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Probleme und Umsetzung bei der Implementierung der elektronischen Gesundheitskarte im deutschen Gesundheitswesen

Title: Probleme und Umsetzung bei der Implementierung der elektronischen Gesundheitskarte im deutschen Gesundheitswesen

Diploma Thesis , 2005 , 93 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Diplom Kaufmann (FH) Thomas Flügge (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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Die Kombination von Telekommunikation und Informatik, auch „Telematik“ genannt, beschreibt eine Technik, bei der man mit Hilfe von Computern versucht, den Informations- und Datenverkehr zu steuern. Die Telematik wird heutzutage schon in Alltagssituationen, wie zum Beispiel dem Online-Banking, genutzt. Im Rahmen einer Empfehlung der Initiative „Info 2000“2 wurden die Anwendungsmöglichkeiten von Informations- und Kommunikationstechnik in allen Bereichen unserer Gesellschaft dargestellt. Dabei wurden die Vorteile, die bei der Einführung der Telematik im Gesundheitswesen erwartet werden, unter der Rubrik Gesundheitsvorsorge und –versorgung beschrieben.

Hiernach eröffnet der Einsatz einer vernetzten Kommunikation im Gesundheitswesen die Möglichkeit, die stetig steigenden Informationsmengen zu bewältigen, sowie eine Verbesserung der Behandlungsqualität und eine Senkung der Kosten zu erreichen. Der Abschluss einer vom Rat für Forschung und Technologie beim Bundeskanzler beauftragten Studie kommt zu der Erkenntnis, das durch die Telemedizin als besondere Form der Telematik zwei wesentliche Probleme des Gesundheitswesens behoben werden können:
Zum einen kann durch die Verfügbarkeit aller behandlungsrelevanter Informationen zum Zeitpunkt und am Ort der Behandlung eine Verbesserung der Versorgungsqualität und damit eine Absenkung der Kosten erzielt werden; zum anderen stehen umfangreiche Krankheits- und Gesundheitsdaten zur Verfügung, die eine rationale Planung und Entscheidungsfindung im Gesundheitswesen ermöglichen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die neue Generation von Gesundheitskarten in Deutschland

2.1 Entstehung eines Novums im deutschen Gesundheitswesen

2.2 Gegenwärtiger Forschungs- und Entwicklungsstand

2.3 Ziele und Visionen einer verbesserten Kommunikation

2.4 Volkswirtschaftlicher Nutzen einer flächendeckenden elektronischen Kommunikation

2.4.1 Vorteile der elektronischen Gesundheitskarte gegenüber der gewohnten Krankenversicherungskarte

2.4.2 Subjektive Nutzenbetrachtung für den Patienten

2.4.3 Subjektive Nutzenbetrachtung für den Leistungserbringer

2.4.4 Individueller Nutzen für sonstige am deutschen Gesundheitswesen beteiligten Akteure

2.5 Optische Ausgestaltung der neuen Gesundheitskarte

3. Implementierung einer Telematik-Architektur im deutschen Gesundheitswesen

3.1 Szenario einer serverbasierten Lösung contra der Kartenlösung

3.2 Die Health Professional Card zur Authentifizierung

3.3 Rahmenarchitekturvorgaben zur Umsetzung der Telematikinfrastruktur

3.4 Lösungsansätze und Handlungsempfehlungen

3.5 Finanzierung des Gesamtkonzeptes

3.5.1 Bisherige Kostenentwicklung

3.5.2 Kalkulationen zur Gesamtkostenentwicklung

3.5.3 Träger und Verteilung der Kosten im Gesundheitswesen

3.5.4 Kosten-Nutzen-Analyse und Amortisation der Gesamtkosten

4. Problematik und Ausblick zur Einführung einer flächendeckenden Gesundheitskommunikation

4.1 Berücksichtigung des Datenschutz

4.1.1 Datenschutzrechtliche Gesetze

4.1.2 Umsetzung des Datenschutzes bei der Kommunikation innerhalb der Telematikinfrastruktur

4.1.3 Einrichtung einer Sicherheitsarchitektur zum Schutz der Telematikplattform

4.2 Barrieren und Probleme bei der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte

4.2.1 Widerstand durch Ärzte und Patienten

4.2.2 Kritik an der Effizienz der Nutzeneinsparungen

4.2.3 Finanzielle Belastung eines reformbedürftigen Gesundheitswesens

4.2.4 Problematik zur Anwendung der eGK in besonderen Situationen

4.3 Zukünftige Erweiterungsoptionen der Telematikanwendung in Deutschland und Europa

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) und einer zugehörigen Telematikinfrastruktur im deutschen Gesundheitswesen. Ziel ist es, die technischen und organisatorischen Umsetzungsmöglichkeiten, die damit verbundenen Kosten-Nutzen-Aspekte sowie die auftretenden Implementierungsprobleme und Datenschutzbedenken kritisch zu analysieren.

