Im Rahmen dieser Arbeit werden zwei Theorien vorgestellt und gegeneinander abgegrenzt.
Die erste Theorie, die in der Organisationsforschung zur Erklärung der Unterschiede in den Organisationsstrukturen eingesetzt wird, ist die Kontingenz-Theorie (Contingency Approach).
Diese Bezeichnung wurde von englischen Autoren eingeführt. Im deutschsprachigen Raum hat
sich die Bezeichnung „Situativer Ansatz“ durchgesetzt, so dass beide Begriffe synonym verwendet werden können. In dieser Arbeit wird die Bezeichnung „Situativer Ansatz“ verwendet.
Die zweite Theorie, die hier kurz vorgestellt wird, ist die Principal-Agent-Theorie. Diese Theorie beschäftigt sich mit der optimalen Vertragsgestaltung zwecks Beseitigung bestehender Informationsasymmetrie und Interessenkonflikte zwischen dem Prinzipal und dem Agent.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Wettbewerbspolitische Leitbilder
- „Vollkommene Konkurrenz“
- Modellprämissen
- Wettbewerbspolitische Maßnahmen
- „Workable Competition“
- „Konzept der optimalen Werbeintensität“ mit „weiten Oligopolen“
- „Freier Wettbewerb“
- Modellprämissen
- Wettbewerbspolitische Maßnahmen
- Das IMA-Konzept
- Beurteilung von Fusionen
- Wettbewerbsbeschränkende Maßnahmen
- Theoretische und empirische Grundlagen
- Das Arrow-Modell
- Ergebnisse empirischer Untersuchungen
- Wettbewerbspolitische Maßnahmen
- Ist das IMA-Konzept ein alternatives wettbewerbspolitisches Leitbild?
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Dieses Referat befasst sich mit der Frage, ob das Innovation Market Analysis-Konzept (IMA-Konzept) als ein alternatives wettbewerbspolitisches Leitbild gelten kann. Dazu werden zunächst verschiedene Wettbewerbsleitbilder erläutert und ihre Kriterien definiert. Anschließend wird das IMA-Konzept im Detail betrachtet, inklusive seiner theoretischen und empirischen Grundlagen. Schließlich wird geprüft, ob das IMA-Konzept die Anforderungen an ein wettbewerbspolitisches Leitbild erfüllt.
- Definition und Kriterien von Wettbewerbsleitbildern
- Analyse verschiedener Leitbilder, wie z.B. „Vollkommene Konkurrenz“ und „Workable Competition“
- Vorstellung des IMA-Konzepts und seiner theoretischen und empirischen Grundlagen
- Bewertung des IMA-Konzepts als alternatives wettbewerbspolitisches Leitbild
- Zusammenfassung der Ergebnisse und Schlussfolgerungen
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in die Thematik des Referats ein und erläutert die Fragestellung, die untersucht werden soll. Kapitel 2 bietet eine umfassende Übersicht über verschiedene wettbewerbspolitische Leitbilder, inklusive der „Vollkommenen Konkurrenz“, „Workable Competition“, „Weiten Oligopolen“ und „Freiem Wettbewerb“. Dabei werden die Modellprämissen und wettbewerbspolitischen Maßnahmen jedes Leitbildes detailliert beschrieben.
Kapitel 3 befasst sich mit dem IMA-Konzept und seiner Anwendung auf die Beurteilung von Fusionen und wettbewerbsbeschränkenden Maßnahmen. Die Kapitel behandelt auch die theoretischen und empirischen Grundlagen des IMA-Konzepts, einschließlich des Arrow-Modells und der Ergebnisse empirischer Untersuchungen.
Schlüsselwörter
Die wichtigsten Schlüsselwörter und Fokusthemen des Referats sind: Wettbewerbspolitik, Leitbild, Innovation Market Analysis (IMA), Vollkommene Konkurrenz, Workable Competition, Fusionen, Wettbewerbsbeschränkung, theoretische und empirische Grundlagen, Arrow-Modell, empirische Untersuchungen.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Innovation Market Analysis (IMA)-Konzept?
Das IMA-Konzept ist ein wettbewerbspolitischer Ansatz, der nicht nur den aktuellen Produktmarkt, sondern auch den Markt für zukünftige Innovationen und Forschung bei der Beurteilung von Wettbewerb einbezieht.
Gilt das IMA-Konzept als alternatives wettbewerbspolitisches Leitbild?
Die Arbeit untersucht, ob das IMA-Konzept die Kriterien eines Leitbildes erfüllt, indem es über traditionelle Modelle wie die „Vollkommene Konkurrenz“ hinausgeht und technologischen Fortschritt priorisiert.
Was ist der Unterschied zwischen „Vollkommener Konkurrenz“ und „Workable Competition“?
Vollkommene Konkurrenz ist ein theoretisches Idealmodell. „Workable Competition“ (funktionsfähiger Wettbewerb) erkennt an, dass reale Märkte Unvollkommenheiten haben, aber dennoch gesellschaftlich erwünschte Ergebnisse liefern.
Wie werden Fusionen nach dem IMA-Konzept beurteilt?
Bei Fusionen wird geprüft, ob der Zusammenschluss die Innovationskraft mindert, indem potenzielle Wettbewerber im Bereich Forschung und Entwicklung (F&E) ausgeschaltet werden.
Welche Rolle spielt das Arrow-Modell im IMA-Konzept?
Das Arrow-Modell liefert theoretische Grundlagen zur Frage, ob Wettbewerb oder Monopole stärkere Anreize für Innovationen bieten, was zentral für die wettbewerbspolitische Bewertung ist.
Was versteht man unter dem „Situativen Ansatz“ in der Organisationsforschung?
Der Situative Ansatz (Contingency Approach) besagt, dass es keine universell beste Organisationsstruktur gibt, sondern dass diese von der jeweiligen Situation und dem Umfeld des Unternehmens abhängt.
- Quote paper
- Ludmila Detzel (Author), 2002, Die Innovation Market Analysis - Ein alternatives wettbewerbspolitisches Leitbild?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/48804