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Psychologisches Eigentum und unternehmerisches Verhalten bei Fremdmanagern in Familienbetrieben. Ein Vergleich mit der Prinzipal-Agent-Theorie

Title: Psychologisches Eigentum und unternehmerisches Verhalten bei Fremdmanagern in Familienbetrieben. Ein Vergleich mit der Prinzipal-Agent-Theorie

Bachelor Thesis , 2018 , 46 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Anonym (Author)

Business economics - Controlling
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Summary Excerpt Details

Diese Abschlussarbeit geht der Frage nach, ob das Konzept des Psychlogischen Eigentums (PE) in Familienunternehmen unternehmerisches Handeln bei Nicht-Eigentümern hervorrufen kann.

Psychologisches Eigentum (PE) beschreibt einen Zustand, indem das Individuum das Gefühl hat ein Objekt materieller oder immaterieller Art gehöre ihm, ohne dass es legales Eigentum daran besitzt. In den letzten Jahrzehnten wuchs das Interesse am psychologischen Aspekt von Eigentum.

Ferner soll PE mit der Prinzipal-Agent-Theorie verglichen werden, um herauszufinden, welcher der beiden Ansätze vorteilhafter für ein Familienunternehmen beim Engagement eines Fremdmanagers ist. Um diese Fragen zu beantworten, wurde eine Literature Review durchgeführt, die einen umfassenden Überblick über das theoretische Konstrukt des PE und dessen unterschiedlichen Auffassungen verschafft sowie über den derzeitigen Forschungsstand zu Faktoren, die die Entwicklung fördern, und Konsequenzen, die sich daraus ergeben.

Es wird festgestellt, dass PE zu Stewardship-Verhalten führt, wodurch das Unternehmen im Vergleich zur Prinzipal-Agent-Theorie eine größere Performance erzielen kann. Ferner profitiert das Unternehmen von der Förderung von PE durch Extra-Rollen-Verhalten, stärkeres Commitment und höhere Zufriedenheit der Mitarbeiter. Der Fremdmanager wiederum profitiert aus der Schaffung passender Strukturen zur Förderung von PE, da ihm so Entscheidungskompetenzen und ein gewisses Ausmaß an Autonomie zugeschrieben werden. Somit löst PE den Interessenkonflikt zwischen Eigentümer und Fremdmanager, der durch die gegensätzlichen Erwartungen dem anderen gegenüber entsteht. Weitere Studien könnten auf die kulturellen und persönlichen Aspekte des PE einge hen und besonders die negativen Konsequenzen näher beleuchten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Thema

1.2 Zielsetzung und Fragestellungen der Arbeit

1.3 Vorgehen

1.3.1 Methodik

1.3.2 Aufbau der Arbeit

2. Begriffsdefinitionen

2.1 Familienunternehmen

2.2 Psychologisches Eigentum

2.3 Fremdmanagement

3. Der Fremdmanager im Familienunternehmen

3.1 Gründe

3.1.1 Professionalisierung der Führung

3.1.2 Nachfolgeproblematik

3.1.3 Beratung

3.2 Herausforderungen

3.2.1 Erwartungen des Eigentümers

3.2.2 Erwartungen des Fremdmanagers

3.3 Lösungsansätze

3.3.1 Prinzipal-Agent-Theorie

3.3.1.1 Merkmale

3.3.1.2 Probleme

3.3.1.3 Lösung des Agenturproblems

3.3.2 Stewardship-Theorie

3.3.3 Vergleich der Prinzipal-Agent-Theorie mit der Stewardship-Theorie

4. Psychologisches Eigentum (PE)

4.1 Theoretische Grundlagen

4.1.1 Ansätze zur Entstehung des Konstruktes des PE

4.1.2 Definition und Differenzierung

4.1.3 Die Wurzeln von PE – Ursprüngliche Motive

4.1.4 Bedingungen für das Entstehen von PE

4.1.5 Formen und Ausmaße von PE

4.2 Aktueller Entwicklungsstand: Empirische Untersuchungen zu PE im Zusammenhang mit Unternehmen

4.2.1 Die Stellschrauben des PE im Unternehmenskontext

4.2.2 Konsequenzen von PE für das Unternehmen

4.2.2.1 Positive Konsequenzen

4.2.2.2 Negative Konsequenzen

5. Psychologisches Eigentum und die Prinzipal-Agent-Theorie im Vergleich

5.1 Gemeinsamkeiten und Unterschiede der beiden Theorien

5.2 Vor- und Nachteile der beiden Theorien

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Konzept des psychologischen Eigentums (PE) bei fremden Managern in Familienunternehmen, um zu klären, ob PE unternehmerisches Verhalten fördert und eine vorteilhaftere Alternative zur klassischen Prinzipal-Agent-Theorie darstellt.

  • Grundlagen des psychologischen Eigentums
  • Fremdmanagement in Familienunternehmen
  • Prinzipal-Agent-Theorie vs. Stewardship-Theorie
  • Förderfaktoren für PE
  • Positive und negative Konsequenzen von PE

Auszug aus dem Buch

4.1.4 Bedingungen für das Entstehen von PE

Im letzten Abschnitt wurde den Ursachen für die Existenz von Eigentumsgefühle nachgegangen. Unbeantwortet blieb allerdings die Frage „What are the paths down which people travel that give rise to these feelings?“ (Pierce et al., 2004, S. 98). Pierce et al. (2001) identifizierten drei wesentliche Wege, die zur Entstehung von PE führen: „Controlling the target, coming to intimately know the target, investing the self to the target“ (Pierce et al., 2001, S. 301–302).

