Das Unternehmen THOMAS PHILIPPS GmbH hat sich entschieden ein neues Warenverteilzentrum (WVZ) für das Distributionsgebiet Westdeutschland zu bauen, da das alte WVZ mehrere ablauforganisatorische Schwächen aufzeigt. Die Schwächenanalyse bringt hervor, dass erhöhte Kosten in den Bereichen Personal, Objekte, zeitlicher Ablauf und Transporte beinhaltet sind. Für den Neubau beauftragt PHILIPPS das Unternehmen LOCISTIC CONSULT GmbH, welches als Generalplaner sämtlicher Planungsaktivitäten, IT, Bau und das Projektmanagement sämtlicher Gewerke verantwortet. Die Aufgabenstellung und Zielsetzung beinhaltet Punkte, wie z.b., dass die aktuelle Organisationsstruktur von PHILIPPS nicht durch den Neubau verändert werden soll. Das grundsätzliche Merkmal eines WVZ ist, dass angelieferte Waren, welche nicht im Anschluss der Anlieferung unmittelbar benötigt werden, auf unbestimmte Zeit zur Bereitstellung in ein Lager, bis der Verkauf die Waren anfordert, kommen. Die Möglichkeiten zu technischen Ausgestaltung sind im WVZ sehr facettenreich. So gibt es eine Vielzahl an Lagerungssystemen, wie z.b. Regalsysteme oder Bodenlagerung, welche es jeweils in mehrere Einzelsysteme differenzieren lassen. Zudem müssen bei der Gestaltung sämtliche Aufgaben der einzelnen Funktionsbereiche im WVZ sorgfältig beachtet werden, um bei der Planung des WVZ allen Anforderungen gerecht zu werden.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Die Unternehmen Logistic Consult und Thomas Philipps
2.1 Unternehmensprofil Logistic Consult
2.2 Unternehmensprofil Thomas Philipps Sonderposten
2.3 Beziehung zwischen den Unternehmen
3 Die Ist-Situation der Logistik bei Thomas Philipps
3.1 Belieferungskonzept
3.2 Warenverteilzentrum Niemegk
3.3 Warenverteilzentrum Riemsloh
3.4 Zentrale Bissendorf
3.5 Aufgaben der Logistik
3.6 Schwächenanalyse Warenverteilzentrum Riemsloh
4 Aufgabenstellung und Zielsetzung
5 Das Warenverteilzentrum
5.1 Begriffsabgrenzung
5.2 Merkmale eines Warenverteilzentrums
5.3 Das Informationssystem im Warenverteilzentrum
5.4 Funktionale Bereiche im Warenverteilzentrum
5.4.1 Überblick Funktionsbereiche
5.4.2 Wareneingang
5.4.2.1 Aufgaben im Wareneingang
5.4.2.2 Gestaltung des Wareneingangs
5.4.3 Lager
5.4.3.1 Lageraufgaben
5.4.3.2 Lagerarten
5.4.3.3 Lagersysteme
5.4.4 Kommissionierung
5.4.4.1 Kommissionieraufgaben
5.4.4.2 Kommissioniersysteme
5.4.4.2.1 Informationssystem
5.4.4.2.2 Materialflusssystem
5.4.4.2.3 Organisationssystem
5.4.5 Cross-Docking
5.4.5.1 Aufgaben im Cross-Docking
5.4.5.2 Gestaltung des Cross-Docking
5.4.6 Warenausgang
5.4.6.1 Aufgaben des Warenausgangs
5.4.6.2 Gestaltung des Warenausgangs
6 Die Ablauforganisation im Warenverteilzentrum
6.1 Die Unternehmensorganisation
6.2 Begriffabgrenzung
6.3 Die Aufbauorganisation
6.3.1 Strukturen der Aufbauorganisation
6.3.2 Die Aufbauorganisation bei PHILIPPS
6.4 Gegenstand der Ablauforganisation
6.5 Begriffe der Ablauforganisation
6.5.1 Aufgaben
6.5.2 Objekte
6.5.3 Verrichtungen
6.5.4 Arbeitsanalyse
7 Begründung für ein zentrales Warenverteilzentrum
8 Systementwicklung des neuen Warenverteilzentrums
9 Prozesse im neuen Warenverteilzentrum
9.1 Überblick
9.2 Wareneingang und Kontrolle
9.3 Einlagerung
9.4 Nachschub und Reorganisationslauf
