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Strategische Netzwerke als interorganisatorische Kooperationsform - Darstellung und kritische Würdigung

Title: Strategische Netzwerke als interorganisatorische Kooperationsform - Darstellung und kritische Würdigung

Seminar Paper , 2005 , 33 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Martin Maurer (Author)

Leadership and Human Resources - Miscellaneous
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Summary Excerpt Details

In der Vergangenheit wurden im Rahmen mikroökonomischer Untersuchungen einzelne Unternehmen vielfach isoliert von ihrer Umwelt als unabhängig auf Märkten agierende Akteure dargestellt. Während Richardson (1972) eine Unternehmung noch als „an island of planned coordination in a sea of market relations“ sah, konnte in der Wirtschaftspraxis in den Folgejahren eine zunehmende Abkehr von dieser Modellvorstellung empirisch beobachtet werden. Zunehmend setzte sich die Ansicht durch, dass Unternehmen weniger als im Marktgeschehen individuell und isoliert agierende Marktteilnehmer zu betrachten seien, vielmehr ihr Handeln auch stets im Kontext mit ihrer Umwelt zu bewerten sei. „No business is an island“ konstatierten schließlich Håkansson und Snehota und sahen Unternehmen damit nun nicht mehr als „klar abzugrenzende Inseln im weiten Ozean“ des sie umgebenden Marktumfeldes. Während Perrow darauf hinwies, dass für die meisten Unternehmen gerade andere Organisationen einen fundamentalen Teil der relevanten Umwelt ausmachen, unterstrich Håkanson die herausragende Bedeutung der Beziehungen zu anderen Unternehmen mit dem Hinweis „realtionsships are one of the most valuable resources that any company possesses“.
So haben seit den 1980er Jahren kooperative Wettbewerbsstrategien und die Bildung von Unternehmensnetzwerken erheblich an Bedeutung gewonnen. Bei vielen Großunternehmen konnten Restrukturierungsmaßnahmen beobachtet werden, durch die eine Reduzierung der Wertschöpfungstiefe und eine Konzentration auf die eigenen Kernkompetenzen angestrebt werden sollte. Die für die Produktionsprozesse entscheidenden Ressourcen wurden von anderen Organisationen bezogen, internationale Märkte zunehmend über strategische Partnerschaften bzw. strategische Allianzen erschlossen.
Dieser Entwicklungstrend ist in verschiedenen Branchen sowohl der produzierenden Industrie als auch im Dienstleistungsgewerbe zu finden. War die Ausbildung netzwerkartiger Strukturen zwischen Herstellern und Zulieferern sowie Herstellern und Händlerorganisationen schon früh in der Automobilindustrie auszumachen, konnte sie vor allem in Form von Lizenzvereinbarungen auch in der stark auf Forschung & Entwicklung ausgerichteten biotechnologischen und pharmazeutischen Industrie beobachtet werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Kapitel 1 Ausgangssituation und Problemstellung

Kapitel 2 Formen der interorganisatorischen Zusammenarbeit: Definition und Abgrenzung einiger grundlegender Begriffe

2.1 Zum Begriff der Unternehmenskooperation

2.2 Zum Begriff des strategischen Netzwerkes

2.3 Strategisches versus regionales Netzwerk

Kapitel 3 Motive und Erklärungsansätze für die Entstehung strategischer Netzwerke

3.1 Allgemeine Motive für die Bildung von Netzwerken

3.2 Theoretische Erklärungsansätze für die Herausbildung strategischer Netzwerke

3.2.1 Der Transaktionskostenansatz

3.2.2 Der Ressourcen-Abhängigkeits-Ansatz

3.2.3 Der Interaktionsorientierte Netzwerkansatz

Kapitel 4 Strategische Netzwerke in der Praxis

4.1 Vorteile und Chancen, Nachteile und Risiken aus der Sicht der beteiligten Unternehmen

4.2 Management in strategischen Netzwerken

Kapitel 5 Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Gründe für die Entstehung strategischer Netzwerke als interorganisatorische Kooperationsform und analysiert deren Erscheinungsformen sowie Managementansätze. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, warum Unternehmen zunehmend von einer isolierten Marktstrategie zu kooperativen Netzwerkstrukturen übergehen und wie sich dieser Wandel aus Sicht der beteiligten Akteure bewerten lässt.

  • Grundlagen und Definitionen interorganisatorischer Zusammenarbeit
  • Motive für die Entstehung von Unternehmensnetzwerken
  • Wirtschaftstheoretische Erklärungsansätze (Transaktionskosten-, Ressourcen-Abhängigkeits- und Interaktionsansatz)
  • Chancen, Risiken und Nachteile der Netzwerkintegration
  • Managementfunktionen in strategischen Netzwerken

Auszug aus dem Buch

Kapitel 1 Ausgangssituation und Problemstellung

In der Vergangenheit wurden im Rahmen mikroökonomischer Untersuchungen einzelne Unterneh men vielfach isoliert von ihrer Umwelt als unabhängig auf Märkten agierende Akteure dargestellt. Während Richardson (1972) eine Unternehmung noch als „an island of planned coordination in a sea of market relations“ sah, konnte in der Wirtschaftspraxis in den Folgejahren eine zunehmende Abkehr von dieser Modellvorstellung empirisch beobachtet werden. Zunehmend setzte sich die An sicht durch, dass Unternehmen weniger als im Marktgeschehen individuell und isoliert agierende Marktteilnehmer zu betrachten seien, vielmehr ihr Handeln auch stets im Kontext mit ihrer Umwelt zu bewerten sei.

