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Das Diktat im Deutschunterricht

Title: Das Diktat im Deutschunterricht

Term Paper , 2005 , 19 Pages , Grade: 2

Autor:in: Christina Lücht (Author)

Didactics - German Studies
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"Das Diktat wird als ökonomische und objektive Form der Leistungsmessung angesehen, wobei als selbstverständlich unterstellt wird, dass damit auch die gesamte Rechtschreibfähigkeit und vor allem ihr zentraler Teil gemessen werden kann und nicht nur eine Teilfähigkeit." [Wespel, 2004, Seite 14]
Mit diesem Zitat wird im Ansatz die Problematik der Diktatdiskussion deutlich. Immer wieder setzen sich Pädagogen mit der Bedeutung und Sinnhaltigkeit vom Einsatz des Diktats im Deutschunterricht auseinander und diskutieren die Validität des Diktats. Trotz jahrelanger Kritik an der Diktatpraxis wird diese Unterrichtsmethode immer noch angewandt und ist durch die Rahmenrichtlinien immer noch vorgeschriebener Bestandteil des Unterrichts. [vgl. Der niedersächsische Kultusminister, 1984, Seite 32ff]
Was ist aber eigentlich genau ein Diktat und welche Bedeutung im Rechtschreibprozess wird ihm zugeschrieben? Worin liegen die Vor- und Nachteile des Diktats? Welche Bedeutung haben die Diktate heutzutage eigentlich noch im Deutschunterricht? Welche alternativen Möglichkeiten zum Diktat werden in der Literatur vorgeschlagen? Mit diesen Fragen möchte ich mich in dieser Ausarbeitung auseinandersetzen. Dafür werde ich im ersten Teil der Hausarbeit eine kurze Einführung in das Thema Diktat geben, indem ich den Begriff definiere und seine Relevanz für das Rechtschreiblernen deutlich mache. Darauf folgend werde ich mich mit verschiedenen kritischen Stellungnahmen zur Diktatpraxis auseinandersetzen sowie Vor- und Nachteile dieser Methode aufzeigen. Da das Diktat in reiner Form immer noch angewandt wird, werde ich aufgrund der vehementen Kritik einen Mindestanforderungskatalog ausarbeiten. Anschließend möchte ich Alternativen zur klassischen Diktatpraxis beleuchten. Als Abschluss dient ein Fazit mit persönlicher Stellungnahme.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Definition und Relevanz des Diktats

2.1 Vorgaben in den Rahmenrichtlinien Deutsch für die Grundschulen Niedersachsens

2.2 Bedeutung des Diktats im Rechtschreiblernprozess

3 Anforderungen an das Diktat und Diktatkritik

3.1 Kritik am klassischen Diktat

3.2 Anforderungen an das Diktat im Unterricht

4 Alternativen zum klassischen Diktat

4.1 Alternative Diktatformen

4.2 Einsatz von Wörterbüchern im Diktat

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle des Diktats im modernen Deutschunterricht. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob und in welcher Form das Diktat trotz intensiver fachdidaktischer Kritik weiterhin sinnvoll als Methode der Rechtschreibförderung und Leistungsmessung eingesetzt werden kann.

  • Historische und aktuelle Bedeutung des Diktats
  • Kritische Auseinandersetzung mit der klassischen Diktatpraxis
  • Mindestanforderungen an zeitgemäße Diktatformen
  • Vorstellung innovativer Alternativen zum klassischen Diktat
  • Integration von Hilfsmitteln wie dem Wörterbuch im Rechtschreiblernprozess

Auszug aus dem Buch

Kritik am klassischen Diktat

Die Auseinandersetzung mit der Sinnhaltigkeit und Bedeutung von Diktaten in der Schule ist keine neue Diskussion, welche erst in den letzten Jahren entstanden ist. Bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts kehrte sich beispielsweise Wilhelm Harnisch vom häufigen Diktieren ab. Darauf forderten andere Pädagogen um 1890, den Einsatz von Diktaten als Übung im Rechtschreibunterricht ganz zu unterlassen. Trotz anhaltender Kritik blieb das Diktat weiterhin Bestandteil des Rechtschreibunterrichts. Erst circa 80 Jahre später, nach 1970, wurde wieder stärker gegen Diktate dementiert.