9.5 Transporte
9.6 Kommissionierung
9.7 Warenausgang
10 Die Planung der Kommissionierung
10.1 Kommissionierung als zentrales Thema
10.2 Systemplanung der Kommissionierung
10.2.1 Analyse
10.2.1.1 Mengen- und Strukturdaten als Planungsinstrument
10.2.1.2 Mengen- und Strukturdaten bei PHILIPPS
10.2.2 Systemfindung
10.2.3 Ergebnis der Systemplanung
10.2.3.1 Standardkommissionierung
10.2.3.1.1 Paletten-Fach-Kommissionierung
10.2.3.1.2 Teilentnahme
10.2.3.1.3 Schnelldreher
10.2.3.2 Maxi-Platten-Kommissionierung
10.2.3.2.1 Freilager
10.2.3.2.2 Kaltlager
10.2.3.3 Cross-Docking
10.3 Feinplanung für Standardkommissionierung
10.3.1 Prozesskostenrechnung
10.3.1.1 Gegenstand der Prozesskostenrechnung
10.3.1.2 Begriffe der Prozesskostenrechnung
10.3.1.3 Verfahren
10.3.1.4 Prozesskostenrechnung für die Standardkommissionierung
10.3.1.4.1 Aufgabenstellung
10.3.1.4.2 Darstellung der Kommissionierverfahren
10.3.2 Zusammenfassung und Ergebnis
11 Schlussbetrachtung
Zielsetzung & Themen
Die Diplomarbeit hat zum Ziel, ein Konzept für die Neuplanung eines zentralen Warenverteilzentrums (WVZ) für die Thomas Philipps GmbH zu entwickeln, um bestehende logistische Schwachstellen zu beheben und die Effizienz der Warenverteilung im Raum Westdeutschland zu optimieren.
- Analyse der Ist-Situation und Schwachstellen der aktuellen Logistik
- Konzeptionelle Neugestaltung der Ablauforganisation
- Planung der Kommissioniersysteme und technische Systementwicklung
- Durchführung einer Prozesskostenrechnung zur Optimierung der Kommissionierverfahren
- Berücksichtigung von Mengengerüsten und Strukturdaten zur Dimensionierung
Auszug aus dem Buch
5.4.4.1 Kommissionieraufgaben
Die Aufgabe bzw. der Vorgang in der Kommissionierung beinhaltet das Zusammenstellen bestimmter Teilmengen (Artikel) aus einer bereitgestellten Gesamtmenge (Sortiment) aufgrund von Bedarfsinformationen. Das Zusammenstellen erfolgt dabei von einem Kommissionierer, der Mensch oder Maschine sein kann, mit oder ohne Verwendung technischer Hilfsmittel, in einem bestimmten System von Prozessen. Die Grundfunktionen des Kommissionierers sind dabei Entnahme und Sammeln.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung moderner logistischer Prozesse für Handelsunternehmen ein und umreißt den methodischen Aufbau der Arbeit sowie die Zielsetzung des geplanten Warenverteilzentrums.
2 Die Unternehmen Logistic Consult und Thomas Philipps: Das Kapitel stellt die beiden kooperierenden Unternehmen vor, wobei der Fokus auf dem Dienstleister Logistic Consult und dem Handelsunternehmen Thomas Philipps liegt.
3 Die Ist-Situation der Logistik bei Thomas Philipps: Hier werden das aktuelle Belieferungskonzept, die bestehenden Standorte und die logistische Aufgabenstruktur detailliert analysiert und kritisch bewertet.
4 Aufgabenstellung und Zielsetzung: Dieses Kapitel definiert die Anforderungen an den Neubau des Warenverteilzentrums, um die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit zu sichern und definierte Schwachstellen zu eliminieren.
5 Das Warenverteilzentrum: Der Abschnitt erläutert die theoretischen Grundlagen, Merkmale und funktionalen Bereiche eines Warenverteilzentrums sowie die Rolle von Informationssystemen.
