagatorischen und der kostenorientierten Leistung. Die pagatorische Leistung basiert auf Einnahmen bzw. Erlöse für verbrauchte oder erstellte Güter. Deswegen ist die Auszahlung auch mit den Kosten verbunden. Die kostenorientierte Leistung wird bei innerbetrieblichen Güter angewendet. Im Grunde beschreibt der betriebliche Ertrag die Leistung eines Betriebes[13].

Ertrag: Obwohl die Leistung und der Ertrag die Verwertung von Gütern und Dienstleistungen abbilden und den Wertezuwachs darstellen, variiert sich der Ertrag in betrieblichen und neutralen Ertrag. Wobei der betriebliche Ertrag nur die Gewinne eines Unternehmens darstellt, unterteilt sich der neutrale Ertrag in drei weiteren Merkmale[14].

- außerordentlicher Ertrag: Diese Erträge findet man auch in der Gewinnrechnung und Verlustrechnung wieder. Ein Beispiel hierfür wäre der Verkauf von Anlagevermögen, der deutlich über den Buchwert liegen müsste.
- periodenfremder Ertrag: Wenn in der Vorperiode ein Wachstum stattgefunden hat, dort jedoch nicht berücksichtigt wurde. Die Steuererstattung für eine frühere Periode wäre ein periodenfremder Ertrag.
- betriebsfremder Ertrag: Wenn ein Unternehmer Spenden erhält oder Aktien verkauft die dem Betriebszweck nicht dienen, werden als betriebsfremder Ertrag bezeichnet[15].

2.3 Auszahlung und Einzahlung

Einzahlungen und Auszahlungen zeigen uns den Zahlungszufluss eines Betriebes. Die Einzahlung zeichnet sich aus der Mehrung des Geldmittels von einem Unternehmen aus. Die Zahlungen für Erzeugnisse, Verkäufe sowie Produktionen von Erzeugnissen sind Einzahlungen. Das Gegenstück zur Einzahlung ist die Auszahlung. Unter Auszahlung versteht man die Verminderung des Geldmittels. Zahlungen von Rechnungen sowie der Kauf von Rohstoffen zählt beispielsweise zur Auszahlung. Bei beiden spielt die Periode keine Rolle[16].

2.4 Gesamtkosten, fixe Kosten und variable Kosten

Gesamtkosten: Die Gesamtkosten entstehen durch die Addition von fixe Kosten und variable Kosten. Es lässt sich folgendermaßen darstellen:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Verlauf der Gesamtkosten[17]

Quelle: http://www.derdualstudent.de/fixe-und-variable-kosten.html

Fixe Kosten: Die fixen Kosten verlaufen bei einer Erhöhung der Produktionsmenge bzw. Absatzmenge konstant. „Ihre Stückkosten k fallen bei steigender Ausbringungsmenge stark ab und nähren sich bei sehr großer Ausbringungsmenge dem Wert Null“. Auch das Fixkostendegressionseffekt besagt, dass eine Division von Gesamtkosten durch die Beschäftigung die Durchschnittskosten sinken, weil sich identische fixe Kosten auf eine größere Ausbringungsmenge verteilen[18].

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Verlauf der Fixe Kosten[19]

Quelle: http://www.derdualstudent.de/fixe-und-variable-kosten.html

Variable Kosten: Es sind Kosten, die sich bei Änderung in Höhe der Absatzmenge variieren. Die variablen Kosten gibt es als[20]:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: Verlauf der variablen Kosten[21]

Quelle: http://www.derdualstudent.de/fixe-und-variable-kosten.html

Proportionale Kosten: Der Verlauf der Gesamtkosten bleibt proportional, wenn die Ausbringungsmenge weiterhin steigt. Konstant verläuft ihre Stückkosten.

Progressive Kosten: Bei steigender Ausbringungsmenge nehmen die Gesamtkosten sowie ihre Stückkosten zu.

Degressive Kosten: Diese Kosten fallen bei zunehmender Produktion auf. Denn hierbei wachsen zwar die Kosten gleichzeitig fallen jedoch ihre Stückkosten.

Regressive Kosten: Die variablen Gesamt- und Stückkosten fallen bei zunehmender Ausbringungsmenge. Wenn die Ausbringungsmenge stärker sinkt, nährt sich die Stückkosten dem Nullwert[22].

3.Kostenartenrechnung

Die Kostenartenrechnung ermittelt die Kosten die in einem Unternehmen entstehen und grenzt diese von Aufwendungen und Erträgen ab. Anschließend ist noch zu beachten, dass die anfallenden Kosten nicht mehrere Kostenarten eingegliedert werden[23].