  • Technologische Grundlagen der eGK und Telematikinfrastruktur
  • Kosten-Nutzen-Analyse und Finanzierungsmodelle für Leistungserbringer und Kostenträger
  • Datenschutzanforderungen und Sicherheitsarchitekturen
  • Barrieren bei der Akzeptanz durch Ärzte und Patienten
  • Zukünftige Perspektiven in Deutschland und Europa

Auszug aus dem Buch

2.1 Entstehung eines Novums im deutschen Gesundheitswesen

Bei einer so umfangreichen Reform wie die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte, empfiehlt sich ein Rückblick auf die Historiographie dieses Projektes. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts erschütterte der Skandal um das vom deutschen Pharmaunternehmen Bayer hergestellte Präparat Lipobay die internationale Bevölkerung. Besonders in den Vereinigten Staaten von Amerika sieht sich das Unternehmen einer Menge von Schadensersatzklagen gegenübergestellt. Bei der Einnahme des Cholesterin senkenden Medikamentes sind verheerende Nebenwirkungen aufgetreten, die teilweise sogar zum Tod des Patienten geführt haben.

Während als Hauptkritik inzwischen die intensive Vermarktung des Präparates durch den Bayer-Konzern, trotz der Kenntnis über ein erhöhtes Rhabdomyolyse-Risiko bei der Einnahme von Lipobay, beanstandet wird, stellte sich durch den Skandal vermehrt auch die Frage nach der allgemeinen Sicherheit durch die Einnahme und Wechselwirkungen von Arzneimitteln.

Dieser Skandal verschärfte auch die Intention der Bundesregierung, ein transparenteres Gesundheitswesen durch den Einsatz moderner Informationstechnologien zu erschaffen. „Die Fähigkeit, die Gesundheitsversorgung zu steuern, hängt alleine von der Nutzung von Informationen ab.“ Hinter dieser Überlegung verbergen sich Defizite des deutschen Gesundheitssystems, die darin bestehen, das das Vorhandensein einer Fülle von Informationen an unterschiedlichen Orten (z.B. bei Ärzte, Krankenhäuser, Krankenkassen) nur dann effizient genutzt werden kann, wenn ein gemeinsamer Zugriff auf diese Informationen ermöglicht wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt die Grundlagen der Telematik im Gesundheitswesen und das Ziel der Arbeit, die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte zu untersuchen.

2. Die neue Generation von Gesundheitskarten in Deutschland: Erläutert die Entstehung der eGK, aktuelle Forschungsstände, Ziele der Kommunikation sowie den Nutzen für Patienten, Leistungserbringer und Kostenträger.

3. Implementierung einer Telematik-Architektur im deutschen Gesundheitswesen: Behandelt die technischen Lösungsansätze, die Health Professional Card, die Rahmenarchitektur, Finanzierungsaspekte und die Amortisation.

4. Problematik und Ausblick zur Einführung einer flächendeckenden Gesundheitskommunikation: Analysiert den Datenschutz, auftretende Barrieren und Probleme bei der Einführung sowie zukünftige Erweiterungsmöglichkeiten in Europa.

5. Fazit: Fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Einführung der eGK als notwendige, wenn auch herausfordernde Innovation.

Schlüsselwörter

elektronische Gesundheitskarte, eGK, Telematik, Gesundheitswesen, Telematikinfrastruktur, eRezept, eArztbrief, Gesundheitsmodernisierungsgesetz, GMG, Datenschutz, Kosten-Nutzen-Analyse, Health Professional Card, HPC, Arzneimitteldokumentation, Patientensicherheit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit?

Die Arbeit analysiert die geplante Einführung der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) sowie der notwendigen Telematikinfrastruktur im deutschen Gesundheitswesen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit deckt technische Aspekte der Implementierung, finanzielle Analysen (Kosten-Nutzen), datenschutzrechtliche Rahmenbedingungen sowie Akzeptanzprobleme bei Ärzten und Patienten ab.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, die Voraussetzungen und Auswirkungen der eGK-Einführung zu beleuchten, um die Erfolgsaussichten sowie mögliche Hindernisse objektiv darzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse, vorhandene Studien und Gutachten (u.a. IBM Deutschland GmbH, Debold & Lux) sowie offizielle gesetzliche Grundlagen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der eGK-Technologie, die Implementierung der Telematikinfrastruktur, Finanzierungsfragen und eine detaillierte Auseinandersetzung mit der Datenschutzproblematik.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind eGK, Telematikinfrastruktur, eRezept, Datenschutz, Kosteneffizienz und Akzeptanz.

Wie bewertet der Autor die Widerstände von Ärzten?

Der Autor ordnet die Kritik der Ärzteschaft primär als Folge der finanziellen Belastungen durch notwendige Hardware-Investitionen und potenzielle Einnahmeverluste ein, weniger als bloße Datenschutzbedenken.

Warum ist die Amortisation des Projektes so umstritten?

Die Amortisationszeit hängt stark von den Produktions- und Distributionskosten für 80 Millionen Karten ab, wobei Experten und politische Akteure unterschiedliche Preisszenarien und Einsparpotenziale annehmen.

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Details

Title
Probleme und Umsetzung bei der Implementierung der elektronischen Gesundheitskarte im deutschen Gesundheitswesen
College
University of Applied Sciences Braunschweig / Wolfenbüttel
Grade
1,7
Author
Diplom Kaufmann (FH) Thomas Flügge (Author)
Publication Year
2005
Pages
93
Catalog Number
V48776
ISBN (eBook)
9783638453745
Language
German
Tags
Probleme Umsetzung Implementierung Gesundheitskarte Gesundheitswesen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom Kaufmann (FH) Thomas Flügge (Author), 2005, Probleme und Umsetzung bei der Implementierung der elektronischen Gesundheitskarte im deutschen Gesundheitswesen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/48776
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