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Mittelalterliche Burgen in Schleswig-Holstein

Title: Mittelalterliche Burgen in Schleswig-Holstein

Seminar Paper , 2005 , 14 Pages , Grade: 2

Autor:in: Sebastian Baltz (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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Ich beschäftige mich in dieser Hausarbeit mit dem Thema „Mittelalterliche Burgen in Schleswig-Holstein“.
Mir war bis zur Auswahl dieser Thematik nie bewusst, dass in Schleswig-Holstein eine nicht unerhebliche Anzahl an Burgen vorhanden war. Nach neueren archäologischen Erkenntnissen existierten rund 400, die im Laufe des Mittelalters erbaut wurden. Diese stattliche Anzahl an Burgen ist innerhalb eines Zeitraumes von etwa 700 Jahren entstanden.
Das Spektrum reicht von den frühen Ringwallburgen der Slawen und Sachsen ab dem 8. Jahrhundert bis zu den spätmittelalterlichen Turmhügelburgen.
Im Rahmen dieser Arbeit möchte ich die Entwicklung des Burgenbaus in Schleswig-Holstein aufzeigen und die Gründe für ihre Entstehung beleuchten. Bei der näheren Untersuchung gehe ich zudem auf die verschiedenen Burgtypen und ihre Funktion für den Erbauer ein.
Zu Beginn werde ich kurz die Anfänge des Befestigungswesens aus der Jungsteinzeit behandeln, um dann auf den frühen Burgenbau durch die Slawen und Sachsen und später auf den hochmittelalterlichen Burgenbau durch die Schauenburger und Dänen einzugehen.
Ferner werde ich die verschiedenen Typen von Burganlagen und deren Funktion erläutern. Im weiteren Verlauf werden die hoch- und spätmittelalterlichen Entwicklungen des Burgenbaus in Schleswig-Holstein näher beschrieben. Anschließend werde ich zum besseren Hintergrundverständnis auch die politischen Ereignisse im mittelalterlichen Schleswig-Holstein anreißen und auf die daraus resultierenden Gründe für den Bau von Burgen eingehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Vom Ringwall zur hochmittelalterlichen Burg

1. Übersicht: von den Anfängen bis zum Mittelalter

2. Burgtypen: vom slawischen Ringwall zur Turmhügelburg

3. Zwei Beispiele: strategische Anlage und Funktion

4. Überblick: historische Hintergründe zum Burgenbau in Schleswig-Holstein

III. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Hausarbeit untersucht die historische Entwicklung des Burgenbaus in Schleswig-Holstein vom frühen Mittelalter bis zur Einführung der Artillerie. Das primäre Ziel ist es, die Gründe für die Entstehung verschiedener Burganlagen zu beleuchten, die unterschiedlichen Burgtypen (insbesondere Ringwallburgen und Turmhügelburgen) zu analysieren und deren strategische Funktionen sowie die politischen Rahmenbedingungen zu erläutern.

  • Entwicklung und Wandel des Burgenbaus über 700 Jahre
  • Vergleich zwischen sächsischen und slawischen Burgtypen
  • Strategische Bedeutung von Burganlagen an Gaugrenzen
  • Einfluss politischer Ereignisse und Adelsstrukturen
  • Übergang von Holz-Erde-Befestigungen zur "nassen Grabentechnik"

Auszug aus dem Buch

2. Burgtypen: vom slawischen Ringwall zur Turmhügelburg

Die schon erwähnten Erdwerke aus der Jungsteinzeit haben mit ihren Palisaden verstärkten Erdwällen und Gräben einen deutlichen Befestigungscharakter und dies, wie Arnold feststellt, „erstmals in der Urgeschichte!“. Die Funktion als Burg ist jedoch nicht belegbar. Es ist auch vorstellbar, dass diese Erdwerke auch als Kultbezirk, Viehkral oder Versammlungsort genutzt wurden.

Eindeutiger lässt sich der Burgcharakter an den Befestigungen aus dem frühen Mittelalter belegen. In dieser Zeit wurden geschlossene Erdwälle meist in runder Form mit vorgelagertem Graben angelegt, welche zum Teil palisadenverstärkt und mit einer Brustwehr ausgestattet waren. Hier ist jedoch zwischen sächsischer und slawischer Ausprägung zu unterscheiden.