„No business is an island“ konstatierten schließlich Håkansson und Snehota (1989) und sahen Unternehmen damit nun nicht mehr als „klar abzugrenzende Inseln im weiten Ozean“ des sie umgebenden Marktumfeldes. Während Perrow (1989, S. 173) darauf hinwies, dass für die meis ten Unternehmen gerade andere Organisationen einen fundamentalen Teil der relevanten Umwelt ausmachen, unterstrich Håkanson (1987, S. 10) die herausragende Bedeutung der Beziehungen zu anderen Unternehmen mit dem Hinweis „realtionsships are one of the most valuable resources that any company possesses“.

So haben seit den 1980er Jahren kooperative Wettbewerbsstrategien und die Bildung von Unter nehmensnetzwerken erheblich an Bedeutung gewonnen. Bei vielen Großunternehmen konnten Re strukturierungsmaßnahmen beobachtet werden, durch die eine Reduzierung der Wertschöpfungstiefe und eine Konzentration auf die eigenen Kernkompetenzen angestrebt werden sollte (vgl. Praha lad/Hamel 1991). Die für die Produktionsprozesse entscheidenden Ressourcen wurden von anderen Organisationen bezogen, internationale Märkte zunehmend über strategische Partnerschaften bzw. strategische Allianzen erschlossen.

Zusammenfassung der Kapitel

Kapitel 1 Ausgangssituation und Problemstellung: Dieses Kapitel skizziert den Wandel von isolierten Marktakteuren hin zu vernetzten Unternehmensstrukturen aufgrund veränderter wirtschaftlicher Umweltbedingungen.

Kapitel 2 Formen der interorganisatorischen Zusammenarbeit: Definition und Abgrenzung einiger grundlegender Begriffe: Hier werden zentrale Begriffe wie Unternehmenskooperation und strategisches Netzwerk definiert sowie von anderen Formen der Zusammenarbeit abgegrenzt.

Kapitel 3 Motive und Erklärungsansätze für die Entstehung strategischer Netzwerke: Das Kapitel beleuchtet allgemeine Beweggründe und theoretische Modelle zur Erklärung der Netzwerkbildung, insbesondere den Transaktionskosten-, Ressourcen-Abhängigkeits- und Interaktionsansatz.

Kapitel 4 Strategische Netzwerke in der Praxis: Hier werden die Vorteile, Chancen, Nachteile und Risiken von Netzwerken analysiert und Aspekte des Managements in Netzwerkorganisationen erörtert.

Kapitel 5 Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse: Dieses Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse der Untersuchung zur Herausbildung und kritischen Würdigung strategischer Netzwerke zusammen.

Schlüsselwörter

Strategische Netzwerke, Unternehmenskooperation, Transaktionskosten, Ressourcen-Abhängigkeits-Ansatz, Interaktionsorientierter Netzwerkansatz, Wettbewerbsvorteile, Kernkompetenzen, Risikomanagement, Fokalunternehmen, Keiretsu, Regionale Netzwerke, Vertrauen, Netzwerkmanagement, Outsourcing, Effizienzsteigerung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Herleitung und praktischen Bedeutung strategischer Netzwerke als moderne Form der interorganisatorischen Zusammenarbeit.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf den Motiven für die Netzwerkbildung, den theoretischen Erklärungsmodellen für deren Entstehung sowie den Chancen und Risiken, die mit einer solchen Organisationsstruktur verbunden sind.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Gründe für die Entstehung strategischer Netzwerke zu identifizieren und diese Kooperationsform kritisch im Hinblick auf Wettbewerbsvorteile und unternehmerische Autonomie zu würdigen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturrecherche basiert, um verschiedene wirtschaftswissenschaftliche Erklärungsmodelle auf das Phänomen der Netzwerke anzuwenden.

Welche Aspekte stehen im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil analysiert zum einen die theoretischen Fundamente der Netzwerkforschung und untersucht zum anderen die konkrete Ausgestaltung und das Management solcher Kooperationen in der Wirtschaftspraxis.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie strategische Netzwerke, interorganisatorische Kooperation, Transaktionskostentheorie, Ressourcen-Abhängigkeits-Ansatz und Wettbewerbsstrategien beschreiben.

Warum ist das Vertrauen ein so entscheidender Faktor in dieser Untersuchung?

Vertrauen wird als „Klebstoff“ bezeichnet, der die losen Kopplungen im Netzwerk stabilisiert, Transaktionskosten senkt und den Austausch von Ressourcen ermöglicht, ohne dass eine reine hierarchische Kontrolle erforderlich ist.

Was unterscheidet ein strategisches Netzwerk von einem regionalen Netzwerk?

Während strategische Netzwerke meist von einem Fokalunternehmen geführt werden und international orientiert sind, zeichnen sich regionale Netzwerke durch räumliche Nähe, eine Vielzahl gleichberechtigter Akteure und das Fehlen einer zentralen Koordinationsinstanz aus.

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Details

Title
Strategische Netzwerke als interorganisatorische Kooperationsform - Darstellung und kritische Würdigung
College
University of Hagen  (Lehrstuhl für BWL, insbesondere Personalführung und Organisation)
Course
Seminar im Fach "Personalführung und Organisation"
Grade
1,7
Author
Martin Maurer (Author)
Publication Year
2005
Pages
33
Catalog Number
V48779
ISBN (eBook)
9783638453776
Language
German
Tags
Strategische Netzwerke Kooperationsform Darstellung Würdigung Seminar Fach Personalführung Organisation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Martin Maurer (Author), 2005, Strategische Netzwerke als interorganisatorische Kooperationsform - Darstellung und kritische Würdigung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/48779
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