Ein in der aktuellen Literatur immer wieder auftretender wichtiger Kritikpunkt betrifft die unnatürliche Situation während des Diktats. Dem Diktat wird vorgeworfen, dass es keiner realen alltäglichen Schreibsituation entspricht, wenn einer Person nur durch das Gehör Worte geboten werden, welche sie dann unter Berücksichtigung orthographischer Regeln niederschreiben muss. Erika Brinkmann führt darüber hinaus an, es gäbe keine „Berufsgruppen, die diese Fähigkeit noch beherrschen müssten“.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik ein, warum Diktate trotz Kritik ein fester Bestandteil des Deutschunterrichts bleiben, und skizziert das Ziel der Hausarbeit.

2 Definition und Relevanz des Diktats: Hier wird das Diktat terminologisch bestimmt und seine Bedeutung im Rechtschreiblernprozess sowie die rechtlichen Vorgaben in Niedersachsen erläutert.

3 Anforderungen an das Diktat und Diktatkritik: Dieses Kapitel setzt sich mit der Kritik am klassischen Diktat auseinander und formuliert einen Mindestanforderungskatalog für einen sinnvollen Einsatz.

4 Alternativen zum klassischen Diktat: Hier werden verschiedene alternative Diktatformen sowie der Einsatz von Wörterbüchern als methodische Möglichkeiten vorgestellt.

5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert die persönliche Auffassung der Autorin zum Stellenwert des Diktats.

Schlüsselwörter

Diktat, Rechtschreibunterricht, Orthographie, Diktatkritik, Leistungsmessung, Didaktik, Rechtschreiblernen, Differenzierung, Grundschule, Wörterbuch, Eigendiktat, Dosendiktat, Kassettendiktat, Kommentiertes Diktat, Schleichdiktat.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert kritisch die Methode des Diktats im Deutschunterricht und untersucht, wie diese an moderne pädagogische Standards angepasst werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die Definition des Diktats, die Kritik an traditionellen Vorgehensweisen, die Vorstellung alternativer Diktatformen und der Einsatz von Hilfsmitteln wie Wörterbüchern.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Nutzen des Diktats zu hinterfragen und Möglichkeiten aufzuzeigen, wie das Rechtschreiben kindgerecht und effektiv gefördert werden kann, ohne Schüler durch starre Prüfungssituationen zu demotivieren.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die verschiedene fachdidaktische Positionen und Richtlinien zusammenführt, ergänzt um eine Reflexion eigener praktischer Erfahrungen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die detaillierte Kritik am klassischen Diktat sowie die ausführliche Darstellung praxisnaher Alternativen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Diktatkritik, Rechtschreiblernen, Differenzierung und verschiedene spezifische Diktatformen wie das Eigendiktat oder das Dosendiktat.

Wie unterscheidet sich das Dosendiktat vom klassischen Diktat?

Beim Dosendiktat liegt der Fokus auf der individuellen Differenzierung und dem visuellen Lernen, da Schüler den Text in ihrem eigenen Tempo aus Vorlagen zusammensetzen und selbst kontrollieren.

Warum wird im Rahmenrichtlinien-Beispiel ein "Mindestanforderungskatalog" gefordert?

Da das Diktat laut Richtlinien kaum vollständig abzulösen ist, stellt Wolfgang Menzel diesen Katalog auf, um den Einsatz von Diktaten pädagogisch vertretbar und stressreduzierter zu gestalten.

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Details

Title
Das Diktat im Deutschunterricht
College
University of Hannover  (Didaktik der Deutschen Sprache und Literatur)
Course
Leistung und Benotung im Deutschunterricht
Grade
2
Author
Christina Lücht (Author)
Publication Year
2005
Pages
19
Catalog Number
V48835
ISBN (eBook)
9783638454261
ISBN (Book)
9783638597753
Language
German
Tags
Diktat Deutschunterricht Leistung Benotung Deutschunterricht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christina Lücht (Author), 2005, Das Diktat im Deutschunterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/48835
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