Typisch für die in Wagrien von den Slawen errichteten Burgen waren kreisförmige Wallanlagen, die auch als Ringwälle bezeichnet werden. Diese slawischen Ringwallburgen wurden bevorzugt auf Inseln, Halbinseln, an Seen und in feuchten Niederungen gebaut, folglich in eher versteckter, verkehrsungünstiger Lage. Auf erhöhten Standorten wurden seltener Burganlagen gebaut. Ein Beispiel für eine derartige sogenannte Höhenburg ist die Anlage von Oldenburg in Holstein. Sie ist heute noch zu besichtigen und von beeindruckender Größe und Höhe. Typisch für die slawischen Burgen ist ihre Anordnung im beherrschten Territorium. Sie konzentrieren sich nicht entlang der Grenze, sondern verteilen sich in einem unregelmäßigen Netz über das gesamte Gebiet. Hierin ist wohl der deutlichste Unterschied zu den sächsischen Burganlagen zu sehen.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Der Autor führt in das Thema ein, erläutert die Bedeutung der archäologischen Funde von ca. 400 Burgen in Schleswig-Holstein und beschreibt die methodische Vorgehensweise der Arbeit.

II. Vom Ringwall zur hochmittelalterlichen Burg: Dieses Kapitel analysiert die zeitliche und typologische Entwicklung von Befestigungen, unterscheidet zwischen slawischen und sächsischen Bauweisen und beleuchtet die strategische Anlage am Beispiel Rendsburgs sowie den historischen Hintergrund der Region.

III. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Erkenntnisse, wobei die Kontinuität des Burgenbaus ab dem 8. Jahrhundert sowie die prägenden Zäsuren durch die Kolonisation und die Einführung der Artillerie hervorgehoben werden.

Schlüsselwörter

Schleswig-Holstein, Burgenbau, Mittelalter, Ringwallburg, Turmhügelburg, Motte, Slawen, Sachsen, Limes Saxoniae, Landesausbau, Territorialherrschaft, Rendsburg, Archäologie, Wehranlagen, Befestigung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Geschichte und Entwicklung mittelalterlicher Burganlagen in Schleswig-Holstein, von ihren frühen Formen im Mittelalter bis zu ihrer Ablösung durch Festungen in der Neuzeit.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der baulichen Evolution, den Unterschieden zwischen slawischen und sächsischen Organisationsformen, der strategischen Standortwahl und den politischen Bedingungen, die den Burgenbau beeinflussten.

Welches Ziel verfolgt der Autor mit dieser Hausarbeit?

Der Autor möchte die Entwicklung des Burgenbaus aufzeigen, die verschiedenen Burgtypen klassifizieren und die Gründe für deren Errichtung in den spezifischen politischen Kontexten der Region Schleswig-Holstein beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewandt?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf der Auswertung bestehender archäologischer Literatur und fachwissenschaftlicher Publikationen basiert.

Welche Inhalte deckt der Hauptteil der Arbeit ab?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Übersicht der Befestigungen, eine Typisierung (Ringwall vs. Turmhügelburg), eine Analyse strategischer Beispiele wie Rendsburg und einen historischen Überblick über die Einflussfaktoren.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Zentrale Begriffe sind neben der Geografie Schleswig-Holsteins vor allem die Begriffe Turmhügelburg, Ringwall, Limes Saxoniae, Adelsherrschaft und Festungsbau.

Welche Rolle spielten die Slawen beim Burgenbau?

Die Slawen errichteten bevorzugt kreisförmige Ringwallburgen in eher versteckten Lagen wie Inseln oder feuchten Niederungen, wobei sie ein unregelmäßiges Netz über das beherrschte Gebiet verteilten.

Warum finden sich in Dithmarschen kaum Burganlagen der Landesherren?

Dies ist darauf zurückzuführen, dass Dithmarschen erst sehr spät, im Jahr 1559, endgültig unter die Herrschaft des dänischen Königs unterworfen wurde und somit lange Zeit eine Sonderstellung einnahm.

Wie unterschied sich die Standortwahl der Sachsen von der der Slawen?

Die Sachsen bevorzugten trockenere Standorte oder Moränenkuppen und errichteten Sperrburgen gezielt an strategischen Einfallspunkten entlang der Gaugrenzen, um ihr Territorium aktiv zu schützen.

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Details

Title
Mittelalterliche Burgen in Schleswig-Holstein
College
University of Flensburg  (Institut für Geschichte und ihre Didaktik)
Course
Landesausbau und Territorialherrschaft in Norddeutschland im hohen Mittelalter
Grade
2
Author
Sebastian Baltz (Author)
Publication Year
2005
Pages
14
Catalog Number
V48768
ISBN (eBook)
9783638453684
Language
German
Tags
Mittelalterliche Burgen Schleswig-Holstein Landesausbau Territorialherrschaft Norddeutschland Mittelalter
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sebastian Baltz (Author), 2005, Mittelalterliche Burgen in Schleswig-Holstein, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/48768
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