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Gojira als atomares Symbol. Ein exemplarischer Filmvergleich von "Gojira" (1954) und "Shin Gojira" (2016)

Titel: Gojira als atomares Symbol. Ein exemplarischer Filmvergleich von "Gojira" (1954) und "Shin Gojira" (2016)

Hausarbeit , 2018 , 86 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Franziska Riedel (Autor:in)

Orientalistik / Sinologie - Japanologie
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit vergleicht den ersten Godzilla-Film von 1954 mit dem aktuellsten japanischen Godzilla-Film von 2016 und geht den Fragen nach, wie sich die Atomsymbolik des Monsters in den Filmen gestaltet, welche Unterschiede sich feststellen lassen und wie diese mit Blick auf die jeweiligen historischen Entstehungskontexte (Nachkriegszeit und Atomunfall von Fukushima) der Filme zu begründen sind. Dazu werden jeweils vier Analyseszenen (Filmbeginn, Gojiras erstes Erscheinen, Zerstörung Tokios, Sieg über Gojira) als Vergleichsgrößen herangezogen und mit einer Kombination aus Sekundärquellanalyse und eigener Analyse mittels Sequenzprotokollen interpretiert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Methodische Grundlagen und Vorgehensweise

3 Gojira (1954)

3. 1 Historischer Kontext

3. 2 Handlung

3. 3 Interpretation der Analyseszenen

3. 3. 1 Analyseszene 1A (00:01:46-00:02:46)

3. 3. 2 Analyseszene 2A (00:19:56-00:22:09)

3. 3. 3 Analyseszene 3A (00:52:06-1:04:06)

3. 3. 4 Analyseszene 4A (1:12:18-1:21:00)

4 Shin Gojira (2016)

4. 1 Historischer Kontext

4. 2 Handlung

4. 3 Interpretation der Analyseszenen

4. 3. 1 Analyseszene 1B (00:00:33-00:01:36)

4. 3. 2 Analyseszene 2B (00:08:23-00:12:18)

4. 3. 3 Analyseszene 3B (00:59:59-1:07:14)

4. 3. 4 Analyseszene 4B (1:22:31-1:24:14 und 1:27:30-1:32:06)

5 Zusammenfassung: Gemeinsamkeiten und Unterschiede

6 Fazit

7 Liste der japanischen Begriffe

8 Literaturverzeichnis

8. 1 Filme

8. 2 Literatur

9 Anhang: Analyseprotokolle

Anhang A Sequenzprotokoll Gojira (1954)

Anhang B Sequenzprotokoll Shin Gojira (2016)

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die filmische Darstellung von Gojira im zeitlichen Vergleich zwischen dem Originalfilm aus dem Jahr 1954 und dem modernen Werk Shin Gojira (2016). Ziel ist es zu analysieren, inwieweit das Monster im aktuellen Film weiterhin als Symbol für die Atombombe fungiert oder ob sich seine Bedeutung im Kontext aktueller gesellschaftlicher Traumata wie der Katastrophe von Fukushima gewandelt hat.

  • Historische Kontexte des japanischen Nachkriegskinos und der Gegenwart
  • Vergleichende Filmanalyse der Inszenierung von Zerstörung und Angst
  • Die Rolle von Atomenergie und politischem Krisenmanagement
  • Symbolik von Gojira als Naturkatastrophe versus menschengemachtes Trauma
  • Wissenschaftliche Filmanalyse nach Werner Faulstich

Auszug aus dem Buch

3. 3. 3 Analyseszene 3A (00:52:06-1:04:06)

Gojira taucht mitten in der Nacht begleitet von einer Unheil verheißenden Tuba aus dem Meer auf und bewegt sich in Richtung Land, wo Soldaten versuchen, ihn aufzuhalten. Schnelle Schnitte zwischen Halbtotalen des Meers, Halbtotalen und Nahaufnahmen des Kontrollzentrums der Küstenwache sowie der Soldaten am Ufer erzeugen zusammen mit lauten Kanonen und dem durch sie aufblitzenden Licht bereits zu Szenenbeginn eine unruhige Stimmung. Die dunklen Gewässer, denen das Monster entsteigt, deutet Balmain (2008:39) im Hinblick auf die Verschmutzung der Minamata-Bucht, deren Bewohner in den 1950er Jahren unter einer Quecksilbervergiftung litten, als Symbol der industriellen Verschmutzung Japans und des von den Atombomben verursachten schwarzen Regens. Parallel dazu existiert die Interpretation, es handele sich bei dem Monster um die Seelen der in der Südsee verstorbenen japanischen Soldaten, die nun Buße fordern (Matsumura 2017:151; Mori 2017:7; Yamamoto 2015:32).