3.1 Materialkostenermittlung

Um die Materialkosten zu erfassen kann man verschiedene Verfahren anwenden. Entweder verlaufen diese Verfahren periodisch oder permanent. Beim periodischen Verlauf, würde die Bewertung bis zum Periodenende laufen. Wenn aber jeder Zugang und Abgang aufeinander kalkuliert wird, ist es ein permanenter Ablauf.

Nun stelle ich die verschiedenen Verfahren kurz dar:

- Gewogener Durschnitt: mit dem periodischen Durschnittverfahren errechnet man, aus den Anfangsbeständen und den Zugängen, die Verbrauchsmenge.
- Gleitender Durschnitt: mit jedem Zugang wird ein neuer Durschnittpreis ermittelt anschließend mit jedem Abgang verrechnet.
- Fifi (first in first out): diese Verfahren sagt aus, dass das zuerst gelieferte Gut auch zuerst verbraucht wird.
- Lifo (last in first out): hierbei wird das zuletzt zugegangene Gut als erstes entnommen.
- Hifo (highest in first out): die teuersten Lieferungen werden zuerst verbraucht.
- Lofo (lowest in first out): wird angewendet, wenn die billigsten Beständen zuerst verbraucht werden müssen[24].

[...]


[1] Kerner, Prof. Dr. Udo Terstege Internes Rechnungswesen Skript Kapitel 2 S.26 (2017)

[2] Kerner, BWL helfer.de Divisionskalkulation – Unterteilung (02/2010)

[3] Vgl.Rechnungswesen-verstehen.de, KLR Grundlagen (2008-2016)

[4] Vgl. Prof. Dr. Udo Terstege Internes Rechnungswesen Skript Kapitel 1 Seite 4 (2017)

[5] Vgl. Josef Klock, Günter Sieben, Thomas Schildbach Kosten-und Leistungsrechnung Auflage 8 Seite 28, Werner (1999)

[6] Vgl. Prof. Dr. Udo Terstege Internes Rechnungswesen Skript Kapitel 1 Seite 14 (2017)

[7] Vgl. Welt der BWL Pagatorische Kosten (2011-2017)

[8] Vgl. Prof. Dr. Udo Terstege Internes Rechnungswesen Skript Kapitel 1 Seite 10 (2017)

[9] Kerner, Prof. Dr. Udo Terstege Internes Rechnungswesen Skript Kapitel 1 Seite 16 (2017)

[10] Vgl. Fandel, Fey, Heuft, Pitz, Kstenrechnung (2009) S.11

[11] Vgl. Josef Klock, Günter Sieben, Thomas Schildbach Kosten-und Leistungsrechnung (1999) S. 37

[12] Vgl. Günter Ebert Kosten-und Leistungsrechnung (2012) S.37

[13] Vgl. Prof. Dr. Stefan Dierkes Stichpunkte-BWL II Kosten-und Leistungsrechnung (2005)

[14] Vgl. Josef Klock, Günter Sieben, Thomas Schildbach Kosten-und Leistungsrechnung (1999) S.27f

[15] Vgl. Prof. Dr. Udo Terstege Internes Rechnungswesen Skript Kapitel 1 Seite 20 (2017)

[16] Vgl. Josef Klock, Günter Sieben, Thomas Schildbach Kosten-und Leistungsrechnung (1999) S.24f

[17] Der Dualstudent, Fixe und variable Kosten (2018)

[18] Vgl. Josef Klock, Günter Sieben, Thomas Schildbach Kosten-und Leistungsrechnung (1999) S.46

[19] Der Dualstudent, Fixe und variable Kosten (2018)

[20] Vgl. Kostenrechnung-Info die variablen Kosten (2007-2017)

[21] Der Dualstudent, Fixe und variable Kosten (2018)

[22] Vgl. Josef Klock, Günter Sieben, Thomas Schildbach Kosten-und Leistungsrechnung (1999)S.46f

[23] Vgl. Rechnungswesen-Portal.de Kostenartenrechnung (09.08.17)

[24] Vgl. Rechnungswesen-Portal.de Bewertungsvereinfachungsverfahren (08.09.17)

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten

Details

Titel
Grundlagen der Kosten- und Leistungsrechnung
Hochschule
Hochschule Bochum
Note
2,5
Autor
Jahr
2017
Seiten
19
Katalognummer
V486874
ISBN (eBook)
9783668947450
Sprache
Deutsch
Schlagworte
grundlagen, kosten-, leistungsrechnung
Arbeit zitieren
Abdullah Akay (Autor), 2017, Grundlagen der Kosten- und Leistungsrechnung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/486874

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