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Narkolepsie. Wenn der Schlaf den Alltag regiert

Title: Narkolepsie. Wenn der Schlaf den Alltag regiert

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 35 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Susanne Wussow (Author)

Psychology - Clinical Psychology, Psychopathology, Prevention
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Diese Arbeit soll sich thematisch der "Schlafkrankheit" Narkolepsie widmen. Damit ist eine Krankheit betitelt, welche durch eine abnorme Tagesschläfrigkeit gekennzeichnet ist. Diese wird von einem Einschlafdrang begleitet, dem Betroffene sich de facto nicht widersetzen können. Dies und die Existenz einer Reihe von Begleitsymptomen bedeutet eine enorme Belastung, da auf diese Weise ein normaler Alltag, wie ihn Gesunde führen, kaum möglich ist. Bestimmend für den Tagesablauf von Narkoleptikern sind ihre Krankheit und das mit ihr einhergehende abnorme Schlafverhalten. Mich interessieren die Hintergründe der Narkolepsie, wie sie sich genau äußert, warum sie sich herausbildet und was dagegen getan werden kann.
Ich möchte in der Arbeit aufzeigen, wie genau sich die Krankheit symptomatisch äußert und inwiefern sich diese Symptome negativ auf das Leben der Patienten auswirken können. Dabei werde ich exemplarisch auf Susanne Schäfer Bezug nehmen, welche selbst von Narkolepsie betroffen ist und eine lange Leidensgeschichte vorweisen kann, vor allem, bevor die Krankheit bei ihr diagnostiziert wurde. Dabei wird mir ihr Erfahrungsbericht "Die 'Schlafkrankheit' Narkolepsie - Ein Erfahrungsbericht über Lachschlag, Schrecklähmung und Pennen in Pappkartons" (1998) als Grundlage dienen. Da dieses Buch in Romanform und mit nur schwacher Untergliederung verfasst ist, erfolgt jeweils ein Verweis auf die entsprechende Seitenzahl, so dass Interessierte das Beschriebene leicht selbst noch einmal nachlesen können. Die genannte Verzögerung der Diagnose, welche bei Susanne Schäfer vonstatten ging, ist leider bei einer enorm großen Anzahl von Betroffenen der Fall. Somit müssen Patienten oft viele Jahre lang unbehandelt mit ihrer Krankheit umgehen. Welche Verfahren nötig sind, eine Narkolepsie relativ zuverlässig diagnostizieren zu können, möchte ich im Mittelteil der Arbeit beschreiben. Im Folgenden soll der Frage nachgegangen werden, wie es zur Ausprägung einer Narkolepsie kommt und wie sich die Krankheit epidemiologisch in der Bevölkerung verteilt. Zu guter Letzt möchte ich darauf zu sprechen kommen, wie sich das Leben von Narkoleptikern mittels therapeutischer Maßnahmen in Richtung eines strukturierten Alltags lenken lässt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Vorwort

1 Definition und Begrifflichkeit

2 Symptomatik der Narkolepsie

2.1 Tagesschläfrigkeit und Einschlafattacken

2.2 Kataplexien

2.3 Hypnagoge und hypnopompe Halluzinationen

2.4 Schlafparalyse

2.5 Automatisches Handeln

2.6 Störung des Nachtschlafs

3 Beeinträchtigung verschiedener Lebensbereiche durch Narkolepsie

4 Diagnostik

4.1 Polysomnographie

4.2 Vigilanzmessung

4.2.1 Multiple Sleep Latency Test (MSLT)

4.2.2 Maintenance of Wakefulness- Test (MWT)

4.2.3 Visueller Vigilanztest

4.2.4 Pupillographie

4.3 HLA-DR15(2)- Bestimmung und Hypocretin- Messung

5 Ursachen der Erkrankung

6 Epidemiologie

7 Behandlungsmöglichkeiten

7.1 Verhaltensmaßregeln

7.1.1 Schlafhygiene

7.1.2 Copingstrategien

7.1.3 Echtlichttherapie

7.2 Medikamentöse Behandlung

7.2.1 Behandlung der REM- Schlaf- assoziierten Symptome

7.2.1.1 Antidepressiva

7.2.1.2 Monoaminooxidasehemmer

7.2.1.3 Gamma- Hydroxy- Buttersäure

7.2.2 Behandlung der NREM- Schlaf- assoziierten Symptome

7.2.2.1 Psychostimulanzien

7.2.2.2 MAO- Hemmer

Epilog

Zielsetzung und Themen

Diese Arbeit zielt darauf ab, ein tiefgreifendes Verständnis für die Narkolepsie, ihre Symptomatik und ihre Auswirkungen auf den Alltag der Betroffenen zu schaffen, während sie gleichzeitig diagnostische Verfahren und therapeutische Lösungsansätze beleuchtet.

  • Symptomatische Darstellung und klinische Manifestation der Narkolepsie
  • Psychosoziale Auswirkungen und Alltagsbelastungen für Patienten
  • Wissenschaftliche Diagnostikmethoden im Schlaflabor
  • Ätiologische Hintergründe und genetische Faktoren
  • Therapeutische Strategien und medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten

Auszug aus dem Buch

2.4 Schlafparalyse

Auch die Schlafparalyse ist REM- assoziiert. Mit dem Begriff ist eine Schlaflähmung bezeichnet, die in den meisten Fällen ihres Auftretens während des Einschlafens und nur selten in Aufwachphasen vorkommt. Die Patienten sind während der Schlafparalyse vollständig gelähmt und unfähig, sich zu bewegen. Lediglich die Augenbeweglichkeit ist uneingeschränkt. Das Bewußtsein der betroffenen Personen ist ungetrübt. Auch wenn dieser Zustand nur einige Sekunden bis mehrere Minuten anhält, kommt es betroffenen Personen subjektiv wie eine Ewigkeit vor.

