SCHUKS möchte, dass alle Kinder, die Chance haben, eine Betreuung orientiert an ihren Bedürfnissen bekommen und dies unabhängig von Herkunft oder Familiensituation. Lernen, Spielen, Verständnis und Humor haben sich alle MitarbeiterInnen auf die Fahne geschrieben, um mit den Kindern gut in Kontakt zu treten.
Egal ob es darum geht, Potentiale zu entdecken, Impulse für die individuelle Entwicklung zu geben oder schulische Leistungen zu fördern, stets wird dabei berücksichtigt, die Selbständigkeit der Kinder voranzubringen und ihre Konfliktfähigkeit zu stärken.
Inhaltsverzeichnis
1. SCHUKS – die Schulkindbetreuung von Xxx e.V. an der L.-Grundschule
2. Die Stopp-Regelung in der Schulkindbetreuung
3. Resilienzförderung durch die Nachdenkzeit
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Implementierung und Wirksamkeit der sogenannten "Stopp-Karten Methode" als pädagogisches Instrument zur Förderung von Resilienz in der schulischen Nachmittagsbetreuung. Dabei wird analysiert, wie ein wertschätzender Reflexionsprozess („Nachdenkzeit“) Kindern hilft, Konflikte konstruktiv zu bewältigen und ihre psychische Widerstandskraft zu stärken.
- Methodik der Stopp-Karten bei Fehlverhalten in der Betreuung.
- Integration der Nachdenkzeit als resilienzfördernde Maßnahme.
- Anwendung von Resilienzfaktoren nach Fröhlich-Gildhoff im pädagogischen Alltag.
- Förderung von Selbstwahrnehmung, Selbstwirksamkeit und Problemlösekompetenzen bei Grundschulkindern.
- Strukturierung von Übergängen und Konfliktlösung im halboffenen Betreuungskonzept.
Auszug aus dem Buch
a) Selbst- und Fremdwahrnehmung: angemessene Selbsteinschätzung und Informationsverarbeitung:
Nachdem ich mich zusammen mit dem Kind im Besprechungsraum an einen Tisch gesetzt habe, erkläre ich das Vorgehen in der Nachdenkzeit. Ich fordere das Kind mit ruhiger Stimme auf, mir zu berichten, was geschehen ist und warum es eine STOPP-Karte erhalten hat. Dabei betone ich, dass ich nicht schimpfen werde und es auch keine Bestrafung von mir zu befürchten hat, um vor allem auch die Spannung aus der Situation zu nehmen. Das Kind bekommt Gelegenheit, sich selbst zu reflektieren und über die eigenen Gefühle zu sprechen. Im Gespräch versuche ich auch zu erklären, wie sich der/die andere gefühlt haben könnte.
b) Selbstwirksamkeit (-serwartung): Überzeugung, Anforderung bewältigen zu können: Wir sprechen über Erwartungen, die das Kind hatte und was es durch sein Handeln erzielen wollte. Dabei überlegen wir, welche anderen Wege eventuell besser gewesen wären. Wir besprechen und legen fest, wie das Kind in einer zukünftigen ähnlichen Situation handeln möchte.
c) Selbststeuerung: Regulation von Gefühlen und Erregung: Aktivierung oder Beruhigung In der Nachdenkzeit nehmen wir uns Zeit, über Gefühle zu sprechen. Anhand von Gefühlskarten lernen auch jüngere Kinder, ihre Gefühle zu benennen. Wir sprechen darüber, wann welches Gefühl aufkommt und ab welchem Zeitpunkt man es vielleicht noch hätte abwenden können, wie zum Beispiel Ärger nicht in Agression oder gewalttätiges Handeln übergehen kann sondern es vielleicht andere Möglichkeiten und Wege gibt, dass er sich wieder legt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. SCHUKS – die Schulkindbetreuung von Xxx e.V. an der L.-Grundschule: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über den Trägerverein und die pädagogischen Leitziele der Schulkindbetreuung, wie Selbstständigkeit und Konfliktfähigkeit.
2. Die Stopp-Regelung in der Schulkindbetreuung: Hier wird der organisatorische Rahmen erläutert und die Einführung der Stopp-Karten als direktes pädagogisches Interventionsinstrument bei Regelverstößen beschrieben.
3. Resilienzförderung durch die Nachdenkzeit: Das Kapitel detailliert den Prozess der Nachdenkzeit und verknüpft die pädagogische Praxis mit wissenschaftlichen Resilienzfaktoren, um die Wirksamkeit der Methode zu belegen.
4. Fazit: Die Autorin resümiert die positiven Erfahrungen mit dem System und betont, dass der wertschätzende Umgang ohne Strafen das Vertrauen der Kinder fördert und ihre Konfliktbewältigung langfristig unterstützt.
Schlüsselwörter
Resilienz, Schulkindbetreuung, Stopp-Karten Methode, Nachdenkzeit, Konfliktlösung, Selbstwirksamkeit, Selbstwahrnehmung, Pädagogik, Gewaltprävention, Sozialkompetenz, Erziehung, Grundschulalter, Verhaltensreflexion, Resilienzförderung, Integrationsarbeit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Implementierung eines spezifischen pädagogischen Konzepts, der Stopp-Karten Methode, in einer Schulkindbetreuungseinrichtung zur Stärkung der Resilienz.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Arbeit mit Grundschulkindern, die Strukturierung von Betreuungsalltag, die Förderung sozialer Kompetenzen und die wissenschaftliche Einordnung der pädagogischen Praxis durch Resilienzfaktoren.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es aufzuzeigen, wie durch eine wertschätzende „Nachdenkzeit“ nach Fehlverhalten eine nachhaltige Verhaltensänderung und Resilienzbildung bei Kindern erreicht werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf die Anwendung und Reflexion der Resilienzfaktoren nach Fröhlich-Gildhoff, um die pädagogische Interventionspraxis theoretisch zu fundieren.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Einrichtung, die Beschreibung des operativen Stopp-Karten-Systems und die detaillierte Analyse der Nachdenkzeit unter Berücksichtigung verschiedener Resilienzfaktoren wie Selbstwahrnehmung und Problemlösen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Resilienz, Stopp-Karten Methode, Nachdenkzeit, Konfliktlösung und soziale Kompetenz charakterisiert.
Wie unterscheiden sich die Reaktionen der Kinder auf die Stopp-Karte je nach Klassenstufe?
Während ältere Kinder (Klassen 2-4) die Methode als strukturgebend wahrnehmen, benötigen Erstklässler aufgrund der Eingewöhnungsphase in den neuen Schulalltag mehr Führung und Begleitung bei der Reflexion ihrer Gefühle.
Warum wird in der Nachdenkzeit bewusst auf Bestrafung verzichtet?
Der Verzicht auf Bestrafung dient dem Aufbau von Vertrauen, um die Spannung aus der Konfliktsituation zu nehmen und dem Kind zu ermöglichen, ohne Angst eine eigene, konstruktive Lösung zur Wiedergutmachung zu finden.
- Arbeit zitieren
- M.A. Sabine Krieg (Autor:in), 2019, Die Stopp-Karten-Methode als Resilienzfördernde Maßnahme in der Schulkindbetreuung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/488784