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Gary Kuehn: Untitled (1969). Die Gebärde im "Flächen-Gefängnis" - ein abstrakter Expressionismus?

Title: Gary Kuehn: Untitled (1969). Die Gebärde im "Flächen-Gefängnis" - ein abstrakter Expressionismus?

Seminar Paper , 2005 , 16 Pages , Grade: gut

Autor:in: Anna-Lena Henkel (Author)

Art - Painting
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Summary Excerpt Details

Im Mittelpunkt dieser Seminararbeit steht das Gemälde UNTITLED , welches von Gary Kuehn 1969 geschaffen wurde. Der Künstler war beeinflusst von facettenreichen Gattungen und Stilen der amerikanischen Kunstszene nach 1945. Eine genaue Analyse der Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Kunst Jackson Pollocks (als Vertreter des abstrakten Expressionismus) und UNTITLED (1969) soll helfen, Gary Kuehn epochal einzuordnen; mit besonderem Hinblick auf die Zuordnung des vorliegenden Gemäldes. Dieses wird ebenso in den Werkzusammenhang des Künstlers gestellt. Besondere Beachtung bekommen auch die Grundzüge der Psychoanalyse, die Kuehns Kunst (-verständnis) neben vielen anderen, Kunst- bezogenen Einflüssen besonders geprägt haben. Eine Argumentation, die sich aus diesen Gesichtspunkten ergibt, wird helfen, die vielfältige und diffizile Haltung Gary Kuehns durchsichtiger zu machen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Gary Kuehn: UNTITLED (1969)

2.1 Bildbeschreibung

2.2 Einordnung des Gemäldes in das Gesamtwerk Gary Kuehns

3. Der Abstrakte Expressionismus Jackson Pollocks

4. Gegenüberstellung von Gary Kuehn und Jackson Pollock: Gefangene und freie Gebärden

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das 1969 geschaffene Gemälde "UNTITLED" von Gary Kuehn und analysiert dessen künstlerische Einordnung im Kontext der amerikanischen Kunstszene nach 1945. Ziel ist es, durch einen Vergleich mit dem Werk von Jackson Pollock und unter Einbeziehung psychoanalytischer Ansätze die spezifische, von "Freiheit und Zwang" geprägte künstlerische Haltung Kuehns zu verdeutlichen.

  • Analyse der Bildkomposition und Formensprache von Gary Kuehns "UNTITLED" (1969).
  • Vergleich der künstlerischen Methoden von Gary Kuehn und Jackson Pollock.
  • Untersuchung des Einflusses der Psychoanalyse auf Kuehns Kunstverständnis.
  • Diskussion über die Einordnung Kuehns in den "Abstrakten Expressionismus" und die "Minimal Art".
  • Reflektion über das Thema "Freiheit und Zwang" als grundlegende Philosophie des Künstlers.

Auszug aus dem Buch

2.1 Bildbeschreibung

Über das ganze Gemälde erstrecken sich gleichmäßige, aber nicht regelmäßige Filzstiftlinien, deren Farbigkeit von einem hellen Braun bis hin zu Schwarz bestimmt werden kann. Die Striche bilden keine Kreise, sondern gehen stets von einem zum nächstfolgenden oder gegenüberliegenden Bildrand, was mit der Herstellungsweise zu tun hat, auf die später eingegangen werden soll. Die Richtung der Linien ist zufällig. Häufig auftretende Knotenpunkte, die durch das Übereinandergreifen der Linien entstehen, garantieren der ganzen Komposition eine Form von Halt. Von dieser Festigkeit ausgehend lassen sich zwei augenscheinliche Ebenen beobachten, die das Gemälde in gewisser Weise gliedern und systematisieren:

Die erste Ebene findet sich in einem feingliedrigen Netz aus kleinen Vierecken wieder, das durch die Vielschichtigkeit der sich etliche Male kreuzenden Filzstiftlinien entsteht. Dieses Netzwerk bildet eine Art Hintergrund im Gemälde. Vordergründig etablieren sich auf der zweiten Ebene eher gröbere, kräftigere Striche, die ebenfalls zu einem Gitterwerk werden. Dies ist deutlich zum Hintergrund abgesetzt und zeigt somit auch einen schwungvolleren Charakter, als das kleinteilige Netzwerk der ersten Ebene. Auffallend sind die sich vor allem links von der Mittelachse befindenden, schwärzeren Linien. Hier liegt eine besondere Dichte vor, die auch durch das Überlappen einiger Linien entstanden sein könnte. Diese Art der Zufälligkeit wiederholt sich noch einige Male im Gemälde (zum Beispiel rechts unterhalb des Zentrums und am linken unteren Leinwandrand), ist jedoch an eben genannter Stelle am stärksten hervorgehoben.