Schäfer nennt diesen Zustand sehr anschaulich „aus der Traumschleife nicht herauskommen“. Traumschleife bedeutet für sie, dass sie ihrem Eindruck nach immer wieder zwischen Wachzustand und Traum hin und her pendelt, wobei sie über keinerlei Zeitgefühl verfügt. Dieser Zustand ist, besonders, wenn er zum ersten Mal auftritt, für die Patienten sehr beunruhigend, da es ihnen entgegen all ihren bewußten Bemühungen nicht gelingt, sich zu rühren.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Definition und Begrifflichkeit: Das Kapitel führt in das Krankheitsbild der Narkolepsie ein und erläutert die historische Entwicklung der Begriffsdefinition sowie die klassische Symptom-Tetrade bzw. Pentade.

2 Symptomatik der Narkolepsie: Hier werden die Kernsymptome wie Tagesschläfrigkeit, Kataplexien, Halluzinationen, Schlafparalyse und automatisches Handeln detailliert beschrieben und ihre Verbindung zu Schlafphasen erklärt.

3 Beeinträchtigung verschiedener Lebensbereiche durch Narkolepsie: Dieses Kapitel thematisiert die psychosozialen Folgen der Erkrankung, insbesondere die soziale Isolation und die berufliche Leistungsbeeinträchtigung der Betroffenen.

4 Diagnostik: Es werden die notwendigen klinischen Untersuchungsverfahren im Schlaflabor, wie die Polysomnographie, Vigilanztests und die genetische HLA-Bestimmung, umfassend dargestellt.

5 Ursachen der Erkrankung: Die möglichen ätiologischen Hintergründe, insbesondere genetische Faktoren und autoimmunologische Prozesse unter Einbeziehung von Hypocretin, werden in diesem Kapitel erörtert.

6 Epidemiologie: Das Kapitel gibt einen Überblick über die Verbreitung der Krankheit in der Bevölkerung und den typischen Erkrankungsverlauf vom Kindes- bis zum Erwachsenenalter.

7 Behandlungsmöglichkeiten: Hier werden sowohl verhaltenstherapeutische Ansätze wie Schlafhygiene als auch medikamentöse Therapien zur Linderung der REM- und NREM-assoziierten Symptome aufgezeigt.

Schlüsselwörter

Narkolepsie, Schlafstörungen, Tagesschläfrigkeit, Kataplexie, REM-Schlaf, Polysomnographie, Hypocretin, Schlafhygiene, Diagnose, Diagnostik, Symptomatik, Patientenversorgung, Medikamentöse Behandlung, Vigilanz, Schlafparalyse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich umfassend mit der Narkolepsie, einer chronischen Schlafstörung, und untersucht deren Symptome, Ursachen sowie die diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Zentrale Themen sind die verschiedenen Symptomkomplexe der Erkrankung, die Auswirkungen auf das Sozialleben und den Alltag, die differenzierte Diagnostik im Labor sowie medikamentöse und verhaltensorientierte Behandlungswege.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie die Krankheit symptomatisch auftritt, welche Belastungen für die Betroffenen entstehen und welche diagnostischen sowie therapeutischen Ansätze existieren, um einen strukturierten Alltag zu ermöglichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Erarbeitung genutzt?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse klinischer Studien sowie auf die qualitative Auswertung eines Fallbeispiels durch den Erfahrungsbericht einer betroffenen Person.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Symptomanalyse, eine Darstellung der psychosozialen Beeinträchtigungen, die Beschreibung diagnostischer Verfahren und eine Erörterung der medikamentösen sowie verhaltensorientierten Therapiemöglichkeiten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Dokument am besten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Narkolepsie, Schlafkrankheit, Diagnostik, Kataplexie, Schlafparalyse und Hypocretin charakterisiert.

Welche Bedeutung hat das HLA-DR15-Gen bei der Diagnostik?

Der Nachweis von HLA-DR15 dient als wichtige Unterstützung in der Differentialdiagnose, da eine sehr hohe Korrelation zwischen diesem genetischen Faktor und dem Vorliegen einer Narkolepsie besteht.

Warum ist die Unterscheidung zwischen REM- und NREM-Schlaf-assoziierten Symptomen wichtig?

Die Unterscheidung ist für die gezielte medikamentöse Behandlung entscheidend, da REM-assoziierte Symptome wie Kataplexien anders therapiert werden als NREM-assoziierte Symptome wie die extreme Tagesschläfrigkeit.

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Details

Title
Narkolepsie. Wenn der Schlaf den Alltag regiert
College
Free University of Berlin  (Fachbereich für Erziehungswissenschaft und Psychologie)
Course
Diagnostik und Therapie von Schlafstörungen
Grade
1,3
Author
Susanne Wussow (Author)
Publication Year
2004
Pages
35
Catalog Number
V48850
ISBN (eBook)
9783638454377
ISBN (Book)
9783638597760
Language
German
Tags
Narkolepsie Wenn Schlaf Alltag Diagnostik Therapie Schlafstörungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Susanne Wussow (Author), 2004, Narkolepsie. Wenn der Schlaf den Alltag regiert, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/48850
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