Bereits in den anfänglichen Erforschungen zum psychologischen Aspekt des Eigentums wurde festgestellt, dass Kontrolle eine zentrale Eigenschaft von Eigentum ist. Furby (1978) und Prelinger (1959) argumentierten, dass je mehr Kontrolle ein Individuum auf ein Objekt ausüben kann, desto mehr wird dieses Objekt als ein Teil der eigenen Person betrachtet. Dem schließen sich auch Csikszentmihalyi und Rochberg-Halton (1981) an und ergänzen, dass die Ausübung von Kontrolle zu aufsteigenden Eigentumsgefühlen führt. Bei Organisationen, die ihren Mitarbeitern die Möglichkeit bieten, ein gewisses Maß an Kontrolle über bestimmte Faktoren ausüben zu können, ist zu beobachten, dass mit steigendem Kontrolllevel auch die Wahrscheinlichkeit steigt, dass die Mitarbeiter Eigentumsgefühle gegenüber ihrer Arbeit entwickeln. Im Umkehrschluss hindert die Verringerung der Möglichkeiten zur Ausübung von Kontrolle die Entwicklung von Eigentumsgefühlen. Dies geschieht beispielsweise in einem System der Zentralisation und Formalisierung, indem Mitarbeiter die Erfahrung machen, dass nichts im Unternehmen ihnen gehört (Pierce et al., 2001; Pierce et al., 2003).

Eine weitere Bedingung für die Entwicklung von PE ist das Erlangen von Wissen über das Objekt. James (1890) behauptet, dass das Individuum durch eine aktive Beziehung mit dem Objekt Eigentumsgefühle zu diesem entwickeln kann. Dies geschieht dann, wenn das Individuum Wissen über das Objekt erlangt (Beaglehole, 1932).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Thema, Darlegung der Problemstellung sowie Definition der Zielsetzung und des methodischen Vorgehens.

2. Begriffsdefinitionen: Klärung der zentralen Begriffe Familienunternehmen, psychologisches Eigentum und Fremdmanagement.

3. Der Fremdmanager im Familienunternehmen: Untersuchung der Beweggründe für externes Management sowie Analyse der Erwartungen und theoretischen Lösungsansätze für Konflikte.

4. Psychologisches Eigentum (PE): Umfassende theoretische Fundierung des Konstrukts PE sowie eine Literaturübersicht zu Entstehung, Förderfaktoren und Konsequenzen.

5. Psychologisches Eigentum und die Prinzipal-Agent-Theorie im Vergleich: Kritische Gegenüberstellung beider Theorien hinsichtlich ihrer Eignung für das Familienunternehmen.

Schlüsselwörter

Psychologisches Eigentum, Familienunternehmen, Fremdmanager, unternehmerisches Verhalten, Stewardship-Theorie, Prinzipal-Agent-Theorie, Führung, Mitarbeiterautonomie, Organisationales Commitment, Organisationspsychologie, Entscheidungsteilnahme, Arbeitsumfeld, Unternehmenserfolg, Motivation, Kontrolle.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Konzept des psychologischen Eigentums (PE) und dessen Bedeutung für fremde Manager in Familienunternehmen, insbesondere im Vergleich zu klassischen ökonomischen Anreizmodellen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der Managementproblematik in Familienunternehmen, den psychologischen Hintergründen von Eigentumsgefühlen sowie den Theorien zu Prinzipal-Agent-Beziehungen und Stewardship.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Forschungsstand zu PE aufzuarbeiten, um zu klären, ob dieses Konstrukt unternehmerisches Verhalten bei Fremdmanagern fördern und somit eine effizientere Alternative zur Prinzipal-Agent-Theorie bieten kann.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde eine systematische Literaturübersicht (Literature Review) durchgeführt, die auf der Analyse von 43 ausgewählten Fachartikeln basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Herausforderungen von Fremdmanagern, die Herleitung der psychologischen Grundlagen von PE und deren empirisch belegte Stellschrauben sowie den theoretischen Vergleich von PE mit der Prinzipal-Agent-Theorie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Psychologisches Eigentum, Familienunternehmen, Fremdmanagement, Stewardship-Theorie und Prinzipal-Agent-Theorie.

Wie unterscheidet sich psychologisches Eigentum vom legalen Eigentum?

Psychologisches Eigentum ist ein rein subjektives Empfinden, ein Objekt als "das eigene" zu betrachten, unabhängig davon, ob man die rechtliche Verfügungsgewalt darüber besitzt.

Warum wird im Kontext des Familienunternehmens ein Fokus auf die Stewardship-Theorie gelegt?

Da Familienunternehmen meist langfristige, generationenübergreifende Ziele verfolgen, bietet die Stewardship-Theorie – die von intrinsisch motivierten, am Unternehmenserfolg orientierten Managern ausgeht – einen vorteilhafteren Lösungsansatz als die rein kontrollbasierte Prinzipal-Agent-Theorie.

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Details

Title
Psychologisches Eigentum und unternehmerisches Verhalten bei Fremdmanagern in Familienbetrieben. Ein Vergleich mit der Prinzipal-Agent-Theorie
College
University of Siegen
Grade
2,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2018
Pages
46
Catalog Number
V488997
ISBN (eBook)
9783668963528
ISBN (Book)
9783668963535
Language
German
Tags
family business psychlogical ownership Fremdmanager Stewardship-Theorie psychologisches Eigentum Prinzipal-Agent-Theorie Familienunternehmen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2018, Psychologisches Eigentum und unternehmerisches Verhalten bei Fremdmanagern in Familienbetrieben. Ein Vergleich mit der Prinzipal-Agent-Theorie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/488997
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