Die vorliegende Ausarbeitung soll einen Einblick in den heutigen gesellschaftlichen Auftrag der Schule als „Institution“ geben. Des Weiteren soll sie die Schule als einen Ort zeigen, in dem eine Vielzahl von Individuen, hier im wesentlichen Lehrer, Schüler und ihr soziales Umfeld, einen großen Teil Ihres Lebens miteinander verbunden sind; die Lehrer als Vermittler, Wegweiser und Erzieher und die Schüler als Zuhörer und „Schutzbefohlene“, die auf das weitere Leben vorbereitet werden sollen und im Optimalfall auch vorbereitet werden wollen. Zu Beginn werden die wesentlichen Aufgaben der Schule beschrieben, im Bezug auf den Bildungs- und den Erziehungsauftrag. Im Folgenden wird auf den Wandel der Gesellschaft eingegangen und seine Auswirkungen auf die Schüler in der heutigen Zeit. Wie die Schule diese Herausforderungen annehmen kann um Ihrem Auftrag auch heute noch gerecht zu werden, wird anschließend ebenfalls erörtert, wie auch das Einbringen der immer mehr allgegenwärtigen neuen Medien und deren Einbindung in den Lebens- und Unterrichtsalltag. Aspekte, die in der heutigen Lehrerausbildung zu berücksichtigen sind, werden im letzten Punkt betrachtet. Die Ausarbeitung schließt mit einem zusammenfassenden Resümee über das Thema und einer persönlichen Einschätzung der Referenten.
Inhaltsverzeichnis
1 Einführung
2 Aufgaben der Schule
3 Gesellschaftlicher Wandel
4 Belastete Schüler
5 Schule im Wandel
6 Neue Medien
7 Auswirkungen auf die Lehrerausbildung
8 Resümee
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den aktuellen gesellschaftlichen Auftrag der Schule sowie die Herausforderungen, mit denen Schüler und Lehrkräfte in einer sich wandelnden Welt konfrontiert sind. Ziel ist es, den schulischen Bildungs- und Erziehungsauftrag vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Veränderungen zu analysieren und Möglichkeiten für eine zeitgemäße Lehrerausbildung aufzuzeigen.
- Der Wandel gesellschaftlicher Werte und deren Auswirkungen auf das Schulklima.
- Die zunehmende Belastung von Schülern durch psychosoziale Faktoren.
- Die Integration neuer Informations- und Kommunikationstechnologien in den Unterricht.
- Die Bedeutung von Medienkompetenz und deren Vermittlung als Bildungsziel.
- Notwendige Anpassungen in der universitären Ausbildung angehender Lehrkräfte.
Auszug aus dem Buch
6 Neue Medien
Durch die Weiterentwicklung der modernen Technologien und Medien stehen Lehrenden und Lernenden viele neuartige Mittel zum Austausch von Informationen zur Verfügung. Der zentrale Bestandteil dieser Kommunikations- und Informationstechnologien ist der Computer, der dadurch gleichzeitig zu einem zentralen Bestandteil der Gesellschaft geworden ist.
Ein mit dem Computer eng verknüpfter Begriff ist Multimedia. Darunter versteht man die Verknüpfung verschiedener Medien, wie Schrift, Ton, Film und Bild, zu einer Gesamterscheinung. Als Beispiel einer multimedialen Quelle kann allem voran das Internet genannt werden.
Die Anwendung von multimedialen Quellen gestaltet sich zunehmend einfacher und gerade auch dadurch bietet sich ihr Einsatz in Unterricht und Lehre allgemein an. Der Focus einer medienpädagogischen und didaktischen Überlegung richtet sich auf die Frage, wie die neuen Informations- und Kommunikationstechnologien so in den Unterricht integriert werden können, dass sie Lernprozesse sinnvoll unterstützen und den Lernenden die Angst im Umgang mit dem neuen „Alltagsinstrument“ nehmen. An dieser Stelle sei auf Literatur zum Thema der „epochaltypischen Schlüsselprobleme“ hingewiesen, welche ebenfalls die „… Möglichkeiten der neuen ..Informations- und Kommunikationsmedien … und der zwischenmenschlichen Kommunikationsbeziehungen“ (ebd.) zum Inhalt hat.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einführung: Die Einleitung erläutert den gesellschaftlichen Auftrag der Schule als Institution und beschreibt das Beziehungsgeflecht zwischen Lehrern und Schülern.
