Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › World History - Early and Ancient History

Caesars Dictatur

Title: Caesars Dictatur

Seminar Paper , 2005 , 13 Pages , Grade: Sehr gut

Autor:in: Kerstin Aigner (Author)

World History - Early and Ancient History
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Diese Seminararbeit analysiert das Thema „Caesars Dictatur.“ Zu Beginn möchte ich einen groben Überblick über den römischen Staat in den Jahren 49 bis 44 geben, der zugleich auch als Einführung in das Thema dienen soll. Anschließend werde ich den Begriff Consulat erörtern und hinterher einen Einblick in Caesars Consulate geben. Die beiden anschließenden Kapiteln sind der Dictatur allgemein und Caesars Dictatur im Besonderen gewidmet. Im Folgenden werde ich über die wissenschaftliche Kontroverse bezüglich seiner dictatura perpetua schreiben sowie Ciceros Erwartungen an Caesar und die Vorteile einer Dictatur gegenüber einem Consulat kurz anschneiden. Im Anschluss daran werde ich auf Caesars Regierungsstil eingehen und ein weiteres kontroverses Thema der Forschung vorstellen, nämlich ob Caesar eine Monarchie anstrebte. Der Schlussteil dieser Arbeit befasst sich mit Caesars Vollmachten und Rechten sowie seinen Plänen und Re-formen.
Der römische Staat bestand in den Jahren 49 - 44 hauptsächlich aus Caesar. Im Dezember 49 wurde er vom Praetor M. Aemilius Lepidus, durch eine Ausnahmegenehmigung, zum Dictator ernannt. Seine Hauptaufgabe war es damals , in Rom eine Wahl durchzuführen. Das Wahlergebnis war nicht überraschend. Caesar selbst wurde gemeinsam mit Publius Servilius Isauricus zum Consul gewählt. Ende Dezember 49 legte er seine erste Dictatur, die nur 11 Tage dauerte nieder, und nahm 48 seine zweite Consulatsstelle an. Nach dem Sieg über Pompeius wollte Caesar seine Herrschaft im Osten sichern und seine Macht spürbar machen. Nachdem aber in wenigen Monaten sein Consultsamt auslief, forderte er seine Anhänger in Rom auf, dem Senat den Vorschlag zu unterbreiten, dass er für ein Jahr zum Dictator zu ernennen sei. Das hätte seine Macht legal verlängert ohne dass er sich schon wieder um das Consulat zu bewerben hatte . Der Senat konnte sich diesem Vorschlag auch nicht entziehen und gewährte ihm im Herbst 48 für 47 eine einjährige Dictatur mit dem Auftrag zur Wiederherstellung von Ruhe und Frieden. Das nächste Konsulat für 46, und somit sein drittes, übernahm er wieder selbst gemeinsam mit M. Lepidus. Gegen Jahresende rückte er wieder ab, um nach Afrika überzusetzen. Im April 46 siegte Caesar in Thapsos über die Pompeianer wobei aber die Söhne des Pompeius nach Spanien entkommen konnten. Rom reagierte auf den Sieg in Thapsos mit einer neuen Flut von Ehrungen und Vollmachten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Consulat

2.1. Caesars Consulate

3. Die Dictatur

3.1. Caesars Dictatur

4. Caesars Regierungsstil

5. Caesar – ein Monarch?

6. Caesars Vollmachten und Rechte

6.1. Entscheidungsbefugnis über Krieg und Frieden

6.2. Freie Verfügungsgewalt über die Soldaten und Finanzhoheit

6.3. Ansiedelungsprogramm und Koloniegründung

7. Caesars Reformen und Pläne

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Arbeit analysiert die staatsrechtliche Ausgestaltung der Diktatur Caesars, untersucht seinen Regierungsstil sowie die historisch kontroverse Frage nach seinem angestrebten Monarchiestatus und bewertet seine Vollmachten, Reformen und politischen Pläne.

  • Strukturanalyse des römischen Staates zwischen 49 und 44 v. Chr.
  • Untersuchung der Konsulate und des Diktaturamtes Caesars.
  • Diskussion über die Ambitionen zur Etablierung eines Königtums.
  • Analyse der administrativen Vollmachten und der Auswirkungen auf den Senat.
  • Bewertung von Reformmaßnahmen und Zukunftsplänen Caesars.

Auszug aus dem Buch

3. Die Dictatur

Das Amt des Dictators gehörte zur Magistratur, die eine staatliche Institution der Republik war. Er zählte genauso wie die Consuln und die Praetoren zu den höheren Beamten, die militärische Kommandobefugnis (imperium) hatten. Der Dictator im eigentlichen Sinn war ein Notstandsbeamter, dem alle Vollmachten zu Teil wurden, um eine Notlage zu beseitigen. Ursprünglich traten auch alle anderen Beamten zurück. Später blieben die ordentlichen Magistraten im Amt, die aber in der Hierarchie unter dem Dictator standen und er war verpflichtet, einen Reiterführer (magister equitum) als Hilfsbeamten zu ernennen. Für den Dictator galt nicht das Prinzip der Kollegialität und war auch von der Volkswahl ausgenommen d.h. ein Dictator wurde nicht gewählt sondern von einem Consul bestimmt, weil schlichtweg keine Zeit vorhanden war um eine Wahl zu organisieren.