6 Die Ablauforganisation im Warenverteilzentrum: Hier werden die theoretischen Begrifflichkeiten und Grundlagen der Aufbau- und Ablauforganisation sowie der Arbeitsanalyse zur Strukturierung logistischer Prozesse dargelegt.
7 Begründung für ein zentrales Warenverteilzentrum: In diesem Kapitel wird die wirtschaftliche und logistische Notwendigkeit für die Zentralisierung der Lagerhaltung gegenüber dezentralen Ansätzen begründet.
8 Systementwicklung des neuen Warenverteilzentrums: Dieser Abschnitt widmet sich der konkreten Modulplanung für das neue Logistikzentrum am Standort Melle.
9 Prozesse im neuen Warenverteilzentrum: Hier werden die prozessorientierten Funktionen wie Wareneingang, Einlagerung, Kommissionierung und Warenausgang für den zukünftigen Betrieb beschrieben.
10 Die Planung der Kommissionierung: Das Kernkapitel befasst sich mit der detaillierten System- und Feinplanung der Kommissionierbereiche, unterlegt mit einer umfassenden Prozesskostenrechnung.
11 Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung der methodischen Vorgehensweise und einem Ausblick auf die strategische Bedeutung des neuen Planungsprojekts.
Schlüsselwörter
Warenverteilzentrum, Kommissionierung, Logistik, Ablauforganisation, Prozesskostenrechnung, Materialfluss, Lagerhaltung, Distributionslogistik, Thomas Philipps, Planung, Supply Chain Management, Standardkommissionierung, Teilentnahme, Schnelldreher, Systementwicklung
Häufig gestellte Fragen
Was ist das grundlegende Ziel der vorliegenden Diplomarbeit?
Das Ziel ist die Erstellung eines Konzepts für die Neuplanung eines Warenverteilzentrums für die Firma Thomas Philipps, um die Effizienz der Filialbelieferung zu verbessern.
Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus der Untersuchung?
Die Arbeit behandelt die Schwachstellenanalyse der Logistik, die Definition logistischer Prozesse, die Systemplanung der Kommissionierung und die wirtschaftliche Bewertung mittels Prozesskostenrechnung.
Wie lautet die zentrale Forschungsfrage der Arbeit?
Die Arbeit fokussiert sich auf die Frage, wie durch eine strategische Neuplanung der Ablauforganisation unter besonderer Berücksichtigung der Kommissionierung eine effiziente und zukunftssichere Logistik für das Unternehmen Thomas Philipps realisiert werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?
Der Autor nutzt die Prozesskostenrechnung als betriebswirtschaftliches Instrument, um verschiedene Kommissionierverfahren (PFK, TE, SD) zu bewerten und die Grenzkosten zu ermitteln.
Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil liegt der Fokus auf der Systemplanung der Kommissionierung, der detaillierten Beschreibung der Funktionsbereiche des neuen Zentrums sowie der prozesskostenbasierten Auswahl der Kommissioniermethoden.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Warenverteilzentrum, Kommissionierung, Logistik, Ablauforganisation, Prozesskostenrechnung, Materialfluss, Lagerhaltung, Distributionslogistik und Unternehmensplanung.
Warum ist das Verfahren der "Teilentnahme" (TE) für den Kunden so relevant?
Das TE-Verfahren ermöglicht die effiziente Abwicklung von Artikeln mit geringer Zugriffshäufigkeit, was aufgrund der ausgeprägten Sortimentsdynamik bei Thomas Philipps entscheidend für die Wirtschaftlichkeit ist.
Welche Rolle spielt die Prozesskostenrechnung bei der Feinplanung?
Sie dient dazu, eine verursachungsgerechte Zurechnung der Kosten auf die verschiedenen Kommissionierverfahren zu ermöglichen, um das jeweils kostengünstigste Verfahren für unterschiedliche Artikelgruppen zu identifizieren.
- Quote paper
- Dipl.-Betriebswirt Horst Planitzer (Author), 2003, Ablauforganisation im Warenverteilzentrum. Neuplanung unter besonderer Berücksichtigung der Kommissionierung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/48702