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Aggression und Gewalt. Aggressionsfördernde Emotionen

Titel: Aggression und Gewalt. Aggressionsfördernde Emotionen

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2016 , 12 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Nicky Jan (Autor:in)

Pädagogik - Pädagogische Soziologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Hausarbeit basiert auf dem Buch „Aggression und Gewalt“ von Klaus Wahl, welches in Form von Präsentationen im gleichnamigen Seminar ausführlich behandelt wurde. Klaus Wahl ist einer der führenden Aggressionsforscher in Deutschland und gibt in diesem Buch einen biologischen, psychologischen und sozialwissenschaftlichen Überblick über den aktuellen Wissensstand zum Thema Aggression.

Was ist Aggression? Wie wird aus Aggression Gewalt? Welchen Einfluss haben dabei Geschlecht, Familie und Schule? Diesen und weiteren Fragen wird in Form von vielfältigen Studien von der Genetik und Gehirnforschung, bis hin zur Kriminologie, auf den Grund gegangen. Aggression ist Untersuchungsgegenstand vieler unterschiedlicher Disziplinen, wie zum Beispiel der Pädagogik, Soziologie, Entwicklungspsychologie und Biologie. Auch im Alltag spielt Aggression und vor allem Gewalt eine große Rolle. Klaus Wahls „Aggression und Gewalt“ ist ein interessantes und gut lesbares Lehrbuch, da der Begriff „Aggression“ aus biologischer, psychologischer und sozialer Sicht definiert wird, und somit bestens für Lernende oder Wissenschaftler der verschiedenen Disziplinen geeignet ist. Daher wird in dieser Arbeit keine allgemeine Definition von Aggression oder Gewalt gegeben, denn Ziel des Buches ist es, „einen aktuellen und interdisziplinären Überblick zu den Erscheinungsformen und Verursachungsebenen von Aggression und Gewalt zu geben“ (Wahl, S. 2 d. Vorwortes, o.p.).

Die folgende Hausarbeit behandelt hauptsächlich die aggressionsfördernden Emotionen, beispielsweise Mut, Furcht, Ärger, Empörung, Hass oder auch Lust, welche oft mit Aggression verbunden werden. Zunächst wird auf Emotionen als Aktivierungsmechanismen eingegangen und wie wichtig Emotionen für das evolutive Überleben sind. Daraufhin werden die Emotionen Frustration, Ärger, Hass und Furcht und Angst genauer untersucht. In der Schlussbetrachtung werden die Ergebnisse der vorigen Kapitel prägnant zusammengetragen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Emotionen als Aktivierungsmechanismen

3. Frustration, Ärger, Hass

4. Furcht und Angst

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht auf Basis der Forschung von Klaus Wahl die zentrale Rolle von Emotionen bei der Entstehung und Hemmung von Aggression und Gewalt. Das Ziel ist es, ein Verständnis für die interdisziplinären Zusammenhänge zwischen neurobiologischen Prozessen, psychologischen Mechanismen und sozio-kulturellen Einflüssen zu entwickeln, ohne dabei eine allgemeingültige Definition von Aggression zu forcieren.

  • Emotionen als evolutionäre Überlebens- und Aktivierungsmechanismen
  • Die psychologische Dynamik von Frustration, Ärger und Hass
  • Furcht und Angst als ambivalente Auslöser oder Hemmer von aggressivem Verhalten
  • Der Einfluss von Sozialisation und lebensgeschichtlichen Erfahrungen
  • Neurobiologische Korrelate emotionaler Prozesse bei sozialer Interaktion

Auszug aus dem Buch

3. Frustration, Ärger, Hass

Im folgenden Kapitel wird auf einige Forschungsergebnisse zu den Emotionen Frustration, Ärger und Hass näher eingegangen. Dazu wurde bereits in den 1920er Jahren ein Versuch von Tamara Dembo, einer Schülerin des Psychologen Kurt Lewin gestartet, in dem die Versuchspersonen absichtlich durch schwierige Aufgaben frustriert wurden, um der Entstehung des Ärgers auf die Spur zu kommen. Die Reaktionen fielen meist in aggressiver oder deprimierter und grübelnder Weise aus (vgl. Wahl, S. 74). Im Jahre 1939 wurde von der Yale-Wissenschaftlergruppe von John Dollard et al. (1970), ohne Vorwissen über das Experiment von Dembo, die klassische Frustrations-Aggressions-Theorie aufgestellt, die zunächst auf der Annahme beruht, es gäbe eine uneingeschränkte Verbindung einer auf Frustration stets folgende Aggression. Frustration galt als Störung einer zielgerichteten Aktivität und Aggression als verletzendes Verhalten. Diese Annahme der Theorie musste jedoch revidiert werden, da nicht jede Frustration zu Aggression führte und nicht jede Aggression auf Frustration zurückrufbar war, wie Dembos Versuch bereits bestätigt. Denn Frustration kann auch Ängste und Rückzug zur Folge haben (vgl. ebd.).