2 Aufgaben der Schule: Dieses Kapitel definiert den Bildungs- und Erziehungsauftrag und erläutert die Entwicklung von einer reinen Stoffvermittlung hin zu umfassenden Handlungskompetenzen.
3 Gesellschaftlicher Wandel: Hier wird der Einfluss sozioökonomischer Veränderungen auf Familien und Jugendliche sowie die damit verbundene Reizüberflutung thematisiert.
4 Belastete Schüler: Das Kapitel beleuchtet den Anstieg psychosozialer Probleme bei Schülern, wie etwa Konzentrationsschwächen und Verhaltensauffälligkeiten.
5 Schule im Wandel: Es wird diskutiert, wie sich Schulen an die veränderten gesellschaftlichen Bedingungen anpassen müssen, insbesondere im Hinblick auf das Schulklima.
6 Neue Medien: Dieses Kapitel untersucht die Rolle von Multimedia und Internet im Bildungskontext sowie das Konzept der Medienkompetenz.
7 Auswirkungen auf die Lehrerausbildung: Es werden Anforderungen an angehende Lehrkräfte formuliert, um den Herausforderungen der modernen Technik und empathischen Pädagogik gerecht zu werden.
8 Resümee: Die Autoren ziehen ein Fazit und betonen den dringenden Handlungsbedarf bei der Stressbewältigung und der praxisorientierten Lehrerausbildung.
Schlüsselwörter
Schule, Bildungsauftrag, Erziehungsauftrag, Gesellschaftlicher Wandel, Medienkompetenz, Handlungskompetenz, Lehrerausbildung, Psychosoziale Belastung, Multimedia, Sozialkompetenz, Stressbewältigung, Kommunikation, Unterrichtsentwicklung, Schlüsselqualifikationen, Lehrkräfte.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert den heutigen gesellschaftlichen Auftrag der Schule im Spannungsfeld zwischen traditionellen Bildungsaufgaben und modernen Anforderungen einer sich wandelnden Gesellschaft.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die thematischen Schwerpunkte liegen auf den Aufgaben der Schule, dem Einfluss des gesellschaftlichen Wandels auf Familien, der steigenden Belastung von Schülern sowie dem Stellenwert neuer Medien.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es, die Rolle der Schule in der heutigen Zeit zu definieren und aufzuzeigen, wie Lehrer und Lehramtsstudierende besser auf die veränderten Anforderungen vorbereitet werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und theoretischen Einordnung pädagogischer Konzepte, ergänzt durch eine Diskussion der Autoren.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit der Entwicklung von Handlungskompetenzen, der Problematik von Reizüberflutung bei Jugendlichen und der notwendigen Integration von Medienkompetenz in den Unterricht.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Kernbegriffe sind Schule, Bildung, Medienkompetenz, Lehrerausbildung, sozialer Wandel und Handlungskompetenz.
Warum wird die Lehrerausbildung als kritischer Punkt angesehen?
Die Autoren argumentieren, dass das Studium oft nicht ausreichend auf die praktische Realität, den Umgang mit neuen Medien und die empathische Begleitung belasteter Schüler vorbereitet.
Welche Bedeutung hat das "Schulklima" für die Autoren?
Ein positives Schulklima, geprägt von Arbeitszufriedenheit und kooperativen Beziehungen, wird als essenzielle Voraussetzung für einen erfolgreichen Erziehungs- und Bildungsprozess betrachtet.
Was fordern die Autoren im Hinblick auf das Thema "Stress"?
Es wird betont, dass sowohl in der Schule als auch "prä-präventiv" in der Universität mehr Angebote zur Stressbewältigung für Lehrer und Schüler geschaffen werden müssen.
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- Karsten Bettray (Author), Daniel Ernst (Author), 2003, Der Auftrag der Schule, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/48895