Das Gemälde wirkt im Ganzen eher unruhig; auf den ersten Blick werden ausschließlich wirre Striche sichtbar. Ambivalenterweise schwingt aber auch eine Art von System mit, welches durch die Gleichmäßigkeit des Strichnetzwerkes bzw. der Linienführung, den angesprochenen Knotenpunkten und den unterschiedlichen Ebenen deutlich wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel stellt das Gemälde "UNTITLED" vor und umreißt die methodische Herangehensweise der Analyse unter Berücksichtigung von psychoanalytischen und kunsthistorischen Einflüssen.

2. Gary Kuehn: UNTITLED (1969): Hier erfolgt eine formale Bildbeschreibung sowie die Einordnung des Werkes in den biographischen und werkgeschichtlichen Kontext des Künstlers.

3. Der Abstrakte Expressionismus Jackson Pollocks: Das Kapitel erläutert die Grundsätze des Abstrakten Expressionismus und die Bedeutung von Jackson Pollock als dessen Leitfigur.

4. Gegenüberstellung von Gary Kuehn und Jackson Pollock: Gefangene und freie Gebärden: In diesem Hauptteil werden die unterschiedlichen künstlerischen Konzepte und Maltechniken beider Künstler direkt gegenübergestellt.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen und bestätigt die eigenständige Position Gary Kuehns innerhalb der Kunstgeschichte.

Schlüsselwörter

Gary Kuehn, UNTITLED, Abstrakter Expressionismus, Jackson Pollock, Action Painting, Psychoanalyse, Freiheit und Zwang, Geometrie, Formensprache, Filzstiftzeichnung, Bildkomposition, Moderne Kunst, Künstlerische Haltung, Minimal Art, Werkinterpretation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Seminararbeit analysiert das Gemälde "UNTITLED" (1969) von Gary Kuehn und untersucht dessen künstlerische Einordnung sowie die zugrunde liegende Philosophie des Künstlers.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Gegenüberstellung von "Freiheit und Zwang", die Bedeutung der Psychoanalyse für Kuehns Schaffen und die formale Auseinandersetzung mit Linienstrukturen und Geometrie.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage zielt darauf ab, zu klären, ob Gary Kuehns Kunst und speziell "UNTITLED" dem Abstrakten Expressionismus zugeordnet werden kann oder welche anderen Einflüsse seine Arbeit prägen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine komparative Methode, bei der das Werk von Kuehn mit den Ansätzen und Techniken von Jackson Pollock verglichen wird, ergänzt durch kunsthistorische Kontextualisierung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil liegt der Fokus auf der Bildbeschreibung, der biographischen Einordnung Kuehns, der Charakterisierung von Pollocks Aktionsmalerei und der detaillierten Gegenüberstellung beider Künstler.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Abstraktion, Gestik, Psychoanalyse, Kontrollierte Form, Liniengefüge und künstlerische Identität charakterisieren.

Warum spielt die Psychoanalyse eine Rolle für Gary Kuehn?

Kuehn nutzte psychoanalytische Konzepte, um sein eigenes künstlerisches Bedürfnis nach Kontrolle und den Umgang mit psychischen Zuständen durch seine Skulpturen und Zeichnungen greifbar zu machen.

Inwiefern unterscheidet sich Kuehn von den Minimalisten?

Obwohl Kuehn geometrische Formen nutzt, grenzt er sich von der "Minimal Art" ab, da er im Gegensatz zu dieser stets persönliche Erfahrung und komplexe psychologische Bedeutung in seine Werke integriert.

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Details

Title
Gary Kuehn: Untitled (1969). Die Gebärde im "Flächen-Gefängnis" - ein abstrakter Expressionismus?
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Philosophische Fakultät II. Kunstgeschichte)
Course
Positionen zeitgenössischer Kunst
Grade
gut
Author
Anna-Lena Henkel (Author)
Publication Year
2005
Pages
16
Catalog Number
V48845
ISBN (eBook)
9783638454346
ISBN (Book)
9783638751070
Language
German
Tags
Gary Kuehn Untitled Gebärde Flächen-Gefängnis Expressionismus Positionen Kunst
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anna-Lena Henkel (Author), 2005, Gary Kuehn: Untitled (1969). Die Gebärde im "Flächen-Gefängnis" - ein abstrakter Expressionismus?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/48845
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