Daher beschreibt Berkowitz (1962) ein emotionales Bindeglied: Seiner Meinung nach muss Frustration zu Ärger führen, dieser motiviert wiederum zu Aggression. Der entstandene Ärger kann sich dabei auf verschiedene Anlässe beziehen und die Folgen sind meist wahrscheinlich, aber nicht zwingend! Dies ist wiederum abhängig von individuellen Persönlichkeitsmerkmalen und Reaktionsmustern (vgl. ebd.). Am Beispiel des Straßenverkehrs kann man die Begriffe state aggression und trait aggression näher ausführen: state aggression ist die Aggression im situativen Zustand, z. B. ein Fahrer, der aggressiv wird, weil ihm ein anderer den Weg abgeschnitten hat. Trait aggression wiederum ist die Aggression als persönliche Eigenschaft, also ein Fahrer, der sich generell immer aggressiv im Straßenverkehr verhält (vgl. ebd., S. 75).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit gibt einen Überblick über den aktuellen Wissensstand zum Thema Aggression und erläutert die Zielsetzung, die Rolle von Emotionen als Bindeglied zwischen Biologie und Verhalten zu untersuchen.

2. Emotionen als Aktivierungsmechanismen: Es wird dargelegt, dass Emotionen evolutionsbiologisch als Notfallreaktionen fungieren und maßgeblich das soziale Verhalten sowie die Aggressionsbereitschaft beeinflussen.

3. Frustration, Ärger, Hass: Dieses Kapitel analysiert die wissenschaftliche Entwicklung der Frustrations-Aggressions-Theorie und die Bedeutung von Ärger als emotionalem Bindeglied, das zu aggressivem Verhalten motivieren kann.

4. Furcht und Angst: Hier wird untersucht, wie Furcht und Angst sowohl als Auslöser für offensive Aggression als auch als Hemmfaktor fungieren können und welche Rolle sie in der Gruppendynamik spielen.

5. Schlussbetrachtung: Die Ergebnisse werden zusammengeführt und unterstreichen die Ambivalenz von Emotionen, wobei betont wird, dass Aggression aus ineinandergreifenden bio-psycho-sozialen Mechanismen resultiert.

Schlüsselwörter

Aggression, Gewalt, Emotionen, Frustration, Ärger, Hass, Furcht, Angst, Neurobiologie, Sozialisation, Evolutionspsychologie, Affekt, Kognition, Verhaltensforschung, Triebtheorie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert, wie bestimmte Emotionen wie Ärger, Hass oder Furcht die Entstehung von aggressivem Verhalten und Gewalt bei Menschen beeinflussen und steuern.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die zentralen Felder umfassen die Evolutionsbiologie von Emotionen, die psychologische Ärgerregulation, die Auswirkungen von Frustration sowie die Bedeutung von Angst und sozialen Kontexten für Aggressionsakte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, einen interdisziplinären Überblick über die aggressionsfördernden Emotionen zu geben und zu zeigen, wie diese als biologisch-psychologische Mechanismen das Handeln eines Menschen lenken.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und Aufarbeitung des Werkes „Aggression und Gewalt“ von Klaus Wahl sowie der Einbeziehung verschiedener psychologischer Studien und Experimente.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Emotionen als Aktivierungsmechanismen, die Analyse der Kette von Frustration über Ärger zu Hass sowie die differenzierte Betrachtung der ambivalenten Rolle von Furcht und Angst.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Aggression, Bio-psycho-soziale Mechanismen, Ärgerregulation, Frustrations-Aggressions-Theorie und adaptive Verhaltensmechanismen charakterisiert.

Was unterscheidet "state aggression" von "trait aggression" im Kontext der Arbeit?

State aggression bezeichnet eine situativ ausgelöste, kurzfristige aggressive Reaktion, während trait aggression eine tief verwurzelte, konstante Eigenschaft beschreibt, bei der sich eine Person generell aggressiv verhält.

Wie beeinflussen soziale Hierarchien die Aggressionsbereitschaft?

Die Arbeit zeigt anhand neurologischer Untersuchungen, dass instabile soziale Hierarchien im Gehirn Prozesse anstoßen, die emotionale Reaktionen wie Ärger oder Angst aktivieren und somit die Wahrscheinlichkeit für Aggression erhöhen.

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Aggression und Gewalt. Aggressionsfördernde Emotionen
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
Note
1,3
Autor
Nicky Jan (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
12
Katalognummer
V488864
ISBN (eBook)
9783668947641
ISBN (Buch)
9783668947658
Sprache
Deutsch
Schlagworte
aggression gewalt aggressionsfördernde emotionen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nicky Jan (Autor:in), 2016, Aggression und Gewalt. Aggressionsfördernde Emotionen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/488864
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Leseprobe aus  12  Seiten
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