Auch der Zeitpunkt (Nacht) und Ort (Tokio) wurden als bedeutsam betrachtet, da beides auf den großen Luftangriff auf Tokio am zehnten März 1945 verweist (Deamer 2014:28; Mori 2017:5; Washburn 2010:82), der wie oben beschrieben eine größere mediale Aufmerksamkeit als die Atombomben hatte (Mori 2017:5). Dennoch wird durch Gojiras radioaktiven Atem eine starke Verbindung zu den Atombomben geschaffen, sodass Gojiras Rolle auch darin besteht, den Angriff auf Tokio mit diesen zu verknüpfen und ein allgemeines Bombardierungsgedächtnis zu schaffen (Mori 2017:10). Dazu trägt zusätzlich die Hilflosigkeit der Bevölkerung bei. Weder Kanonen noch Panzer können das Monster stoppen (00:56:48), Feuerwehrwagen verunfallen (00:55:36) und Tokio verwandelt sich in ein Flammenmeer, was besonders durch Halbtotal- und Totalaufnahmen von Gojira inmitten der Stadt (00:56:07, 00:58:08, 1:02:04, 1:02:29) sowie Totalen verschiedener brennender Stadtviertel (1:03:17) deutlich wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Bedeutung von Filmen als historische Reflexionsmedien dar und führt in die wissenschaftliche Fragestellung bezüglich der Entwicklung der Gojira-Figur ein.

2 Methodische Grundlagen und Vorgehensweise: Das Kapitel erläutert den Einsatz der Filmanalyse nach Werner Faulstich und beschreibt die Methodik der Sequenzprotokolle sowie deren Auswertung.

3 Gojira (1954): Hier wird der historische Kontext der Nachkriegszeit beleuchtet, die Handlung zusammengefasst und die spezifische Symbolik des 1954er Films in ausgewählten Szenen interpretiert.

4 Shin Gojira (2016): Dieses Kapitel analysiert das historische Umfeld des Jahres 2016, insbesondere die Katastrophe von Fukushima, und wendet die Filmanalyse auf das moderne Remake an.

5 Zusammenfassung: Gemeinsamkeiten und Unterschiede: Ein direkter Vergleich der Ergebnisse, der die Divergenz zwischen Emotionalität und Rationalität sowie die unterschiedlichen Katastrophenbilder herausarbeitet.

6 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Beantwortung der Forschungsfrage und ordnet Gojira als sich wandelndes, aber stets aktuelles kulturelles Symbol ein.

Schlüsselwörter

Gojira, Godzilla, Shin Gojira, Filmanalyse, Atombombe, Fukushima, Japan, Nachkriegszeit, Katastrophenfilm, Symbolik, radioaktiver Fallout, historische Traumata, gesellschaftlicher Wandel, Filmgeschichte, Kernkraft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, wie sich die Darstellung und symbolische Bedeutung des Monsters Gojira in zwei exemplarischen Filmen über einen Zeitraum von mehr als sechs Jahrzehnten verändert hat.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Untersuchung konzentriert sich auf die Wechselwirkung zwischen filmischer Inszenierung und den historischen Traumata Japans, insbesondere den Atombombenabwürfen und der Nuklearkatastrophe von Fukushima.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die zentrale Frage ist, ob das Monster in Shin Gojira (2016) als Atombombensymbol zurückgekehrt ist oder ob ihm eine neue, zeitgemäße Bedeutung im Kontext heutiger Krisen zukommt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Die Autorin verwendet eine vergleichende Filmanalyse auf soziologischer Basis, orientiert an Werner Faulstichs Modell der Filmanalyse, inklusive Sequenzprotokollen.

Was genau wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert jeweils vier Schlüsselszenen aus dem Originalfilm von 1954 und dem Film von 2016, um die filmische Umsetzung von Zerstörung, menschlicher Reaktion und politischem Handeln gegenüberzustellen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Analyse?

Wichtige Begriffe sind unter anderem die Gojira-Reihe, Atombombensymbolik, Fukushima-Katastrophe, Krisenmanagement und die Dichotomie zwischen Emotionalität und Rationalität.

Wie unterscheidet sich die Rolle des Monsters im Film von 2016 im Vergleich zu 1954?

Während Gojira 1954 primär als Symbol für die Atombombe und als gequälte Natur auftritt, fungiert er 2016 als unkontrollierbare Naturgewalt und lebender Atomreaktor, der durch rationales politisches Handeln kontrolliert werden muss.

Welche Rolle spielt die Politik in den beiden untersuchten Werken?

Der Vergleich zeigt eine Verschiebung: Während die Politik im Original eher machtlos oder kritisch hinterfragt wird, stellt Shin Gojira das Kollektiv und die professionelle Krisenbewältigung als zentrales, lösungsbringendes Element in den Vordergrund.

Ende der Leseprobe aus 86 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Gojira als atomares Symbol. Ein exemplarischer Filmvergleich von "Gojira" (1954) und "Shin Gojira" (2016)
Hochschule
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg  (Institut für Politikwissenschaft und Japanologie)
Veranstaltung
Die USA und Japan im Film. Transpazifische Netzwerke: Visuelle Kulturen, inszenierte Identitäten und internationale Beziehungen in japanischen und ameri-kanischen Filmen
Note
1,0
Autor
Franziska Riedel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
86
Katalognummer
V488783
ISBN (eBook)
9783668979536
ISBN (Buch)
9783668979543
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Godzilla Gojira Film Filmanalyse Atomkraft Atomsymbol Atomsymbolik Filmvergleich Sequenzprotokoll Japan Geschichte japanische Geschichte Atombomben
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Franziska Riedel (Autor:in), 2018, Gojira als atomares Symbol. Ein exemplarischer Filmvergleich von "Gojira" (1954) und "Shin Gojira" (2016), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/488783
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Leseprobe aus  86  Seiten
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