Aber auch der Consul entschied nicht von sich aus, wer Dictator wurde sondern folgte den Anweisungen des Senats. Die Amtszeit eines Dictators dauerte nicht länger als sechs Monate. Sollte bis dahin das Problem nicht behoben sein, wurde gegebenenfalls im folgenden Jahr ein neuer Dictator bestimmt. Der Senat bestimmte nicht nur, wer Dictator wurde sondern auch, ob ein Notstand ausgerufen wurde. Unter einer Notlage verstand man in früheren Zeiten immer eine äußere Bedrohung seitens eines Feindes. Aus diesem Grund hieß der Dictator früher auch dictator rei gerundae causa (res gerere, „Krieg früheren“).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Überblick über den römischen Staat zwischen 49 und 44 v. Chr. sowie Einleitung in die Themenbereiche Konsulat, Diktatur und die wissenschaftliche Kontroverse um Caesars Herrschaftsambitionen.

2. Das Consulat: Erläuterung der republikanischen Ämterlaufbahn und der Prinzipien der Annuität und Kollegialität.

2.1. Caesars Consulate: Analyse der von Caesar bekleideten fünf Konsulate und Diskussion über die theoretische Möglichkeit eines Dauerkonsulats.

3. Die Dictatur: Historische Einordnung des Notstandsamtes des Diktators in der römischen Republik und die Abgrenzung von der klassischen Diktatur zur Zeit Caesars.

3.1. Caesars Dictatur: Wissenschaftliche Auseinandersetzung über den genauen Zeitpunkt des Beginns der lebenslangen Diktatur unter Berücksichtigung von Münzanalysen.

4. Caesars Regierungsstil: Darstellung der Machtverschiebung hin zu einem persönlichen „Kabinett“ Caesars unter Umgehung formaler Senatsabläufe.

5. Caesar – ein Monarch?: Gegenüberstellung der drei Forschungsmeinungen zur Frage, ob Caesar ein hellenistisches Königtum oder Gottkönigtum anstrebte.

6. Caesars Vollmachten und Rechte: Untersuchung der spezifischen Befugnisse wie die Kontrolle über Krieg und Frieden sowie die Finanz- und Militärhoheit.

6.1. Entscheidungsbefugnis über Krieg und Frieden: Analyse der bei Cassius Dio überlieferten Vollmacht, kriegerische Entscheidungen ohne den Senat zu treffen.

6.2. Freie Verfügungsgewalt über die Soldaten und Finanzhoheit: Erläuterung der Abhängigkeit der Truppen und Befehlshaber von Caesars Finanz- und Entlohnungsgewalt.

6.3. Ansiedelungsprogramm und Koloniegründung: Bedeutung der Belohnungsmöglichkeiten für Anhänger zur Stärkung der Loyalität im Reich.

7. Caesars Reformen und Pläne: Überblick über die administrativen Reformen in Justiz und Senat sowie eine kritische Betrachtung der vor seinem Tod geplanten Bau- und Infrastrukturprojekte.

Schlüsselwörter

Caesar, Diktatur, Römische Republik, Konsulat, Senat, Monarchie, Imperium, Dictator perpetuus, Machtvollkommenheit, Regierungsstil, politische Reformen, Notstandsmagistratur, antike Geschichte, Kollegialität, Staatsrecht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Herrschaft Caesars in den Jahren 49 bis 44 v. Chr., insbesondere den staatsrechtlichen Wandel der Diktatur sowie die Auswirkungen auf die republikanischen Institutionen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den zentralen Themen gehören das Konsulat, die Entwicklung des Diktaturamtes, der Regierungsstil, die Frage nach dem Streben nach dem Königtum sowie die spezifischen Vollmachten und Reformpläne Caesars.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es, Caesars Herrschaftsausübung zu durchleuchten und die wissenschaftliche Debatte darüber zu führen, inwieweit seine Machtfülle noch innerhalb des republikanischen Rahmens verblieb oder bereits monarchische Züge annahm.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf der Auswertung primärer Quellen (wie Cassius Dio, Cicero, Sueton) und der Diskussion zeitgenössischer sowie moderner Forschungsmeinungen basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Ämter (Konsulat/Diktatur), die Analyse des Regierungsstils, die kontroverse Monarchiefrage sowie die konkreten Befugnisse und Reformen Caesars.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Caesar, Diktatur, Römische Republik, Machtvollkommenheit, Monarchiefrage und Staatsrecht.

Welche Bedeutung kommt der „dictatura perpetua“ in der Arbeit zu?

Sie markiert das endgültige Ende der republikanischen Traditionen und wird als Zäsur in der Herrschaft Caesars und dem damit verbundenen Machtanspruch detailliert hinterfragt.

Warum wird Caesars Regierungsstil als „monarchisch“ diskutiert?

Weil Caesar formale Prozeduren des Senats umging, sich auf einen Stab loyaler Gefolgsleute stützte und Machtkonzentrationen wie das Diktaturamt auf Lebenszeit zur Durchsetzung seiner Ziele nutzte.

Wie bewertet die Arbeit die Reformpläne Caesars?

Die Arbeit betrachtet diese Reformen einerseits als Zeugnis seiner weitreichenden politischen Neugestaltung, hinterfragt jedoch zugleich, ob einige der nicht ausgeführten Großprojekte möglicherweise als spätere Ausschmückungen dienen, um ihn als „Neuordner des Reiches“ zu stilisieren.

Excerpt out of 13 pages  - scroll top

Details

Title
Caesars Dictatur
College
University of Vienna
Grade
Sehr gut
Author
Kerstin Aigner (Author)
Publication Year
2005
Pages
13
Catalog Number
V48859
ISBN (eBook)
9783638454445
Language
German
Tags
Caesars Dictatur
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kerstin Aigner (Author), 2005, Caesars Dictatur, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/48859
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  13  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint